| messen das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk mesə, –ę-, dau met, –i- ər mescht (bis zur t/ st-L.), Part. gəmes(t), –ę- [Birkf męsə, dau męst, Part. gəmęst u. -mes]; Mosfrk msən, –ă-, dou mes, –ø-, h mest, –ø-, Part. gəms [Bitb, Wittl, Bernk auch m:sən, don m:st, h m:st, die Schärfung nach dem selten noch danebenstehenden m:sən]; Rip msə [uSieg, LRip auch -ęzs-, –ęis-], du mis, h mis, Prät. m:s, –ō:-, Part. jəmsə (-ęzs-, –eis-); Waldbr męsən, du mest, h mest, Prät. mū:s, Part. jəmęsən; Gummb, Wippf (nfrk.) mętən, du mets, –i-, h mit, Prät. mōət, –ū-, –ou-, Part. jəmętən; NBerg, MülhRuhr mētən, du mets, h met [Wermelsk męsən, du mes, Part. jəmęsən]; SNfrk mtə, –ə-, –ēə-, –īə-, du mets, –i-, –ę-, h met, –i-, –ę-, Prät. mō:t, Part. jəmtə, –ə-, –ēə-, –īə-; Klevld mtə, ek mt, ge męt, he met, Prät. mtnə, seltener mt, Part. γəmtə (gəmtə) st.: 1. trans. a. wie nhd.; (etwas) m., wie ein Feld, Milch, Bier, Holz, Kohlen; einen m.; gut, schlecht, stark, scharf, spitz, knapp m. Allg. RA.: Beəter (nötter) twiəmoəl gemeəten as emol vergeəten SNfrk, Eup, Aach-Stdt, Dür-Stdt, Köln-Stdt. Gewiegen un gemetten, dat es geschwinde (ge)fretten man muss sorgen, dass alle Bedarfsartikel von vornherein in hinreichender Menge vorhanden sind Gummb, Kemp, Trier-Schleidw, Kreuzn; bat gewogt wird un gemessen, es flott verzehrt un fl. vergessen Neuw-Harschb; spetz gemess es schwenn gefress, — hortig gess Bernk; [Bd. 5, Sp. 1098]
spatz (spitz) gemess un glat gestrach (gestrichen) hot noch kene reich gemacht Wittl-Binsf. Met mecke (abpassen) on m. bliven de Heəren an't eəte wenn ein Prozess in die Länge gezogen wird Heinsb. Mess hundertmol, ävver schnick (schneide) nor eimol af! Köln-Stdt. Sech en de Höll m. schlechtes Mass geben Mörs, Kemp, MGladb, Jül, Sieg-ODollend; s. en den Hemmel m. reichl. m. Mettm-Gruiten. Dat (den Weg, die Stond) hät der Fuss (Fuchs) (Hond) gemessen, do hät e de Sterz (Schwanz) zogegevve so sagt man, wenn ein Weg länger ist, als angegeben ist Rip, Allg., — de hat de Stetz vergesse Neuss, MGladb, Erk. Do geht ener Langk (Land) m. ein Bezechter torkelt daher Dür, — de Stross m. Bernk-Gonzerath, Allg. De Stoff (Stube) m. ungeduldig in der St. auf- u. abgehen Schleid-Dahlem. E messt de Bohn fällt auf der Eisbahn Bernk-Rachtig; de Bahn m. Eisbahn schlagen Düss, Köln. Den Dreck m. durch den Kot gehen Sol; der Bezechte well den Dr. m. Gummb-Ründeroth. Der Schni m. durch den Schnee tappen Schleid-Hellenth. De Bonk m. auf der Bank liegen Heinsb-Lümb. Mach net, dat du de Röckstrangk gemesse kris! dass du Prügel bekommst Sieg-Siegbg, Bergh-Hüchelhv; enen der Hemmel m. ihn prügeln Mettm; enen met Schniəklüət m. mit Schneeballen werfen Erk-NKrüchten, Kemp-Waldniel. — Der hat den Verstand mot dem Schümleffel gemesse kregen Malm-Weywertz. Jiderenem no seiner Elen (Elle) m. jeden nach Verdienst behandeln, Gleiches mit Gleichem vergelten WBitb. — Enem se Portiönche darmesse seinen Anteil zumessen Rip; eromm. beim Klickersp. nach einer andern Richtung eine Entfernung m. Ottw-Schiffw, Trier-Mettnich; der hot erumgemess sich übergeben Birkf, Wend, Ottw, Saarbr, Trier-Braunshsn, Zell-Raversbeuren, Simm-Schwarzerden; enem enen (ent) üvverm. ihm mit dem Stock einen versetzen Rip, Allg. — b. sich m. mit einem, sich vergleichen mit; möt dem ka sech niəmes m. Erk-Elmpt, Allg.; mir zwin hon es gemess sagt der Stärkere, der im Streit gesiegt hat Prüm, Allg.; sech anen (aneinander) m. dass. u. den Geschlechtsverkehr ausüben Mörs. — c. Part. α. gemessen zurückhaltend, kühl, nach dem Nhd. — β. ongemessen viel; o. Geld, o. vill Geld nach dem Nhd. — 2. intrans. der miss 1 Meter 80 (udgl.) seine Körperlänge beträgt, nach dem Nhd. (mdl. mehr he es 1,80 m lang, gruss). — Abl.: die Messerei, dat Gemess. ab- messen: 1.a. etwas a., knapp bemessen; da's ok gen ärg Koshus, do's alles so afgemeəte Kemp, Allg.; da's mer och en knapp obgemessene Stonn Merz, Allg. Afmesse! Zuruf beim Klickersp., der dem Rufenden gestattet, die Lage seines Klickers zu ändern Aach-Würselen. RA.: Et stemmp su wie möt er Ell afgemesse Eusk-Dirmerzh. Dat kammer an der egenen Ellen a., we [Bd. 5, Sp. 1099]
wit dem angern seng reckt (reicht) Wermelsk. He mitt af übergibt sich, sieht beim Ü. zu, ob auch soviel herauskommt, wie er getrunken u. bezahlt hat Gummb-Berghsn. — b. eine Strecke messend abgehen; se hun de Hausplatz noch net obgemess Merz, Allg.; insbes. die Grenze der Wiesen niedertreten vor dem Mähen Birkf-Bergen, May, Elbf. — 2. ein Dorf a., abstreifen; ech han et ganze Dörp afgemeisse Rip, Allg.; he es de Strot an't a. der Bezechte torkelt Mörs-Alpen. an -messen: etwas a., wie nhd. Allg. (doch s. an-massen). RA.: Kumm her, de kries dät Maul angemess! zu dem, der sich beim Schlachten des Schweins die Wurst scherzh. im voraus bestellt Simm-Laub. Ene en nej Bocks (ene Beus) a. das Gesäss verhauen Geld. De hät em de Kamasche angemess ihn derb mit Verweis angefahren Schleid-Dollend. Ich wer der de Rieme a.! dich verprügeln Saarbr-Krughütte; ech m. der jetz de Botz (et Kamesol) an! Wippf; ech werd der die El (Elle) a.! Saarbr-Sulzb; soll ich der än a.! Saarbr-Lauterb. Anem en Ohrfeig a. Trier. Ene eng a. einem etwas einbrocken Aach-Merkst. De Bu hot dem Märe en Kind angemess sie geschwängert Simm-Schlierschd.auf -messen: gehäuft messen, in der Wend.: Et got (huh) opm. Rip. PfWB aus -messen: 1. etwas a., durch Messung die Grösse einer Sache bestimmen; e Stöck Land, en Bauplaz, en Stöck Doch, en Kar Kolle usm. Rip, Allg. Usmesses mech! Zuruf beim Klickersp., um die Lage der Klicker ändern zu dürfen Aach-Eilend. — 2. nach Mass verkaufen, bes. Flüssigkeiten; de Stöncher (Schnapsfabrikant) miss net mih us verkauft nicht mehr in kleinen gemessenen Mengen, gibt nur noch fassweise ab; mess mer noch rasch ene Schobben us! Rip. — RA.: Met die Mot (Mass), wor ge met ütmett, word ge wer ingemette Mörs-Xanten, Köln-Stdt. be -messen: etwas, nach etwas b., nach dem Nhd. in Gebrauch.bei -messen: etwas b., noch etwas hinzum.; mess noch jet (Milch usf.) bei! Rip, Allg. RA.: Dann werd enem jet beigemesse unter Schimpfen geantwortet Bergh-Heppend.ein -messen: etwas e., z. B. Getreide e., wie nhd. Allg. RA.: Met de Mot (Mass), wor dat ge met ütmett, word ge wer ingemette Mörs-Xanten.nach -messen: 1. etwas n. a. wie nhd.; ge könnt et te Hus joə noch ens n. Kemp, Allg. — b. ein Stück n., messen, ob die Länge stimmt Allg. — 2. übertr. in der Wend.: He mett (noch ens) no, — es am n., — hät nogemeəte übergibt sich nach zu reichlichem Alkoholgenuss SNfrk, Klevld, NBerg, Jül-Tetz; en traut der Aich net, e messt no Saarbg-Winchering. um -messen: 1. etwas u., wie nhd. — 2. übertr. absol. sich übergeben, bes. nach zu reichlichem Alkoholgenuss Merz, Bernk-Wolf, Neuw, Siegld, Sieg, Mettm, Neuss-Nievenh, Geilk, Geld-Kevelaer, Ess, Rees-Haldern. PfWB ver -messen: 1. das Land, Feld v., wie nhd., vom Landmesser. — 2.a. sich v., nach dem Nhd.; he hät sech des (dessen) v. RA.: Wer sich [Bd. 5, Sp. 1100]
vermisst, wat e net kann un wess, den hot nummen Spott zu seinem Preis Eif o. O. — b. Part. sehr, ausserordentlich, zur Verstärkung von Adj., Adv.; et es v. kalt udgl. Simm-Leideneck. vor -messen: 1. zuerst m. RA.: Förgemeəten on nogewegen es gau (schnell) gegeəten Geld-Leuth. — 2. einem etwas v., zumessen Allg. Mess-balken Rheinschiff m.: Flossbalken, 10 Fuss lang, 1½ F. dick. PfWB Mess-band Altk, Siegld n.: das vom Geding machenden Beamten bei M.arbeiten verwandte Stahl- oder Leinenband, in der Bergmspr. Mess-holz Sieg-Fussh n.: verstellbarer Schieber, zum Anmessen des Fusses für einen neuen Schuh. PfWB ElsWB Mess-latte (s. S.) nach dem Nhd. verbr. f.: wie nhd. Mess-mass -m:t Dinsl-Sterkr m.: Metermass. Mess-ponte -pont Saar f.: Holzschiff, hinten u. vorn von gleicher Form. Mess-ramen -r:m Neuw-Dierd m.: R. des Schusters zum Messen. PfWB Mess-rute (s. S.) f.: -latte. Mess-steck Gummb-Stdt, Bergh-Horrem, Erk-Elmpt, Mörs m.: dass., Metermass. Mess-stock Kemp-Hüls m.: dass. Messer I m.: 1. mətər Geometer Erk-Elmpt; Landmesser nach dem Nhd. Allg. — 2. übertr. mtər Mittelfinger, im F.märchen MülhRuhr.
PfWB ElsWB LothWB Messer II das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk męsər Sg. u. Pl. [męs, Pl. -sər Wend-Aulenb (u. męəsər) Winterb (bis 1900, jetzt męsər), Kreuzn-Monzing Pferdsf SchlossBöckelh Winterbg, Simm (meist) (Rheinböllen męs u. męsər), Bernk-Allenb Gutenth Hochschd Rhaunen (u. męsər), Zell-Bärenb Lautzenhsn Reidenhsn (męsər, aber Kichenmęss) Rödelhsn (u. męsər)]; Mosfrk an der Saar męsər; n. ausschl. Saarbg-Sinz Faha Orscholz, Merz-Keuching Mettlach Bessering Rippl Fitten Honzr Hargarten Oppen məsər [Merz-Düppenw -ęäs-]; sonst Mosfrk -s- [vielfach mit der kürzeren Form durchsetzt: Trier-Hetzerath Mehring Schleidw Züsch, Bernk-Andel Graach Crummenau, Zell-Briedel-Bullay Enkirch, Koch ms, Pl. -sərn; Trier-Aach Kenn, Wittl-GrLittgen ms u. -sər; Wittl-Bruch ms u. mts Taschen m., msər Tischm.; Cröv ms, mtsər: msər; Kobl, May -ę- (in NMay męts); Glees męs u. męts; Moselürsch Kaan męs u. -sər; Catenes Gierschaach (aber Kechenmęs) Naunh OLützing męsər; Bitb-Dudeld Kyllbg NWeis Pickliessem ms, –ă-; Trier-Stdt męts u. męsər; Bernk-Dhron Wehlen măts; Koch-Gamlen (vereinzelt noch -ę-), Wittl-Meerf, Bitb-Ehlenz OGeckler u. Gindrf (u. msər) Rittersd (u. mătsər) SThomas, Prüm-Ringhuschd Pronsf Schönecken, Daun-Tettschd (u. mtsər) mts, Pl. -tsərn; sonst Prüm, Daun męts, Pl. -tsər(ə) (Daun-Roth męts u. -tsər; Eschf Brockschd Mehren Mückeln Stdt msər)] [eine Mischform zwischen mts u. msər als mtsər, Pl. -sərn Trier-Casel, Wittl-Seinsf, Koch-Ulmen (-ę-), Bitb-Gemünd Halsd Hütting Messerich Speicher, Prüm-Jucken Laschd Lützkampen Schönf [Bd. 5, Sp. 1101]
Seiwerath Wawern Welchenhsn Zendschd; -ęts- GrKampen Steffeln, Malm-Kromb, Daun-Ellschd Lissing Meisbg OEhe Pelm Pützborn Schönb Udler, May-Nachtsh, Aden-Lierstall Müllenb (u. męts); mętsə(r), in der Zs. męts- Aden-Drees Retterath, Ahrw-Bodend]; rrhn. Westerw in mosfrk. Neuw ms, Pl. -sər, in kurköln. Neuw męts, Pl. -tsərn [Dierd Ehlschd Gladb Linkenb Rockenfels Rüschd Urb (aber Kichenms) męsər; Rahms mętsər]; Altk meist msər, Pl. -rə [Almers Bachenbg Eichelhardt Hilgenr Michelb NErb OWamb ms; Berzhsn Fluterschen (--) Hasselb Neitersen Willr męts; Helmenzen Krunkel Weierseifen męts u. męsər; Birkenbeul Elzb Peterslahr mętsər]; Siegld męs (veralt.), jetzt męsər; n. dieses Geb. męts, Pl. -tsər, die eigentl. Form des Rip, Berg, SNfrk bis einschl. Geld-Leuth Straelen Aldekerk, Mörs-Asbg Neuk Orsoy, rrhn. bis einschl. Duisb, Dinsl-Aldenr, Ess-Holsterhsn reichend [Rees-Wesel męs u. mts]; n. davon Klevld męs, Pl. -sər [Klev-Asperden, Dinsl-Walsum Pl. -sərs; Dinsl-Gartrop Stdt -stər]; Sol 1870 hat męts u. mtər; Demin. -ərχə(n), –sχə(n), –tsχə(n), –tskə, –skə n.: 1. wie nhd., jede Art von M. bezeichnend, wie Bart- (Rasier-), Baum-, Brot-, Dolch-, Erdäppels-, Feder-, Feg-, Fleisch-, Garden-, Gemüs-, Gehäck-, Hack-, Häckels-, Häcksels- (an der Häckselbank), Grumbern-, Jagd-, Kappes-, Kneip-, Krumm-, Küchen-, Mus-, Pann-, Pos- (zum Veredeln), Rahmen-, Rand- (des Schusters), Sack- (Taschen-), Säckel-, Schäl-, Scher-, Schlacht-, Schmier-, Schnapp-, Schneid-, Schnitz-, Schrapp-, Spachtel-, Schuh-, Stech-, Stoss-, Strunk-, Tafel-, Taschen-, Tabaks-, Tisch-, Treck-, Wiege-, Wiesen-, Wingerts-, Wirk-, Zigarren-, Zoppenm. (s. d. W.); das Küchenmesser insbesondere ist et klein, spitz M., et hölze Stielchen, Böckes, Flücks-chen, Grösch-chen, Hippchen, Häppchen, Hippchensmesser, Hümmchen, Hümmelchen, Kläs-chen, Klöfchen, Kneipches, Küchenkläs-chen, –peter, –kneip, –schlimmes, Lippchen, Olbertchen, Peter, Petermesser, Plautchen, Plücks-chen, Schälerchen, Schaluppchen, Zoppenmesser (s. d. W.); das aufgeklappte u. dann feststehende M. Blutstecher, Knäcker, Knicker(t), Knickmesser, Genickfänger, Nicker, Nickmesser, Stech-, Stehmesser, Zuleger, Zumesser (s. d. W.), s. auch Flaute, Flitem, Kneipe, Knicker, Krummess (Kremmess), Schlimmess, Schnittes; en dreikantig M. zum Aufstechen des Darmes bei einer kranken Kuh, die zu viel gefressen hat, zum Abzug der Gase Gummb; en strack M. mit feststehender Klinge; e bret M. breites Tischm.; en scharf, stomp(ig), stupp, bott, schleh M. (s. d. W.); en verkerft, usgekerft, hackelig M.; en M. wie en Säg; et M. es voll Kerven (Käften) (s. d. W.); wann en M. tuvill geschlippen würd, kann et en Grot (Gräte, abbiegende Schneide) krieən Gummb; das M. hat enen Still (Griff, Packe, [Bd. 5, Sp. 1102]
Heft, Hecht) mit Schal (Hornbekleidung) (Schinken, Läuten), in dem der Erl steckt, en Kleng (Blatt, Lammel, Lammes), enen Kropp (Kropf) mit Band (Trennstück zwischen Stiel u. Klinge), en Röcken (de stompe Seit, a jen Deckt va je M. Eup-Raeren), de Schärf(t) (Schneid, Wate); et M. hät genen Schnitt, et es ken Schn. dren; et M. schampte mech af glitt ab; et M. op-, zomachen; et M. am Stohl, op dem Schlifsten schlifen (wetzen); et M. (Rasier-) am Ledder, om Remen aftrecken (afziehen, –streichen); et usgekerfte M. moss widder beigeschleffen werden; gleich et M. ziehen (trecken) im Streite (s. d. W.). — RA.: das scharfe M. schneid wie Geft (on Gall) —, der Deiwel, — geschmert, — geleckt Allg., — verbrannt Gummb-Berghsn, — Zitz Bitb-Bollend Ehlenz, Trier-Heidw, Goar-Halsenb, Kobl-Bend, — e Gewidder Wittl-Binsf, — Wasser Schleid-Blumenth, — Ollig (Öl) ebd., — de Blitz, — e Dunnerwedder Kobl-Bend, — Dreck, — Loft, — rosen Trier-Kenn, — gerasiert Wend-Aulenb; et M. schneck geftig Sieg-Hennef, — Iser övver Eup-Raeren; et M. es esu scharf, dat ech dir de Sil domet erausholle kann Ahrw-Sinzig. — Ein stumpfes, altes, im Hefte loses M. ist en Abtrittsbutzer, –feger, Ameisengälze, Fröschenfänger, –gickser, –stecher, –sträuper, –kickser, –knip, –knicker, –quik(s)ər, –schinder, Hahnenkneip, –gälzer, –petter, –schächter, –stecher, –knickert, Hammelnicker, Hippendolch, Huckenmesser, Hüppendüəder (Frosch-), -kneip, Katzendolch, –knicker, –stripper, –tüpper, Kradenficker, –feile, –schinde, –schinder, Kruttenbicker, –dolch, –gälzert, –kneip, –lammel, -lammert, –quicker, –quik(s)er, –rämmeler, –schächer, –schinder, –spisser, –stecher, –sticheler, Krutschenklinge, –schinder, –quickser, –schinder, –schlachter, –stecher, Muckenkneip, Mukenschacher, Päddenfiller, –schräpper, –tärger, Pierensteker, Rattengikser, –klinge, –knicker, –messer, –quikser, –stecher, Schleckengälze (Schnecken-), -quicker, –spiss, –steker, –tüpper, Spinnenschacher; en Botterkling, –knipe, –metz, Destelstecher, Käskneip, –fildert, –metz, –rämmel, Schuhkneip, –butzer; en Bleiklinge, ene bleie Mösch (Vugel); en Blutte, Bottlämmel, –schriəkel, Bullebätz, Dulljäcks, Fiddel, Filder, Flaut, Gälze, Gälzert, Gargen, Garrel, Gatschel, Gaul, Gickel, Gitschgatsch, Gikser, Gotsch, Gulli, Häpe, Hippe, Hocke, Juckel, Kapauner, Klämp(es), Klaumen, Kluppe, Kneip, Knicker, Kniper, Kracke, Krotzert, Kruck, Kulter, Lammel, Lämmes, Muckse, Picke, Plaute, Pok, Puck, Putte, Quikert, Quikser, Racker, Rassel, Reisdolch, Säge, Schächer, Scherbe, Schinken, Schläckes, Schlakes, Schläppes, Schlimmes, Schlipe, Schlippes, Schlocker, Schlotter, Schnacker, Schori, Schrammel, Schrapp, Schrapper, Sech, Spiss, Tüpper, Töter, Ulacks, Zachel, Zacken, Seelensucher, -schräpper, –stecher. Dat M. es esu bott (stumpf) wie en Fott (Gesäss) SNfrk, — so stupp wie enen Bessem Mörs, — so [Bd. 5, Sp. 1103]
stomp wie en Kont (Gesäss) Mörs-Lütting, — so stumpig wie e Sech Simm-Kellenb, — so deck wie en Plogkolter Neuw-Jungeroth, Aach-Herzogenr, Mörs-Ossenbg, Rees-Bienen, — eso stompig wie et Mattheis(er) Beilen Mos; dat M. schneid wie en hölzen Hip (Häpe) Wittl-Manderschd, — en hölze Walz Aach-Broichweiden, — en al Frau beisst Daun-Mehren Stdt, — en duaden Hongk (Hund) bitt Barm, NBerg, Ruhr, Mörs, Geld, Klev, — kalt Wasser bröht (brennt) Neuw, Altk, OBerg, Sieg, Köln, — wärmp Neuw-Kurtschd; dat M. schneid och (kalt) Wasser bes of de Bodem (Grond) Mosfrk, Rip, — dur ene Emmer bös op der Boəm NBergh, — kalt (warm) W. on warm (weche) Botter (on weiche Käs, faule K.) Rhfrk, Mosfrk, — warm Botter on kal W. Prüm-Ihren; — warm B. Mosfrk, — B., wenn se wech ös Sieg, — B. e jen Sonn Aach, Heinsb, — B. bes of de Teller May, Daun, — B. vam T., wann ken drop ös Rheinb-Meckenh, — hart B. on weche Kis Dür-Gürzenich, — weche B. on helle K. Dür-Langerwehe; et M. gäht öm (biegt sich) an (in) warmer B. Daun-Eschf; dat M. schneid alles, wat's sieht Wend-Aulenb, Saarbr, Kreuzn-Hoppstädten; dat M. gäng schneiden, wenn et könnt Saarbg-Soest; dat M. es esu scharf, dat mer drop (met bläckem Arsch, met de blote Kont) (no Kölle) regge (reiten) könnt Rip, Nfrk (no Kowwelenz uMos, no Paris, — Rom Gummb, noə Keəvele (Kevelaer) Kemp, — bis of Amerika Kobl-Neuend), — dann hät me noch kenen Schnitt em Hengeschten Gummb-Berghsn; op dem M. wollt ich en de Höll rötsche! Schleid-Blumenth; met dem M. könnten klen Kenger (Kinder) fechten Düss; met dem M. kannste ock keinem Zieəlamm den Hals afschnieə Gummb-Bergneustdt; e M., got, fer de Huhnen (Hahn) ze kastrieren Bitb-NWeis; op dem M. steht droppe: du sas nich töten Gummb-Bergneustdt. — He (der Faulenzer) ärbeit so schärp wie en höltern M. Mörs-Orsoy. De sengt, bie en scharf M. schneid Neuw-Rengsd. En falsche Zong es schlemmer als e schärp M. MGladb, Köln (s. Zunge). Ge M., dat so schärp schiərt (schert), als wenn ene Bur Her würd Kemp-Süchteln. Et M. lit allein dort ist kein Brot im Hause Eup, Aach-Walh (alleng e je Schaf). Dem (Metzger) äs et M. afgebrochen er hat Bankerott gemacht Neuw-Asb. Et M. es em en de Sche (Scheide) gefallen der Mut ist ihm gesunken Gummb-Nümbrecht, — en de Sten g. die Sache schief gegangen Waldbr-Bladersb. Er (der Faulenzer) schafft, dar em's M. im Sack (Tasche) net wackelt Birkf-NHosenb; dem Trägen, Gleichgültigen wiərd et M. en de Teisch net wärm Bergh-Blatzh. De hät e grut M. ist flott im Sprechen u. Handeln Sol, — e schärp M. er überfordert Eup. Et send net all Köək (Köche), die (lang) M.ər drage es sind nicht alle Meister, die sich dafür ausgeben SNfrk, Köln, Schleid-Reifferschd, Daun-Neroth. Er es esu fruh be [Bd. 5, Sp. 1104]
e Geck, der e M. fend Aden-Kaltenborn; e macht e Gesicht wie an Aff, der en M. fond hatt Merz-Haustdt. Nau sollste doch dein M. verliere! Ausruf der Verwunderung Kobl-Bend. De hät op den Tit dat M. op de Trapp (zum Schleifen, vom Meisterknecht, der die Tischordnung zu führen hatte) er ist sehr pünktlich Kref-Fischeln. Den hat sech e Boch (Bauch) gess, mer kenn e M. drop schleifen Prüm, Allg. Do han ich et M. op geschleffe darauf habe ich es abgesehen Eusk, Köln, Bergh. Et M. göt gewitzt, gewetzt on op mei jong Herz gesetzt Trier-Stdt. Do sett ek ken alt M. tegen (gegen) ich wette nicht, es ist sicher so Mörs. We zörnig es, dem rick (reiche) ke M.! Aach-Warden. Ech setzen dir et M. op et Lif; ech drehn dir et M. em Balg eröm; ech steche dir et M. en de B., — tösche de Reppe! (u. ä.) schreckliche Drohung Rip, Allg. E lett (lässt) sich et M. an de Keəhl komme er wartet das Äusserste ab Aach-Merkst. Et M. setz (stech, steht) em am Hals er muss, er kann nicht anders. He bröllt (schreit, käəkt usf.), als wie wann e en M. am H. hätt Rip, Allg., — als of em et M. a jen Keəhl wür Aach. Er hasst et (hat et so deck) wie de Bock (Gäss) et M. geht ihm aus dem Wege Rhfrk, Mosfrk. Et M. en et Ferke (en de Sau) steəke (stohn) loəte eine Arbeit nicht vollenden SNfrk, Sieg, Eusk. — He stellt sich an, es wenn he am Metze söat MülhRuhr, — äs of he am M. heng Barm, — äs wenn he an et M. sett Mörs. De Oəss (Ochse) sall an't M. soll geschlachtet werden Rip. De Ferkes freten sich gut an't M. sind bald schlachtreif Emmerich. He es scharp op et M. arg auf die Weiber versessen Rip, Duisb, betreibt eine Sache energisch Kref. He ilt (eilt) we de Sau en et M. Eusk-Billig. Er geht dran wie en Gaul in't M. Simm-Schlierschd. De wöuər got en't M. (zum Schlachten) er ist dick, fett Wermelsk. De lutt (lautet, schreit), als wenn er en't M. hüng SNfrk, Klevld. Met dem grusse M. schniggen (schneiden) prahlen uWupp. He schreit, als wenn se em met dem M. am Hals (an der Kehl) wöre Rip, Allg. Me mott niet te gau (schnell) met et M. in't Ferke sette nichts übereilen Geld, Klev, Rees. Hen os esou frouh mot dir wie de Gess (Ziege) mot dem M.; de verlangert no emmes (jet) wie de G. nom M. Prüm. Goht mär net noə Tetz (Jül-Tetz), doə steiche se met e Metz! Neckspr. De schiərt (schert) de Schof ohne M. er ist unverschämt, übervorteilt Bergh; de sch. engem de Bart o. M. Malm-Montenau; den hant se geschniəden o. M. rein ausgeplündert Elbf. Ritter vum blodige M. scherzh. Metzger Köln-Stdt. — Im Kindersp. Messerches ein Rechteck wird auf die Erde gezeichnet u. in zwei gleiche Felder geteilt; in jedem derselben steht ein Junge; einer von diesen nimmt ein M. u. wirft es in das Feld des andern; wo das M. stecken bleibt, wird eine neue Grenze gezogen; der Inhaber des andern Feldes muss das M. nun so [Bd. 5, Sp. 1105]
werfen, dass er dem Gegner von seinem Felde abgewinnt: wer nicht mehr so viel Boden hat, dass seine Füsse stehen können, hat verloren Neuw, Altk, Bernk-Wolf, Wend-Heimb. — Im Kinderld. So mol M.! Dei Vadder es en Schinkefresser! Koch-Moselkern. M., Scher, Gowel on Licht dagt (taugt) fir klan Konner nicht! Koch-Laub, Verbr. Ackeleie, selwere Scheie (Scheiden), goldene Messer, selwere Kessel, hoch in de Locht, läg (niedrig) in de Bahn, do kommt A. äwer an! Geld-Kevelaer. In Heischeliedern: Nemmt dat M. in de Hand, losst dat M. blinke, schneid e Stick vom Schinke! zu Fastnacht Hunsr; stell de Leder an de Wand, holl et M. an (in) de recht Hand usf. Wittl-Meerf; lott dat Metzke senke en die fette Schenke; lott dat M. falle en die fette Hamme usf. Heinsb, SNfrk, Jül; lott dat Metzke riən (reiten) dor de dicke Siən (Speckseiten) Kref-Anr; lot dat Metzken rummen (raumen), schnitt dech nit en den Dummen usf. Sol-Höhschdt. Bei Bastlösesprüchen: Huppe, H., Weire, mei M. well net schneire, werf's en de Grawe usf. Saarbr. (s. weiter bei Huppe, Happe). Der Düvel woll e Müəhrke (Möhre) schroppe; heə woss neit, wie heə et M. soll pocke, doə schnet heə sich en der Dumm, dot goəf so en decke, fette Prumm! Kemp-Dülken. — Scherzfr. Woröm hat Adam en den Appel gebete? Hen hatt genn M. Geld. Et hät en Metzger (Schlächter) en Pogg (Schwein) geschlach; wat menste, hät hej doför genohmen? En Mess Mörs. — Volksgl. Legt man das M. auf die Klinge, so leiden die armen Seelen Koch. Fällt einem Familienmitglied das M. beim Schneiden aus der Hand, so gibt es Besuch Allg.; bleibt das M. in der Erde stecken, so gibt es Streit, ebenso wenn das M. mit der scharfen Seite nach oben auf dem Tische liegt Allg. Wer mit einem M. sich die Nägel schneidet, muss es, ehe er es zu andern Zwecken gebraucht, schleifen MGladb-Korschenbr. — 2. übertr. a. de Metzer Pl. das Mühlengewinde in der Kaffeemühle Monsch-Witzerath. — b. Stachel der Biene Geilk-Prummern, Kref-Fischeln. — c. fadenartige Stelle im Schiefer; et os e M. an dem Stan sagt man, wenn der St. beim Spalten plötzlich auseinanderfällt Mayf. — d. Libelle, Wasserjungfer Saarl-Fraulautern. — e. Metzer Pl. t. Blätter der Schwertlilie, zum Krautwisch gehörig Monsch-Rohren Witzerath. Zu- messer: tsō:męts Klappmesser Eusk-Dürscheven, Bo-Merten. Messer- in der Zs. im Geb. von męs, męts stets Pl. -ər-: -feile, –klinge, lammel, –scharf, –scheide, ‘schmled NBerg), –stich, –stiel verstehen sich von selber; dazu: | |