| NRhWB legen das Wort ist allg., u. zwar zunächst im Rhfrk, WMosfrk mit -g- Ausfall bis SMalm, dann scharf nach Süd. umbiegend am WRande von Bitb zur Kyllmündung über die Mos u. südl. der Mos sich haltend bis südl. Kobl; im Rhfrk lə, dau ls [lt], er lt, Part. gəlt u. -lə, Simm, Goar gəlāx(t); Simm-Laub alt g., jetzt gəlt; im mosfrk. Teil l:n u. l·ə., dou l:s, hn l:t [Bitb-Mettend ljt], Part. gəl:t [Saar gəlāt, –-; Saarbg --; Wittl, Bitb, SPrüm, WDaun gəlĭχt, –ōĭ-; Trier-Kenn -lt; in Saarl, Saarbg, Trier-Ld, Wittl vielfach lā·i.ən, dou lā·i.s, hn la·i.t]; n. dieses Geb. mit -g- Ausfall im übrigen Mosfrk l:jə, dou l:χs, ən l:χt, Part. gel:χt (so Trier-Stdt); l:jə, dǫu lχs, ər lχt, Part. gəlχt (so Kobl) [Zell, Koch gəlxt, -ă-, dies auch NPrüm; Daun -ā-; May-Monreal jəlt]; Siegld, Altk (Sieg) l, ln, du lχst, hę lχt, Prät. lātə, Part. jəlāt, –-; Rip l:jə [Dür-Ellen l:n], du lχs (ls), hę lχ (lt), Prät. lāx (lāt), Part jəlāx (jəlāt u. jəlt) [in Sieg-Fussh lę·i.ə; in Aden, uAhr hier u. da, Schleid-Dollend dū liχst, h liχt; Aach-Stdt ləjə, dū ləχs, h ləχt, Prät. ləjət, Part. jəlāt]; OBerg lēən (ljən), du ləs (lχs), h lət (lχt), Prät. lχtə, lāxtə, Part. jəlχt, –lāxt [Wippf-Dohrgaul ljən, Prät. laxtə, Part. jəlaxt]; NBerg ljən, –ē-, dū ls, –:-, h lt, –:-, –ęi-, Prät. lətən, –dən, –ēə-, Part. xələt, –ēə- [Prät. lęit, Part. xəlęit] [Elbf, Barm, Ess-Werden lęiən, dū lęis, h lęit, Prät. lęit, Part. xəlęit]; Eup lēəγə, Prät. lāət, Part. γəlāət; SNfrk ləγə, –ēə-, –īə-, dū ləχs (ləs, l:s), hē ləχ (l(ə)t), Prät. lt (lęit), Part. jəlt (-lęit) (setze statt -ə- auch -ēə-, –īə- ein) [in Aach-Merkst, Geilk-Kraud Übch, Heinsb, NWErk, Kemp, Kref lęgə, dū lęks, h lęk(t), Prät. lt, Part. jəlt, –lęit [Selfk, NWErk, Prät. [Bd. 5, Sp. 292]
lx, Part. jəlx(t); Heinsb-Breberen laxt, jəlaxt; Erk-Elmpt lx u. lęgət, jəlx; in diesem lęgə-Geb. in der Nähe von ləjə auch dū l:s, h l:t u. nw. lę·i.s, lę·i.t]; Klevld lęgə(n) [MülhRuhr -e-] hej lxt, –ę-, –ęi-; Prät. Klev lai; sonst lax, Part. Klev u. rrhn. nw. Rees-Haffen Bellinghv Speldrop Heeren Milling gəlait, sonst meist gəlax, –ā-; ö. Rees-Elsholt Helderloh Heelden Vehling γəlęχt [diese nfrk. geminierte Form -ęg- hat einmal weiter nach Süd. gereicht; so verzeichnet ein sehr zuverlässiger Beobachter aus Merz-Saarhölzb 1907 den veralt. Satz: wat den se leckt legt, u. Glęck –- (> Gelecke = Gelege) ‘ein Armvoll Getreide, zum Nachreifen auf die Stoppeln gelegt’ ist an der Saar u. im Mosfrk verbr.] schw.: 1.a. etwas (einen) l. a. in deutlich sinnl. Bed. wie nhd. — Absol. Et Hohn leg alt (schon) (got, schlech, fort, en de Bröhnessele); de Hohnder fangen at an ze l. (d. h. Eier); s. RA. bei Ei, Huhn, Henne, Hünkel, Hahn. RA.: De sucht an (eine Frau), die noch kräht, awwer nit meh let vom Wittman gesagt Simm-Laub. Gäcks (gackere) nit, ehbs (ehe) de gelacht host! freue dich nicht zu früh ebd. E gross Geschrei on wenig gelat! Saarl-Gresaub. In Stipse (Bernk-Stipshsn) duhn de Hahne l. un de Hinkel krähe Neckspr. Der Mann legt fort geht zu fremden Weibern Gummb-Berghsn. Dat (Mädchen) let och en de Bröhnessele es ist mannstoll Schleid-Eicks; he hät en de Nessele gelet es ist ihm misslungen. Dieser absol. Gebrauch ist überall möglich, wo der Satzzusammenhang es erlaubt, z. B. Äne langt det Hei (Heu) mot der Heigowwel erof, de annere let (es in Lagen auf den Wagen) Koch-Urschmitt. — Fortleges mer! Zuruf des Klickerspielers, dem es danach gestattet ist, seinen Schiessklicker an eine günstigere Stelle zu legen Bergh-Elsd, — mich! MGladb-Rheind; zesammeleges mer! Bergh-Elsd; alles legges! Mörs-Wallach; leges henger alles! Wippf-Hardt; lenəstə mer net! (Gegenruf) Bergh-Blatzh; erusleəs! Schleid; eromlejəs! Saarbr-Sulzb; gelt mir heriwerleən! Saarbr-Quierschd. — Än-, zwei-, dreileges Touren beim Fangsteinsp., je nach der Anzahl der Steine, die auf die Erde gelegt werden Kobl-Kettig. — Mit Obj.; mit bestimmten Objekten (ohne genaue Angabe des Ortes); et Hohn leg Eier; sorg nit (kömmer dech net, bes net bang) för ungelate Eier um zukünftige oder fremde Angelegenheiten Köln, Allg. (s. RA. bei Ei, Huhn usf.); et Kend l. in die Wiege; mer sen am Balke (Käffere, Sparren, Pannen udgl.) l. beim Neubau; en neu Gebünn (Fossboddem usf.) l. dielen; en Rühr (Kall, Wasserleitung udgl.) l.; enem de Kart l. zum Wahrsagen (auch opschlohn) Rip, Allg.; et Bett geft gelegt das Getreidebett zum Dreschen auf die Tenne Wittl, Goar-NFell, Monsch-Rollesbr, MülhRh-Holweide (de Sau) (sonst anl.).; Loncke l. Feuer anlegen Heinsb-Dremmen (sonst F. anl.); Somen l. säen Prüm-Oos (sonst säen); Grumbern (Erpele) [Bd. 5, Sp. 293]
l. beim Gr.setzen die Kartoffeln in die Furche l. Rhfrk, Allg. (diese Einzelhandlung wird also mit l. bezeichnet, das Gesamtpflanzen (Furchen ziehen, K. l., Furchen zumachen heisst Gr. (E.) setzen, poəten); Wein l. einkellern, vom Winzer Mos; de Botter l. dick auftragen Allg.; Ströpp (Schlingen) l. zum Wildern (mehr setzen) Rip, Allg.; wann ek ens de Kopp leə ich sterbe Gummb; Pennke l. beim Mühlensp. (de's ock an't P. l. er ist arm) Kemp; Bur l. ein Kartensp. Wippf; de Grond (zo jet) l. nach dem Nhd. Rip. RA.: Der Hafer sagt: het is egal, wie's du mich lecks, wenn's du mich märr got decks Heinsb, Nfrk. Well mer sech flege, moss mer vell l. viel Geld zahlen Schleid-Hellenth. — Mit jedem Obj. bei Angabe des Ortes, z. B. wat an de Kant l. an die Seite l. Klevld; den Hond an de Kett l. Rip, Allg.; ebbes op Seit l. Mosfrk, Allg.; mer muss Holz op de Kinn l. sie mit der Rute züchtigen Rhfrk, Mosfrk, Ahr; ech well et dir op de Trapp l. (dann bruchs de dech och net ze böcke)! abschl. Antw. Rip, Allg.; de leg de Botter op et Brut schmiert sie zu dick Rip, Allg.; alles op de huh Kant l. sparen Rip, Nfrk; mer muss bei dem jed Wort op de Goldwog l. Trier, Allg.; dat (wenige Essen) ka mer op enen holle Zant (Zahn) l.; ich let (legte) ken zwien Fennek van enem op den anneren einer ist nicht besser wie der andere Malm-Weywertz; jet us de Hand l.; Grave durch de Wis l. (mehr trecken, ziehen); enem ene Sten en de Weg l.; de Häng en de Schuss (Schoss) l.; de Stirn e Fale (Falten) l. runzeln; jet en de Wech (Weiche) l. etwas vorbereiten Rip, Allg.; in de Wenter- oder Sommerfor (-furche) l. pflügen Rees-Haldern; dat kas de der henger'n Uhr l. merken Aach-Berensbg; he let de fule Ärm langs de löddige (ledigen) Därm er hungert lieber, als dass er arbeitet Monsch-Witzerath; enen üvver't Kne (Knie) l. um ihn zu prügeln Rip, Allg.; se zommern (zimmern) dat Holz on l. et ze Werk schlagen das Haus auf Aden-Hümmel. — Mit adv. Zusätzen; etwas (einen) heraf-, herop-, herus-, heren-, herüvver-, heröml. (Rhfrk auch hinab-, hinuf- usf.), dar-, hin-, derbei-, derwidder-, derdurch-, dran-, drop-, drusl., under-, nidder-, ausenander-, openander-, beienander-, zesammenl. (te Hop Nfrk); fort-, zeröckl. (hannischl.) (Belege s. bei den einzelnen Adv.). — Mit präd. Zusatz; etwas rech, zerech, parat, grad, schnack, kreuz on quer l.; enen fas l. fesseln Allg.; en Streck(e) söhlig l. eine durch das Gestein geschlagene Förderstrecke horizontal anlegen; ein Grubenfeld l. die Grenzen eines Gr. bestimmen, in der Bergmspr. Altk, Siegld. RA.: De let se grad (den Kot) er ist kleinlich exakt Düss-Stdt. Os de Frau noch suə schleət (schlecht), se leət doch immer de Wäsch reət (recht) Kemp-SPeter. — b. mehr oder weniger übertr.; leg de Kapp (Kopf)! beuge deinen starren Sinn Bitb-Dudeld; de krit et ens (einmal) a je Verstangd gelat zur Beherzigung Eup-Raeren; [Bd. 5, Sp. 294]
enem jet an et Herz l. Allg.; völl (Geld) a de Kenger l. Geld aufwenden Aach, Allg.; we si Got ger süht flege, de mott et l. an Duwe on Beje Erk, Verbr.; gott Geld a schlecht l. einen zweifelhaften Prozess führen Malm; ech mott ens jet a mech l., sät der Jong, du ot (ass) er en Hämmke met sure Kappes Geld; he lag em de Wort op de Zung half ihm nach Sieg, Allg.; ech legg et en et Rein met dem tu zur Aussöhnung den ersten Schritt Heinsb-Dremmen; jet wörem (wiederum) en et Gott (Gute) l. dass. Aach, Eup; enen herenl. anschmieren Allg.; ech han et (das Geld) mösse darl. dafür aufkommen Rip, Allg.; de leit et drop an beabsichtigt Mörs, Allg.; den dähr (täte) ich doch ach noch hinl.! umwerfen Simm; jet uterenl. (auseinander-) erklären MGladb, Allg.; enge jet langseə (langseinander) l. dass. Aach, Eup, Selfk; jet klor l. dass. Allg.; ebbes grad l. richtig stellen Saarbr. — 2. sich l. a. mit persönl. Subj. α. in rein sinnl. Bed. sich auf den Boden l., sich zur Ruhe niederlegen; leg dech (auch mit Ortsangaben op de Bank, op (en) et Bett, op de Erd usf.); ech gohn mech l. ich gehe schlafen; ech l. mech, moss mech l. bin krank Rip, Allg.; ich geh mich krummp l. Bernk-Hottenb, Kobl-Bend; sech op en Uhr (Ohr). op de ful Sitt l. dass. Rip, Allg. Leəg dich e jen Kes (Kiste)! lass dich begraben Aach-Stdt; sech widder (gent, an, op) jet l. sich lehnen (diese Wend. ersetzt das fehlende Zeitw. lehnen). RA.: We wett (weiss), dät er fällt, de leggt sech Heinsb. Doht üch net iəhtər (eher) us, bes ühr üch let! verteile das Erbe an die Kinder nicht vor dem Tode Rip. Den eine mak et Bett un den annere let sich drin er geniesst die Arbeit des einen MülhRuhr, Verbr.; sich en en gemackt B. l. einheiraten Klev, Allg.; der legte sich geərn en meng Bedde wäre gern in meinen Verhältnissen Altk-Wissen. Leg dech op en Uhr (Ohr) nidder un deck dech mot dem anneren zu! zu einem Quälgeist Malm-Atzerath. Leə dich in en Trog; wat de weren salls, dat wiərschte doch! dein Geschick ist bestimmt, magst du auch niedrig anfangen (etwa nicht standesgemäss heiraten) Gummb. Et es sek schleit (schlecht) henger (hinter) en aulen Bom te l., bis he ömfällt gesagt, wenn man auf den Tod alter Leute wartet Elbf. Ech kann mech bei de schönste Arbet l. on schloəpe sagt der Faulenzer, auch der, der zu faul zum Geschlechtsverkehr ist MGladb; de let sech nevve de A. Dür. Leəg dich doə, da fälls de net! handele stets mit der nötigen Vorsicht, dann trifft dich kein Unglück; wenn me wöss, dat me fel (fiele), da let me sich doə Aach. Loss de Kaz sech dohinl.! zu einem Kinde, das gefallen ist Trier-Paschel. Wann de Uəss (Ochse) sat gefress as, legt en sech ner (nieder) an (und) idricht (kaut wieder) nach dem Essen soll man liegen u. nicht laufen Bitb-Mettend. — Zanter (seit) zwu (2) Wochen hot ese Papp sech krank geloigt Bitb; sech Schosselches l. sich wie Schüsseln [Bd. 5, Sp. 295]
aneinanderl., der eine in den Schoss des andern WMosfrk. — β. mehr oder weniger übertr.; du moss dich l. den Klicker hinlegen, spielst als erster (an), im Klickersp. Schleid-Hellenth, Köln-Rodenk, Aach, Kemp; de l. sich su bret elar (dahin) wie en Schifer (Schäfer) nehmen viel Platz am Tische ein Prüm-Schlausenb; sich op en Seit l. sich ruhig verhalten Bitb; le dich uf en Ohr! bleib ruhig sitzen Saarl-Bous; sich op et Geschäff l. mit Eifer aufs G. verlegen Aach; dat Perd let sech en der Ham (Kummet) um seine eigene Schwere beim Ziehen mitwirken zu lassen; Pitter hät sech en der H. gelet sich angestrengt Rip (s. Hamen I); sech in't Krütz (Kreuz) l. sich in die Brust werfen, prahlen Mörs-Marienbaum; sech en de Lade l. dass. Rhfrk, Mosfrk; sich en de Farem l. sich anstrengen; dann l. eich meich awwer in de Riss trete kräftig auf Kreuzn, Simm, Birkf; sich e jet l. sich in einen Wortwechsel einmischen Aach; sech drenl. dass. u. zu schlichten suchen Neuss; leg dech doch dren! zu dem, der unmässig isst, Butter aufträgt Rip; sich derbänne (-binnen) l. sich in einen Streit mischen, eine Sache aufnehmen (von Polizei- oder Gerichtswegen) Eup; sech kromm (quer) l. sich einschränken Rip, Nfrk. — b. mit sachl. Subj.; der Bom leg sech sinkt allmählich nieder beim Fällen; de Froch (Getreide), et Gras hät sech gelat infolge der Regengüsse; der Wend let sech; de Peng (Schmerzen) let sech (u. git sech) Rip, Allg.; dat sall sech wall l. der Übereifer wird schon abnehmen Kemp, Allg. RA.: Der Hos (Husten) let sich, odder ich le mich entweder der H. hört auf, oder ich muss mich krank ins Bett l. Monsch-Witzerath, Siegld, Saarbr-Sulzb. Wenn der Wengk (Wind) sech let, göf et Ren Grevbr, Allg.; wenn de Wöngk sech drenleck (einmischt), krige we wer (wieder) nicks möt der Wind vertreibt drohendes Regengewölk Kemp. — Abl.: die Legerei, dat Geleg(s). ab- legen: 1. in sinnl. Bed. a. Kleidungsstücke udgl. a., von sich legen, wegl.; den Mantel udgl. a. Allg. (dafür Bitb ausduhn); jet van de Hangk a. SNfrk, Klevld; mit Vertauschung des Obj., et Bett a. auslegen Klev; et Peərd a. abschirren Aach-Münsterbusch; auch ohne Obj. legt af (Kleidungsstücke) on setzt üch bei u. refl. leg dech af! Rip, Allg. RA.: Wat den Her aflet, kregt de Knecht Mörs-Repelen. — b. eine Last a., niederlegen Allg. — c. etwas a., eine Schuld, einen Schaden erstatten; ech han düchteg gespart on han at vill van der Schold afgeleg Rip; die häbben all fifhongert Daler drop ofgeleit Kemp; was nutzt mich do der schene Zahlda(g), bis ich do beim Becker un beim Metzger abgelet hon, hon ich nicks meh Saarbr. — d. ohne Obj. in besonderer Anwendung. α. abfahren Rheinschiff. — β. beim Kartensp. abwerfen; kannste och a.? SNfrk, Allg. — γ. beim Stricken, ablassen Simm-Ellern. — δ. bei der Mähmaschine die [Bd. 5, Sp. 296]
Garben abdrücken Bitb. — ε. die Stute hat afgeleit ein Füllen geworfen MGladb-Giesenk, Kemp, Geld; de Koh leggt af stösst die Nachgeburt ab Heinsb-Ophv. — 2. übertr. a. Rechnung a., nach dem Nhd. Allg. — b. Eid, Zeugnis, Beichte, Gelübde a., nach dem Nhd. — c. Gewohnheiten a.; der kann dat Suppen nich a. Gummb, Allg. — d. einen a. α. einem die Arbeit kündigen, in der Bergmspr. Allg. — β. ein Kind a., abfinden, wenn es sich verheiratet; das Erbteil der Geschwister abkaufen; en Bruder ofl. Saarbg, Trier, Bitb. — e. abgeben, darstellen; de Afgeschmackde a. unverschämt sein Kref-Fischeln; et Ferke a. sich übel aufführen, unverschämt teuer sein Kref-Linn; he hat et Schwein afgelat überfordert Malm-Bütgenb. an -legen: 1. in sinnl. Bed. a. etwas an etwas (einen) a., heranlegen; dohn es e Hängkche (Hand) möt a. (an die Arbeit) beteilige dich an der Arbeit; de Flent a. (an die Backen); de Kaste a. die Kastenbretter statt der Leitern an den Wagen; et Scheff, de Nache a. (ans Ufer); auch intrans. et Schiff hot on der alt Brick ongelet Rhfrk, Allg.; lote wej a. dass. Klevld, Allg.; de Frau let ihr Kend an (an die Brust) Rip, Allg. RA.: Dem moss mer et Geboss (Gebiss) a. seine Wildheit zügeln Schleid-Dreiborn. Kann ech nen Schenken met a.? mit Platz nehmen auf einer schon besetzten Bank Gummb-Berghsn. Me kann och wahl bo (bald) Palm a. sagt man zum eintretenden Freunde, der zu selten kommt, d. h. du kommst nur einmal im Jahre, wie auch nur einmal die Palmweihe stattfindet Heinsb, Kemp. — Kleider a. nicht mdl., aber nach dem Nhd. in Gebrauch. — Übertr. ich hon's em schunn deck (oft) ongelet (gesagt, nahe gelegt) er soll dohin komme Hunsr. — Sich gegen etwas a.; du muscht dich nit so widder de Wond onl., die is gestrich Saarbr, Allg. — Als erster (den Einsatz zum Spiel) hinlegen, beim Klickersp.; der ene leg an, on der angere wörp drop Rip, SNfrk. — b. etwas a., zur weitern Verarbeitung, Nutzung; einen Garten, ein Beet, einen Weg, einen Schuppen, eine Vogelheckerei udgl. a., errichten, wie nhd. Allg. — Im bes. en Bett a. ein Getreidebett zum Dreschen auf die Tenne Allg.; de Garwen a. Bernk-Rhaunen, Gummb-Berghsn; Froch a. Sieg-Höngesb; et Ferke a. Grevbr-Aldenhv; en Sau a. Eusk-Dirmerzh, Bo-Wesseling; wie völ leggt ihr jedesmol ane? Mir l. ömmer e Fower (Fuder) anne F. (20 Garben) Heinsb; auch absol. Goar-Weiler, Saarbg-Onsd, Daun-Strohn, May, Aden, MülhRh-Overath, Heinsb-Süsterseel; absol. den Brotteig ansetzen Malm-Recht. — Den Ofen a., mit Feuerungsmaterial vor dem Anzünden Allg.; duh emol paar Scheit a. Holz ins Feuer Hunsr. RA.: Se es e bess-che schwach agelet eine stets kränkelnde Person Siegld-Mittelhees. — c. eiserne Arbeitswerkzeuge, bes. Ackergeräte verlängern; ich hon dat Plugschar missen nei ol. lossen; die Stockhau as [Bd. 5, Sp. 297]
nei ogelogt gen WEif, Simm, Neuw, Sieg-Fussh, MGladb-Kleinenbr. — 2. übertr. a. etwas a., anfangen, einrichten; dat häste schlech (net got, falsch) ageleg, su kann et net gohn; ech kann et a., wie ech well, et geröt mer net Rip. — b. einen Garten, Weinberg, Park a., wie nhd. Allg. — c. de Sässe (frz. saisie) uleən Beschlag, Pfändung a. Bitb-Mettend. — d. sorg, datste Ihr dermet alegs! Aach. — e.Geld a., nutzbringend a.; de hät vill (Geld) angeleg sich grosse Kosten gemacht; he leg jet an; wat häste für den Stall angeleg? loss mer jet an os a.! Rip, Allg.; loffe (lasst uns) ens (einmal) a.; wer legt met an? gibt Geld zum Schnapskaufen OBerg. RA.: We sin Geld well siehn stuwe, de legg et mar an an Imen (Bienen), Knin (Kanin) on Duwen NBerg, Nfrk. De kann dir ävver jet a. viele Brotschnitte verzehren Malm-Amel. — f. alles (Geld) an de Kenger a. zu ihrer Ausbildung. — g. söffe (sollen wir) en Jöngken a.! Aufforderung zum Beischlaf Elbf. — h. einen Bergarbeiter a., einstellen Saargeb. — i. Bur a. ein Kartensp. Aach-Merkst. — k. sich a. α. sich so oder so anstellen, benehmen, sich einrichten; leg dech der Oart (Art) no an, da kimms de och ze ebbes! Eif, Rip; der Ungeschickte wess net, wie he sech a. soll; leg dech derno an, dann kriste och kene Streck (Streit) met de Lögge Rip, Eif; de wess sich anzel. zu schmeicheln Prüm-Rommersh; et let sech so a, als wenn et rene (regnen) well es macht so den Eindruck Siegld. RA.: Leəg dich a wie ene Mensch, da kris de auch Menschebruət ze eisse! sei nicht so ungeschickt, dann wird dir der Erwerb leicht Aach. — β. aus vollem Halse schreien, loslegen Erk-Körrenz. — l. up den Zank angelet sing zu Zänkereien aufgelegt sein Gummb-Wiehl. auf -legen: 1.a. etwas (einen) auf etwas (einen) a.; en Strihdach opl. Eif, Allg.; Holz (Kolle) opl. aufs Feuer; fresche Wäsch opl. aufs Bett; et Iser opl. das Hufeisen auf den Huf; en Doch (Spret) opl. auf den Tisch; Holz, Sten, Strüh opl. aufeinanderschichten Rip, Allg.; en Bett ufl. ein Getreidebett auf die Tenne Hunsr; en Gebett ofl. dass. Altk-NFischb; dem Müllerburschen en Gebägde opl. ein Sack Getreide für ein Gebäck auf die Karre l. Selfk; dat Bett opl. mit frischer Wäsche überziehen Selfk; Botter opl. dick auftragen Gummb-Bergneustdt; Farem (Faden) ufl. beim Stricken Simm-Ellern, Aach-Bardenbg; dem Perd den Saddel opl.; enem en Ploster (Pflaster) opl. Rip, Allg.; met opgeleiden Ärm schmitten beim Klickersp. Klev. RA.: Äm Holz opl. ihn mit der Rute züchtigen Saar, Zell, Koch, Kobl, May. Do es nüs met opgelat mit deinem abfälligen Urteil ist nichts erreicht Aach. — b. etwas a., offen (auf den Tisch) l.; de Karte opl. beim Kartensp., übertr. seine Absichten offen kund tun Allg.; et Bett opl. morgens zum Lüften abdecken Selfk. — En Fass Bier opl. Rip, Allg. — c.Geld a., auf Zinsen l. Erk-Körrenz; dobei han ech Geld opgelat verdient; der leg och net viel [Bd. 5, Sp. 298]
derbei op verdient oder spart Rip. — d. einem etwas a., eine Last, Verpflichtung, Auftrag; ech hatt em extra opgelat, dat ze dohn; er hät mir die Ärbet opg.; enem en Strof opl. Rip, Allg. RA.: De liewe Gott let wahl e Krütz op, ewer he hilp et auk dragen MülhRuhr, Allg. — 2.a. sich gegen jmd. a., auflehnen; se hon sich alt dergint opgelocht, awer et netzt neist Mosfrk, Rip. — b. Part. α. bei guter Stimmung, aufgeräumt; he es arg (got) opgeleg, — net (schlech) o. Rip, Allg. — β. ofgelagt locker gebacken Goar-NGondershsn. auf-er -legen: einem etwas a., eine Verpflichtung, einen Auftrag, nach dem Nhd.aus -legen: 1. etwas a., mit best. Obj.: a. Waren a., ausgebreitet hinlegen zum Verkaufe; de Geschäfte(r) dehn er schinst Sachen a. Mosfrk, Allg. (dafür Rip, Nfrk mehr ausstivveln). RA.: Scheiss mer nit in meine Krom, ehb (ehe) ich en ausgelagt hon! zu dem, der sich in meine Angelegenheiten einmischt Simm, May, Prüm, Rheinb. Schleəte Klaf usl. Unsinn schwätzen; unanständige Reden führen Aach. — b. die Wäsche a., zum Bleichen Allg. — c. das Bett a., die Bettwäsche davon nehmen u. zum Lüften etwas in Fenster l., jedenfalls vor dem Bettmachen herausnehmen Allg. — d. das Heu a., das über Nacht oder während des Regens auf Hausten stand, wieder ausspreiten Mosfrk. — e. ein Sputum a., auswerfen; der leggt ävel ut Erk-KlGladb, Heinsb-Bocket. — f.Geld a., bes. für andere, wie nhd.; du kanns für mech ene Daler usl., morn kriste'n widder; ech wöll, ech hätt meng usgelat Geld widder; leg enen us! bezahle du den Trunk, spendiere eins Rip. — g. etwas a., erklären, deuten; le mer's mol aus! Saarbr, Allg. RA.: Ich han em de Kart ausgelet ihm die Meinung gesagt Saarbr-Sulzb. — h. utlegges (mech)! Zuruf beim Klickersp., der dem Rufer gestattet, sich so zu stellen, dass er den hinter einem Stein (udgl.) versteckten Klicker des andern besser sehen kann, die Lage der Klicker zu ändern MGladb, Erk, Kref; du moss usl. Köln, Grevbr-Wickrath. — i. eine Fläche mit etwas a., mit Steinen, Platten belegen; ech loss de Köch met Plate usl. Rip, Nfrk. RA.: Wenn de Strot (Strasse) utgeleit wöd, dann schlonnt se möt os Knöək de Nüət van de Böm das geschieht wohl erst viel nach uns MGladb. — 2.a. zu Ende l., vom Huhne gesagt; et Hohn hät usgelet Rip, Allg.; en utgeleit Hohn MGladb-Giesenk. RA.: Du häs de Hor hange wie en utgeleite Honn (Huhn) de Fott (den Hintern) MGladb-Rheind. — b. nach aussen, auswärts l.; et Hohn leg us d. h. die Eier, nicht ins Nest, wie es soll. — Zaldate a. ausquartieren Allg. be -legen: 1. etwas b. a. den Hoff, de Köch met Plate b. Rip, Allg. nach dem Nhd. — b. enen Stohl met jet b. zum Zeichen, dass er besetzt ist; einen Platz b., für sich in Anspruch nehmen, nach dem Nhd; der Desch wor zor Kirmes ganz beleat besetzt Bitb-Bollend. — c. ein Butterbrot mit Fleisch, Käse b.; [Bd. 5, Sp. 299]
en beleg Botterramm Rip, Allg. nach dem Nhd. — d. den Deich b., mit Reisern u. Weidengeflecht befestigen Klevld. — e. eiserne Geräte b., die abgenutzten Spitzen (Schärfen) mit neuem Eisen (Stahl) b., anl. (s. d.) Heinsb-Süsterseel, Klev-Asperden. — f. de Fearsch, et Hetzje (Herz) b. beim Stricken; der Hals weərd belat leicht darüber genäht Aach-Stdt. — g. die Zunge, Stimme es belat wie nhd. Allg. — h. etwas mit Beschlag b., nach dem Nhd. — 2. einen b. a. ein Muttertier b. lassen, decken lassen; ech han de Tiff (Hündin) b. losse Rip, SNfrk, nach dem Nhd. verbr. (mehr decken). — b. einen Bergarbeiter b., ihm die Arbeitsstelle anweisen Saargeb. — c. sich b., de Koh hät sich belegt ihr Hinterviertel ist mit einer Kotkruste überzogen Waldbr-Dattenf, — belegen Waldbr-Windeck. bei -legen: 1. etwas b. a. in sinnl. Bed. eine Rechnung, einen Brief, ein Muster b., beifügen (u. derbeil.) Allg. — Bes. Geld b. α. dem Bref han ech Geld beigelat (in Scheinen) Rip, Allg. — β. zu einem Spiele von einem einzelnen; wannste metdohn wells, mosste b. (absol. u. Geld b.); loss jeder ene Grosche b.! Rip, Allg. RA.: De legt och emmer sei Neckelche (sei fennef Fennig) bei sagt das Seinige dazu Prüm-Ihren. — γ. von mehrern, zu gemeinsamem, bestimmtem Zwecke unter mehreren G. sammeln; se hadden tesammen beigeleit on kochten (kauften) för twelf Grossen Wachholder (Schnaps) Kref, Allg. — δ. zu einem fehlenden Teile einer Summe b., bis sie voll ist; wammer net uskunn, l. mer all bei Rip, Allg. — ε. G. zulegen, Zubusse leisten; bei dem Verkof han ech Geld beigeleg (u. derbei-); do moss ech b., ech kunn net op meng Köste Rip. — Andere Obj., nur in RA.: E Wörtche b. dazutun Eup-Raeren. E Brännchen (Brändchen, Stück Brandholz) b. einen Streit anfachen helfen Bitb-Rittersd; e Brängche b. nachhelfen Aach, Eup. — b. übertr. α. sich etwas b., etwas Gutes zulegen, sich etwas gestatten; et Hetz (Herz) well nen Anhang han, sät de al Juffer un lat sich ene Mops bei Köln-Stdt. — β. Streit b., schlichten Allg. — γ. klein b., nachgeben; da küt e gekroffe on git got Woərt on let klen bei on wess net, wie e sech anlege soll Eusk-Dirmerzh, Rheinb-Odend, Köln. — 2. sich b., mit sachl. Subj. aus der gehörenden Richtung etwas abweichen; der rechte Foss lat sech jet bei Köln-Stdt. durch -legen: leg et d. u. dərdurch! durch den Zwischenraum Rip, Allg.ein -legen: 1. in sinnl. Bed. etwas e., mit bestimmtem Obj. α. einen Brief e., d. h. in das Paket, auch enen Bref en et P. e. Rip, Allg. — β. en engelegte Asse Eisenachse Altk, NFischb. — γ. einen ganzen Rebstock umlegen u. eingraben, damit er Wurzel fasse u. einen fehlenden R. ersetze; auch der Rebsetzling (dot Holz, Reifleng) wird engeloicht Verbr. im Weinbaugeb. — δ. en Sau enl. zur Mast Goar-Morshsn. — ε. Gemüse e., in eine Kaule l., mit Stroh überdecken, [Bd. 5, Sp. 300]
um es vor Frost zu schützen; Erdäppel e. den Wintervorrat in den Keller l.; Eier e. die im August gelegten Eier für den Winter Rip, Nfrk. — ζ. Häringe e., marinieren Allg.; Gummere inl. Gurken Rhfrk. RA.: Was haben wir gekocht? Antw.: Precke met Stette (Sterzen) on ingelagte Kellertrappe Rees, Ruhr. — η. de Stahl e. den Bügelstahl ins Feuer Saarbr. — θ. Waren e., auf Vorrat nehmen; bes. solche, die der Geschäftsmann früher nicht führte Allg. — ι. et Füər, den Ovve e. das Anzündematerial auf den Feuerrost legen, den Ofen fertig zum Anzünden machen Rip, Nfrk; einheizen; dat Owenloch as an (in) der Kich, vu wo ageloacht get WMosfrk. — κ. en Schanz (Büərd) e. ein Reisibündel fertig zum Binden zusammenlegen; eine Traglast Holz, Futter zusammenlegen Sieg-ODollend. — λ. einen Tag e., zu einem bestimmten Zwecke einfügen; mer mossen noch für et Dresche enen Dag e. Rip, Nfrk. RA.: Beddag i. um Verzeihung bitten Mörs, Kemp. — μ. engelegte Möbel mit eingelegter Arbeit, nach dem Nhd. — 2. übertr. a. en got Wort für enen e., dat ... sich für einen einsetzen; domet let mer ken Ihr (Ehre) en Rip, Allg. — b. dau lescht awwer en! isst sehr viel Saarbr. — c. sich e., sich einrichten, anstellen; en hätt sech bal e. konne, wie e gewollt hätt Daun-Neroth 1860. ent -legen: die Grube e., den Schacht unter den Schachtring noch zehn Fuss abteufen Wurmgeb. PfWB ElsWB er -legen: etwas, einen e., in passende Lage bringen, z. B. einen Kranken Bitb-Geichl.nach -legen: meist absol., du moss n. darnach noch etwas hinzulegen, z. B. Dachpfannen; du moss noch en paar Panne n. Rip, Allg. RA.: E Brändche n. (in den Ofen) den Streit anderer anfachen; die Not eines andern hinterlistig ausnutzen Prüm, Rip. PfWB um -legen: 1. etwas um etwas heruml.; öml.! Aufforderung, ein Seil um einen Pfahl einmal zu l., in der Fischerspr. Kobl-SSebastian; sonst heröml. — 2. etwas u. a. umdrehend an andere Stelle legen; et hät mer en de Schür (Scheune) gerent (geregnet), ech moss et Korn öml.; Bredder, Kranke öml.; de Bach ö. in ein anderes Bett kehren Rip, Allg.; et Bett öml. das Getreidebett auf der Tenne wenden Klev, Rees, Gummb; dat Geld öml. die Kosten unter die Teilhaber verteilen Gummb. — Ömleəges! Ruf beim Klickersp., der es dem Rufer gestattet, die Lage seines Klickers zu ändern MGladb. — De mott sech got öml. muss sparsam haushalten, damit er mit seinem Einkommen auskommt MGladb. — b. etwas u., niederlegen, z. B. eine Mauer, einen Turm, Baum, den Mast Allg.; einen u., zu Fall bringen, töten, nach dem Nhd. — Sich u., ein wenig ausruhen Kreuzn; le dech wedder om! zu dem im Bett sich aufgerichtet habenden Kranken Saarbr, Allg. — c. Steuer u., nach dem Nhd. — Ömlegkrag(en) nach dem Nhd. Allg., -well (-welle) in der Mahlmühle Aach-Eilend. ver -legen [Bd. 5, Sp. 301]
: 1. etwas v. a. an eine Stelle l., wo man es nicht wiederfinden kann; eich hon de Geldhiwerschzirel (Steuerzettel) verlagt un kann en nit finne, auch dat Hinkel verlet de Eier Rhfrk, Allg. — b. ein Gebäude v., an eine andere Stelle versetzen; auch der Weg es verlat wuərde Rip, Allg. — c. en Dak v. mit neuen Strohpuppen versehen Mörs. — d. verleges (mech)! Ausr. beim Klickersp., der dem Rufer gestattet, die Lage seines Klickers zu verändern Monsch, MGladb, Heinsb, Geld, Kref. — 2.a. sich auf etwas v., auf einen Beruf Allg. — b. sich v., absol. dat Hinkel verlet sich legt die Eier nicht in das gehörige Nest Simm. vor -legen: 1. etwas v., mehr nach vorne l. Allg. — 2.a. einem etwas v., vor ihn hinl.; let mer ens ördentlich für, da sall ich wahl eisse; enem en Frog (Frage) fürl. Rip, Allg. — b.Geld, Kosten v., im voraus zahlen oder für einen Allg. — c. Pərd v. vorspannen Bergh-Hüchelhv. — d. absol. den Klicker mit einem verbotenen Ruck schnellen Saarbr-Fischb. zer -legen: etwas z., in seine Teile, nach dem Nhd. PfWB zu -legen: 1.a. etwas z., zudecken Allg. — b.Geld z., noch dazu beisteuern; bei dem Verkof leg ech noch (Geld) zo Rip, Allg. — 2. op aine zogeleət ha es auf jmd. abgesehen haben Siegld. Leg lχ Sg. t. m.: 1. Lagerraum in der Scheune zu ebener Erde Koch-Binning. — 2. weiblicher Lachs (Fisch) Sieg-Siegbg. Be- leg: m. 1. bəlχ, Pl. -χtər Stoss am Frauenkleide Sieg-Ägid, uWupp. — 2. bəlē Sg. t. Fensterrahmen Waldbr-Rossel. — 3. bəlχ Sg. t. Fussboden aus Steinbelag Monsch, Aach, Sieg. — 4. bəlχ Sg. t. Beweisstück nach dem Nhd. Rip. Bei -leg: Sg. t. m. die Klicker, die der Gewinner dem Verlierer abtritt, damit dieser weiterspielen kann May.Ein -leg: enlęksbōm Holzbaum, der einen Hohlraum enthält, durch welchen der fertig gewebte Sammet hindurchgeführt wird, ehe er in das Sammetschränkchen hineingelangt Kref.Ge -leg: Sg. t. n. 1. -l:χ a. Lage von Balken, Garben Neuw-Datzeroth; om owere G. Obertenne Neuw-Rheinbrohl. — b. die Spalthölzer, Schollbretter zwischen den Balken der Decke Ahrw-Brohl. — c. zwei Hölzer, seitwärts eingeklemmt, auf denen im Keller das Weinfass fest liegt Bernk, Koch, Kobl [-:- Sieg-NDollend]. — d. Gangbretter vom Ufer zum Schiff; auch Bretter, die gelegt sind, um mit Schiebkarren darüber zu fahren, z. B. auf Ziegelfeldern, an Bauten Köln-Kalk. — e. die Gesamtheit der Bretter (2 Rode, 1 Dill, 2 Püller, Lagerholzer), welche auf die zu pressenden Trauben in der Kelter gelegt werden Siebengeb. — 2.a. in der Wend.: Et G. bekike gohn das gegenseitige Besitztum beschauen gehn, von Braut u. Bräutigam Geld-Straelen. — b. im Kindergebet: Eich leə mich in Goddes Gele (Schutz); wer stärker is as de liewe Gott, de duh mer Läd (Leid), ame! Simm-Horn. — c. in der Wend.: Möt G. bei Gelegenheit; [Bd. 5, Sp. 302]
ek kuəm ens möt G. be dech an dich besuchen Kemp, Geld, Aach-Merkst. PfWB Leg-angel Saar, Sieg f.: eine Leine, an die in Abständen Angelschnüre befestigt sind; sie wird als Grundangel abends auf den Grund eines fliessenden Wassers gelegt, an Steinen befestigt. Leg-bäume m.: 1. l:jəb:m Pl. Querbalken über dem Tennenraum, in der Höhe, wo das Dach beginnt, gelegt Bergh-Blatzh. — 2. enlęksbōm Brustbaum am Handsamtwebstuhl Kref. Leg-brett lχbrt, meist Pl. -dər, –rər Neuwasb Altenhf Altwied Datzeroth Etschd Limb Lorschd Müschd Neustdt Raub Rossb Steinshardt Strauschd Windhg; l- Dernb Dierd Gr-Maischd Harschb Hümmerich Puderb, Altckrunkel Nauroth Weitef n.: Spalthölzer, Schollbretter zwischen den Balken der Decke. RA.: Die (Frau) botz och noch de L.ər ful (faul) sie verwendet beim Schrubben reichlich Wasser Neuw-Asb. | |