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Rheinisches Wörterbuch 
 
Klump(en) bis Klumpenmesser (Bd. 4, Sp. 798 bis 804)
 
  NRhWB  PfWB  ElsWB  LothWB Klump(en) das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -umbə, –o- Sg. u. Pl.; Mos -o- Sg. u. Pl. [doch für bestimmte Bed. -omp, Pl. -e-]; Rip, Berg -ompə(n) Sg. u. Pl. [um Lennep-Remschd Ronsd Wermelsk, Mettm-Cronenbg u. MülhRuhr -ou-; Wippf-Dohrgaul -ump, Pl. -pə; Düss-Unterb -omp, Pl. -ø-]; NLRip, SNfrk, Geld, Mörs, Klevld -omp [um Geld.- Walbeck Pont Straelen Wachtendonk Gelinter u. in Mörs bis Frimersh Rumeln Vennickel Capellen Niep Vluyn Neuk -ō-], Pl. -pə; Demin. -imbχə(n), -e-, –ømpχə(n), –øy-, –-, –pkə m. [f. Rheinb-GrBüllesh u. s. u. bei den einzelnen Bed.]: etwas Zusammengeballtes. 1. wie nhd.; en Kl. Dreck, Erd, Blei, Gold, Botter, Deg, Hor udgl. (wöllen Kl. Flocken im Kissen Gummb), auch en Kl. Kender die übereinander gefallen sind; wat steht do en Kl. Menschen! Rip, Allg.; wenn der Schnee oder die feuchte Ackererde sich an die Schuhe setzt, get's richtige Kl.; de Leit stehn uf em Kl. (wie de Maulaffen); do leie se of äm Kl. Rhfrk, Allg.; die alde Barack fällt in Kl. Mörs-Orsoy; de Kenger (Kinder) wassen in enem Kl. op gemeinsam, sie erziehen sich gegenseitig Gummb-Berghsn [das SNfrk u. lrhn. Klevld hat diese eigentl. Bed. mehr an Klut, Knubbel abgegeben u. beschränkt Kl. auf die Bed. Holzschuh, Mehlkloss, wobei das Klevld für Kl. Holzschuh den Pl. -ompə, für Kl. Mehlkloss den Pl. -ømp hat; MüEif unterscheidet -ompə Sg. u. Pl. m. für Kl. 1 u. -omp, Pl. -pə f. für die Bed. Holzschuh; das WMosfrk -ombən Sg. u. Pl. m. Kl. 1, -omp, Pl. -mbə f. Holzschuh]. RA.: De Lumpen hangen an einem

[Bd. 4, Sp. 799]
Kl. Köln-Stdt. — 2. besondere klumpenartige Gebilde. a. en Kl. Zucker Würfelzucker; en Klömpchen Z. oder einfach en Kl., Pl. -χər(ə), –kəs ein einzelnes Stück Würfelzucker, auch Bonbon, Karamelle Rip, Nfrk, Altk (Sieg), Siegld, Kobl, Goar (Rhein), Koch-Leienkaul; dohn mer en Klömpche en de Kaffe; de deht dat für e Klömpche (Zucker) gegen ein geringes Trinkgeld Allg. Ich ben e klei Stümpche, ich lecke (hätt) gern e Klümpche; mutt mich nit uslache, op et Johr (nächs J.) well ich et besser mache! Spruch des gratulierenden Kindes Köln-Stdt, Allg. — b. -omp, Pl. -ø- Mehlkloss Klev; Hutzeln on Klömp Obstschnitzeln mit Klössen Mörs. — c. -omp, Pl. -mbə f. Hemmschuh an der Wagenbremse Saarl, Wittl, Bitb, Prüm. — d. Runkelrübe Kreuzn-Weiler, Goar-Perschd Wiebelsh. — e. -omp, Pl. -e- grosse Weintraube, deren Beeren dicht beieinander stehen Wittl, Bernk, Zell, Koch, May, Kobl; -mbə f. Goar-Brey; -ombə Sg. u. Pl., -embχə Zweig voller Früchte, bes. Kirschen Saarbr-Quierschd, Saarl-Hostenb. — f. eine derbe Schnitte Brot Geilk-Kreuzr. — g. das früher zur Schonung der Hochofenwände um sie herum aufgeführte Rauhgemäuer Altk, Siegld. — h. -ombə machen nicht Mitspielende fallen über die Klicker her; mir han Kl. gemacht wir haben ihm alle Klicker genommen May. — i. von der Fussbekleidung u. daraus übertr. α. der Holzschuh, der im LNRip, SNfrk, Klevld eine alltägliche, allgemeine Fussbekleidung ist (früher wurden die Kl.ə von Allerheiligen bis Palmsonntag dauernd getragen, um dann von den Schuhen abgelöst zu werden; Samstags abends wurden die Kl.ə schneeweiss gescheuert), während sie sonst nur gelegentlich getragen werden, bes. im Stalle [in Trier-Stdt nur zum Feststampfen des eingemachten Sauerkrautes]; bekannt aber ist der Kl. bis zur Mos hin (neben Kl. gehen andere Bezeichnungen einher, s. Butsch, Blutsch, Hotsch, Holtsch, Klotsch); das Mosfrk unterscheidet den Kl. schlechthin als Lederschuh mit Holzsohle vom helzen Kl. dem ganzen Holzschuh [eine Art Pantoffeln mit Lederwölbung, ohne Kappe, aber mit Holzsohlen sind die Trippen); man unterscheidet am Nrhn. läəge Kl. niedrige Holzschuhe, nur die Zehen bedeckend, die mit Riemen an den Füssen befestigt werden; platte Kl. mit kurzer, niedriger Wölbung u. Riemen; huhge Kl. mit hohem Hiəmel (Wölbung) ohne Riemen; Kl. möt leəre (ledernem) Hiəmel; Köskeskl. mit Polsterung unter dem Himmel; Kl. höhgen mit Leder beschlagen; de Kl.ə opnäle (aufnageln) die Riemen annageln; en (möt de) Kl.ə gohn (lope). RA.: Wie der Kl. et gruəte Loət (Los) hot kriəge, do hessede (hiess) de net miəh Kl., äver Holzschuh MGladb-Mülfort. En Paar Kl.ə met en Busch Stroh drin, dat es no de Bur sinnen Sinn Rees-Ringenbg. En Mul (Schnut) wie ene

[Bd. 4, Sp. 800]
Kl.; en M. make wie ene Kl.; en Nas wie ene Kl. SNfrk, Klevld; esu steif wie en helzen Kl. Prüm-Mürlenb. Den Honderste (Dusendste) kennt (versteht) et Kl.ə maken net viele verstehen ihr Geschäft, Handwerk nicht; jede Arbeit will gelernt sein; den kennt et Kl.ə m. er weiss, wie er's anfassen muss; ut Andermanns Holt ös gut Kl.ə m.; de versteht sich op et Kl. m. weiss seinen Vorteil wahrzunehmen, wenn auch nicht auf ehrliche Weise SNfrk, Klevld; et es överall ene Wet (Witz) bei, selfs bei et Kl. m. jede Sache muss gekannt sein, selbst die einfachste Kref. De hat Kl.ə an (zu grosse), do kann he stonnsfoss (stehenden Fusses) dren sterve Jül. Has du an ding al (alten) Ben en Paar neu Kl.ə? Spottfrage Grevbr-Otzenr. Sej sin sovöll Familj vanen (voneinander) as twee Kl.ən üt ene Welleg (Weide) sind weitläufig verwandt; min Grotvader en den sin Urgrotv. häwwe Kl.ə van ene W. gedrage Klev, Rees; si Modder hät üəhr Bestevadder de Kl. getuscht Kemp. Wem de Kl. pass, de treckt se an! der mag die Anspielung auf sich beziehen NBerg. Treck Kl.ən an, sät den Bur, du tratt he de Katt op de Poten Kref, Mülh-Ruhr. Adelitt (Adelheid) het Kl.ən an, Reme drop va Lemmetsgar (Dochtgarn)! Bergh. Do pek (packte) he de Kl.ə en de Häng (Hände) er lief weg MGladb. Sörg (Sorgen) on Kl.ə mott me nit mät nor Bett nehme Mörs-Rheinbg. Höskes (Strümpfe), Klömpkes, alles nat (nass), o gärm! sagt das Kind Heinsb-Breberen. Kl. ut (op) (on Reim ‘Riemen’ van den Buck ‘Bauch’)! Kriegsruf Streitender Kref; Kl. ut, Metz erut, Rem vam Balg, Strit! Grevbr-Hochneuk. Ek sett sewen Stühl opein on treck de Kl.ən ut on spreng drower; kaste dat ok? der Gefragte verneint natürlich, worauf der Fragende über die Kl. springt Mörs-Schwafh. Hej mäck son decke Mull, do kamme en Kl. drop sette Duisb, Mörs. Hej het de Kl.ə achterüt (hinten-aus) geschmete ist ge storben Rees, Klev. Ech donn et (lope, gonn), on wenn der Kl. bascht (berstet) (on dann kann der Kl. baschte); da soll doch der Kl. b.; de lügt, dat der Kl. bascht SNfrk, Klevld; do gonnt ver ens her, on wenn de Kl. henger (hinter) blive! MGladb-Rheind. He es so fledig (schmutzig), dät de Kl.ə em de klen sind Heinsb-Oberbr. Gangk mer e Paar gläserne Kl.ə lönne (leihen)? Aprilscherz Schleid-Glehn. — An de Kl.ə abschl. Antw. Geld-Straelen. De hät Dreck an de Kl.ə ist nicht ganz sauber, auch nicht in der Gesinnung Kref, Mörs. Bur op Kl.ə unbeholfener Mensch Rees, Mörs; ussiehn wie en Bär op Kl.ə Jül-Röding; Hochdeutsch op Kl.ə H. mit Streifen SNfrk, Klevld. De löppt noch op Kl.ə er lebt noch Erk-Elmpt. Hej steht op sinne Respekt as den Bur op en Paar Kl.ə Klev, Rees. De geht op hohge Kl.ə der Hochtrabende Kref. De hät och at (schon) en Paar op Kl.ə lofe uneheliche Kinder; ent op Kl.ə han Bergh, Düss; ech häbb siəven op Klömpkes sieben eheliche

[Bd. 4, Sp. 801]
Kinder, für die ich keine Schuhe kaufen kann Kref; he hät en gonze Koppel of Kl.ə lope eine Schar Kinder Erk. Ech komm op de Kl.ə, ech lot mech net lompe; ech stonn op mi Stöck (gonn et teröck), ech wönsch dich völl Glöck! beim Gratulieren gesagt MGladb, Kemp. De Lepp op de Kl.ə hange loten ein unfreundliches Gesicht machen Mörs, Klev, Duisb, Geilk, Schleid-Sötenich. Den spölt (spielt) ok op kene (gene) Kl. lässt sich nicht alles gefallen, sagt seine Meinung grade heraus, ist zu allen Schandtaten bereit, hat guten Appetit; hej spölt op sinne Kl. macht sein Ansehen geltend Klev, Geld, Mörs. Et es enen döchtige Kerl, hej meckt üt enen Kl. en Violin! Klev-Warbeyen. De lüg, dät men et dur de Kl.ə föhle kann Heinsb-Höngen. Wenn me tröch (zurück) kike, k. me all in de Kl. stammen alle von den Bauern ab Rees. Dat mag ech noch net ens en de Kl. han, geschwiəge dann en et Lif MGladb. Et Hart (Herz) es öm in de Kl. gesackt Klevld. Sech en Muhr (Möhre) em Kl. broəne (braten) etwas Besonderes kochen, bes. gut leben, wenn man allein im Hause ist Kref. Blif met de Kl.ə van et Is (Eis)! suche nicht die Gefahr auf Mörs. Met de rappe Kl.ə lope einen eiligen Weg zur Hebamme machen Rees-Wesel. Dat köj (kannst du) met de Kl. fühle, dat et geloge es Klevld, SNfrk, NLRip. Wo et Mode es, do geht mer met Kl.ə en de Kerk SNfrk, Klevld, Ruhr, NBerg, — op de Musik Neuw-Asb, — op de Kl. en de Kirch un met Trippen op der Danz Köln-Stdt. De kann mer met ene Kl. op de Mul schlage, dann deht he se noch net op Düss, Sol, Jül-Röding, — da lache noch net Jül, Grevbr, MGladb. Du kas mich iəhder met genälde (genägelt) Kl.ən den Röck eroplofe! abschl. Antw. Monsch-Ruhrbg; die (böse Frau) löf dem Deuvel met glöhnege Kl.ə de R. erop Dür-Gürzenich. He wor su got (gutmütig), mer konnt met Kl.ə drüvver gohn Bergh-Heppend. Dat es Zupp, wo mer met Kl.ə üəver kann goəhn Lob einer kräftigen Erbsen-, Bohnen-, Milchsuppe Erk-Keyenbg. Later (später) stot se (die ungeratenen Kinder) de Moder met de Kl.ən för de Schennen Rees-Ringenbg. Et rück (riecht) no Kl.ə Antw. auf die Frage: wie geht's; die Arbeit kommt wieder (RA., von den Färbern genommen, die nur in Kl. arbeiten können) Kref. Dou konns et dech onger (unter ) de Kl. schrive! du bekommst deine Forderung nicht bezahlt Kemp, SNfrk, Klevld. Et ros (rostet) mech onder de Kl.ən ich komme nicht vorwärts Mörs. He hat sech ävver der Rem (Riemen) vam Kl. gedonn zu seinem eignen Nachteil gehandelt MGladb. — Im Kinderld. Hot (Holz) schniə, alle die Wiə (Weiden); Kl.ə make, dät sall krake; Geldsche tälle (zählen), Melkske welle, Bötterke verkope; hopsa di Mechel! Heinsb-Aphv, — krake; Wühlejongs Hus, do geht de Flut (Dirne), do danzt de Mad, do kifft (keift) et Wif; hopsa, Lieseke!

[Bd. 4, Sp. 802]
Heinsb-Erpen, — do schleht de Mann, so hell he kann! Heinsb-Oberbr. — krake; Winke (Wein) drenke, dat sall klenke; pupp en't Lake, dat sall stenke! Geilk-Düren, — krake, pupp en't Lake! Erk, Heinsb, — krache, Hännes es am lache! Jül-Inden, — klen Kengkche (Kind) well ens lache! Dür-Winden, — krake; kr. se niet, döge se niet, dögt ok ons klein Hänske niet! Klev-Calcar, — kraken; schüten (schiessen) en den Oəven; Petterken sett doə boəven en dat Bäckersch Hüsken, doə sett en klen Pipmüsken; dat Müsken sät: pip, p., p.! Kemp-Dülken, — alle die Wiə, Brüttsche backe, dat sall knappe, Kl.ə mache, die sudden (sollten) krache; pu en de Backoəven heren! Grevbr-Gind, — Wiə; Klömpcher backe, dat se knacke, bussele do, en't Backöffchen eren! Grevbr-Garzw, — krache; ho, Männche e jen Honderkul (Hühnerkaule), es der Block bau (bald) üəver; et geht at hell drüəver; krickedekrack, o, du klene Puppsack! Aach-Merkst (dieses Kniereiteld. ist mit zahlreichen Var. Rip, Nfrk verbr.). Pöppche, danz, P. d.! Modder ich han geng Schong (Schuhe) a. Döug (tue) der Vadder sing Kl.ən a en knäuf (knüpfe) se ovve zou! dabei lässt man das Kind tanzen Aach-Stdt. Kirle, k., Kattendanz, ek häbb de Kl. kapot gedanzt, woll wäll gern ene nejen (neuen) häwwe; Fräuke, moj (musst du) ok Melk häwwe? Et es gen Melk mehr in de Pött, krupp mär in de Hondshött! Klev-Goch. Jäntje, Podöske, sett et Klömpke op't Für; Moder kockt Koffij, et Brot es so dür (teuer)! Klev. Jäntje van Rome, sett de Klömpkes bej't Für; Moder kockt Bohne, et Bröche (Brot) es dür Geld-Schravelen. Die Mäd (Magd), die wor in de Pötz (Brunnen) gefalle; ich han se höre plumpen, ich meint, ich hätt se beim Kopp gehat, do hatt ech se bei de Kl.ə! Köln. Mädche, mach de Düər ens op, do es ene Mann möt Kl.ə, de dritt (scheisst) sön (solche) decke Stompe! MGladb-Bettr. Twe Beginnekes (Nönnchen) Water hale (holen), twe B. pompe, hohg op de Kl.ə, läg (niedrig) op de Schuhn; ek well et van se Lewe niet wer duhn! hierbei stellt sich ein Kind dem andern auf die Kl., wobei das erstere sich fortbewegt Emmerich, Kemp-SPeter. — Rätsel. Över Dag voll Fell on Flesch, es Nochs sett et en e Hückske (Ecke) on pratt (schmollt), — steht et on gappt (gähnt) Heinsb, — es et voll on nachts et et leəg (leer) Nfrk, — es et voll Menssefleiss en 's Nachs stätt et an't Bett te gape Geld, Klev, — hät et ene Stomp Flesch en der Mull on et neits steht et an der Trapp on gapp MGladb. Ower Dag sät (sagt) et: Klapper de klapp (klapp, kl.; klipp, klapp; klippere, klapp), on nachts steht et för et Bett on gapt Rees, Mörs. Hölder de Bölder geht üəver de Sölder, hat de Mul voll Menscheflesch MGladb, Nfrk, Berg. — Volksbr. De Kl. sette am Nikolausabend den Kl. an den Herd stellen, damit der hl. Mann die Gaben hineinlege, oder aus Rübe oder Möhre geschnittener Kl., mit Hafer

[Bd. 4, Sp. 803]
gefüllt, damit des hl. Mannes Schimmel auch etwas zu fressen hat; senter Kloskl. Geld, Mörs, Klev. Sinter Klos, min Öhmke, gef min wat in't Klömpke usf. (s. Klas) Klev. — β. verächtl. sehr plumper Lederschuh Allg. — γ. Ferkeskl. Schöpfe für das Schweinefutter; Götschkl. Giesse der Bleicher (alter Holzschuh an langer Stange) (s. d. W.); Kl. Wetzsteinbehälter MGladb-Viersen. — δ. spottw. die Kirche der Evangelischen, von den Kath. so genannt Schleid, Malm, Monsch, Bergh-Lipp, Dür-Stdt, Jül-Linnich, Aach-Merkst, Erk-Rurich, MGladb, Düss-Stdt, Klev-Calcar; Gösekl. (Geusen-) Selfk. Weck, Melk em Kl., kalvingsche Hongk (Hund)! Deutung des Geläutes der kleinen evang. Kirche vor 60 Jahren MGladb. — ε. verächtl. kleines, altes Haus Bergh-Elsd (em Kl.), Dür. — ζ. grösseres, plumpes Segelschiff Rees, Düss, Kobl-SSebastian. — k. sonst übertr. verächtl. α. Pl. plumpe Hände, Füsse, Beine Allg. — β. Zunge Altk-Seifen. — γ. persönl. αα. en klener Kl. dicker Mensch Altk-NFischb; e Klimpche Unglick armseliger Mensch Meis-Meddersh; en fette Kl. Neuw-Datzeroth; ne botte Kl. grober, ungeschlachter M. Jül-Gereonsw, Geilk-Brachelen. — RA.: An (in) den Lumpen zielt (zieht) mer de Kl.ən dicke Kinder Trier-Schleidw. — ββ. -ymbχən kosend, Kind in der Wickel Saarl-Berus.

 PfWB Klump-birne -bīər Aach-Alsd, Geilk, Heinsb f.: graue Pfundbirne. klump-dick  Klev-Cranenbg Adj.: sehr d.; kl. schmeren. Klump-fuss (s. S.) Allg. m.: 1. wie nhd. — 2. ein Mensch mit einem Kl. Klump-kuchen Aach-Stdt m.: K. mit eingebackenen Stücken von weissem Hutzucker. Klump-papier Kemp-Vorst n.: Lösch-, Seidenpapier; su dönn wie Kl. PfWB Klump-patsch m.: 1.a. -umpat das Durcheinander, wirrer Haufen MGladb-Rheind, Kemp-Süchteln; -bat Birkf. — b. -ombat, e Kl. doherschwätze Unsinn Saarbr. — 2. -umbat Tollpatsch, ein Mensch, Zugvieh, beim Arbeiten nicht vorsichtig u. leicht Schaden anrichtend Meis-Meddersh. Klump-sack m.: 1. der Plumpsack beim Spiel: Kl. es verstoche; dreh dech net eröm, der Kl. (Fuss) geht öm! Klev-Üdem, Köln, MülhRh, Altk, May-Kollig. — 2. übertr. persönl. ungehobelter Mensch Merz-Saarhölzb. Kl.sock on si Wiveke, die dire (taten) fröuhopstoəhn, möt Botter on möt Eier öm no de Stadt te goəhn; mar, wie se halfweg quoəmen, fel Kl. van den Dick (Damm), du broken all die Eierkes, de Botter lag en de Schlik (Schlamm); et spit (ärgert) mech öm de Eier net, et spit mech öm den Dok (Tuch), den habb ech gestern noch gemäckt ut Kl.socks alde Brok (Hose) Geld-Leuth. klump-sacken Klev schw.: ein best. Kartensp. spielen. Klump-schuhe -o·u. Saarl-Fremersd; -mbə- Saarbr-Lauterb Pl.: verächtl. plumpe Sch. klump-süss -z:s  Sieg-Süchterschd Adj.: zuckersüss.

Klumpen-ball Erk-Bellinghv Terheeg

[Bd. 4, Sp. 804]
m.: ein Tanz auf Holzschuhen, die mit Bändern geschmückt sind, am Kirmesmontag vormittags von 11—1 Uhr; vorher machen die Tänzer auf ihren Holzschuhen einen Zug durch den Ort. Klumpen-bauer -būr Klevld m.: plump auftretender B., Mensch. Ei, bei, buff; min Moder ös en Schluff (nachlässiges Weib); min Vader ös ene Kl., wenn hei kömmp, dann kick (schaut) hei sur Mörs-Orsoy. Klumpen-blätter -blērə Kreuzn-Weiler, Goar-Perschd Wiebelsh Pl.: Runkelrübenblätter. Klumpen-david MGladb-Rheind m.: plumper, ungehobelter Mensch. Klumpen-grete -jrī:t Bergh-Hüchelhv n.: plumpes Weib. Klumpen-gütsche -jøt Heinsb f.: halbrunder Hohlmeissel, zum Aushöhlen der Holzschuhe. Klumpen-hannes Sieg-Fussh m.: plumper, ungehobelter Mensch. Klumpen-haus -ompəs Jül n.: Sägewerk. Klumpen-jann Mörs-Xanten m.: ein Kartensp. Klumpen-kippe -kep Heinsb f.: Werkbank, auf der der Holzschuh bearbeitet wird. Klumpen-klopfer -ǫb- Daun m.: Gerät zum Zerkleinern der Erdklumpen. Klumpen-loch -lǫux Dür n.: scherzh. Bezeichnung von Dür-Lucherbg, Jül-Inden, wo Holzschuhe verfertigt werden. RA.: Wenn de Wengk (Wind) us em Kl. (von Norden) küt, da git et Schnei (Schnee). Klumpen-macher -χ-, –ęi-, –k- Rip, Nfrk m.: der Holzschuhmacher. RA.: Su plomp wie ne Kl. Rheinb-Heimerzh; de Keərl friss wie ene Kl. MüEif; he setz do wie ene Kl. er wendet dem Licht den Rücken zu Eusk, Rheinb, Bo, Aach, MGladb, Erk; de steht sech em Lit (Licht) (Dag) wie ene Kl. Schleid, Sieg-Rhönd, Düss-Unterb, MülhRuhr, Mörs; de Kl. steht met et Gatt (Gesäss) no et Lecht Mörs-Xanten. Klumpen-männchen Sieg-Ägid n.: Junge mit Holzschuhen. Klumpen-messer -męts Heinsb m.: M. des Holzschuhmachers.