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Rheinisches Wörterbuch 
 
mannig bis Mänsel (Bd. 5, Sp. 836 bis 844)
 
 mannig das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk manĭχ, mǫ- [Kreuzn-Kirn maχər]; an der mosfrk. Saar mu-; Bitb, Trier (ö. Stdt), Bernk (Mos) -ū-; sonst Mosfrk -a- [Trier-Stdt man]; Siegld -ę-; Rip in Sieg, MülhRh -a-, sonst -ę- [in Monsch -a- u. -ę-]; Berg -a-; SNfrk, Klevld -ę- [Klevld -nəx] Zahladv.: 1. subst. manĭχər, –ę-, –χə(n), –jə(n) m.; manĭχ, –ę- f., Pl. -χə [ein subst. n. gibt es von dem Worte nicht, dafür m. jet, oder m. Dengk; nur Aach-Stdt 1836: ich han üch noch e Männigt dervan ze verzälle]; mehr aber steht für den subst. Gebr. mannig ener (-ene(n)) m., mannig en f.; dafür auch mann(i)cher ener [Birkf ə manχər]; männicher wöll, er hätt et su got wie du; dat sall wahl männichem (Dat.) (männichenem) su gohn; männich ener es derbei, de ke Pennek Geld em Sack hät; männiche (Pl.) fahre no Bonn, de mihzte ävver no Kölle; männichen es et schlech bekunn Allg. Rip, — 2. Adj. männiche (m. ene) Jong m.; männich (m. en) f.; m. (m. e) Perd n.; männeche Hüser Pl. Erk-Elmpt, Allg.; männich Kiəhr manchmal Rip, Nfrk; m. Del (Teil) vielfach Rip; wie m.ə Daler kos dat Hus? wie viele Taler Rip, Allg.; ongertösche schisst noch m. Vüəgelche, wat nu noch geng Fott (Gesäss) hat Aach-Merkst; de hät m.ə Schrüpp kriege Hiebe Heinsb. — So m.ə Mensch, so m.ə Senn; so m.ə Wosch (Wurst), so m.ə Penn Kref-Osterath. — 3. den männechsten das Datum, in der Wend.: Wat häwwen wej van Dag (heute) för en M.? n. Ruhr, Klev, Mörs, Kref, Kemp (męnəstən, selten mehr), MGladb-Viersen 1873.

 PfWB  ElsWB mannig-einer s. mannig 1. PfWB  ElsWB Mannig-falt manĭχfalt Wend, Saarbr, Ottw, Nahe, Zell-Enk, Siegld m.: Netz-, Blättermagen der Kuh. Mannig-fell manĭχfęl Wend-Oberth, Saarl, Bernk-Wintrich; mǫnəs- Daun; mę- Prüm-Stadtkyll, May-Stdt n.: dass. Mannig-gefach mnĭχsgəfāx Bitb-Neuerbg Speicher; mūnĭχs- Bitb-Dahlem; munĭχ- Saarbg-Schoden; mnĭχ- Wittl-Binsf, Bitb-Dudeld; mnəs- Bitb-Stdt; mū- Bitb-Mettend Outschd; mū- Trier-Kenn Mehring; munts- Saarbg-Wellen Winchering, Bitb-NWeis, n.: 1. dass. — 2. übertr. Mensch, der alles zu wissen scheint, Vielwisser Bitb-Speicher. Mannig-leiter maniχslē:dər Schleid f.: Schimpfw. einer, der von jedem sich zu allem gebrauchen lässt. PfWB mannig-mal -:- (s. S.) Allg. [mχ- Waldbr-Hespert, Gummb] Adv.: wie nhd.

manniger-einer s. mannig 1. manniger-lei Allg. Adj.: wie nhd.
 
 
Männig das Wort męnĭχ ist gegenüber męrĭχ, –a-, marək geschlossen bezeugt im LRip in Monsch-Mulartzhütte Zweifall (-nĭk), Bergh-Bedbg Bergerhsn Morken Pütz, Dür-Gey Langerwehe Morschenich Pier Schophv Weisw, Jül-Schaufenbg

[Bd. 5, Sp. 837]
Tetz Stdt, Aach (Walh -nək), u. SNfrk in Geilk (Übch -nək; Randerath -niŋ, –nĭk), Heinsb-Dremmen, Erk, MGladb, Grevbr, Kemp-Amern SAnton; abseits noch Köln-Frechen Widdersd, uWupp 1870, Dinsl-Walsum [manĭχ Heinsb-Millich, Erk-Geneiken Grambusch Granterath (u. -ę-) Hetzerath Houverath Hückelhv KlGladb Örath Rath; -ǫ- Heinsb-Arsbeck, Erk-Bissen Gerderhahn Üvekoven, MGladb-Kleinenbr (u. -nək u. -ę-) Schiefbahn, Kref-Fischeln Lank Nierst Osterath Stratum Strümp Willich; -- Erk-Gerderath, Heinsb-Myhl; -- Erk-Kofferen; -- Heinsb-Altmyhl] Sg. t. m. (n.): 1. Mark in Knochen u. Gewächsen. RA.: De hat M. (gen M.) e jen Knouchen ist (nicht) stark) Aach Allg. — 2. übertr. męnəχ die hohle Seite des Spielknöchels Dinsl-Walsum.

Männig-knochen (s. S.) Allg.: Markknochen. Männig-küt -nĭχ(s)kȳt Erk-Keyenbg, MGladb-Rheydt Odenk, Kemp-SPeter m.: Milcher beim Häring. Männig-leder -ĭχs- MGladb-Bettr n.: die herunterhängende Haut an der Brust der Kuh. Männig-pfeife f.: 1. męnĭχpīf Markknochen MGladb-Rheind. — 2. męnĭχspīfə Pl. verächtl. dünne Beine Aach-Stdt.

Männiger -ĭχər, –jər Köln-Stdt, Düss-Stdt Sg. t. m.: Milcher.
 
 
Männo Dür-Wissersh Sg. t. m.: Rufn. für einen männl. Hund.
 
 
Manometer  Altk-Horhsn Sg. t. m.: scherzh. Taschenuhr.

Manonk = Oheim s. Mononk.
 
 
Manörkel , Pl. -əlts vereinzelt MGladb-Rheind m.: überzähliger, dummer, hochnäsiger Mensch, der träge keiner nutzbringenden Beschäftigung nachgehen will.
 
 
Manöver Rhfrk, Mosfrk manēwər –nē:w- Sg. u. Pl.; sonst -n:vər [SNfrk auch -ȳ·ə.v-], -w- Sg. u. Pl. (Pl. Klevld -wərs) n.: 1. militärisches M.; de Herbst hommer jö wiəre im Hunsrick M.; et gros M., et Kaiserm. Hunsr, Allg. — 2. übertr. a. scherzh. et Pesselter M. Heuernte in Prüm-Pintesf. — b. unnötige, lästige Bewegungen, Hantierungen, Umstände; kik es, wat e för M.(s) mäck, öm dat Huhn te fangen; do brucks ken M.(s) te maken, do krigs et doch nit; wat mäcks de do för M.(s); mak mer gein M.! Mörs, Allg.; vill M. machen; mach kän so M.! Saarl, Allg.; hej mäckt so allerlej M.s Klev, Allg.; dat wor en M.! Elbf, Allg.; der macht M. wie e Aff Kreuzn-Winzenh. — c. blanne (blinde) M. machen Spiegelfechterei treiben, nur zum Schein gewisse Massregeln treffen Bitb-Geichl Rittersd, Simm-Laub (blinne M.).

manöverieren  schw.: 1. im militärischen Sinne, nach dem Nhd. — 2. übertr. lebhaft gestikulieren u. schwatzen Trier, Wittl.

mans I = kräftig, erwachsen s. manns bei Mann.
 
 
 PfWB mans II fasst man Bed. 1 u. 2 zusammen, so ist das Wort im grössten Teile unseres Geb.

[Bd. 5, Sp. 838]
vorhanden, doch so, dass meist beide Bed. ihre besonderen Geb. haben, die deshalb nach Verbr. u. Form (die vielfach der Entwicklung von Gans entspricht, nur dass die n-losen Formen hier bis zur Nahe reichen) geschieden sind Adj.: 1.a. endgültig nicht trächtig werdend als Rind oder nach dem letzten Kalben, also unfruchtbar, von der Kuh Verbr. ist diese Bed. nach Wk. V 18 Rhfrk, Mosfrk (lrhn.) bis zur Ahr-L., etwa bis einschl. Ahrw-Kripp Bodend Bengen Gelsd Vettelhv, Aden-Brück Hönning Dümpelf, Schleid-Dollend Ripsd Hollerath, hier nach NW umbiegend u. einen schmalen WRand stehen lassend, w. einschl. Monsch-Rohren Eicherschd Kesternich Strauch Rollesbr, Aach-Vennwegen Büsb Eilend Euchen NBardenbg, Geilk-Birgden, Heinsb-Waldenr Laffeld Kirchhv, von hier aus nach O. ausholend über Kemp-Boish Dülken, MGladb-Viersen Beberich, Kemp-Lobberich Stdt SHubert, Mörs-Lintfort Vennickel Kaldenhsn Friemersb, n. der sndfrk. L. in Geld, Mörs, Klev, allg. [ausserhalb dieser lrhn. Grenz-L. noch in Aden-Hümmel, Schleid-Keldenich, Köln-Berrenr, Aach-Merkst, MGladb-Rheydt, Grevbr-Wevelinghv]; rrhn. zunächst in einem an das lrhn. Geb. sich anlehnendes Dreieck in Neuw-Datzeroth Leubsd Dattenbg Rockenf Ohlenbg Kasb Buchholz Neustdt Limb, Altk-Flammersf Horhsn Willr Eggert, dann einige Orte von Sieg (Ägid Ittenb) u. MülhRh (Overath UEschb BGladb), Wippf-Hardt, in Gummb (s. u.), Lennep, Mettm, Sol, Düss-Ld, Ruhr u. n. Ruhr, u. zwar im Rhfrk mās, flekt. -sə zunächst vereinzelt Ottw-Neunk, Wend-Mainzw NAlben Wiesw, Birkf-Bundenb, Kreuzn-Genh Roth Seibersb Strombg Bockenau [sonst hat dies Geb. eidel, gält]; n. des Soonw im Hunsr allg. in Simm, Goar, Zell, Bernk (freilich mit eidel in Konkurrenz) [ms Goar-Langschd OWesel Salzig Weiler]; im Mosfrk beginnt m:s, flekt. -sə n. einschl. Saarl-Biring OEsch Fremersd Eimersd Niedaltdorf für die ganze uSaar [-ā-: Saarl-Falschd, Merz-Stdt, Saarbg-Tünsd; -ę·i.- Merz-Büding Haustdt Merching, Saarbg-Trassem; -ā·ə.- Saarbg-Nohn Orscholz; -ē:- WSaarbg]; das Gebiet setzt sich fort über den trier. Hochw mit -:-, –ē:- über die Mos bis Bernk-Neumag Dhron Maring [-ā:- Trier-Merzlich Raling; -ī·(ə.)- Heidenbg Leiwen Trittenh, Wittl-Osann Monzel Stdt; -ę·i.- Bernk-Lieser]; an der uMos von Bernk-Dhron an, n. der Mos bis zur Ahr-L. -ā:- [-:- Wittl-Bergw Landschd Cröv (u. mā:s(t)) Bernk-Stdt; mā:sər Kuh Bernk-Berglicht, OKirn; -:- Bitb-Biesd Fliessem (-ō:-), Prüm-Wallersh; -ē:-, -:- am WRande von Bitb; mā:st Zell-Pünderich, Prüm-Olmschd; m:səχ Aden-Hönning]; in Schleid-Baasem Dreiborn Hollerath Keldenich Ripsd, Monsch -ę·i.-; WAach -ā:-; Selfk -ǫ·u.- (auch Erk-Stdt) [-:- Aach-Merkst, Heinsb-Erpen Waldenr, MGladb-Beberich

[Bd. 5, Sp. 839]

[Bd. 5, Sp. 841]
Viersen, Kemp-Amern Boish Dornbusch Dülken Lobberich, Geld-Leuth Leutherheide; ma·n.ts Geilk-Honsd, Heinsb-Bocket Kirchhv Süsterseel; dies auch abseits Grevbr-Wevelinghv, Kemp-SHubert Stdt UWeiden; mā:s MGladb-Rheydt; mǫnts Geld-Niederd]; dann folgt n. davon mants, –ā:- [Mörs-Hohenbudbg maŋks]; rrhn. zunächst in den o. genannten Orten von Neuw, Altk, Sieg-Ägid (-ā-) mā:s; Sieg-Ittenb (-ęi-) Much, MülhRh-Overath UEschb -ę·i.-; BGladb -ǫ·u.-; Wippf-Hardt Engeld, Gummb-Bielst Hunstig ma·ŋ.ks; Gummb-Becke Berghsn (u. maŋs) Gimborn Hesselb Hülsenbusch Kotthsn Marienheide Stromb Vollmershsn manz(ə); Lennep mants; doch mǫ·u.s Dabringhsn Dhünn Süppelb Stdt; ma·ŋ.ks Grund Wermelsk Remschd, Elbf; ma·ŋ.əs Herbringhsn; Mettm mǫ·u.s [ma·ŋ.ks Cronenbg], ebenso Sol, uWupp [-ū:- Herschd Wieschd], Düss-Ld, MülhRuhr; n. Ruhr mants; das übrige Geb. im Westerw, Rip, Berg, Nfrk hat güst(e) (s. d. W.), das auch im Geb. von m. stark mit unserm Worte in Konkurrenz steht [Eup mā:smęlək]; de Kuh geht (steht, blif) m., — es m.; en m.(ə) K.; mer han de K. zwei Johr m. gohn losse wobei sie noch Milch gibt, ohne trächtig zu sein; en m. K. wörd fett gemacht Allg; [de K. es mangs wenn sie keine Milch gibt, aber noch trächtig werden kann Elbf]; mansen Kouh scherzh. Streichbass Lennep-Radevormwald. RA.: Wer niesen muss, es sou fresch wei en m. Gäss (Ziege) Saarbg-Greimerath. Hej geft näs (als) en m.ə Kuhw er ist geizig Klev. Bartholomeis, de Kouh es m., stäht em Stall un get kä Keis (Käse) Bernk-Dhron. Do kammer nit allen (allein) va kiərnen (Butter machen), do muss mer en got m. K. bei han auf ihn kann man sich nicht gut verlassen Wippf-Engeld. — b. übertr. α. von einer Frau; et (das Mädchen) es de längste Zeit m. gewest sie ist geschwängert Neuw-Datzeroth. — β. der Geldbeutel as m. leer Bitb-Cruchten; de Kaffedus es m. leer; et Mädchen es m. hat keinen Schatz Koch-Lutzerath. — γ. aller Klicker im Spiele verlustig; ich sen m.; äne m. machen Merz-Losh, Wittl-Gr-Littgen, Zell-Blankenr, May-Kirchesch, Bitb-Wallend, Prüm-Rommersh Stadtkyll NPrüm, Daun-Katzwinkel Stdt, Schleid-Dollend, Aden-Liers, Ahrw-Wershf, Rheinb-Houverath Wald, Neuw-Dattenbg Kasb NBreitb, Dinsl; beim Kartensp. Monsch-Witzerath. — 2. Bed. 2 liegt meist in dem Geb., wo Bed. 1 nicht mehr vorkommt (wo Bed. 1 daneben steht, ist dies immer angegeben, vielfach hat m. 2 dann eine andere Form); bei den einzelnen Unterabteilungen sind Form u. Verbr. angegeben. a. mās mürbe, locker, vom Brote u. a. Backwerk, das auch altbacken noch weich ist, bes. wenn es an einem feuchten Orte (im Keller) gelegen hat oder in ein nasses Tuch eingeschlagen wurde u. bei dem daher die Kruste etwas weich ist, oder vom Brote, Fleisch, zart, flockig,

[Bd. 5, Sp. 842]
weich, noch frisch-feucht; bei dem feichde Were is de Kuche wiere ganz m. Verbr. ist diese Bed. geschlossen in Saarbr [-ǫu- Nassw], Ottw, Wend [-- Nahbollenb], Nahe [Bed. 1 gleich lautend, in diesem Geb. nur an den wenigen, o. genannten O.], Simm-Argenth Horn (u. Bed. 1) Laub Stdt (wo Bed. 1 fehlt), Goar-NGondershsn (u. Bed. 1); -- Goar-Weiler (u. Bed. 1); -ā:- Kobl-Winning Mühlf Neuend Lay Stdt (u. überall Bed. 1), May-Stdt Löf (dass.); -:- Saarl-Nalb Stdt (u. Bed. 1), Merz-Bergen Mettlach Merching Stdt (-ā:-) (u. Bed. 1); -ē:- Saarbg-Greimerath (u. Bed. 1); -ē:- Trier-Mehring (Bed. 1 -:-); -:- Trier-Euren (u. Bed. 1), Wittl-Stdt (u. Bed. 1), Zell-Alf Löffelschd (u. Bed. 1); -ī:- Trier-Clüsserath (Bed. 1 fehlt); -:- Bitb-Speicher (Bed. 1 -ā:-) Geichl (u. Bed. 1), Daun-Strohn (Bed. 1 -ā:-); -ā:- Bitb-Badem (u. Bed. 1), Neuw-Kurstschd (Bed. 1 fehlt), Altk-Flammersf (u. Bed. 1) Seelb (Bed. 1 fehlt); -a- Altk-Herdrf (Bed. 1 fehlt); -ā- Siegld (Bed. 1 fehlt) [-- OSchelden Siegen; māŋs oFerndorft]; ma·n.ts Aden-Herschb (Bed. 1 mā:s), Neuw-Ohlenbg (Bed. 1 mā:s), Ahrw-Sinzig (Bed. 1 mā:s) Heckenb Brohl (in beiden Orten fehlt Bed. 1); ma·ŋ.(k)s (überall fehlt Bed. 1) Schleid-Ahrhütte Blankenh, Sieg-Bellinghsn, Köln-Frechen, Dür-Ellen Füssenich, Jül-Stdt Pattern, Aach-Bardenbg (doch Bed. 1 mā:s) Herzogenr Stdt, Kref-Stdt Fischeln, Gummb-Berghsn (maŋs, Bed. 1 mans u. -ŋs), Elbf (u. Bed. 1), Düss-Stdt Rating (Bed. 1 mǫ·u.s); mǫ·u.s Mettm-Haan, Sol (u. Bed. 1); ma·n.ds u. ma·ŋ.s Eup-Stdt; mā:nts Mörs-Neuk (u. Bed. 1). — m:s vom Heu, Getreide, das nicht vollständig trocken ist Saarl-Pachten (Bed. 1 fehlt), Saarbg-Weiten; -ā- vom Ackerboden, nicht zu nass u. nicht zu trocken, die richtige Feuchtigkeit enthaltend Kreuzn (wo auch vom Brote; Bed. 1 fehlt); -- Goar-Weiler (u. Bed. 1 u. vom Brote); -:- Merz-Merching (vom Brote u. Bed. 1); mā:nts feucht, von Kleidungsstücken Mörs-Neuk (u. Bed. 1 u. vom Brote); ma·ŋ.ks Mettm-Cronenbg (u. Bed. 1); mā:nts Fur mageres Futter Mörs-Neuk. — b. mās mürbe, vom Apfel; mürbe bis teigig, von der Birne Saarbr, Altk-Herdrf, Siegld (u. 2 a (s. d.), Bed. 1 fehlt); m:s Wittl-Reil (u. Bed. 1); ma·n.ts Ahrw-Brohl (u. 2 a, Bed. 1 fehlt); mę·i.s Eusk-Rövenich (Bed. 1 fehlt); ma·ŋ.(k)s (Bed. 1 fehlt) Dür-Weisw, Aach-Büsb, MGladb-Korschenbr (-·ŋ.əs) Neersen; mǫ·u.s Heinsb-Süsterseel (u. Bed. 1); mǫ·u.s pelzig, nicht mehr fest im Fleisch, von Kartoffeln, Rüben, Rettich Heinsb Millen (u. Bed. 1). — c. m:s, et es m. es ist gelindes Regenwetter beim Biegen der Reben, die dann angefeuchtet sind u. sich leicht biegen lassen Koch-Eller Mesenich (Bed. 1 -ā:-); -ā:- Kobl-Winning (vom Brote u. Bed. 1); mā:nts, de Rewe sen m. Neuw-Dattenbg (Bed. 1 mā:s). — d. die allg. Bed.

[Bd. 5, Sp. 843]
weich, sanft, zart, geschmeidig, sich angenehm, weich anfühlend, bes. von Webstoffen, Leder, Pelz, Menschenhaut, Geschwüren, Fleisch, Teig, Salat, Waldweg; beim Ackergrund locker; dat föhlt sech m. an; schmer de Schohn got, da wiərd (blif) och et Ledder m.; schüne, m.ə Stoff; dat Mensch (Mädchen) hät e m. Fell; de Bül (Beule) es noch net m.; der Deg (Teig) moss ärg m. gemat weəre; dem Könd seng Hor sen su m. wie Seid (Sammet); he (hier) setz (lit) mer ävver m. [sich biegend, von der Eisdecke Geilk-Honsd; wasserhart, de Erd es meis, wenn die Wege so vom Regen gesättigt sind, dass man gut darüber gehen kann, ohne sich zu beschmutzen Dür-Stdt; mürbe, aber von etwas, was nicht mürbe werden sollte, z. B. de Peəperkok es mech ganz mos worde Heinsb-Erpen] Verbr. ist diese Bed. Rip, SNfrk in dem Teile, wo Bed. 1 fehlt (wofür güst); doch greift sie nach W. u. O. u. N. auch in dieses Geb. hinein (z. T. mit anderer Lautung, die aus dem Kerngeb. mit ma·ŋ.ks hinübergewandert ist; dieser Form fehlt oft die Schärfung, weil der Gefühlswert des Wortes diese nicht mehr zuliesss), u. zwar uAhr ma·n.(t)s (auch Schleid-Oberhsn, Eusk-Commern, Bo-NBachem); ma·ŋ.ks Schleid (wo nicht Bed. 1 gilt), Eusk [Schleid-Einruhr Heimb, Eusk-Dürscheven Rövenich mę·i.s; Eusk-Stdt maŋks u. mę·i.s], Rheinb, Bo, Sieg (nach dem Rheine zu) [Bo-Godesbg maŋks u. mę·i.s; Sieg-Lülsd mę·i.s], Köln, Bergh (u. -ā-), Dür [Stdt mę·i.s], Jül, Aach, Eup-Raeren, Erk (rip. u. Stdt), MGladb, Grevbr (in beiden Kreisen im Süd. ma·ŋ.əs), Neuss, Kref, Kemp-Hüls Vorst; m:s Heinsb-Erpen (u. Bed. 1); -ǫ·u.- Geilk-Honsd (Bed. 1 fehlt), Heinsb-Karken Saeffelen (u. Bed. 1); rrhn. ma·ŋ.ks ausser Sieg noch in Neuw-Rheinbreitb, Wippf-Kürten, MülhRh-BGladb (Bed. 1 mǫ·u.s); mǫ·u.s uWupp (u. ma·ŋ..ks), Sol; ma·ŋ ks Düss-Stdt Rating Hucking Erkr Volmerswerth (in den drei Orten Bed. 1 mǫ·u.s); nach W. lrhn. ins Geb. von Bed. 1 hinübergreifend ma·ŋ.ks Monsch-Witzerath (Bed. 1 mę·i.s) [-ę·i.- Monsch-Schmidt], Heinsb-Breberen (Bed. 1 mǫ·u.s). RA.: M. wie en Schlang flink, geschmeidig Aach-Kohlschd, MGladb-Rheydt. Dat es esu m. (weich), als wemmer üvver e Nonnebüchelche (-bäuchelchen) föhlt Bo-Stdt. Der es ene M.ə ein Leisetreter, Langsamer Dür. Ech sal dech wall m. krige! wohl mürbe, folgsam machen Aach-Walh. Do ös jet m. etwas los, gefällig, bes. von einem Hausstand, der sehr unsauber ist; von einem Mädchen, das einen schlechten Lebenswandel führt Schleid-Hellenth, Rheinb-Meckenh, Köln-Stdt.

mäns Adj.: 1. męnts brünstig, von der Kuh Klev-Calcar. — 2. übertr. m·y.s übermütig; nou mak jo dej ni so m.! Duisb.

Mänse f.: 1. mē:s, Pl. -zə, gern Demin. m:sχə junges, unberührtes Tier, meist Ziege Aden-Hümmel. — 2. übertr. m·y.s, Pl. -zən.

[Bd. 5, Sp. 844]
a. Blütenrest am Kernobst Elbf [-ā- Kerngehäuse des Kernobstes Siegld-Achenb Wilden Eiserf (u. -səl)]. — b. Nasenpopel Sol, Mülh-Ruhr. — c. rundes Lederstückchen aus dem Locheisen des Schusters Sol. — d. Eisenstückchen, von einem Durchschlag herrührend Sol.

Mänsel die bei Mänse 2 (m·y.s) nach Form u. Bed. sich zeigende Entwicklung setzt sich ebenso rrhn. nicht so sehr weit von Sol, Elbf entfernt weiter fort in OWaldbr, OAltk, Siegld (die Orte sind einzeln angegeben), indem von der Bed. ‘Blütenrestkrone beim Kernobst, Nasenpopel’ aus die Bed. ‘Apfel-, Birnenrest’ sich ergab; lautl. mę·i.zəl, Waldbr-Alzen Morsb OElling (sonst Waldbr ny(ə)zəl); ę·i., –a·i.- Altk-Berzhsn Betzd Birken Dauersbg Eupel Fischbacherhütte NFischb Harb Neuhöhe N u. OHövels Steckelb Steckenst Steeg Steineroth Wallmenroth Wendl Wissen; -·y.- Altk-Alsd Brachb Dermb Herdrf Herkersd Katzenb Mudersb Offhsn; -·y.j- Freusbg Sassenr Birken (u. -ę·i.s-); maitsəl Gebhardshain Selb Steineb; maitsə Bruche Kausen Molzhain Scheuerf Wallmenr (u. męisəl); māsəl Siegld-Eisern Kaan Marienborn Renkersd Salchend Siegen Weidenau Wilnsd; -- Deuz NSchelden; -y- Eichen; -ārts- Obersd Rinsd; -- NDielfen; -oă- Neunk; mās Achenb Eiserf Wilden; mŋsəl Netphet Nauholz; -ę- Freudenbg Gozenb OHäusl OHolzklau Mausb Niedernd (u. gə-) OFischb (s. hierzu die Entwicklung von mans < maŋks); nysəl (eine Mischform von møysəl u. dem im benachbarten Waldbr, Wippf herrschenden ny(ə)zəl Allenb Grund Helberhsn Hilchenb Littf Öchelhsn Ruckersf; -øyj- Kromb; -s- Buschhütten Geisweid Herzhsn OSetzen Unglinghsn; nøys Fernd Kredenb Lohe f., m.: der Rest eines abgegessenen oder ausgeschnittenen Apfels (Birne) [Abfall beim Kartoffelschälen Altk-NFischb].