| NRhWB kloppen Rhfrk, Mosfrk -ǫb- [-b- Saarbg, Trier, Bitb, Wittl; -a- Saarbg (s. bei Klocke), Neuw um Satzeroth; -ā- um Wittl-Sehlem GrLittgen; dou –ibs, ər –ibt Koch-Laub; -ēbt Trier-Mehring; -e- Wend-Dörrenb Berschw Fohren Linden; -ę- Ottw-Theley, Birkf (aber vor -ǫ- verschwindend)]; sonst -ǫp- schw.: 1. in sinnl. Bed., wie nhd. a. mit sachl. Bez. α. absol. (auch die folg. Gruppen können absol. stehen, wenn es das Verständnis erlaubt) mit persönl. u. sachl. Subj. αα. mit persönl. Subj.; Kanner kl. iweral; de Schuster (Schmad Schmied) as am kl. usf. mit irgendeinem Instrument Bitb, Allg.; he kloppt, dat et enem dühnt (dröhnt) em Kopp Gummb-Nümbrecht; Schuschter, kloppt er net, dann huscht er Simm, Allg.; do hät ener geklopp an die Türe, um Einlass bittend; an die Wand, ans Fenster, um die Aufmerksamkeit zu erregen; auch et hät (an de Dür) geklopp, wer mag dat sen! Rip, Allg.; kl.gohn glaubte ein Bursche bei einem Mädchen in Gunst zu stehen, dann erschien er, gewöhnlich Sonntagsabend, zu später Stunde an dem Schlafkammerfenster des Mädchens u. klopfte dort an; stand das M. auf das Kl. auf, kleidete sich an u. erschien am Fenster u. öffnete dieses, dann bezeugte es damit sein Interesse am Burschen; aus dem längern Zwiegespräch erwuchs die Einladung an den Burschen, mit andern am nächsten Sonntagabend zor Uten (Uchten) zu kommen Malm (bis zum Kriege), Ottw-Dirming; weə kloppt? sat (sagte) sei; weə es dat? sat ich; du sproəch sei, en dat ben ich Übung der Zungengeläufigkeit Aach-Stdt; mer sen am kl. das Obst vor dem Keltern zerschlagen Mos; kl. stanzen, pflöcken, die Schaftenden [Bd. 4, Sp. 758]
der Nadeln zur Herstellung der Nadelöhre breit schlagen, in der N.fabrikation Aach-Stdt; Ostereier kippen Malm-Ligneuville, Schleid-Dahlem (s. Wk. IV 15); dreschen, mit dem Flegel Saarbg-Cahren, Goar-Weiler; mit den Knöcheln auf den Tisch aufschlagen, beim Kartensp. Tuppen u. Sibbeschröm, als Zeichen der Herausforderung Rip, Nfrk; ich kl., spiele nicht mit Koch-Kaisersesch; kl. gihn Sandsteine herrichten Kobl-SSebastian; Astlohe lösen Ahr; beim Fangsteinsp. heisst eine Tour eimol kl., zweimol kl. beim Nehmen eines Steinchens wird ein-, zweimal geklopft Ahrw-Westum, Neuw-Püschd; dat Peərd klopt schlägt hinten aus Wittl-Meerf; der Specht kloppt Allg.; den Huhnekläper (wilde Taube) klept (-ē-) ein Zeichen, dass es noch im Frühjahr kalt wird Trier-Mehring; nirrekl. (nieder-) eine Tour im Fangsteinsp., wobei die Steine der Reihe nach hingelegt werden u. jedesmal dabei geklopft wird Altk-Püschd. RA.: Schleit (schlecht) genätt (genäht) on got gekloppt, hölp männig ene fule Schnider fort Kemp-Breyell, Bergh-Blatzh. Kloppe, kl., Rengelche, he stohn zwei arm Kengerche (Kinder); get enne jet odder lott se gohn, de Hemmelsdür soll opstohn (de hemmelsche Porz wiərd opgedohn)! Heinscheld. an den drei Donnerstagen vor Fastnacht Monsch, Dür. Jo, nauw geht et gau (schnell) mät en hau en klopp (haue u. klopfe) derdör die Arbeit wird nun flüchtig getan Emmerich. — Wat Kloppens etwas, womit man kl. kann Gummb. — ββ. mit sachl. Subj. u. unpersönl.; et Herz klopp mir bes en (an) den Hals (herop, heren), — am Arsch herus, — kl. wie en Lammerzohl (-schwanz); et Blot kl. en de Odern; et kl. mir em Kopp, — en de Fengere (bei schwärenden Teilen); de Fenger kl.; et hät geklopp an der Türe, Wand udgl.; wann et klopp (nachs oder dreimol, ohne dass man die Ursache kennt), tritt ein Unglück, ein Todesfall ein; jetzonnersch hät et ävver für dech geklopp! jetzt hat es für dich geschellt Rip, Allg.; wann de Korf (Steigerkorb) sall rofgohn, da werd gekloppt Mayf; der Wein kloppt gärt stürmisch Kreuzn; et hot geklopt gehagelt Saarbg-Rommelfang. — β. etwas kl., damit es weich (scharf) werde oder auseinandergehe, sich trenne; Leder (Sohlen) kl.; Sten kl.; Schöərn (Erdschollen) kl.; den Stockfesch kl.; et Blot kl. das Schweineblut, damit es nicht gerinnt; den Flass (Flachs) kl. brechen; de Garve evves kl. nur etwas dreschen, dass die reifsten Körner herausfallen (usf.) Rip, Allg.; Hor kl. Haare, die unter den Kalk gemischt werden Gummb; Is (Eis) kl. gohn das Eis, das zu viel fest gefroren ist, im Ishus des Eisenhammers loskl. Gummb; Nüət kl. die grüne Schale der Baumnüsse lösen May, Aden, Ahrw, Aach-Eschw, Kemp, Ess; Spat kl. grosse Spateisenblöcke, die verhüttet werden sollen, zerhämmern; Rost kl. gerösteten Eisenstein von Nebenbestandteilen reinigen; Koffer kl. aus dem ungerösteten Spateisenstein [Bd. 4, Sp. 759]
das darin vorkommende Kupfer herausschlagen; Bohrer kl. in der Grubenschmiede die stumpf gewordenen Bohrer wieder schärfen, in der Bergmspr. Altk, Siegld; die Sense kl. durch Dängeln schärfen Verbr. nach Wk. III 8 südl. einschl. Saarl-Niedaltorf Dilling Leb, Merz-Büschf Wadern, Trier-Bierf Hermeskeil Bernk-Schönbg Stdt, Wittl-Cröv, Zell-Alf, Koch-Bremm Stdt Clotten, May-Kaifenh Trimbs Pollig Hatzenport, Kobl-Kobern, May-Andernach, Neuw-OBieber Isenbg; darüber hinaus nach N. vielfach neben dängeln, haren, härden im übrigen Geb.; enem et Hengersch (Gesäss), et Fell, et Ledder, de Sack kl. ihn prügeln Rip, Allg. RA.: Klopp (de) Stockfesch! Nachahmung des Dreschertaktes Kref, Aden-Liers. Besser veerzig Johr got gelef (gelebt), als achzig J. Stein geklopp Köln. Dem han ech de Nöss geklopp! ihm den Standpunkt klar gemacht Sieg-Thomasbg. Do hant ver ävver noch ens Hor gekloppt das Pferd, das nicht ziehen wollte, geprügelt Heinsb-Erpen. Klenke kl. faulenzend herumlungern Lennep, Mettm, Düss. Gut gekloppt (die Sense) os half geschloffen (geschliffen) Prüm-Ihren. Eich sen sou sat, dat mer en Hädkneip (Heidesichel) of meim Bauch kl. kennt Merz-Bergen. Se kloppten mich (den Flachs) un roppten mich usf. Rätsel vom Flachs Altk, Verbr. — Die Kleider kl., um sie vom Staube zu reinigen Allg. — Et Bett kl., die Federn, Spreu durch Kl. lockern Allg. Ers höpp (aufhäufen) me et, dann klöpp me et, dann lett (legt) me sech drop, dann schwellt et an? Das Bett Meiderich. Klopp, kl., suddele, Weide en de Puddele, Fösch en de Bach, klopp su lang, bes dat et kracht? Bastlösespr. Daun-OElz. — Et Fass kl. die Reifen fester anziehen Saarbg, Trier; Bol (Ball) kl. schlagen Geld-Hinsbeck. — γ. etwas fest-, loskl.; den Lehm faskl.; den Nagel loskl; enem et Hus üvver'm Kopp zesammekl. udgl. Allg. RA.: Ek klopp et fas! sagt man, wenn einer handgreiflich lügt Mörs. Eich kl. der de Leie (Dachschiefer) fest! ich prügele dich, mache dir den Standpunkt klar Bernk. — δ. etwas herein-, heraus-, herab-, herunterkl.; enen Nagel herenkl.; den Stöpp (Staub) heruskl.; de Lis (Leiste) mih herongerkl. Rip, Allg. — ε. etwas an, auf, aus, in, neben (usf.) etwas kl.; det Bild an de Wand kl.; de Stöpp (Staub) us de Kleder kl.; den Dreck van de Schohn kl. udgl. Rip, Allg.; e mitscht (müsste) sich bal et Geld aus em Stän (Stein) kl. Merz-Saarhölzb. — De hat och en ful Ei dren ze kl. die Sache zu verderben Köln, Rip; enen Nagel druskl.; en Stöck dervankl. udgl. Allg. — ζ. an, auf, in, neben (udgl.) etwas kl. (absol. ohne Obj.); an de Dür kl.; an et Fass kl. um zu hören, ob es leer ist; op de Wand (udgl.) kl. Rip, Allg.; op de Bösch (Heck, Struch) kl. auszuforschen suchen (s. d. W.); op den Ring kl. betteln Gummb, Waldbr-Wildbg; op den Dösch kl. zum Zeichen des Ruhegebietens, energisch [Bd. 4, Sp. 760]
seinen Standpunkt wahren Rip, Allg.; met de Fust op de Tofel (Tisch) kl. Klevld; of de Däsche (Tasche) kl. mit seinem Gelde prahlen Siegld, Allg.; wenn de Bure op de Tässe kl., dann gewen et Körntjes on Moppe Mörs-Xanten; enem op de Täsch kl. um ein Darlehn bitten Rip, MGladb, Erk; de Osse (Ochsen) of de Schwänz kl. sie antreiben Goar-Weiler; se kl. op de Porz (Pforte) scherzh. vom Böllerschiessen Sieg-ODollend; klopp op (widder, für) de Porz (imperat. Wortform) Eierspeise, ähnlich dem Rührei, als Brotaufstrich Sieg, Bergh; Pannas Grevbr, Erk, Heinsb; Obstkraut Wippf (s. Pforte); er hat em op et Dach gekloppt ihn geohrfeigt, ihn gemassregelt Jül-Boslar; dem muss mer of de Föngere kl. ihm entgegentreten Trier, Allg.; enem op der Kopp kl. ihn übervorteilen Dür-Gürzenich; ihn hinter dem Rücken verklatschen Rip; de hät sech op de Mul kl. mosse er musste widerrufen Schleid, Monsch. — b. einen kl. α. einen prügeln; enen us Rock on Kamesol (no Noten) kl.; he krig se geklopp Rip, Allg.; engen langs dat Leər (Leder) kl. Aach; enem en paar kl. Rip. RA.: Kenner on Stockfesch messe gekloppt gen Daun-Strotzbüsch. E Weif, en Esel, en Noss, die drei Stecker mer kl. moss Wittl-Meerf. — β. sich kl., sich gegenseitig prügeln, bes. bei einer wüsten Schlägerei; op der Kirmes, do han se sech ävver noch es gehüreg geklopp Rip, Allg.; se roppen sich un kl. sich tuschur (immer) Saarl. RA.: Se kl. sech wie de Birschtebenner Saarl, Mosfrk, — de Kesselläpper Rip, — e Poar Hänn (Hähne) Zell-Senh. Die kl. sech em Dagluhn Rip, SNfrk. De klopp sech noch möm Düvel en der Hell Grevbr-Aldenhv. — Sech frei kl. beim Nachlaufesp. durch Anschlag Sieg, Neuw. — γ. einen auf, aus (udgl.) etwas kl.; enen op den Hengersch kl. aufs Gesäss; enen op de Scholder kl.; enen us dem Bett kl. udgl. Rip, Allg.; den hant se wös (wüst) op de Kopp geklopp verleumdet Bergh-Blatzh; dem hät der Esel us de Wangk (Wand) geklopp den armen Kerl Düss; enen ut de Schöərn (Schollen) kl. aufwecken, für seinen guten Ruf eintreten MGladb-Rheind. — Enen heruskl. mitten in der Nacht wecken Rip, Allg. Ich mouss der den neie Schneider erauskl. sagt man dem, der ein neues Kleid anhat Bernk-Neumag. — 2. übertr. a. absol. α. Vorschuss nehmen; ech gonn no et Kantuər (Kontor) kl.; wievüəl häste gekloppt? Kref. — β. betteln; kl. gehn Saarl-Berus, Koch-Weiler Westerw, Mü-Eif; he geht eröm kl. durchstreift nichtstuend, trinkend u. spielend den Ort MüEif; kl. nachbarlich plaudern Aach. — γ. seine Militärdienstzeit leisten; beim Kammiss kl.; kl. gohn Rip, Allg. (vgl. Griffe kl.). — δ. plump, mit lauten Schritten gehen; der kloppt doher wie en al Perd; heran-, angeklopp kunn Rip, Allg.; he kloppt wie en Hengst Altk-NFischb. — ε. es kloppt die Glocke schlägt einseitig an Kreuzn-Kirn. — b. etwas kl. α. mit best. Obj. αα. Halt [Bd. 4, Sp. 761]
(Of, Hängt, Pumpen, Personen, Notsignal) kl. mit dem Hammer (Signalvorrichtung) dem Maschinisten der Fördermaschine die jeweiligen Signale geben, in der Bergmspr. Altk, Siegld. — ββ. Greff kl. Gewehrgriffe üben, bei den Soldaten; Parademarsch kl. Allg. — γγ. Kart kl. Karten spielen Saarbr, May-Hatzenport (s. Kartenklöpfer); enen Skat kl. Allg. — δδ. verzehn (14) Gefach kl. täglich 1000 Schwemmsteine von Hand herstellen Neuw. — εε. Sprich kl. Witze reissen, prahlen (grosse Spr. kl.), Winkelzüge machen Birkf, Simm, Wend, Saarbr, Trier, May, Kobl, Westerw, Siegld. — ζζ. ene Halve kl. noch einen Halben trinken Aach-Stdt. — β. jet drenkl. viel hineinschlingen; de klopp sech ävver jet dren Grevbr-Gierath, MGladb-Rheind. — γ. he kloppt alles drop vergeudet alles Rip, Berg, SNfrk; die Ale schrabben zesamme, de Jonge kl. drop. — δ. etwas herauskl. Gewinn erzielen WBitb; herauslocken Schleid-Hellenth. — c.α. geklopp sen angeführt, betrogen sein Schleid-Hellenth. — β. einen heruskl. ordentlich hernehmen ebd. — d.α. de kloppt sech reibt beim Gehen die Fussknöchel Wittl, Goar, Westerw. — β. de hät sich rän dropgekloppt abgerackert Altk-NFischb. — Abl.: die Klopperei (-ǫ- u. --, bes. die Schlägerei unter Burschen), dat Geklopps (-ppe Berg). PfWB ab- kloppen: 1. etwas a. a. durch Kl. entfernen, abtrennen; klopp der es (einmal) den Dreck van de Schohn af; de Schal van de Nöss a. Allg. — b. etwas durch Kl. reinigen; de Föss a. Rip. — De Gärven a. vor dem Dreschen die Garben von den reifsten Körnern befreien, Vordrusch halten Altk-NFischb, MülhRh-Overath; dat Bett (Garbenlager auf der Tenne) es afgekloppt Klev-Calcar; dat Gebett es afgekl. Altk-NFischb. — c. durch Kl. festzustellen suchen, ob sich unter einer Oberfläche ein Hohlraum befindet Allg., in der Bergmspr.; wonn de morge in die Arwet kummscht, donn kloppschte gleich ab; do wille mer emol hurche, ob mer bal durch kumme wenn zwei gegeneinander getriebene Strecken nicht mehr allzu weit voneinander entfernt sind, wird durch Kl. an der Zwischenwand die Entfernung abgeschätzt; das Hangende prüfen, ob sich keine Felsstücke gelöst haben Saargeb. RA.: Du werscht ball a. kinne deine Frau wird bald niederkommen ebd. — d. übertr. α. eine Strecke a., abgehen, bes. um zu betteln; ech han et ganze Dorp afgeklopp; ale Huser sen mer afgekl. Rip, Allg. — β. die Schuhe a., durch vieles Gehen abnutzen Koch-Laub. — γ. die Militärdienstzeit abdienen; ech han och zwei Johr afgeklopp; bal han ech meng Zeck (Zeit) afgekl. Rip, Allg. — δ. dat es jo schonn längst abgekloppt eine alte Geschichte Simm-Buch. — ε. sich einen a., onanieren Mettm. — ζ. einem etwas a., abkaufen Allg. — 2. einen a. a. einen durch Kl. reinigen; klopp mech es af Rip, Allg. — b. beim Nachlaufe- oder Verstecksp. abschlagen; so [Bd. 4, Sp. 762]
muss beim Verstecksp. der Sucher einen der Verstoppten, wenn er ihn gesehen hat, an einem bestimmten Orte a.; ist der Erblickte aber eher an dem Orte u. hat er ihn dreimal angeschlagen, dreimal rufend: Pilleposs, dann muss der Sucher weiter suchen Kemp, Kref, Mörs, Rees, Wittl-Reil, Trier-Mettnich; oder derjenige, der zuhält (die Augen), läuft, wenn er einen erspäht hat, zum Zuhalteplatz u. ruft mit einem Handschlag gegen die Wand: Klopp, Emil! Birkf-Idar. — c. einen gehörig verprügeln Merz-Saarhölzb, Koch-Lutzerath, Geld-Straelen, Mörs-Veen. an -kloppen: 1.a. etwas a., mit dem Hammer an etwas anschlagen, annageln; du kanns he flöck dat Brett a.; den Grond fas a. Rip, Allg. — b. einen a., wie nhd.: klopp en ens an damit er aufmerkt; beim Nachlaufe- oder Verstecksp. (Ankloppchesspiel); du moss zəiərsch enen a., sos blifste dran Rip, Allg.; Stoppes angekloppt Bernk-Thalfang; der Suchende spricht folgende Worte, während deren sich die andern verborgen haben müssen: Enika, benika, duckmansi, wickeln, wackeln, Domini, sonderah, wackerbrah, ichen, wichen, sollen, du; was Hog ös, opgestoppt; ich kun; wer sich nit verborgen hat, de es drun! Eif 1856. — 2.a. absol. an die Türe klopfen, um Einlass bitten Allg.; bei de Hereleit muss mer a. Hunsr. RA.: Der Wenter hät fröh ageklopp Rip, Allg. Der Dut kloppt bei allen on, beim Kaiser on beim Bedelmann Eif (o. O.). Ein Kind lässt seine Hand am Arm des andern hinaufgehen: Trapp erop nom Dokter; a. (es gibt ihm eine Ohrfeige), schelle (es zieht ihm am Ohr). Düər opmache (es reisst ihn an der Nase) Grevbr-Hochneuk. — Ech kloppe an ich werde dich anrufen, herauskl. zum Mitgehen Rip, Allg. — b. bei einem a,, leise anfragen Allg. auf -kloppen: 1. etwas (einen) a. a. Sinkstoffe udgl. durch Kl. in die Höhe treiben Allg.; et Blut ofkl. bei Schweineschlachtung das Blut schlagen, damit es, aufgewühlt, nicht gerinnt Wittl-Monzel; den Grächen (Weinmost) mat Keten am (im) Fass opkl. aufrühren uSaar, Mos. — b. einen a., durch Kl. ans Fenster, an die Wand, Türe aus dem Schlaf wecken; he hät mech us dem Schlof opgeklopp Rip, Allg. — c. harte Gegenstände durch Kl. öffnen, z. B. Baumnüsse, Eier; Geschlossenes, z. B. Kisten, öffnen; klopp de Kes op! Allg. (nicht im oəpen- Geb.). — d. absol. α. energisch auftreten u. zur Bekräftigung auf den Tisch kl.; wie de dat gesat hatt, hor er awer ufgekloppt Hunsr, Allg.; da kannste opkl., ech dohn et net Rip, Allg.; ausziehen, Dienstentlassung beantragen, vom Knecht Aach-Dorff. — β. im Wirtshaus Getränke bestellen Bitb. — 2. übertr. a. etwas a., im Ramsch aufkaufen Rip. — b. plump, schwerfällig, laut auftreten Zell-Löffelschd. aus -kloppen: 1.a. etwas a., durch Kl. beseitigen, den Stöpp (Staub), Dreck uskl.; durch Kl. reinigen, [Bd. 4, Sp. 763]
den Rock, et Kamisol udgl. uskl.; de Pif uskl. die Tabakspfeife; die Ährenbüschel a., über einer Bank oder dem Fassrand kl. u. so die überreifen Körner herauskl. RA.: De Peif a. die Notdurft verrichten, seichen Prüm-Ihren; coire Allg.; he geht et Pifke utkl. beichten MGladb. Er hat en Maul wie en ausgeklappte Kiessack (Käsesack) Prüm-Feuerschd. Enem et Kamisol udg. uskl. ihn prügeln Allg., — de Nöht (Nähte) utkl. Elbf. — De Engel kl. de Bedder ut es schneit MGladb, Erk. — b. einen a., verprügeln Allg. — 2. übertr. etwas a. öffentlich versteigern; seng ganz Gescherr wuərd usgeklopp; auch mit Vertauschung des Obj. (Subj.), se werden dech noch uskl.; de wiərd usgeklopp Rip. be -kloppen: etwas, einen b., wie nhd.; der Dokter hät mech (mir de Bros) gehüreg beklopp Rip, Allg. PfWB ElsWB durch -kloppen: 1.a. du häs he durchgeklopp eine Höhlung durch Kl. bewirkt, den Nagel durchgetrieben Allg. — b. einen d., verprügeln Rip. — 2. übertr. de Dörfer d. ( u. ) bettelnd durchziehen Verbr. ein -kloppen: 1. einen Nagel e., wie nhd. Allg. — 2. eine Wand e., durch Kl. zum Einsturz bringen Allg. um -kloppen: einen Nagel u., wie nhd. Allg.ver -kloppen: 1.a. etwas v., entzwei schlagen, klopfend klein machen Rhfrk. — b. sich de Hiesse (Fussknöchel) v. beim Gehen aneinanderschlagen Bitb, Rhfrk. — c. einen (sich) v., prügeln Allg. — 2. übertr. a. etwas v., billig veräussern, leichtsinnig verkaufen; deen es alles verkloppt wuərde gepfändet u. versteigert Rip, Allg. Annemarei hott alles verkloppt bis op den Innerrock; de Kaffepott geht uch mat fort! Trier-Schleidw. Engel, Bengel, Botzeknopp, hät si Var on Mo (Vater u. Mutter) verklopp! Dür-Girbelsr. — b. etwas v., leichtsinnig durchbringen, verschwenden Simm, May, Wittl-Reil, Trier-Wasserliesch, Bitb-Wallend. — c. sich v., sich verplappern Wend-Weierb. zer -kloppen: einen (sich) z., prügeln Allg. (nicht Rhfrk, hier ver-).zu -kloppen: 1. etwas z., z. B. eine Kiste, Türe mit Nägeln schliessen Allg. — 2. einem etwas z., beim Verkaufe zuschlagen Rip. Klopp Sg. t. m.: 1. Schlag; duh noch en Kl. drop; enem noch en Kl. geəwen; den letzten Kl. g. den Nachtschlag, unter Kindern; Kl., Kl. maken hämmern, zu Kindern OBerg. — 2. das durch Klopfen verursachte Geräusch; ech huərt enen Kl. Rip; op eəmoəl könnt dich ene Kl. a jen Döər Aach. — S. das Pl. t. Klöppe. An- klopp: das Anklopfen an die Türe Aach-Stdt.Aus -klopp: Versteigerung MGladb, Kemp, Kref, MülhRuhr. Klopp-ambösschen -ęmpəsχə n. Sieg-ODollend; -amət m. Wermelsk: Dängelamboss. Klopp-batsche -bā:t, –:- Saar, Trier, Mos f.: -peitsche. Klopp-besem -ęs- Geld-Pont m.: Quirl. Klopp-boll Bergh-Blatzh m.: -ambösschen. Klopp-brei Grevbr m.: Milchsuppe, mit Mehl angerührt. NRhWB Klopp-brett Grevbr-Garzw Spenr n.: Br., [Bd. 4, Sp. 764]
durch Kordeln, die man in der Hand hält, unter die Füsse gespannt, zum Zerkleinern der Erdschollen im Gartenbeet. Klopp-bruder (s. S.) Zell, Köln-Deutz m.: leidenschaftlicher Kartenspieler. Klopp-eisen (s. S.) m.: 1. kleiner Amboss, beim Dängeln gebraucht Kobl-Bend, May-Gond, Köln-Flittard, Elbf. — 2. Werkzeug des Korbmachers, mit dem er hervorstehende Weiden zurückklopft Erk-Körrenz. — 3. Werkzeug des Schusters Lennep. Klopp-fresser -t- Gummb-Marienhg m.: einer, der wählerisch, empfindlich im Essen ist. Klopp-gasse (s. S.) Rip, Berg [-p- Köln-Stdt] f.: durch de Kl. lofe Spiessruten laufen, bei Kindersp., wobei die Verlierer durch die Doppelreihe der andern neunmal unter Püffen hindurchmüssen. Klopp-geschirr (s. S.) [-p- Bergh-Elsd] Verbr. wie kl. 1 a β = dängeln n.: Dängelgerät. | |