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schlicken II bis verschlickern (Bd. 7, Sp. 1327 bis 1331) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
schlicken II einschlicken verschlicken schlick Schlick Schlick-darm Schlickloch Schlickpick Schlickschwarte Schlicke Schlicker Schlickert Schlickes schlickig Schlicks schlicksen Schlicks Schlickser(t) schlicksig Schlicker schlickerig schlickern abschlickern ausschlickern beschlickern verschlickern Schlicker Schlicker-batzen Schlickerbeine Schlickerbisse Schlickerfass Schlickerkasten Schlickersack Schlickerwitz Geschlicker Schlickerich schlickerig Schlickert Schlickes schlickig Schlickert I Schlickert II Schlickes I Schlickes II Schlickes III Schlicks schlicksen Schlidden Schlidder I Schlidder II schliddern I schliddern II verschliddern Schliden schliden Schlider schlidern schlidig schlie Schlie I Schlie II schlie-en Schlief Schliefer schlieferig schlieh Schlieh Schliek I Schliek II schlieken Schlieke Schlieken Schliekes schlielksen Schlien I Schlien II Schlienzel Schliepung Schlier I Schlier II Schlier(en) Schlier-auge Schliertenne Ge-schliere schlierig schlieren Schlieres Schliert Schliess schliessen abschliessen anschliessen aufschliessen ausschliessen beschliessen einschliessen verschliessen zuschliessen Schliess Be-schliess | [Bd. 7, Sp. 1328] ein- schlicken: in sich hineinschlucken WBitb. RA.: Wat mer net aschl. kan, muss mer erausspauzen man soll sich ins Unvermeidliche fügen. Besser e bes (böses) Wort ageschleckt, wie gesot (gesagt); dovan barscht mer net WBitb.ver -schlicken: 1. etwas v., verschlucken Verbr. wie schl. 1. RA.: Wenn ömmes ene Fennek (Pfennig) verschleckt hat, de moss bei N. (einen Geizkragen) gohn, de kann alles eruskriə Monsch-Witzerath. — 2. sich v. a. sich verschlucken u. dadurch in Atemnot kommen ebd. — b. sich leid an einer Speise essen Klev. schlick Verbr. wie schlicken 2 Schallw.: zur Begleitung u. Nachahmung des Schlickens 2. Schlick -e-, –i- [-ę- Mettm, Düss, Neuss-Stdt; -ē- Kemp-Boish] Verbr. wie schlicken 2 a Sg. t. m.: Schluckser (Schluckauf), das Aufstossen aus dem Magen, das Schluchzen; ech han den Schl. — Wer den Schluckser hat, soll sich die Ohren zuhalten u. dabei einen Schluck Wasser trinken; das Kind soll an Grossvaters Schimmel denken oder nachsinnen, wann es zuletzt einen Sch. gesehen hat; man rät ihm an, einen Segensspr. gegen den Schluckser siebenmal, dreimal in einem Atem so oft, als man Jahre alt ist, zu sprechen: Ek häbb de Schl. sewe Dumme deck! Klev-Cranenbg. Ech han der Schl., ech h. der Schl., ech han alt siəvemol geschleckt! Grevbr-Hochneuk. Ich habb der Heck, ich h. der Schl.; ich h. för veier Penninge Weck! Kemp-Grefr. Du Schl., du Deck, du Dönn, du driffs mich all die Rebben öm! ebd. Ich ha der Heck (Neck Eup, Peps Jül, Erk-Borschemich, Speck Düss-Benr), [Bd. 7, Sp. 1329] Schlick-darm Aden-Kaltenborn m.: Speiseröhre des Tieres. Schlick-loch (s. S.) May-Höchstbg, Schleid-Bereschd Üdelhv n.: Schlund, Kehle. Schlick-pick -ekpek MGladb-Odenk; -kən- Lennep-Windgassen m.: der Schluckser. Schlick-schwarte -ekwā:(r)t Rheinb, Bo f.: verächtl. gieriger Esser, Trinker. PfWB ElsWB LothWB Schlicke -ik, –e-, –ø-, Pl. -gə(n) Rhfrk, Mosfrk verbr. wie schlicken 1 u. Malm f.: 1. Speiseröhre, Schlund, Kehle, Inneres des Halses bei Mensch u. Tier; en hot en gross (gut) Schl. ist ein guter Trinker; dau hos och dein best Schl. im Hals dass. Allg.; den lo höt ke Schl., den lesst (lässt) et nemmen (nur) lofen dass. Trier-Kenn; ich han (et) an der Schl. ich bin erkältet; ich hon gefror, ich sper et schunn an der Schl. Rhfrk, Allg.; et as mer an (in) der Schl. steche bliewen Bitb, Allg. RA.: Er hot e Schl. wie e Karschdestiel einen langen Hals Ottw-Landsw, — e Kurierstiewel er isst rasch Trier-Conz. En gross Schl. brängt wenig Gleck sie veranlasst zum Saufen Trier-Mehring. He kihrt alles de Schl. erob vertrinkt alles Saarbg, Allg. — 2. übertr. verächtl. a. Rotznase Ottw-Eppelborn. — b. altes Messer ebd. PfWB ElsWB LothWB Schlicker -ig- Sg. u. Pl. Wend-OReidenb m.: Schlicke. Schlickert -ikərt, Pl. -tə Aden-Pitschd m.: verächtl. Geizhals. Schlickes -ekəs, Pl. -əsə m.: verächtl. 1. hastiger, gieriger Esser, Trinker Rheinb-Wald. — 2. unverschämter Mensch, bes. im Fordern Sol. schlickig -ek- Aach-Würselen Adj.: gierig [Bd. 7, Sp. 1330] Schlicks s. folg. PfWB LothWB schlicksen diese Abl. ist Rhfrk (u. schlucksen), Mosfrk an der Saar in Saarl, NWSaarbg, Hochw, von Mos von Trier bis Kobl, Eif, Westerw, Siegld, Rip (in Jül nur Mersch, Aach-Eschw), Düss-Stdt, Ess, u. zwar Rhfrk -igs-, –e-; sonst -e- [Trier-Stdt u. östl. -ø-], -eksə [in NWSaarbg, Trier, Wittl, Bitb, SPrüm, Daun-Steinborn -a-; NPrüm, Malm -ǫ-; Prüm-Stdt -ę-; kurköln. Neuw -ę-, in Sieg, Waldbr, Altk vielfach --; in Bonn vielfach -ø-] schw.: 1. den Schluckser, Schluckauf haben, Aufstossen aus dem Magen h., schluchzen beim Weinen. RA.: Der schleckst be (wie) e Hohn May-Küttig. — 2. übertr. et schleckst mit der Arbeit geht es nicht mehr so gut wie früher, das Verdienst wird geringer Siegld, Kobl (-ę-; 1 -i-), Koch-Leienkaul (-e-), Goar-Morshsn (-i-), Trier-Clüsserath (-a-); de Kuh schlickst en der Melch gibt weniger Milch Goar-Morshsn (-i-). — Abl.: die Schlickserei, dat Geschlicks. Schlicks -a- NWSaarbg, Trier-Cordel Heidenbg Schleidw, Wittl-Binsf, Bitb vielfach (sonst -agsərt); -e- Mos von Bernk an, Goar (mosfrk), OEif, Westerw, Rip, Düss-Stdt (sonst im Geb. von schlicksen, Schlickser) Sg. t. m.: 1. der Schluckser, Schluckauf; den Schl. han. — Wenn Kinder den Schl. haben, wächst ihnen et Herz Allg., — werden sie eine Bohne länger u. eine Erbse dicker Koch; man rät ihnen u. a.: gapp (gähne) dreimol övver der Domm (Daumen)! Dür-Pier; dröck ens üvver et Metz (Messer)! Köln-Deutz. Folgende Segenssprüche: Ich han der Schl., ich han der Pecks, ich han en sibbe Johr gehat, un es noch net fort! Jül-Mersch, Rip verbr. Schl., versenk, fall iwer Stihl un Bänk, Schl. v.! Trier-Schleidw. Schl., Schl., höngerröcks, gangk no dem Man, de dich verdrohn (-tragen) kan! Altk-Herdrf. Schl., fahr iwer de Ricks, f. iwer de Rhein, on loss et Schlickse sein! Goar-Boppard, Bernk-Kestert. — 2. übertr. in der Wend.: De hät de Schl. kann auch nicht machen, was er will; er muss sich fügen Neuw-Dattenbg. PfWB ElsWB LothWB Schlickser(t) -igsər Rhfrk; -igsər(t), –e- Mosfrk in Saarl, Trier, Bernk, Koch-Ernst, Daun, Prüm; -a- Bitb, Wittl, SPrüm; -ǫ- NPrüm Sg. t. m.: Schlicks 1. Schlickser, fahr iwer Rickser, f. i. de Rhein, wo die viele Schl. sein (loss dat Schlickse sein)! Rhfrk. Schleckse, f. weckse, f. v. de Rh., lass dat Kend met dem Schleckse sein! Simm-Rheinböller. — 2. übertr. scherzh. er hat den Schl. ist bezecht Bernk (Hunsr.) schlicksig -e- Sieg-OLar Adj.: herb schmeckend, von einer Frucht. Schlicker, schlickerig s. folg. [Bd. 7, Sp. 1331] ab- schlickern: etwas a., weg, von sich schleudern; et Blut vam Finger a.; den Dreck vam Ben a.; den Ren a. Gummb, Allg.aus -schlickern: den Schuh utschl. Gummb, Allg.be -schlickern: etwas, einen, sich b., mit Schmutz bespritzen Allg. RA.: Er hät de Schess (Schiesse) beschleckert ist bezecht Altk-Bachenbg.ver -schlickern: etwas v. 1. unvorsichtig u. achtlos verstreuen; verschleckeret Kräutchen (Obstkraut) net esu of em Dösch (Tisch)! Westerw. — 2. gegen geringen Preis losschlagen, vergeuden; he hät sei ganz Vermögen verschleckert ebd.; der hot all sei Sach verschlickert un verklickert Kreuzn-Boos (abseits, nur in dieser Wend.).
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