| Rheinisches Wörterbuch | ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
rasseln bis Rast (Bd. 7, Sp. 117 bis 122) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
rasseln abrasseln anrasseln ausrasseln verrasseln Rassel Rassel-apfel Rasselbande Rasselblume Rasselbock rasseldürr Rasselfässchen Rasselgras Rasselkern Rasselklee Rasselköpfe Rasselkraut Rasselmännchen Rasselsäckelchen Rasselsteinchen Rasseler rasselig er-rassen rässen rässig Rast Räst Rastätchen rasten rästen aufrästen aufrästen ausrästen ausrästen Rast Anrast Unrast Rast-bank Rasthalte Rasthäuschen Rasttag Raste rastig gerastig unrastig be-rästigen räst-lich rastern Rasterich rasterig Rastibass rastig rästig rat rät Rat I Rat II Nachrat Vorrat Unrat Rat-geber rathalterig rathältig Rathaus Ratherr ratleben ratlos Ratpräsentchen ratsam ratschissig Ratschlag ratschlagen Ratzeichen Ge-räte Gerätschaft raten abraten anraten ausraten beraten einraten geraten missraten verraten zuraten Rat- Ratärschchen Ratbildchen Ratreimchen ratricken Ratstückchen Räter Beräter Verräter Rates rät-lich gerätlich rätig beirätlich vorrätlich | ab- rasseln: 1. mit Getöse abstürzen; eiligst absteigen; de Kerl es der awer vum Kiərschbām obgerasselt, er hätt kennen Hals on Bän brechen [Bd. 7, Sp. 118] PfWB ElsWB LothWB Rassel -as- [Saarbr -ǫs-; Rhfrk u. Saar, Bitb mit -os-; SNfrk, Klevld -āt- (s. d.)], Pl. -ələ, –əln, Demin. -ęsəlχə(n) Rhfrk, Mosfrk u. vielfach im Rip (s. die einzelnen Bed.) f.: 1. Kinderrassel, mit Steinchen oder kleinen Metallstücken gefüllter Behälter (gestielte Hohlkugel), mit dem die Kinder in der Wiege spielen Rhfrk, Mosfrk; dass. u. die Schnarre an den Kartagen im Rip, Eup, Sol (s. o. bei rasseln 2 b) -as-, –ās-, –ęis- u. Rässelche (-ę-, –-, –ęzə-, –ęis-); Kinderrassel im Rip Allg.; Schnarre aus ausgehöhltem Aprikosenkern; früher auch Schn. der Nachtwächter Aach-Stdt. RA.: En Stemm wie ene R. (m.) Aach-Stolbg. — 2. übertr. a. Raspel, grobe Feile Daun-Strotzbüsch. — b. verächtl. al R. stumpfes, schlechtes Messer Altk-NFischb. — c. meist Pl. Steine im Kleeacker, die, solange der Klee noch klein ist, abgerafft werden müssen, damit später beim Mähen die Sense nicht verdorben wird; auch Steine auf dem Felde (s. auch Feg-, Findel-, Feld-, Kis-, Klee-, Klau-, Les-, Raffstein, Schrott, Krotzen, Knorren, Keie, Krämel, Köddel, Müte, Purr, Rausch, Riseling, Schroddel, Steinrassel) Wend (Aulenb Pl. ręsələ), Simm, Goar; Kleinschlag, Schrottsteine, zur Herstellung der Landstrasse Wend-Baumholder; Rasselcher Kieselsteine, beim Fangsteinsp. benutzt Wend-Grumb Herrensulzb. — d. Pflanzen. α. grosser u. kleiner Klappertopf, rhinanth us major u. minor Goar-Weiler, Bernk-Malborn, Zell-Trarb (Rasselche), Koch-Lutzerath, Daun-Strotzbüsch, Bitb-Wiersd, Malm-Amel Weywertz Schleid-Hellenth Dreiborn, Monsch-Witzerath, Ahrw-Ramersb, Rheinb-Flamersh (Rässelche), Dür. Bauernregel: Weck un Rod sein känes armen Manns Schod, awwer Dort un R. soll jedermann hasse Bernk-Malborn. Rad (Kornrade) deht nemmes schad, R. deht jeder hasse, Duərt (Doht) kömmp jedermann zo kurt Dür, Schleid-Hellenth. Dort un Rott (Rade) dem Bauer neist schodd. R. on Reef de Bauer verdreeft Daun-Strotzbüsch. — β. Wachtelweizen, melampyrum Simm-Buch, Monsch. — γ. Rässelcher –a- gemeines Zittergras, briza media [vielfach im Rhfrk -ǫ-, –ę-; Mosfrk -ę-, –-] s. Verbr. Wk. VII 3, überall in den Sondergebieten neben Ziddergras (nur dies LRip) Meis, Kreuzn (-ę- Hergenf), Simm, Goar, Bernk (-ę- Longcamp Malborn Rapperath), Zell-Blankenr Starkenbg, Koch-Ernst, Saarl (-ę- Berus), Ottw (-ę- Hierschd), Merz (-ę- Honzr), Neuw, Altk (u. -ę-), Siegld (u. -ę-); -ę- Trier-Kirsch Pelting (-i-), Wasserliesch, Prüm (u. -ø-), Malm, Koch-Gevenich Laub, Leienkaul, May-Trimbs Stdt, Daun, [Bd. 7, Sp. 119] ![]() [Bd. 7, Sp. 121] Rasseler Sg. u. Pl. m.: 1. leidenschaftlicher Kartenspieler, meist Kartenr. (s. d.). Saargeb., Mosfrk; -ę- Aden-Antw. — 2. -ę- Schüttelsieb Saarbg-Faha. PfWB rasselig Adj.: 1. viel abfallend, von Traubenbeeren; de Trauwe sei r.; r.ə Tr. Zell (Mos), Kobl-Winning. — 2. mit vielen Steinen bedeckt, vom Felde; en r.ə Stell Wend-Baumholder. er-rassen -as- Bitb-NWeis schw.: sich e., sich verwundern; do errasst en sich. rässen -ęs- = rasten (s. d.); rässig = brünstig, von der Stute s. rössig bei Ross. Rast s. bei rasten, rästen;
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