| NRhWB Kerl Rhfrk kęrl; sonst kəl, –ă-, –ēə-, –īə-, –īă- [Saarbg, Trier, Bitb, Prüm, Malm krəl, Pl. -əln; Trier-Ld (Mos ö. Trier), Wittl, Bernk krdəl, Pl. -əln; Siegld karlə, Pl. -ln; OAltk kal(ə), Pl. -lən; Aach-Eschw kęl; Eup, Selfk klə, Pl. -lts; Wermelsk keil, Pl. -lts; Mörs kęrl, Pl. -lts]; der Pl. lautet im allg. (s. d. o. angegebenen [Bd. 4, Sp. 421]
Formen) gleich dem Sg., im Geb. der Schärfung mit dieser, doch steht Rip, Nfrk daneben -lts; Demin. -lχə(n), im SNfrk, NBerg kę·l.kə; Mörs -ltə; Klevld -ltjə m.: 1.a. der K. im Verhältnis zur Frau. α. Freier, Schatz, Geliebter (Geliebte Mensch); dem Mädche senge K.; et M. hät enen netten (staatsen udgl.) K.; et kom met sengem K. Rip, Allg.; wat kregt et da fer e K. (Mannskerl)? Bitb, Allg.; wer sall meich dann bei die Spielleit fehre, wann eich naunder meine K. verlere! Simm (Rottm.); man hört diese Bezeichnung noch oft, ohne dass man die Empfindung hat, dass der Sprechende dem Begriffe den Nebensinn des Verächtlichen gäbe; immerhin klingt es vielen doch heute als derb, u. Jung (Bu, Bursch Rhfrk) ist doch heute das geläufige Wort für den Begriff, zumal K. im Verhältnis zum weibl. Geschlecht gebraucht wird, wenn Mädchen zu mannstoll sind; dat hor (hat) et met de K. es hat unerlaubten Verkehr mit ihnen Hunsr, Allg.; dat Fraumensch es de Kerls wie doll nogelofe, — hät sech van dem K. lecke on bruche losse; jedder K. es ehr rech Rip, Allg. — β. Ehemann, bes. noch in der ersten Zeit der Ehe (Frau Mensch); minge K., dem singe K.; die Bemerkung von 1 αα gilt auch für 1 αβ; heute ist Mann das geläufige Wort. RA.: Kromm en schäl (scheel) en noch genn K., olt en stif en noch genn Wif Emmerich. K. un Wif un drei Schandarme, dat sin der fif (5) MülhRuhr-Styrum. — b. der K. als Allgemeinbegriff für Mann schlechthin. α. noch durchaus in neutralem oder anerkennendem Sinne, bes. von der physischen Kraft u. wenn lobende Beiwörter hinzugefügt sind; dat es ene ganze, echte, stramme, staatse, kräftige, düchtige, stämmige, kregele, fliessege, brave, gode, robuste, dötsche (deutscher) (usf. mit jeder guten Eigenschaft), auch ene lange, grusse, klene, decke (udgl.) K. ohne den Nebensinn des Verächtlichen Rip, Allg.; en goldiger K. guter Mensch Kobl-Rübenach; gern Demin. e prächtig Kerlche auch für einen Knaben; och, wat en lef (nett) K.che, aber e klen K.che für einen Erwachsenen schon mit schwach verächtlichem Nebensinn Allg.; dat es de beste K., de et git Rip, Allg.; dat as en K., den en de Welt gehert Trier, Allg.; dat es kene unewene K. Mosfrk, Allg.; dat es noch ene K.! vor dem man Achtung haben muss; do wore mer noch angere Kerls! wir hatten noch Kraft; dat es kene K. er hat keine Kraft, keinen Mut; en Allerwelts-, Haupt-, Perds-, Bärek. Allg.; he es wer (wieder) der K. wieder gesund; nau bön ek wir de K.! hergestellt, z. B. wenn ich nach schwerer Arbeit durch gutes Essen erfrischt bin Mörs, SNfrk, Rip; du wüərsch doch so vill K. sin, dat de dat kanns! Gummb, Rip, Nfrk. He es ene K. wie e Ries Saarbr, — ene Bär Allg., — en Hengscht Trier-Hermeskeil, — ene Bom sehr stark Rip, Allg., — en Eikbaum MülhRuhr, — en Ek (Eiche) Geilk, Allg., — Stohl on Iser Rip, Allg., [Bd. 4, Sp. 422]
— Berg stark Trier-OBillig, — de Büskes (FN) stark Geld-Straelen, — Queckselver so lebendig Allg., — e Pittermännche (Münze) nett, brauchbar, rührig Bitb; e Kerlche wie e Döppke ein hübscher Junge, — aus em Schächtelche Westerw, — gewichst (geleckt) Allg.; hei sieht üt wie en Kerltje in en possleje (porzellanen) Kas (Schrank) Rees. Mih Mul wie K. von einem grossmäuligen kleinen Menschen Dür. — En Kerlchen nicht nur ein netter, munterer Bursche, Mann, kleiner Kerl, sondern auch Kosen. für Knabe, Kind Allg. — Auch widerwillig anerkennend; ene ostege (zu Aas) K. schlau, durchtrieben Rip, Allg.; enne geschliəpe K. (geschliffen) klug u. gerissen Kemp; de K. es net klen te kriege er lässt sich nicht unterkriegen, bändigen MGladb, Allg.; dat Fraumensch es ene halve K.; en Wif wie ne K. Rip, Allg. — In Vergl. wird gern die gute Eigenschaft ironisch gemeint; dat es en gescheiten K., wenn et de Lüt mär wössten Elbf; he es ene K. wie en Bom on en B. wie en Wolbernstruk (Waldbeerenstrauch) Barm, — ene David ist bei der Hand, wenn es gilt Heinsb-Dremmen, Trier-Schleidw, — wie D., nur net su stark Kobl-Neuend, — zinter Klos (Nikolaus) MGladb-Odenk, — os Mattes (Matthias), frett Röbe on dritt (scheisst) Kappes (Kohl) MGladb, — ne jungen Hungk (Hund) Köln-Stadt, — e Säckelche Flüh sehr lebhaft Köln, — en Mösch (Spatz) munter Eup, — en Merl (Amsel), ävver e flöt wie en Mösch (Spatz) Rip, Eup, SNfrk, — en Merl, scheisst Kuppe (Haufen) wie e Buchfönk Trier-Stdt, — en Pond Wuərsch Rip, Allg., (ävvel net grad esu got Monsch-Strauch), — en Broətwursch minderwertig Kemp-Waldniel, — e Sester Äschen Bitb-NWeis; du bes e Kerlche wie unsem Hervegott si Perdche d. h. ein Esel Köln-Stdt; dau bas en K. van der Erd, wennste af em Easel setz (einfältig) May-Trimbs, Dür, Kemp; dau büs en K., wu Verstand dri gehöart MülhRuhr; ja, ja, ich wäss (weiss), du bisch e K., so wächsscht (wächst) noch kener im Siddich, un do is es gewiss feicht (feucht) Kreuzn-Langenlonsh. Dau bescht en dichtige K. am Brut Merz-Saarhölzb. — β. in durchaus verächtlichem Sinne; ene schlechte, wöste (wüster), rauhe, fule, laffe, läpsche, magere, botte, fiese, dreckige gemeine, verloge, ongehubbelte (udgl. mit allen schlechten Eigenschaften) K. Rip, Allg.; du bes ene Wöhles (Wühler) van em K., — en Veh (Biest, Stier, Ferken, Sau) van em K., — en Arschloch van em K. Feigling, — ene Klotz van em K. plump Rip, Verbr., — en Ert (Erbse) van de K. zu klein Geld; ene Sau-, Scheiss-, Dreckskerl Allg.; ene K. wie ne Wannläpper gemein Schleid, — en Speckruss grob Wippf, — e Stöck Veh (e Biest) roh Rip, Allg., — e well Der (Tier) Trier, — e Steck Holz Mosfrk, Allg., — e Klotz Rip, Allg., — ne hölte Herrgott steif Elbf, Allg., — ne Bunnegert MGladb, — e Stöck Poschweck (Osterweck) Aach, — en Seidreck [Bd. 4, Sp. 423]
(Saukot) Simm, — en Höfche Pupp (Kot) unbrauchbar Schleid, — en Fus (Faust) klein Rip, Allg., — Öllichshöt (Zwiebelkopf) Dür, — gar kene, — necks schwächlich, unbrauchbar Kobl-Bend; dat es en K. ohne Kopp on Arsch charakterlos Wippf; dat üs de schlechste K., den et ouner (unter) Goddes Sunn gif MülhRuhr, Allg.; et Stroh es so lang as en K. Emmerich; ene alde K. stets verächtl. (sonst ene alde Mann) Allg.; ne olde Frau un ne olle Kuh sind ümmer noch wat wert, ower en ollen K. un en olt Perd sind nicks mehr wert Ess; ene verschliəte (verschlissener) K. Heinsb, Allg.; ene hergelofene K. missachteter Fremder Rip, Allg. — Bei allen verwerflichen Handlungen, von erwachsenen Burschen u. Männern vollführt, heisst das Subj. Kerl(s) (im andern Falle Jungen (Buə, Burschen Rhfrk), Männer, Mannsleute, auch wohl schon derber Mannskerle), z. B. de Kerls han sech op der Kirmes zerklopp; all die Kerls, die su herömsuffe, duge net; die versoffe Kerls han der widder en Spektakel gemach; sech met de Kerls afgevve (usf.) Rip, Allg.; ebenso als Obj., z. B. den K. kann ech net verknausen nicht ausstehen Allg. RA.: En Borsch is en Hammel un en K. en Seidreck (Saukot) Simm-Laub. So e K. hert mit Scheissdreck dot geschoss! Saarbr. Kerls em Hus is Las em H. Kref-Anr. Kender on besopene (besoffene) Kerls sägge de Wohrheit (u. a. RA.) Duisb. Wie dat Perd, so de K., wie de K., so dat Perd Rees-Rennenkamp. Wie de K., so et Gescherr Mörs-Hombg. Am Arsch, war (was) er K.! abschläg. Antwort. Birkf-Idar. Wat hät der K. en Nas! Neckruf hinter dem Fastnachtsnarren Dür-Hastenr. K., wat en Watz! Spottruf gegenüber einem Hochnäsigen Altk. — Jeder unbekannte, nicht gerade zu nobel gekleidete oder durch sein Auftreten Achtung erzwingende Fremde ist en K.; wat sen dat für Kerls, die en et Dörp kunn sen; wat es der neue Lihrer für ene K.; do es mer ene K. begent (begegnet); van den Kerlen (den Fliegern) es ener veronglöck; natürlich ist jeder Fremde, dem man nichts Gutes zutraut (im allg. misstraut man jedem Fremden) ene K., z. B. em bösch log ene K., — drif sech ene K. heröm; dem K. möch ech net em Düstere begene (begegnen); en de Gent (Gegend) hale sech Kerls op; Stromer, Korbflicker, Kesselläpper u. alles wandernde Volk sind Kerls, u. die Kinder schreckt man mit: pass op, dat dich der K. net hollt, u. die Kinder flüchten unter dem Rufe: ene K., ene K.! vor jmd., den sie für einen Wegelagerer halten; deshalb erfand man auch Schreckgespensternamen, wie der schwarze K. (Teufel), — der büse K. küt! Rip, Verbr.; do im Bösch es der gecke K., der kriet dek! Gummb-Berghsn; do küt en K., der haspelt Därm, — der schneck (schneidet) dir de Uhren af Sieg; der vom Albdruck Geplagte sütt Kerlcher Neuss-Dormag. — Er hät der K. hat Abneigung gegen das Arbeiten, ist schwer bezecht [Bd. 4, Sp. 424]
Neuw (kurköln.), Sieg, MülhRh, OBerg, Rheinb, Bo; A.: Ech han der K. bin träge; B.: Ech han se alle drei (de K., der Möpp, der Mänes) Bo-Stdt; sich ze K. lofe mit vielem Getue Wege machen Eusk-Zülp. — 2. übertr. a. persönl. α. ein Mädchen, durch Wuchs u. Schönheit sich auszeichnend; dat Mädchen es ene staatse K.; du bes menge lefste, nettste K. Rip, Allg. — β. jedes stattliche Tier, über seine Art hervorragend; do häste äver en gehürege K. (van em Has) geschosse; e schüne K. (Fisch) es ons fortgeschwomme Rip, Allg.; K.ən wie Zoppeschesseln esu gruss (Krebse) Trier; sich (sieh) ens den Stier, dat es der ene K.! Rip, Allg. — γ. Kerlche Kosen. für einen Hund; komm, K. Dür-Geich. — b. sachl. α. Vogelscheuche auf dem Felde; enen K. op et Feld (en de Wess Weizen) setze (stelle); Strohpuppe als Schandkerl, etwa dem Burschen an dem Tage in den Hofbaum gesetzt, an dem seine frühere Braut einen andern heiratet Rip, Allg. — β. Gebildweck in Menschengestalt, zu Nikolaus u. Weihnachten (s. auch Klaskerl) Sieg-Scheiderhöhe. — γ. Kerltjes an den Spitzen der Dachsparren angebrachte Brettchen, in ihrem Zuschnitt u. ihrer Zusammenstellung Kerlchen gleichend, die zur Aufnahme der Bretter für die Schieferbekleidung des Dachfirstes dienen Geld, Mörs, Klev, Rees. — δ. schwarze Schmutzklumpen in der Nase, Nasenpopel; he het Kerls en der Nasen Gummb, Lennep, Mettm. — ε. grosser Menschenkothaufen; wer mag den K. dohingesatz han! Rip, Allg. — ζ. jede ihre Art an Dicke übersteigende Frucht; do (unter den Kartoffeln) sen der Kerls dronner; wat en K. van em Appel! Rip, Allg. — η. ein kurzes, etwa faustdickes Stück Holz Bernk-Rhaunen; derbe Schnitte Brot MüEif. — θ. Kern Bergh-Kirchherten. — ι. K. spiələ ein Spiel mit Spielsteinen Kref. Kerl-fassong -ltsfasuŋ Wippf-Engeld n.: do es K. dran ein rechtes Mannweib. kerl-geck -lts- Rip Adj.: mannstoll, von Weibern. Kerl-ling k:rliŋ WWippf, MülhRh m.: Apfelsorte. Kerl-mann karləmā m. Siegld; k:ləmę·n.χən n. Ahrw-Remag: Kosew. für kleines Bürschchen, in den ersten Hosen. Kerl-stoff -lts- Sieg-Marienf m.: do es K. dran ein rechtes Mannweib. kerl-toll k:ltsdǫl Rip, Düss Adj.: mannstoll.
Kerleie kərlę·i.ə Erk-Elmpt Sg. u. Pl. f.: Akelei, aquilegia. Kerm = Kette (s. d.); kermen = stöhnen s. karmen; Kermsse = Kirmes (s. d.); Kern I kę(r)n = Butterfass s. Kirne.
NRhWB Kern II krə(n), kr, kn, –ə-, –ēə-, –īă-, krn [Wermelsk kein; MülhRuhr -a-], s. Dorn; Pl. wie Sg. bei -rn, aber auch -rnə(n); bei -r- Ausgang -rə(n); Demin. kr(n)χə(n), -kə m. [Aach f.]: 1.a. K. einer Baumfrucht, ob es Kern- oder Steinobst ist (für letzteres auch Stein), Appel-, Birre-, Quetsche-, Kirsche-, Prumme-, Piərsche-, Komkommerek. (Gurken-); [Bd. 4, Sp. 425]
wenn de K.ə schwarz sen, sen de Äppel rif; us enem klene K. wiərd ene grusse Bom Rip, Allg.; Ketsch on K. Kerngehäuse u. K. Heinsb. RA.: Mot dem wöll ich ken Kirschen essen; denn et wör mir bang, dat ich annesch nüst kreg we de K.ə Malm-Weywertz, — denn se werpe enge de K.ən a jene Kopp Aach, Allg.; met richen Heren es nit got Kerschen esse; de spritzen einer met de K.ə Köln-Stdt. Eins, keins, Kischen, K., Knickert Abzählr. Merz-Bergen. — b. das einzelne Getreidekorn (neben krə) Frochtk.; dei Frocht hot des Johr ei schene K. Rhfrk, Hunsr, Saar bis Merz; dat sen K.ə, wie se Dauwe (Tauben) net schener kenne sesammedrahn Bernk-Crumenau; das Samenkorn der Runkelrübe ist ausschliessl. Kere; K.ə stecke den Runkelrübensamen in den Acker legen Rhfrk, de K. setzen Trier. — Kern der geschälten Hafer Sieg-Fussh. — K. Salz, Pefferk. Korn Salz, Pfeffer Saarl, Merz. — c. Nusskern Allg. RA.: We me de K. häwwe will, mutt me de Nütt kraken Mülh-Ruhr. — d. Kerkes Bucheckern, in der Kinderspr. MGladb-Mülfort. — 2. das gute, feste Innere, u. zwar a. im Holze, K. on Herz Sieg, Allg. — b. Leder aus der Mitte der Haut, e Stöck aus dem K. Mosfrk, Allg. — c. das Mark im Horn des Rindviehs Bitb, Prüm. — d. der reine Flachs, nachdem durch das Hecheln das Werg abgetrennt ist Hunsr, Westerw, Siegld, Sieg, MülhRh, Monsch-Vossenack. — e. das feste Innere des Kohlkopfes Wippf-Reudenb. — f. die Schicht unter der obersten Sch. des Ackers Heinsb-Lümb. — g. Fleischstück vom Bug des Schlachtviehs, Brustk. Allg. — h. das Beste; dat es K. dauerhafter Stoff Allg.; do es noch K. en; de hät ene gode K. (en sech); der K. van der Sach; ener Sach op de K. gohn nach dem Nhd. Rip, Allg.; dar es loder (lauter) lirig K. durchaus solid Birkf; dot es net alles K. ist nicht echt, kernig, vom Holz Erk-Elmpt; der hat ävver K. ist sehr stark Sieg-Süchterschd; der hat de K. geschnidden ist mutlos Kobl-Kettig; de's k. (Adj.) kerngesund Kemp; dat es k. Strüəh sehr starkes Stroh Kref; he es alt, ävver noch k.; de Balke se usewendig voll Spond, ävver ennewendig se se noch k. on hart MüEif; Keər ein schönes Mädchen Koch-Driesch. — 3. übertr. a. Gerstenkorn, Geschwulst am Augenlide Ottw-Gennw, Prüm-Reuth. — b. kleiner Tonklicker, meist nur Pl. Keren; K.ə scheten (schiessen) Geilk, Heinsb, MGladb. — c. Wurzel des Fingernagels Saarbg, Malm-Grüffl. — d. Kehlkopfknorpel Eusk-Friesh, Dür-Winden. — e. Pl. Vertiefungen in den Schneidezähnen der Pferde, woran man das Alter erkennt Daun-Strohn. — f. Pl. Kene kneppe dürre Äste mit einem langen Haken vom Baume reissen; auch vom Winde abgewehte dürre Baumäste Rheinb-Hilberath Queckenbg. Kern-apfel -ab- Ottw-Merchw m.: A.sorte, Schlotterapfel (s. d.). Kern-beisser -nənbīsər, [Bd. 4, Sp. 426]
–bīt-, Berg; kăn- Ess m.: der Vogel K. Kern-blume kęrnəblūm Klev-Cranenbg f.: Teichrose. Kern-bodem (s. S.) Koch, Daun m.: guter, humusreicher Ackerboden. Kern-bohnen kēərəbū·ə.nə Kemp, Viersen Pl.: reife, entschotete, weisse B. kern-brav kēərə- MGladb, Erk Adj.: durch u. durch br. Kern-brust Sieg-Mond f.: bestes Fleischstück, Brustkern. Kern-dreisser k:nədrīsər Köln-Stdt m.: Kleinigkeitskrämer. Kern-fläsche kēərəvl Geilk-Gangelt f.: Kürbis. Kern-flöte k·ə.rəflt MGladb-Rheind f.: Fl. aus einem Pfirsichkern. kern-gesund (s. S.) Allg. Adj.: ganz g. PfWB ElsWB LothWB kern-gut (s. S.) Verbr., bes. Rhfrk Adj.: wirklich g. PfWB Kern-häus-chen (s. S.) Rhfrk (meist Grotz), Saar, Trier, Bitb, Wittl-Ürzig, Daun, Zell, Koch, Goar, May, Gummb, Lennep-Zurstrasse, Mülh-Ruhr-Fulerum, Dinsl-Eppinghv, Rees-Isselbg n.: -gehäuse des Obstes. | |