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Rheinisches Wörterbuch 
 
Keller II bis Kellergetralje (Bd. 4, Sp. 402 bis 403)
 
  NRhWB  PfWB  ElsWB  LothWB Keller II Rhfrk kęlər, –e-; Mosfrk -ę·l.- [Trier-Ld, Bitbl-; Wittl-Piesport, Trier-Waldr, Koch-Kaisersesch -a·l.-]; Rip, Berg -ę·l.- u. -ę·l.d-; SNfrk -ę·l.d- [MGladb auch -ę·l.-]; Klevld -ęld- [Mörs -ld-]; Pl. -lərə, –lərn [SNfrk -dər, Klevld -dərs]; an der uMos in May-Stdt Kollig Kottenh Mertloch Ochtendung Pillig Polch Trimbs u. im Wiedschen Teil von Neuw k:r, Pl. -rə(n); Demin. -lərχə(n), –lərkə, –rχə m.: 1. wie nhd.; je nach den Vorräten, die im K. geborgen werden, ene Grumbieren- (Erdäppels-, Tuffels-), Knollen- (Rummelen-), Kohlen-, Melch-, Wein-, als Gebäude für sich Eis-, Bier-, Felsenk. Allg.; Wäschk. Waschk. Lennep-Ronsd; ene gruəte (depe, köhle, gemurde, gewolfte) K., Balken-, Trovenk. (Trof = Balken) MGladb, Allg.; mer han us Sach em K.; de Kenger (Kinder) werde, wenn se net ardeg sen, en de K. gesatz (gestopp); wart, du küs en de K.! Rip, Allg.; et git dis Johr nit viel in de K.; mer kreien de K. bis uə (oben) voll Rhfrk, Allg.; de Erpeln (Kartoffeln) in de K., de Appeln op de Sölder on de Schüren om Balke voll Geld; K. klätsche den Klicker gegen die K.wand werfen, dass er zurückschnellt; die Kl. der andern, die geschnellt waren, ohne andere beim Zurückschnellen zu treffen, gehören dem Werfer, falls sein Kl. andere trifft Düss-Stdt, Neuss-NCassel, — klitschen Mettm, Düss, — ketschen Mettm, — knitsche MGladb. RA.: Kök (Küche) on K. Mörs. Em Juli send de Lüt (Leute) ärm dran, dann send de Döppes (Töpfe) leəg (leer), der Söller l. on de K. l. MGladb. Wat de Köch versät (versagt), muss der K. gevve Köln-Stdt. Ene drüge (trockner) März föllt de K. Kref-Lank. Is der ewei (jetzt) de K. beigefall? kannst du dich jetzt der Sache erinnern Simm-Laub. Em K. drinke, op der Strossen hinke Köln-Stdt. Hej hät et Water (Wasser) in de K. ist betrunken Nfrk; er steht vor dem Bankerott Barm; er hat bei gutem Wetter hohe Stiefel an Lennep-Radevormwald. He moss en de K. gonn bezahlen Köln-Weiss. — Im K. om Teller steht Fett, F., F. Nachsprechübung Gummb-Berghsn. Dau bas noch net langs Mies K.! noch nicht über die Schwierigkeiten hinweg Prüm-Oos. Ent, zwei, drei — zwölf, em K. es e Gewölf (Wölbung), em G. es e Loch, em L. es en Mus, die M., die well erus! Abzählr. MülhRh; eins, zwei, drei, im K. leit (liegt) en Ei; wer drof tritt, der spielt nit mehr mit! Neuw-Altwied, Wittl-Kinderbeuren. — Rätsel. Em Sommer kalt, em Wengkter wärm, em Herres (Herbst) rich, em Fröhjohr ärm? Der K. Dür-Geich. Et läft (läuft)

[Bd. 4, Sp. 403]
in de K., un zehn Geil (Gäule) zieh et nit ruf den Garnknäuel Simm-Klosterchumbd. — 2. übertr. a. tiefe Stelle im Wasser Sieg-Rheidt. — b. das Breithauen nach unten in den Abbaustrecken, in der Bergmspr. Saargeb. — c. Wirtschaft mit Gartenanlage im Anschluss an eine Brauerei mit Bierkeller; op de K. gohn; om K. setze Rip, Allg.

Keller-ablauf -aflōf (s. S.) Verbr. m.: -kanal. keller-achtig -ęitĭχ MGladb Adj.: -artig; en.ə k Wonneng. Keller-ader -:dər –r- (s. S.) Simm, Goar, Zell, Koch, Prüm-GrLangenf f.: Wasserader zur Entwässerung des Kellers. NRhWB Keller-aducht -āxt Gummb, Waldbr; -āt MülhRuhr, Eup, Aach; -t Aach-Walh; -drū Lennep; -ārərich, –āəriχ Birkf, Wend; -arərof Zell-Raversbeuren (s. Aducht) m.: -kanal. Keller-assel wohl nach dem Nhd. bezeugt aus Saarbg-Schoden, Trier-Euren, Bitb-Betting, Goar-Wiebelsh, Siegld, Sol m.: wie nhd., onicus asellus; s. –esel, –ferken, –rassel, –ratze, –sau, –schwein. Keller-balken Allg. m.: B. in der Decke des Kellers. PfWB Keller-bank- baŋt Gummb f.; -bęŋkχən Waldbr n.: Brett im K.eingang (-hals) an der K.treppe in der Mauer, auf das man Töpfe udgl. stellt. Keller-bäuchen -bøχən Neuw (kurköln. Teil), Sieg n.: -gehäuse über der K.treppe mit Falltüre; auf der Kopfseite ist Platz zum Stellen von Eimern. Keller-birne -bīr Ottw-Aschb, Altk-Hamm f.: B.sorte. Keller-blume -blūm Meis-Abtw f.: Storchschnabel, geranium. Keller-börnchen -bīrχə Verbr. wie Born Rhfrk n.: kleiner Brunnen im Keller. Keller-brett Barm n.: im Keller angebrachtes Br. zur Aufnahme von Gegenständen. Keller-diel -dil Köln-Stdt m.: -falltüre. Keller-dol -dōl, –ū- Rhfrk m.: -kanal. Keller-elefant Eusk m.: -assel. NRhWB Keller-esel (s. S.) Rhfrk, Saar, Trier, Bitb, Kobl, May, Westerw, Siegld, Sieg, Berg, Ruhr, Ahrw, Schleid, Eusk, Bo, Köln, MGladb, Mörs m.: 1. –assel. — 2. Seidelbast, daphne Simm-Schlierschd. Keller-fang -lə- Sieg-Fussh m.: der Raum, in dem die K.treppe sich befindet. PfWB Keller-fenster (s. S.) Allg. n.: wie nhd. Keller-ferken (s. S.) Aach-Kornelimünster, MGladb, Duisb; -kəl Neuss n.: -assel. Keller-gat -jāt, –γat SNfrk, Klevld n.: -luke. Keller-gehäuse -gəhę·i.s Neuw n.: -bäuchen (s. d.). Keller-geläge -jəl:χ Sieg-Siebengeb n.: dicke Hölzer, auf denen die Weinfässer lagern. Keller-geleite -gəlē:t Wittl-Neuerbg n.: -kanal. Keller-gestell Neuw-Dernb n.: -eingang. Keller-getralje γətralix, –katr- Geld, Klev, Rees n.: Gitter vor dem K.fenster.