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knallen bis knallgeckig (Bd. 4, Sp. 844 bis 847) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
knallen abknallen aufknallen ausknallen beknallen verknallen zerknallen zuknallen knall knäll Knall knall-ab Knallauge Knallblase knallblau Knallblume Knallbüchse Knallbüchsenholz Knallbude Knalldarm Knalldingen Knalldutz Knalleffekt Knallgas Knallerbse Knallfurz knallgeckig knallgelb knallgrün Knallgummi Knallhütchen Knallhütte knalljüsch Knallkopf knallköpfig Knallkorde Knallmann Knallpfeife Knallpuffe Knallpulver Knallputsch knallrot Knallsack Knallsatz Knallscheibe Knallschnur Knalltau knallvoll Knallzigarre Knalle Knallen-holz Knäller knällern anknällern zerknällern zuknällern Knalles knällessen knallessig knallig knällschen knällstern knallejieren Knammel knammeln Knamp knämschen knängeln Knap I Knap II knapp I knapp II knapp-näu knappweg knappemang knappen abknappen aufknappen beknappen Knappig-keit knapps Knäpps knäppsch ver-knäppschen knappsen abknappsen knappserlich knappstich Knäpp I Knäpp II Knapp I Knapp II Knapp III Knapp IV Knapp V Knappen knappen I knappen II knappen III abknappen | [Bd. 4, Sp. 845] ab- knallen: abfeuern; no knallt ühr bal af; wievill Schöss hat ühr afgeknallt? Rip.auf -knallen: 1. etwas a., eine Türe mit lautem Knall aufstossen Rip. — 2. sich a., sich auffällig, herausfordernd, möglichst bunt kleiden; wie die sech ofgeknallt hat! Bernk-Wehlen, Goar-Trechtinghsn, Kobl-Nwerth, May-NMendig. aus -knallen: in dem Spr.: Hier in deser Bank es nen abscheuliche Gestank, wer sik ers meld, der het öhn ausgeknällt Rees.be -knallen: 1. etwas (sich) b., beschmutzen Westerw. — 2. übertr. beknallt bezecht Ottw-Wiebelsk. ver -knallen: 1. intrans. entzweispringen, platzen; nau is schunn wiere dat nau (neue) Dippchen verknallt; ich sin bald verknällt, wie ich dat gehort hon Simm. — 2. trans. a. etwas v. α. Pulver, Kugeln, Patronen v., durch Schiessen verbrauchen Allg. — β. übertr. etwas verschwenden; er verknallt sei Geld Saarbr, Ottw-Eppelborn, Aach-Verlautenheide. — b. einen v. α. prügeln; auch einem de Bocks v. Mörs. — β. einen verleumden bei einem Saarbr, Ottw. — γ. einen vor Gericht verurteilen Verbr. — δ. sich in einen (etwas) v., verlieben; he hät sech en dat Mädche verknallt; he es dren v. May, Rip, Nfrk, auch Birkf. — ε. verknallt verwirrt Daun-Roth. zer -knallen: 1. intrans. zerspringen, bersten Allg. (nicht Rhfrk). — 2. etwas z., mit Steinen, Knütteln bewerfen Rip. zu -knallen: die Türe z., knallend zuschlagen Allg. PfWB knall, knäll Adj.: 1. -a- grell, von der Farbe; dat Kled sieht ävver kn. us, meist in der Zs. kn.gelb, –rot Allg.; de Sonn schingkt (scheint) so kn. Gummb-Berghsn. — 2. -ę- bezecht Saarl-Roden, Wittl-Bruch, Bernk-Neumag; dazu sich änen anknällen antrinken Saarl-Roden. — S. knüll. Knall -l [im sndfrk. Trübungsgeb. -l u. -a-], Pl. -ę-, im Geb. der Schärfung -ę·l. [im [Bd. 4, Sp. 846] knall-ab -af MGladb Adv.: im Abzählr.: Üppke, Düppke, Röbezüppke, Ü., D., kn. Knall-auge (s. S.) Kreuzn-Rüdesh, Koch-Moselkern, Monsch, Siegld n.: dickes A., Klotzauge. Knall-blase -bl:s Trier-SMatthias, May-NMendig, Sieg-Ägid, MGladb-Giesenk f.: die Speiseröhre des geschlachteten Schweines, von den Kindern an einem Ende zugeschnürt, in dem andern durch Hineinblasen mit Luft gefüllt u. dieses fest zusammengehalten, dann an dem zugeschnürten Ende mit dem Daumen eingedrückt, worauf die Luft mit Knall entweicht; s. Knappblase. knall-blau Mörs-Orsoy Adj.: grell bl. PfWB Knall-blume (s. S.) Hunsr, Aach-Stolbg f.: Leimkraut, silene vulg. PfWB Knall-büchse (s. S.) im Rhfrk, Mosfrk ganz vereinzelt (mehr Schiesse, Klake, Stoppen-, Krach-, Bollerbüchse, Stoppenklake) [gnaləbigs Zell-Blankenr], Rip, Nfrk (doch s. Knapp-) f.: 1. aus einem mitteldicken Holunderstämmchen wird das Mark entfernt, ein Stösser aus Haselholz angefertigt; in die obere Öffnung der Büchse wird ein Stopfen (gekautes Papier, Werg, Runkelrübenteil udgl.) gepresst, in die untere Öffnung Luft hineingeblasen u. gleichfalls ein Stopfen gepresst, der nun mit dem Stösser hinaufgedrückt wird, so dass die Luft mit einem Knall entweicht. — Im Rätsel: Vier rundliche Runzelcher (Räder), zwei horige Brunzelcher (Zugtiere), owedruft hockt e Kn. (Fuhrmann) Meis-Medard. — 2. übertr. a. sachl. α. scherzh. das Gesäss; setz dech op deng Kn.! Bergh-Buir, Sol. — β. Bovist, ein Pilz Eup. — b. persönl. verächtl. Hure MüEif. Knall-büchsenholz ebd. n.: H. von Holunder, insofern es zur Anfertigung von Kn.-büchsen dient. PfWB Knall-bude -bū:t Trier-Beuren, May-OMendig f.: verächtl. al Kn. altes, verfallenes Haus, elende Hütte. PfWB Knall-darm (s. S.) [Bd. 4, Sp. 847]
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