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schlabben II bis Schlabbergat (Bd. 7, Sp. 1159 bis 1161) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
schlabben II Schläbbchen schlabbern beschlabbern verschlabbern Schlabber Schlabber-arsch Schlabberbäffchen Schlabberbart Schlabberbier Schlabberbrühe Schlabberbuckse Schlabberbuttermilch Schlabberdänchen Schlabberdanes Schlabberdares Schlabberdozies Schlabberdünn Schlabberdüppen Schlabberdutz Schlabberfass Schlabberferken schlabberfett Schlabberfutte Schlabbergasse Schlabbergat Schlabbergüss Schlabbergut Schlabberhännes Schlabberhaube Schlabberjack Schlabberjann Schlabberjob Schlabberjucks Schlabberjütt Schlabberjütz Schlabberjuz Schlabberkack Schlabberkarre Schlabberkäse Schlabberklas Schlabberköze Schlabberlappen Schlabberlätzchen Schlabberlätzchen Schlabberlätzchen Schlabbermatthias Schlabbermaul Schlabbermeier Schlabbermichel Schlabbermicke Schlabbermilch Schlabbermostert Schlabbermotte Schlabbermus Schlabbernickel Schlabberpitt Schlabbersack Schlabberschiss Schlabberschnüsse Schlabberschnute Schlabberschürze Schlabberstroh Schlabbersuppe Schlabbertäute Schlabbertuch Schlabbertünnes Schlabbertüte Schlabbertütt Schlabberunz Schlabberutz schlabbervoll Schlabberwasser Schlabberwetter Schlabberzahn Schlabberzeug Ge-schlabber Schlabberes Schlabberei Schlabberian Schlabberich schlabberig Schlabbersche Schlabbert Schlabbes I Schlabbes II schlabbig schlabbschen Schlabeichen Schlabeien-müsche Schlabett Schlabimpel Schlabines Schlabing Schlabittchen Schlabitten-lied Schlabitterei Schla-bohr Schlaboj Schlaborries | Schläbbchen -ępkə, Pl. -kəs n.: Schlabberlätzchen. PfWB ElsWB LothWB schlabbern das Wort, nach nd., ndl. s(ch)labben, engl. slabber, ist allg., u. zwar labərə(n) [doch -aw- vielfach oder meist Saargeb., Nahe, Birkf, Simm-Schlierschd, Bernk-Allenb Hellertshsn, Merz-Nunk, Wittl-Manderschd, Zell-Trarb, Koch-Kaifenh Laub, May-Hatzenport (-ā-) Daun-Gerolst, Aden-Weibern, Siegld-Eisern Heisbg; -ab- u. -aw- Elbf, Mettm-Vohwinkel; Geld-Veert (-ā-); –ab- u. -āb- Bitb-NWeis; -āb- Erk-Rath; -av- Jül-Linnich; -ǫb- Heinsb-Dremmen; in Dinsl, Rees, Klev, Mörs-Xanten neben -ab- auch -ob- (s. schlubbern) schw.: 1. trans. u. absol. a. etwas schl., mit Flüssigem, Breiigem unachtsam umgehen, davon einen Teil vergiessen, verschütten; beim Essen verschütten, Tisch u. Tischgerät begiessen, auch Speisen aus dem Munde fliessen lassen; die Kleider dabei besudeln; dat Kend schlabbert; schlabber ävver net; net schl. losse; du häs de Melch (us de Kann) geschlabbert; du häs vill Wasser (us dem Emer) g.; du häs et Esse g.; du moss necks üvversch.; du häs dir et Kled beschlabbert u. du häs dech voll g. — Man schlabbert Heu (vam H.), das nicht sorgfältig gebunden war; ebenso von zu voll geladenem Wagen Rip, Allg. Futter aus der Krippe werfen u. beschmutzen, von der Kuh Monsch. — De Kuhw es an't Schl. der Schleim fliesst vor dem Kalben ab Geld-Veert. — RA.: Kinger (Kinder) un al Lü (Leute) dürwen schl. Gummb-Berghsn. Hej kann niet es Papp ete sonder Schl. Rees. De Engele schl. es regnet bei Sonnenschein Aach-Vicht. Os Hannes schlabbert net sagte eine Frau, deren Manne man eine Serviette anbot, ein geflügeltes Wort, mit dem man eine angebotene S. ablehnt Eusk, Verbr. Ber en Leffel hät, kann met schl.! scherzh. Einladung, mitzuessen Kobl-Kaltenengers. Hei es te domm, för Papp (Brei) te schl. Duisb. Den hät de Düvel geschlabbert er ist ein Taugenichts Schleid-Malzbenden. De es vam Poswagen [Bd. 7, Sp. 1160] be- schlabbern: 1. etwas, einen, sich b., durch Schlabbern besudeln Allg. RA.: Waröm dreht de Pastur Bäffkes? Domet hei sech niet beschlabbert Meiderich. Do sas (sollst) de dek woll b. darin sollst du dich wohl täuschen, auch abschl. Antw. Gummb-Schwarzenbergisch. Unbeschlabbert! scherzh. unberufen, vorbeugender Ausdr., wenn man etwas lobt Gummb-Stdt. — 2. übertr. sich b., sich betrinken; gestern han mer ous schro beschlabbert Altk-Wissen. ver -schlabbern: etwas v. 1.a. verschütten Allg. — b. Kleidungsstücke v., auftragen, abnutzen Bernk-allenb, Siegld-Salchenb. — c. etwas ohne Absicht verschleppen Siegld. — 2. sich v., sich beschütten u. besudeln Wend. PfWB ElsWB Schlabber -ər, Pl. -ərn, ərə f., m.: 1. verächtl. a. -ab- f. verschütteter Wasserspritzer Saarbg-Wellen (s. -ęb- 1 c), anhängender Schl.streifen Trier-Stdt. — b. -ab- f. ein verdünntes Getränk oder Löffelgericht, etwa sehr schlechter Kaffee, dünne, magere Suppe oder Tunke. — c. -ęb- m. breiiger Strassenschmutz Saarbg-Wellen. — d. -aw- m. kleiner Regenschauer Koch-Kaifenh. — 2. -ab-, –aw- m., gern Demin. -abərχə(n), –awərχə, –ę- (Nfrk -ębərkə) n. a. Geifer-, Seiberlätzchen der Kinder, scherzh. auch Serviette der Erwachsenen u. Bäffchen der evang. Geistlichen Rhfrk, Bernk, Zell, May, Siegld, Eusk, Sieg, MülhRh, Gummb, [Bd. 7, Sp. 1161] Schlabber-arsch Sieg-Fussh m.: verächtl. einer, der schlabbert. Schlabber-bäffchen -bęfkə Mettm-Wülfr n.: Geifer-, Seiberlätzchen der Kinder. Schlabber-bart Jül, Mörs m.: verächtl. 1. einer, der verschüttet. — 2. geschwätziger Mensch. Schlabber-bier -ē:r Heinsb-Dremmen n.: verächtl. abgestandenes B. PfWB Schlabber-brühe -brī Saarbr f.: verächtl. fades, dünnes Getränk. Schlabber-buckse (s. S.) Köln, Elbf f.: verächtl. einer, der sich beschlabbert. Schlabber-buttermilch (s. S.) -abərs- Geld-Leuth f.: verächtl. Buttermilchsuppe. RA.: Türe, lüre, Lüttsche, wie rommelt dech dat Bückske (Bauch)! Dat deht die Schl. on dat Eierkückske (-kuchen). Schlabber-dänchen -d:nχə Köln-Stdt; -ə Elbf –n., -dnkə Kref-Stdt; -d:nəs m. Bergh, Jül : verächtl. –lätzchen der Kinder, Vorhemd (s. Laberdan 2b). Schlabber-danes -ā:- Köln-Stdt m.: verächtl. einer, der sich beschüttet. Schlabber-dares -ā- Aden-Virnebg m.: verächtl. nachlässig gehender Mensch. Schlabber-dozies -dotsīəs Koch-Poltersd m.: verächtl. unordentlicher Mensch. Schlabber-dünn Kobl m.: verächtl. 1. verwässerte Suppe. — 2. willenloser Mensch. Schlabber-düppen -ø- Wippf-Biesf n.: Schneeglöckchen. Schlabber-dutz Sol 1870 m.: Scherz. Schlabber-fass Kobl-Arzh n.: Köcher, in dem der Mäher den Wetzstein trägt (auch lūdər-). Schlabber-ferken OBerg n.: verächtl. einer, der sich beschlabbert. PfWB schlabber-fett Saarbr, Wend, Birkf, Kreuzn, Simm Adj.: sehr f., schlotterf. Schlabber-futte -fot Mörs-Friemersh f.: verächtl. einer, der sich beschlabbert. Schlabber-gasse f.: 1. -jas der Streifen verschütteter Speisen von der Schüssel aus bis zum Munde uWupp 1870. — 2. -gās die belebte Dorfstrasse mit ihren Einwohnern, Ortsvierteln Bitb-Mettend. Schlabber-gat Heinsb-Millen n.: im Kinderreim: Ture, lure, Lisske, Schl.; Mäjdje, wat höbbs du dät Hümmeke (Hemd) so nat? Dat höbbe mich de Schelme va Junge gedoəhn, die leite (liessen) mich neit ut pisse goəhn!
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