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Rheinisches Wörterbuch 
 
Meise bis Meisterhund (Bd. 5, Sp. 1051 bis 1058)
 
 Meise das Wort ist allg., u. zwar mais, –ęi-, –ę·i.-, e·i.-, –-, –:-, –ā:-, –ē:-, –ī(·ə.)-, –ē-, je nach Entwicklung des ei; doch -ī:- verbr. in Bitb-Dahlem, Prüm-Ormont, Schleid, Ahrw-Gelsd, Aden-Wiesenschd, Eusk, Rheinb, Bergh, Jül, Sieg, Gummb; meist Pl. -ə(n); aber noch mehr u. vielfach ausschl. -sχə(n), Pl. -sχər [Malm-Vith mē:sχə] f. (n.): 1.a. die Meise, der Vogel, bes. die Kohlmeise. RA.: Flenk wie e M.chə Saarbr-Sulzb. So lang de M.chər vor Lichtmess peife, schweige se nachher still Kreuzn-Rümmelsh. De M. was ütgefloge der Häftling war entflohen Klev. — Die M. singt: Spitz de Schar (Pflugschar), sp. de Sch., strei dem Velche (Vögelchen) Hawwer dar! Hunsr; schit (scheiss) in et Für! Kref; si ek nich en schönen Brüdigam? (die Tannenmeise) Gummb; Piggelsten, P., klenwitzig, kl. w.! MülhRh; wie hohg sett (sitzt), sett (sieht) witt, w., w.! Klev; zingt Pitter, z. P., de Wengkter es öm (im Frühjahr)! Sol-Burschd. — Nach dem Volksgl. legt die M. bis 101 Eier, wenn man ihr jeden Tag ein Ei aus dem Neste nimmt und ihr dafür ein Steinchen hineinlegt Kemp. — b. Meis-cher Zimmervögel schlechthin; was hat der donn vor Vechel em Kewig? Och, zwei so M.ər (die M. selber ist msχə) Saarbr; no, bat micht da dein Mas noch? Koch-Carden (die M. selber ist mā:sχə). — 2. übertr. a. persönl. α. mā:sχən Grille Goar-OGondershsn. — β. me·i.sχən Ruf- u. Kosen. für Ziegenlamm Schleid-Schmidth. — γ. mē:s kleines, frisches, lebhaftes Mädchen Dür-Stdt. — δ. meiskə, –sjə, Pl. -əs nettes, liebes Mädchen Rees, Klev. Ik woll, dat de Düwel dot en was en (und) ik was in de Hell, en de H. voll jonge Meisjəs was en ik was Jonggesell! Klev. Klein Meiskes habbe grote Ohre sie hören oft das, was sie nicht h. sollten Rees. — ε. Commler Maisen Neckn. derer von Trier-Commling.

[Bd. 5, Sp. 1052]
b. sachl. α. m:s dickes Stück Brot; wat hät den sich en M. geschnitt! Merz-Mettlach Schweml, Saarbg-Stdt. — β. mēz(ə) 143 Pfd. brutto Rohstahl, 112 Pfd. netto Rafinierstahl; M. ən maken Rohstahl wird glühend gemacht, geschweisst, umgebogen u. wieder ins Feuer gebracht, wieder geglättet, geschmiedet unter dem Hammer, dann wieder breit geschlagen (raffinieren); zweimal geglättet = viermal raffiniert OBerg. — γ. me·i.skən scherzh. Zigarette Barm. — δ. mē:s eine Auskehlung an den Schachtstempeln; das ausgekehlte Ende wird auf das Rückholz getrieben, um das seitliche Abrutschen zu verhüten, in der Bergmspr. Wurmgeb. — ε. m:s verächtl. eingekerbter Klicker Trier-Stdt. — ζ. mē:zə falle losse Strickmaschen Aden-Hausen Langschd.

Meisen-bein Schleid-Berk n.: in dem Spr. der Kinder an die Spinne ‘Weberknecht’, den sie festhalten: M., M., wo köt de Berker Schäfer heim? dann winkt er mit einem Beine. Meisen-birne -bīər Bo, Sieg, Ahrw-Bodend f.: eine alte, süsse, saftige u. beliebte B.sorte, bes. auch für Birnenkrautgewinnung. Meisen-blume mī:zəblō:m Aden-Wiesenschd f.: Bartnelke, dianthus barbatus. Meisen-falle (s. S.) f.: schlechthin Vogelfalle (heute natürlich veralt.). Meisen-karren -karə m. Birkf-Oberst, Simm-Laub; -k·ă.r, –ā:- f. Koch, Kobl: Fangkasten, um Meisen u. Vögel schlechthin zu fangen. Meisen-kasten (s. S.) Kreuzn, Birkf, Simm m.: dass., von den Knaben hergestellt, die Seitenwände aus Hollunderstäben, oben ein Klappdeckel. Meisen-könig m.: 1. m:ski·n.ik Kohlmeise Trier-Schweich. — 2. msə- Zaunkönig Simm-Mengerschd; sonst Meisk. Mäusekönig. Meisen-nuss m:zənos Zell-Senh; mā:sχəs- Kobl-Winning; me·i.sχəs- Ahrw-Gielsd; męisəl- Kreuzn f.: eine unvollkommene, verkümmerte, daher auch dünne, weichschaligere, gelblichweisse Baumnuss, die öfters angepickt ist; mē:zə- kleine Nuss Bo.

Meisel I -ē:z-, Pl. -ələ, gern Demin. -əlχə Daun-OBetting, Prüm-Weinsf n.: Ruf- u. Kosen. für Ziegenlamm.

Meisel II = Steinobstrest s. Mänsel bei mans II.

meiseln = einen beet machen s. mänseln.

Meispel I = Mispel III (s. d.); Meispel II = Wespe (s. d.); Meiss = Fehlschlag beim Ballsp. s. Misse bei miss II; Meissel I = Obstrest s. Mänsel bei mans II.
 
 
Meissel II nach Wk. V 22 hat nur das Rhfrk msəl, –ai- allein [Siegld -āi-, –ā-, –-]; das Mosfrk hat bsəl, –ā-, –ē- [-ts- Koch-Carden Eppenbg Laub, May-Baar Kempenich Kollig Nachtsh], aber m. steht in scharfer Konkurrenz [-ę·i.s- Trier-Stdt; m:sχə Neuw-Woldert]; auch im Rip, wo bēsəl, –ei- das noch durchaus herrschende Wort ist, beginnt m. vorzudringen [bēts- Prüm-Buchet Roth Schlausenb, Malm-Brecht Schönbg,

[Bd. 5, Sp. 1053]

[Bd. 5, Sp. 1055]
Köln-Badrf]; das Nfrk hat mit Ausnahme weniger Fälle von meisəl, -ēs- [meitəl Mörs-Baerl, Dinsl-Gahlen; -ēt- Heinsb-Scheifendahl] allein bētəl, –eit-, -ī(ə)-, –- (usf.); wo M. u. B. neben einander vorkommen, wird oft unterschieden: M. zum Spalten von Steinen, zum Kistenöffnen, B. zum Sp. von Holz Trier-Schleidw, Koch-Cond, Daun-Roth, Prüm-Zendschd, Aden-Lierstall, Ahrw-Eckend Neuenahr Remag OZissen, Altk-Hasselb Neitersen, Erk-Golkr Granterath; M. für Holz, B. für Steine, Eisen Rheinb-Schweinh, Sieg-Hoholz, Waldbr-Bladersb (B. für Eisen, sonst Schlagiser); M. mit Holzgriff, B. Eisenkeil Aach-Hofstdt; M. für Holz, Kaltbeissel für Steine Dür-Eschw über Feld; Pl. -əln, –ələ m.: wie nhd.; s. auch Däu-, Holz-, Kalt-, Kreuz-, Lochm.

Meissel-bohrer Altk, Siegld m.: beim Brechen von Bühnenlöchern verwandter Handbohrer, der in ein scharfes, meisselförmiges Ende ausläuft u. der beim maschinellen Bohren verwandte Bohrer, in der Bergmspr. Meissel-peter mrtsəlpītər Altk-NFischb m.: verächtl. stumpfes Messer; su en aler M. Meissel-stange Altk, Siegld f.: lange, meisselförmig auslaufende Eisenstange, mit der der Hüttenmann die das Stichloch verschliessenden, festgebackenen Lehmklumpen losstösst.

meisseln in der echten MA. fehlt das Zeitw., vor allem zu Beissel wird es nicht gebildet; aus der Fachspr. der Handwerker ist das Zeitw. bekannt, bes. etwas ab-, auf-, ausm. schw.: 1. nach dem Nhd. — En Wand glatt m. eine Gesteinswand mit Hilfe des Hammers u. Meissels ebenen Altk, Siegld. — 2. an etwas herummeisseln herumkauen, bei schlechten Zähnen Altk-Hecken.
 
 
Meissen -ęis- Ottw-Theley: in der Wend.: Der stellt M. an wendet Gewalt an.
 
 
meist das Rhfrk, Mosfrk, Nfrk besitzen das Wort in der MA. als mt, –st, –ai-, –ā-, –ē-, –- (usf., je nach der Entwicklung von ei); doch bildet das Rhfrk zu mehr (das der MA. fremd ist, dafür ) daneben mērt, mēăt (wo mēnər gilt, auch mēnst, –t); an der uNahe verläuft die Grenze zwischen nördl. mt, –st u. südl. mēăt südl. einschl. Simm-Woppenr Henau, Soonw; n. u. w. der L. beide Formen, doch Wend, Ottw, Saarbr meist mē(r)t [Simm-Bruschd mīət; Meis-Jeckenb mīrst; Goar-Norath mrt; Lingerhahn -āər-; Manub Neurath OHeimb mōĭt (so jedesmal geschrieben); NGondershsn NHeimb mērst]; auch das Mosfrk der Saar hat neben mt, –st in Saarl, SMerz mēt (u. fi·l.t), in NMerz, Saarbg mī·ə.t u. in Trier neben māst, –- auch mērt, –ē:-; auch Wittl-Cröv, Bitb-Ehlenz, WDaun mē:t; Daun-Wiesbaum -ei-; Prüm, Daun-Feusd Üxh neben mēst auch mī:rt, mī·ə.t; Koch-Greimersbg Lutzerath, Kobl-Mülh mē:rt; Koch vielfach, Kobl-Kesselh Kobern Lay -st;

[Bd. 5, Sp. 1056]
Weissenthurm -:-; May-Einig Hatzenport Ochtendung -ē:-; Gering Kollig -t; Brenk Kell Kempenich Üss Volkersf mī·ə.t; Glees -st; Neuw vielfach mērt; Rockenfels Wienau -st; Altk-Daaden Kausen Neitersen -t; Siegld-Littf -t; NSchelden --; das Rip u. die Rheinorte u. kurköln. Orte von Neuw bildet ausschl. zum Komparativ mītər, mī:dər, der gleichwertig neben mī: steht, mīts [Aach-Stdt mēəts; Würseln mets] u. zu nhd. mehr: mī·ə.r, –īə-, –ē·ə.-, –ē-, –ē:- (diese Form bes. für den Pl. -tə) u. jünger zu nhd. meist auch mīs, flekt. -stə [auch Gummb mērt (neben mēst); Sol mī·ə.rt; Barm m:rt; Mettm-Wülfr mē·ă.rst; vereinzelt auch SNfrk mī.ə.rt MGladb, Kemp; mē:rt Heinsb-Schierwaldenr, Kref, Mörs-Neuk]: 1. Adj. a. wie nhd., der Zahl nach; de m.ə Leit; der es a (auch) de m. Zeit besoff; der kriet emmer es m.ə Rhfrk, Allg. RA.: Wer et m. schafft, horret (hat es) nit de best (am besten) uf de Welt Simm. Gönn dich en eng Hangk jet en kack ens en die anger, da sissde ens, woətsde (wo du) et m.ə dre has! zu dem, dessen Pläne aussichtslos sind Aach-Stdt, Mörs-Neuk. Wenneh (wann) hat de Bauer et m. im Haus? Wenn er de Fister (Fenster) erausguckt (ist der grösste Teil des Körpers im H.) Bernk-Commern. Hei deh (tat) sin Beis on m. sein allerbestes Mörs, MGladb, Schleid-Hellenth, Koch, — sin Meisgottsallerbes MülhRuhr. Ech sen bal durch et m. habe die m. Arbeit getan, den m. Teil des Essens verzehrt Sieg. — b. der grösste, stärkste; de m.ə der grössere von zwei Söhnen; de m.ə der stärkere von drei Ochsen; et m.ə Part (Teil) Prüm; et m. Steck os et best Prüm-Ihren. — Allg. bei Abstrakten; de m.ə Spektakel, de m.ə Loferei (Lauferei), de m.ə Freud udgl. — 2. Adv. meistens, meistenteils, der Menge nach u. zeitl., u. zwar Rhfrk, Siegld dəmt (setze die o. genannten Entsprechungen ein!); Birkf, Mosfrk dərmēst; Rip, Nfrk ət m. u. Rip auch am m.ə; verstärkt dəalerm. (usf.) [nhd. męistənts, in zeitl. Sinne, sehr selten eingelautet (etwa Rip mītsənts, mīstənts u. mīərtənts) ist auch in Gebrauch]. RA.: Wer et m. deht, de hät de beste Dag net Sieg. Wenn de Sonn senkt na Weste, dann ärbeije de Läujen (Faulen) et m. Klev. De et m. klagen, han de winnigste Nut Köln-Stdt. Wie geht es? Scherzh. Antw.: Op de Bein et m. on in de Kopp et beis! Mörs-Repelen. Vel (viel) es dermaist Siegld. — Eich hon dərē:mn:mst kriet an zweiter Stelle am m. Trier (Mos). — Meistendeils (s. S.) zeitl. ist allg. in Gebrauch; dafür auch (də) męstəpart Klevld, Prüm; meistəkiəhrs Mörs; męstətit Klevld; mēstliχ OBerg.
 
 
 NRhWB Meister das Wort ist allg., u. zwar mdər, –sd-, –ā-, –ē-, –ī(ə)-, - usf. [in Klev vielfach -ęst- mit Kürze], Pl. -ərə, –ərn [SNfrk Geld, Mörs auch -ər, Klevld -ərs] m.: 1. derjenige, der selbständig, nach gründlicher Vorbildung einen Beruf ausübt, u. zwar a. der Handwerksmeister

[Bd. 5, Sp. 1057]
(vielfach in dieser Bed. mit -ei-); Handwerks-, Lihrm. Allg.; Bäcker-, Bau-, Brau-, Fabrik-, Färwer-, Gerwer-, Hamer-, Hufschmiede-, Küpper-, Platz-, Polster-, Reck-, Reit-, Sattler-, Schicht-, Schmiede-, Schnider-, Well-, Wogm. OBerg (u. so bei allen Berufen Allg.); s. auch Brand-, Rottm. RA.: Et werd (es) keine M. geborre Köln-Stdt, Rip, Nfrk, — mär (nur) op Holthusen Lennep-Ronsd. Et es noch genne M. va jem Hemel gefalle Heinsb, Allg. Heren sind se all, äwwer M. noch lang(e) nich in einer bestimmten Sache keine Sachkenner; der versteht dat nich, dat es bloss en halwen M. Gummb-Berghsn. We M. es, de deht, wat he wellt SNfrk, Ruhr, Dür. Der M. dritt (scheisst) för ge Füre (Feuer) wer die Aufsicht hat, kann sich schonen Eup-Stdt. Du bös er ene wie drei M. ein Tollpatsch MGladb-Rheind. Wesse, künnen un welle mache ne grosse M. Köln-Stdt. Übung mät der M. ebd. Krüddelege (nicht leicht zufriedene) Kunde lehren der M. et Handwerk ebd. Et Werk lof (lobt) singe M. ebd. We am Weəg baut, hat hondert M.ə Grevbr-Bedburdyk. Her (Herr) kann jedder domme Jong spiəle, ävvel M. net Kemp-Boish; du kast wäll M. sin, äwwer nit Bas werden Mörs. He steəhlt der M. de Zitt (Zeit) en osen Herrgott der Dag af der faule Geselle Aach. He hat der M. ze fröhch kapot gemacht er hat sich zu jung selbständig gemacht u. kann nichts Aach-Merkst. Ene Hongk (Hund) es ene M. ebd. — Dagelohnen, d., füran maken, f. m. (dies spricht man langsam); der M. kümmt, der M. k. (dies schnell) Gummb-Berghsn. Dat kann ich mir leisten, minge Vatter is M., minge Broder is Schuster, un du bes en dreckig Muster! Neuw-Buchholz. Beim Ballsp. fragt der M.: wöusde (willst du) den N. liden? Der Gefragte: su gut! u. wirft demnach hoch oder niedrig; will er ausdrücken, dass er den N. nicht leiden mag, so wirft er absichtlich nach unten: 1 meter en de Erd Sol-Wald. Meister on Scheister Verkäufer u. Käufer spielen MGladb-Rheydt. — Scherzh., verächtl. Bezeichnungen; M. Pech Schuster, Wermelsk, MGladb, — Penn Aach, — vom Dreiban Trier; M. Löntche Abdecker Eusk-Zülp; M. Flissig Faulpelz Neuss; M. Hörsch Bruder Langsam Sieg-Ägid, Jül-Krauthsn; M. Allerhand Tausendkünstler Trier, Bernk; M. övver on tövver (über u. drüber) der nichts leistet Sieg-ODollend. — M. ist Anrede an ältere Handwerksleute, Geschäftsleute; wie geht et alt, M.? Allg. — b. Schinder, Abdecker Hunsr, Prüm-Mürlenb 1860. — c. der auf den M.knecht (auch einfach M. oder der övverschte M. genannt) folgende Knecht ist der öngersch M. (zweit M. Eusk-Dirmerzh) Eusk, Bo, Köln, Bergh, Dür, Jül; M. der erste Knecht Erk-Elmpt (veralt.), Kemp-Kaldenk Brüggen, Geld, Mörs, Klev, Ruhr, n. Ruhr, Mettm, Sol. — d. der Volksschullehrer; de grote, de kleine M. für die Ober-, Unterklassen Klevld, Düss-Erkr

[Bd. 5, Sp. 1058]
[überall daneben Schollm., was verächtl. auch sonst gilt; man unterscheidet meistər 1 a von mistər 1 d; -eist-, –- 1 a von -est-, –ę- vielfach in Geld, Klev]; ek sall et tegen owe M. sägge. RA.: Wenn de Blagen (Kinder) bes Kärschmess (Christ-) nit beter lehren, sät de M. op Pengsten, dann mak ek et märgen de Scholl tu! Mörs. M., Kleister, Bocksescheister! Spottr. Mörs-Schwafh. A, B, Blatt, de M. goff mi en Klapp; A, B, C, deht mi gar nech weh! Dinsl-Gahlen. M., loət de Scholl ütgohn, et sin all twelf Uhre, Moder hät de Papp all gar, en eke mott se rühre! Geld, Allg. Nun danket alle Gott, den M., den geht fort (verlässt seine Stelle); hei hät ons so geschlage, dat weten alle Blagen usf. Mörs-Orsoy. — e. Grubensteiger, auch M.knecht genannt Wurmgeb. — f. übertr. α. Stier Prüm-Burb, Dür-Frauwüllesh. — β. Rufn. für einen männl. Hund Daun-Gerolst. — 2. im allg. Sinne in Wend., die ‘Herr über einen, der Tüchtigste’ bedeuten. He es (Her on) M. do (em Hus, üvver alles, üvver den); ech ben M. habe das meiste geleistet, gewonnen; do wor ech net mih M. üvver mech selver Rip, Allg. RA.: Wann de Petrus M. as, do micht he geren en Dimer (Donner) vom Wetter am 29. VI. Bitb-Seimerich. Wo de Kenger M. send em Hus, han de Eldere necks se sage Rip; dat send ärm K., wo de Eldern M. send scherzh. von ungeratenen Kindern Grevbr, SNfrk; wann de Kazen nöt deham sein, sön de Meis M. Bitb, WEif. Du bös M., wuə der Bessem steht! zum eigenwilligen Kinde Heinsb-Lümb; der Pantoffelheld es M., wenn he op de övverschte Söller sett on hat de Ledder (Leiter) heropgetrocke MGladb-Giesenk, — on hält de Luk tu Kref-Osterath. — Genge Fenneck M. siə (Konstrukt.!) um jeden Groschen den Mann angehen müssen Aach. — Dorüvver (üvver den, dat, die) wiərd (es) he net M., — kann he net M. werden (gen) meistern, bändigen, besiegen Rip, Allg.; he get den M. ist ihm überlegen an Körper oder Geist; eich sein hen (ihn) M. gen Bitb, Prüm; ech bön dem N. M. wuərde Rip, Nfrk; he wörd dech (se all) M.; dat kann ek niet M. werden SNfrk, Klevld. — Ech han dem M. kriəge ihn überwältigt; ich krig dich M.; heə lett (lässt) sich net M. krige; se kr. et Für M. MGladb, Erk, Grevbr, Aach, Dür, Köln-Stdt. — Jeder fingk singe M. Köln-Stdt, Allg. Doə söckt (sucht) deə singe M. e (in) man kann ihn darin nicht übertreffen Aach. — Dat äs de M. diese Kuh gibt die meiste u. beste Milch Merz. — Öm de M. lofen (laufen udgl.) um die Wette Prüm-Heckhalenf.

Meister –geselle (s. S.) m.: nach dem Nhd. Meister-hund Wurmgeb. m.: vorzügliche, stückreiche Kohle u. gutes Mass, in der Bergmspr.