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Kulte bis Kulterkniker (Bd. 4, Sp. 1710 bis 1713) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
Kulte Kult-nuss kulten abkulten auskulten verkulten Kulter Kulter-blume Kulterjaudes kulterkeilen Kulterwelsch kulterig kultern I kultern II ankultern kulterzig kültig Kulter I Kulter II Kulter-beissel Kulterende Kultereisen Kulterfurche Kulterholz Kulterkamm Kulterkniker Kulterkette Kulterklüppel Kulterknecht Kulterloch Kulternagel Kulterohr Kulterpflug Kulterpiddel Kulterring Kulterschloss Kulterschlüssel Kultersteck Kulterstöcher Kulterwecker kultern auskultern umkultern Külter kültern I kültern II Kultivator kultivatoren un-kultiviert Kultur kulturen verkulturen Kulturung Kultus Kulwen I Külz külzen I külzen II bekülzen Külze kum Kum I Küm I Kum II Küm II kumdant kümen Kumfeck kumfiieren kumfijieren kumfus Kum-kamm Kumkummer kumm Kümm I Kümm II Kümm III Kummang Kümm-back Kümming Kümm-dorn Kumme kumm-mässig Kummen-möbbel Kümme I Kümme II kummedieren Kummel kummeln Kümmel I Kümmel II Kümmel-britzel Kümmelbrötchen Kümmelkäse Kümmelkräutchen Kümmelmann Kümmelmauze Kümmelrispe Kümmelspalter Kümmelstange | [Bd. 4, Sp. 1711] Kult-nuss koltnos Merz-Becking f.: Erdnuss. kulten kǫldə, –o-, –u- [koldərə Kreuzn-Stdt; kolə, –u- Kreuzn-Bockenau Hahnenb Stdt Weiler Weinsh Warmsr, Simm-Ippenschd (u. -i-), Birkf-Bundenb, Wend-Remmesw; -lərə Kreuzn-Strombg; klə Saarbr-GrRosseln Güding] schw.: 1.a. Nüsse (udgl., s. o.) k., aus der grünen Schale lösen; de Niss were gekolt; de N. kolden sich schunn (gut, schlecht). — b. Erbsen k., entschoten Wend-Reichenb Ruschbg, Birkf. — c. Baumrinde halb abschälen Wend-Aulenb. — 2. übertr. a. nicht tief pflügen Wend-OReidenb. — b. er koldert sich er zieht sich aus Kreuzn-Stdt. — c. einen Menschen, ein Tier k., roh behandeln, misshandeln; er hot sei Ochse gekult; sich k. sich ringend, knuffend balgen Kreuzn-Dörreb Hahnenb Monzing Warmsr, Meis-Meddersh, Birkf-Idar, Wend-Baumholder. ab- kulten: die Nüsse a., schälen Kreuzn-Bretzenh.aus -kulten: dass. Kreuzn-Stdt Spall Dörreb.ver -kulten: 1. jmd. verkullere so ängstigen, dass er ganz verwirrt wird Goar-Weiler. — 2. sich de Mae (Magen) verkolle verderben Kreuzn-Warmsr, Simm-Stdt. Kulter auch in andern Geb. verbr., u. zwar -ldər, Pl. -ərə(n) m.: 1. -o- wollene Bettdecke, Steppdecke, frz. coltre Kreuzn, Birkf-Oberst; -øld- Neuw-Dierd. — 2. übertr. a. -ult-, –y- verächtl. ein grobes, schlechtes Bett Gummb-Stdt. — b. -olt- Schlotterhorn für den Wetzstein ebd. — c. -u- Haselnüsse, zu zwei, drei an einem Stiele Simm-Ellern. — d. f. Auswuchs, Unebenheit am Brote Bitb-Malbg. — e. Stumpfnase Gummb-Stdt Berghsn Wiedenest (-ō-). — f. ungehobelter Mensch Wittl-Eisenschmidt; ungeschlachtes Weib Prüm-Stdt. Kulter-blume -blō:m Wittl-GrLittgen f.: [Bd. 4, Sp. 1712] kulterig -old-, –lt- Adj.: 1. nicht schmiegsam, hart, steif, dick, unbequem, aufgebauscht von Stoffen (Geweben), Kleidern, Tüchern, Säcken udgl. Goar-NGondershsn, Bernk-Neumag, Trier-Trittenh, Daun, MGladb-Rheind (-ǫ-); k. angedohn sen mit dicker, sich bauschender Kleidung, unordentlich bekleidet sein Sieg-Ägid, Daun, Bitb-Malbg. — 2.a. holperig, von Wegen Wittl-Binsf Meerf, Bitb-Fliessem, Prüm-Schönecken (-ō-). — b. voller Auswüchse, Knorren, vom Brote Bitb-Malbg. — c.α. plump, vom Menschen Trier-Trittenh. — β. halb verrückt, dumm Sieg-Mond, Bo-Dransd; unverträglich MülhRh-Rösr. — γ. träge, schlaftrunken Sieg-Bellinghv. kultern I s. bei kulten. kultern II schw.: 1. die Kleider unordentlich anziehen; dat (Mädchen) kit immer gekoltert Daun. — 2. sich k., die Kleider ausziehen Kreuzn-Stdt. an- kultern: sech angekoldert han sich in die dicke, steife Kleidung gehüllt haben Neuw-Datzeroth. kulterzig Trier-Mehring Adj.: ungehobelt, unhöflich, unbeholfen. kültig -ø- Grevbr-Wickrathhahn Adj.: dass. Kulter I s. o. bei Kulte. [Bd. 4, Sp. 1713] Kulter-beissel -ēts- Malm-Herresb m.: hölzerner Keil, zum Verstellen des Kulters. Kulter-ende køltərę·ŋ. Monsch-Rötgen n.: -furche 2. Kulter-eisen ko- Daun-Auel n.: Kolter 1 a, Sech. Kulter-furche koltərfūər (s. S.) Schleid, Ahrw, Sieg, Rheinb, Eusk, Bo, Köln, Bergh, Dür, Jül, Aach, Monsch, Geilk, Erk; doch køltər- Jül-Langend Langw Inden, Monsch-Rötgen Rott, Aach-Brand Alsd Eschw Merkst, Geilk-Prummern Stdt, Heinsb [Selfk køltər-] f.: 1. die erste Randfurche, die ohne Riester gepflügt wird; sie muss sehr genau geführt werden, da sich alle andern Furchen danach richten müssen Rip in Schleid, Ahrw, Sieg, Rheinb, Eusk, Bo, Köln. — 2. Scheidefurche zwischen zwei Äckern, u. zwar so, dass auf diese Längsfurche eine Anzahl benachbarter Äcker mit ihrer Kopfseite senkrecht anstossen, als Vorhaupt dieser dienend Allg. im übrigen Geb., doch auch im Geb. 1 ist diese Nebenbedeutung vorhanden. Kulter-holz Sieg-Ägid n.: Holzstift zur Befestigung u. Versetzung des Kolters. Kulter-kamm -kamp Geilk, MGladb m.: kammartiges Eisenstück im Grindel vor dem Kolter, von dem eine Eisenspille nach dem K. geht, die je nach der Notwendigkeit zwecks Stellung des Kolters in eine der Kammzacken eingefügt wird. Kulter-kniker -īk- Gummb-Hesselb m.: der Stecken des Pflügers, mit dem er am Kolter hängendes Gras, Wurzeln udgl. wegstösst.
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