| NRhWB Kreuz Allg., u. zwar Rhfrk, Mosfrk -ai-, –ęi-, –ei- [im nicht endrundenden Geb. an der Ahr -øy-] reichend lrhn. bis ausschl. Prüm-Ihren, Schleid-Baasem Udenbreth Eicks Scheben Blumenth Reifferschd, Aden-Virnebg, einschl. Ahrw-Bodend Sinzig Remag; rrhn. einschl. Neuw-Rheinbrohl, ausschl. Neuw-Ohlenbg, Altk-Opsen, einschl. Siegld-Wilgersd (-tsə); n. dieser L. mit Kürze des Vokals, u. zwar Siegld -itsə; Rip, Berg, SNfrk -yts [-ø- bes. in Monsch, Dür; -eks Prüm-Ihren, Malm-Aldring; -ø- Malm-Amel, Schleid, verbr. in Sieg (Ägid OPleis Bergh Braschoss Fussh Sieglar Wipperhohn), Bergh (Elsd Hüchelhv Kirchherten, Grevbr-Wickr); -y- Neuw-Asb, Mülh-Rh-Brück, uWupp, Sol-Burschd, Wermelsk]; Klevld -ys; Pl. -tsər (-sər) [Rhfrk daneben -tsə] n.: 1.a. das Kr. Christi RA.: He süht ut wie uəsen Herrgott a je Kr. armselig Heinsb-Roerkempen; əllen (allein) un beloss (verlassen) wie onsen H. um (am) Kr.; en as esu gedöllig wie onsen H. um Kr. Trier-Mehring, Koch-Lutzerath. Hei bet (betet) den Heiland van et Kr. en schleht öm ok wer (wieder) dran der Scheinheilige, Heuchler Klev, — Gott van et Kr. en schitt (scheisst) in den Tempel Heinsb-Millen. Scherzfrage: Wer is der grest Märdirer? Antw.: de Arsch, de hänkt et ganz Johr am Kr. (im Wortsp. mit Kr. Rückgratende) Simm-Horn. Wohin es de iərschte Nagel geschlohn gen? In das Kr. Christi. S. auch die Festtage Kr.erfindung, –erhöhung, –fest, –tag, –woche. — Das Kr. der Schächer. RA.: E sitt us wie ne Schächer am Kr. Dür, — der linke Sch. om Kr. armselig Trier. — Beim Kr. wird gerne [Bd. 4, Sp. 1469]
geflucht [hierbei wird im Geb. der Kürze des Vokals oft die nhd. Form -øy- angewendet]; owen on ongen Kr.! Wippf-Pütz; Kr., Bän (Bein)! Merz, Trier-Welschbillig, Goar-OGondershsn, Kobl-Moselweiss, — Ban dorchenan! May, — Gebäns! Bitb, — Borem (Boden)! Birkf, Simm, Koch, — Buddik! Merz-Ficking, — Donnerkeil! Trier, Kobl, Neuw, Berg, Ruhr, — Dunnerwedder! Mos, Allg., — Gefecks alleluja! Wittl-Meerf, — Gewidder (Gewirre)! Rhfrk, Mosfrk, — G., Dunnerkeil! Ottw, Meis, Kobl, — G., Perdchen! Trier-Stdt, — Granaten, Donnerkil NBerg, — Gr., Dunnerwedder noch emol, Ficksfeierschächtelche! Ottw-Neunk, — Himmel on Donnerknüdel! Düss, — Jis mot Ecksten! Daun, — Krimmel! Barm, — Michel di Katz! Saargeb., — Millionen Donnerkil (-wedder)! Allg., — M., Ficksfeierschachtel! Ottw-Heiligenwald, — M., sakradis! Ottw-Merchw, — M., spiel Schippe (Schüppen, im Kartensp.) Saarbr-Scheidterbg, — Piraten, Donnerkil! Duisbg, — Pistilche! Koch-Weiler; — kremenal Dunnerwedder! Ottw-Neunk, — krimenaden Donnerkil! MülhRh-Rath, — Pittermännchen! Koch, — Sakrament! Rhfrk, — Gewitter! Gummb; Himmel, Kr., Donnerkil Berg; H., Kr., Dunnerwedder un ken En (Ende)! Wittl-Binsf; Kr. mot Ecksten! Daun; mä Kr. en Steər (Stern)! Aach-Stdt; Kr. jo, wor dat en Kerl! Köln; o Kr., eich könnt meich dut Grombern schelen! um den Widerwillen gegen das Kartoffelschälen auszudrücken Trier; da schlih doch e Kr.Donnerweder (u. ä.) dran (drein)! Bitb, Allg.; e Kr. D. soll dich hollen Allg.; — verschlahn! Rhfrk. — Kr. en Kraff (Kraft) schweəre Stein u. Bein schwören Aach-Stdt. — Aus den Fluchformeln entwickelt: kr.millionedumm sehr dumm Simm-Schlierschd, Saarl-Differten; kr.granatesternehagelvoll ganz bezecht Düss; kr.krimmeleklän ganz zerkleinert Merz-Losh.; s. auch kr.brav, –fidel, –undugen. — b. Bild, Zeichen, Darstellung des Kr. 1 a zu kirchlichen, religiösen Zwecken. α. Kruzifix. αα. Kr. in der Kirche, auf der Turmspitze, an Wegen (Stations-, Hagelkr., an denen die Stationen gebetet werden, der Segen bei Prozessionen gespendet wird), auf dem Friedhofe (Grabkr.) (en stenen, hölzen Kr.), im Hause, in der Schule, an der Wand hängend (dafür mehr Kruzifix, en Herrgöttchen, onsen liewen Her an't Krüss). — Ge (kein) Kr., ge Kres (Christ)! Monsch-Witzerath. — Kr. of der Körch! Ausruf der Verwunderung Trier-Mettnich. Huəhch (hoch) stonn ech, wit (weit) kann ech siehn; all die Lü (Leute) drage e Kr. (Leid), ech ävver net, dat Kr. dräht mech der Hahn auf dem Kirchturm MGladb, Heinsb, NBerg. — Na Krützere goəhn an den Stationen den Kr.weg gehen Kemp; bei de siwwe Kreizercher beden Bitb; Krückser beden losse Malm-NEmmels. Allen (allein) we e Kr. em Storm am Scheideweg Köln. Nicks för [Bd. 4, Sp. 1470]
ongot (ungut), Herr Düvel, do steht e Kr.! abschläg. Antw. Rheinb-Lüftelbg. Kr.che wiss (weiss), der D. es gris (greis)! Eup-Raeren. Ek wensch ow den Segen van Griethüsen en het Kr. van Kranenborg den irdischen u. himmlischen Segen Klev, Geld. Fer'm Kr. becken (bücken) se sech all vor den Geistlichen Neuw-Datzeroth. — Manche der Wegekreuze sind gesetzt zum Andenken an einen an der Stelle (oder anderswo) plötzlich Gestorbenen oder Ermordeten; beim Schworzweiler un beim Polzer Kr.chen as es (einmal) ene bərungleckt un dut leie bliewen; beim Binsselter Kr. hon se enen kalt gemach; beim Dudenackersch Kr. soll em (einem) es e Gespenst begint (begegnet) sein, do hot en sich et firgehollt (vorgenommen), e Kr. dor machen ze lossen Bitb (u. so führen diese Kr. ihre besonderen Namen; auch Ortsbenennungen, z. B. Kreizchen Stelle neben dem Petrisberg mit Kapelle Heiligkr. Teil von Trier; Mölefet (MGladb-Mülfort) am Kr.; holl et dir am schwatze Kr.che! du bekommst es nicht Bo-Kessenich, — am rude Kr.! Bo-Poppelsd. Hierhin auch ze Kr. kriechen nach dem Nhd. Rhfrk, Allg. — Im Pfändersp. besteht eine Aufgabe des Gepfändeten darin, dass dieser mit ausgebreiteten Armen sich an die Wand stellt, sprechend: ek stoh hie am Kr.ken; we mech lef (lieb) het, göft mek en Bützken (Küss-chen)! NBerg, Verbr. — ββ. Prozessions-, Tragkreuz; bei der Prozessjon et Kr. drahn Rhfrk, Allg.; wann de Por (Pfarre) geht, drihn se Kr. un Fändel firop Bitb, Allg. RA.: De Fahn geht fort, on et Kr. blif he Freude schwindet, Leid bleibt Dür-Langerwehe. Jedderiən dräht ens et Kr. on ens de F. Gute u. schlechte Zeiten wechseln Kref-Fischeln. De küt met Kr. un F. eran, — trick (zieht) met Kr. un F. en mit allem Pomp. Köln (s. Fahne). Weə et Kr. (en jen Hangk Hand) hat, de seənt (segnet) sich dermet (et iərsch erst) man pflegt zuerst für sich zu sorgen Aach, Rip, Nfrk; wer dat Kr. dräht, segent sech selwer Wermelsk. Elo kans de dich mat Kr.ərn senen! du begibst dich in eine schlimme Gefahr, aus der nur übernatürliche Hilfe dich retten kann Bitb-Dudeld. — γγ. e gelle Kr.chen goldenes Brustkr., als Schmuck, bes. den Mädchen zur ersten hl. Kommunion oder zur Firmung geschenkt Mosfrk, Allg. — β. im Volksgl.; das letzte Brot, das man in den Backofen schiesst, wird mit einem eingedrückten Kr. versehen; wer es nach dem Backen aus dem Ofen holt, muss am folgenden Sonntag in die Frühmesse gehen Sieg-Ittenb; der Hausvater schneidet nie ein neues Brot an, ohne vorher auf der Unterseite desselben mit dem Messer ein Kr. beschrieben zu haben Allg.; ebenso drückt man in den frisch bereiteten Butterweck mit dem Butterlöffel ein Kr. ein Verbr.; vor der Saat wird der Weizen mit Kalk ‘angemacht’ u. auf den fertigen Haufen ein Kr. eingedrückt Kobl-Neuend; [Bd. 4, Sp. 1471]
der erste (u. letzte) Wurf wird beim Säen über Kr. ausgestreut Sieg-Lohmar, Ess-Werden; der Ackersmann verlässt das neu besäte Ackerstück nicht, bevor er auf einer Ecke desselben den Boden in Form eines Kr. mit dem Spaten glatt geklopft oder ein solches in den Rasen des vorbeiführenden Weges ausgestochen hat Kemp; man legt auf Kopf, Brust, Füsse der Leiche je ein Kr. aus Strohhalmen Monsch-Rötgen. Wenn man auf oder an einem Wege ein Kr. auf die Erde zeichnet, kann dort, solange es sichtbar ist, eine arme Seele vor dem Teufel sich flüchten MGladb-Korschenbr. Wenn jmd. auf dem Wege oder sonst irgendwo (im Bettkissen udgl.) Strohhalme, Federn, Holzstecken, Gabel u. Messer kr.förmig übereinanderliegen sieht, muss er oder ein naher Verwandter bald sterben Allg. — γ. das Kreuzeszeichen auf Stirn, Brust, Schultern (sech senen segnen), kath. Brauch; et Kr. (Kr.chen) machen, schlagen nicht nur vor u. nach dem Beten, sondern auch bei Blitz, beim Vorbeigehen an Kirchen, Wegkreuzen, an der Wegzehrung, die ein Priester zum Sterbenden trägt, bei Erwiderung des Grusses ‘Gelobt sei Jesus Christus’, beim Empfang des Segens durch den Geistlichen Allg.; beim ersten Säen, beim jedesmaligen Anhängen des Säkorbes Saarbg-Weiten; beim Angelusläuten macht der auf dem Felde Arbeitende ein Kr. u. setzt wohl hinzu: Her, duə wess, wat ech sage well! Rheinb-Queckenbg; e Knoplockskr. (Knauflochs-) schlechtes Kr.zeichen Wippf-Dohrgaul; das Kr.zeichen der Gauner: im Namen des Pick, im N. des Pack, alles, was ich hab, steck ich in den Sack Trier-Schleidw. RA.: Nu welle mer flöck (rasch) en Kr. mache (nach dem Essen) on us e bess-che nidderlege! Rip, Allg.; et Kr. m. aufhören Trier. Wer sen dir (ihr) Leit, sät der Deiwel zu de Affe, dir kenne noch kä Kr. mache! Ottw-Uchtelfang. Wann der Pastor et Kr.che gemat (gemacht) hät, hät de ärm Siel Rauh Köln-Stdt. Dat es ach änen, den es gruss Kr. schliht ein Heuchler Mosfrk, Allg.; die et Kr. ezo gr. mache, fir denen muss mer sich hiden (hüten), — en Acht huəlen, — die sen net de frommst Mosfrk; wann änen an der Kirch newicht am (neben einem) e gr. Kr. micht, da soll mer de Hand op de Geldsak halen Bitb-NWeis. — Die Gebärde des Kr.zeichens mit der Hand durch die Luft. RA.: Ech mach en gruss Kr. derhönner (dahinter) (wann e fortgeht) ich wäre froh, wenn der Kerl weg wäre Sieg, Allg.; iəmes e Kr. schlage, — noəmake, — noəloəte Kref, Kemp; dem schlonn ech drei Kr.ər no! Wermelsk; dem mach ech et Kr. op ene Röck! Monsch-Witzerath. Schlag (mak) mar e Kr. drüəver! die unangenehme Sache ist erledigt; gib die Hoffnung auf, verzichte drauf Kemp, Allg.; do kannste e gruss Kr. driwer mache Kobl, Allg.; əwell (jetzt) kans de awer dei Kr. mache fer des Johr du bekommst dieses Jahr etwa keinen neuen Anzug [Bd. 4, Sp. 1472]
Bitb-NWeis. — Ein gegebenes Versprechen bekräftigen die Kinder einander damit, dass sie mit dem Zeigefinger ein Kr. in die Hand oder auf die Stirne oder mit dem Fusse auf den Boden schreiben u. dabei sprechen: wenn ech dat net duəhn, da well ech op dat Kr.kə sterve (auch allein op det Kr.ke!) SNfrk; gej könnt min en Kr. ope Hand make! Klevld; mach mer e Kr. i de Hond! fordert man, wenn man sich ein Versprechen von dem Versprechenden bekräftigen lassen will Siegld-Netphet; et klene (oder gar et grote) Kr. afschlage losse sie halten beide Zeigefinger (beide Hände) kreuzweise übereinander, die der andere Teil auseinanderschlägt Düss. — c. Kr.form zu profanen Zwecken. α. Schreibunkundige machten an Stelle der Namensunterschrift drei Kr.cher; ein Kr.chen macht man als Merkzeichen an Geschriebenes, an einen Tag im Kalender udgl. Allg.; Krützken on Nülleken Mörs. RA.: Do kann me en ruat Kr.ken em Kalender maken das Ereignis dieses Tages ist für alle Zeit bemerkenswert Elbf. — β. Ordens-, Ehrenkr., et isere Kr. Rip, Allg. — γ. das auf den Treffkarten gemalte Kr., danach die Karten Krützerost, –künnik, –dam, –buər, –tiəhn, –nüng, –acht, –siəwen; he spillt Kr.ər (op); Kr.ər-Solo Gummb, Allg. Zehn, Bilder u. Ass im Hundertsp. Eup. — δ. Sg. t. ein Zeitraum von fünf Minuten (bei den Stundenzahlen der Zifferblätter alter Standuhren waren Kreuzchen hingemalt); e (twei usf.) Kr. över (op) twelf; et ho kaum e Kr. gedurt Eup. — ε. Krützche kneggele ein Klickersp., wobei ein Kr. auf den Boden in Strichen eingedrückt ist, auf dessen vier Armen die Klicker eingesetzt sind Eusk-Bürvenich, Rheinb-Hohn. — ζ. beim Ätschmachen (Möhrchenschaben) reiben die Kinder die beiden Zeigefinger kr.weise übereinander, sprechend: Kr.che gehal (gehalten), hätsch gelach! Zell-Briedel. — η. em golde Kr.che Wirtshausname Düss. — θ. iwer (et) Kr. kr.weise Mosfrk, Allg., jet övver Kr. setze (stelle, lege) Rip, Allg.; övver Kr. eje (eggen) in der Diagonale von je zwei Ecken aus Verbr.; iwer Kr. melke Goar, Zell; ich werp jet langs erop, könnt övver Kr. eraf die Schere Aach; se sin iwer't Kr. haben Streit Simm-Schlierschd. — Krüss jasse das Kartensp. Kr.mariasch (66) spielen Klevld. — 2. übertr. a. kr.ähnliche Dinge. α. Hüftkr. des Körpers; et Kr. deht mer wih; op et Kr. falle; Peng (Pein) em Kr. han; ech han et su em Kr.; onger (unter) dem Kr.; et Perd dräht (trägt) ze schwor em Kr. die Last liegt zu sehr nach hinten Rip, Allg.; aus em Kr. hewe eine Last frei aufheben Saarbr-Sulzb; auch die auf dem Rücken der Kuh hervortretende Knochenreihe, der Sattel Allg. (et schärf Kr. Gummb). RA.: Mer kann bloss osem Herrgott danke, dat mer e Kr. hät; söns mösst mer et Hengersch (Gesäss) en de Häng (Händen) drage MGladb. Sich et Kr. verknacks han Kr.schmerzen haben [Bd. 4, Sp. 1473]
MGladb-Rheind. Dir hert jo es Kr. ausgehänk! Androhung von Strafe Kreuzn-Sobernh; dau kriest et Kr. ausgehänkt! Zell-Trarb; eich hänken dir't Kr. aus! Saarl. Breək mar et Kr. net dur! zu dem, der stolz aufgerichtet daherschreitet MGladb. He es su wacker wie en Lus, die et Kr. terbroken het er ist sehr faul Mettm. Ek schloh dek et Kr. enen (ineinander)! Barm. Äm (einem) det Kr. vollschlahn Birkf-Herrst. Einen op dat Kr. hauen Mörs. E hot änen om (of dem) Kr. er ist bezecht Saarl, Ottw, Bernk-Lösnich. Sich of et Kr. len (legen) zur Ruhe gehen, bes. zu einem Mittagsschläfchen Zell-Sohren. Ebbes aus em Kr. hon eine Sache los sein; die hon ich aus em Kr. die Kinder sind gross u. versorgt Saarbr, Ottw. Et krach mer em Kr. so schwer war die Last Sieg. Wammersch (wenn man es) em Kr. hot, dann micht mer et zwerch Holz (Querholz) eraus, dann hot mer kä Kr. meh Simm-Horn. Mer männt (meint), de härr (hätte) e Stecke (Knoche) em Kr. wenn einer sich nicht bücken will Rhfrk, — de hät en Knoken im Kr. Elbf; steck der e Stecke in's Kr.! zu dem, der sich nicht grade hält Saarbr. Sich in't Kr. legge sich in die Brust werfen, sich brüsten Mörs-Marienbaum. De schmitt sech in de Bosch (Brust) wie en Hippe (Ziege) en't Kr. Mettm-Cronenbg. Die halden em över dat Kr. lassen ihn übermässig bezahlen Kemp. — β. bei hellgefärbten Pferden ein langer schwarzer Strich über den Rücken, beim Hausesel, der Ziege hinter dem Bug durch einen Querstrich gekreuzt Allg. RA.: Den as kehforwig (kuhfarbig) wie esen (unser) Fuchs op em Kr. er ist blond Bitb-Seimerich. Wat fir en Unnersched as teschen (zwischen) em Beschof un em Iəsel? De B. dreht (trägt) sei Kr. op der Brost un den I. op dem Recken Bitb-Dudeld. — γ. Das Gestell des Windvogels Elbf. — δ. Drehflügel im Butterdrehfass Malm-Weywertz, Schleid-Scheven, Dür-Bürvenich; die vier Windmühlenflügel Nrhn. — ε. beim Handwebstuhl wird die eine Hälfte über den ersten u. unter den zweiten, die andere unter den ersten u. über den zweiten Aufdrehstock geleitet, sie bilden so zwischen den Stöcken et Kr. Kref. RA.: He hät sin Hor en et Kr. gelege hat seine Haare ordentlich gezogen ebd. — ζ. das über der Achse des Vorderpfluges aufrechtstehende Gestell Malm. — η. Scheidewand der vier Teile des Kernes der Baumnuss Grevbr-Aldenhv. — θ. Rechenkopf Eup-Raeren. — ι. der Kamm des Hahnes; wat hot den Hunn e gruss Kr.! Bitb-Bollend. — κ. die Zahl (Kopf) auf der Münze (Adlerseite Mönt, Letter, Plat) Rees, Kemp-Bracht. RA.: Dor köj (könnt ihr) genn Kr. of Mönt drop siehn das Geldstück ist abgeschliffen Emmerich. Kr. of Mönt (Plat, Letter)! Ruf beim Geldsp. hötzele Allg. — λ. -ytskə Ehrenpreis, veronica Geilk-Granterath; -ytsχən rr mek niχ an Springkraut, impatiens noli tangere Gummb-Marienheide. [Bd. 4, Sp. 1474]
— b. abstrakt. α. viel Leid; Kr. on Led; Kr. on Elend; Kr. on Last Allg. RA.: Jammer, Kr., Alend, Angs un Nut es de ärm Lück (Leuten) ehr däglich Brut Köln, Eif. Kläne Kenn (Kinder), klän Kr., grosse Kenn, gross Kr. Saarbr, Bernk, May. Wo ke Kr. es, wonnt kene Dür-Gürzenich; wo gei Kr. is (hingk), do wohnt nemes (niemand) Heinsb-Millen. Je hüher dat Hus, je grösser dat Kr. drop Köln. Su gruss on klan ös kan Dier (Türe), et stiht e Kr.(chen) dofir Trier, Eif. Et es gen Kruən (Krone), of et steht e Kr.ke drop Heinsb. Et grötste Kr. en der Welt es et Huskr. eine böse Frau Köln-Stdt. Dri Frauwe in en Hüs, dat es en grot Kr. Geld-Walbeck. E stänigen (steinig) Acker, e stompige Plog on en bes (böse) Frau dazu, dat as Kr. genog Merz-Nunk, Trier-Mehring, Bernk-Thalveldenz. Et as e richtig Kr. fir en Motter, wenn de Kanner (Kinder) hihr (ihr) ne mih folgen Bitb, Allg.; dat es et renste Kr. em Hus von einem bösen Kinde Rip, Allg. De schwerste Kr.ər werde gefahre auch derjenige, der in der Kutsche fahren kann, hat oft das grösste Leid Dür. Et däht ke Kr. su läd (leid) wie dat, dat mer sich selwer undäht Trier-Mehring. Es gresst Kr. es das, wo mer sich selwer anduht (oflad) Ottw-Schiffw. Kr. un Ligge (leiden) dort (dauert) nit immer Köln-Stdt; et het ken Kr. so lang gewährt, et het doch end- lich opgehöart Elbf. Der hät sech e schün (nett) Kr. op de Hals gelade Rip, Allg. Dat Kand hot mer eweil viel Kr. un Led ogeduhn Bitb; de Bu micht äm (einem) meh Kr. Rhfrk, Allg. Wat hommer e Kr. met dem! Rhfrk, Allg. Jedereinen hät si Kr. Köln, Allg. Wer et Kr. hot, hot's Birkf-Oberst. Den enen hät et Kr., den angeren et Kr.ke jeder hat sein Leid zu tragen, der eine mehr, der andere weniger Kref. Wer gein Kr. hät, hät doch en Kr.ken Sol, Erk, Schleid-Hellenth. Den mecht e Gesicht, we wenn er et Kr. all hätt Merz-Mitlosh. Ider (jedes) Hüske hät sin Kr.ke Emmerich, Allg.; et göt gen Hüske, et hat se Kr.ke Eup, Allg., darauf die Antw. jo, en de Möllder (Müller) hät et gröttste (die Windmühlenflügel bilden beim Stillstehen ein Kr.) Emmerich; ieker Hüske hat sin Kr.ke, saij de Möllder Kalschure, de ene en lohje, de andere en strohje (von Stroh), äwel ek häbb et gröttst för de Dör stoəhn (die Windmühlenflügel) Geld-Schravelen. Der enge (eine) dreəht et Kr., der angere schleəft (schleift) et Aach, MGladb, Erk. We sei Kr. net wellt drohn, moss et schlefen weil es dann schwerer wird Prüm, Schleid. Drag di Kr.che met Gedold; denk, do bes et selver schold! Köln-Stdt. Die Armen, die drohn hir Kr. om Bockel; die Reichen, die fehren hirt (ihres) an (in) der Kutsch Bitb-Geichl. Ek bön en Kendschen so klein, ek drag minn Kr. allein, eck woll so gern no den Hemmel fahren usf. aus einem Kindergebet Mörs, Neuw. De liewe Gott let (legt) wahl e Kr. op, ewer he hilp et auk dragen MülhRuhr. E Kr., e Led (Leid), [Bd. 4, Sp. 1475]
e quoəd (böses) Wif hät mich de Heər gegeəve; nemm et Kr. von mich on et Wif to dich, dann kann ich röhig leəven Kemp-Grefr, Bernk-Thalveldenz. Däu (drücke) dech net an e Kr. verbei, du kris e grüteret odder zwei! Dür-Gürzenich. Kan Scheier (Scheune) ohne Maus, ohne Kr. kan Haus Trier. De en (einen) Leckt (Leute) helt den Herrgott vom Kr., de anner lisst (lässt) en zom Kr. Prüm-Ringhuschd. — β. innere Krämpfe; et Kr. hon Simm-Buch. kreuz lautend wie Kr. Adv.: 1. in Verb. durch ‘und’ mit andern Adv.; do leit (giht) alles kr. on quer (durchenanner) kunterbunt; kr. on qu. durch et Feld lafe Kobl, Allg. (auch de kr. on (de) quer); kr. on twersch Gummb, Mörs; kr. on zwerig Bitb-Dudeld; kr. on krach Malm, Ahrw-Bodend, MüEif, Eusk-Commern, Sieg-Ägid ODollend Lohmar, Wippf-OHürholz; kr. on kratz Heinsb, — on krass Mörs-Neuk Sonsbeck, MGladb; kr. en krang Klev; (de) kr. on (de) kihr (kehr) Monsch-Witzerath Vossenack, Dür, uWupp, Düss, Mettm; kr. un kihrig Altk-Horhsn, Neuw-Asb. — 2. ohne diese Verb. selten kr.kihreweis Trier-Geizenbg; kr. ege (eggen) Dür-Kleinhau; kr. scheck e. Dür-Golzh; dubbelkr. e. Rheinb-Schönau; kr. över Oərt e. Heinsb-Breberen Lümb. kreuz-achtig -ęitĭχ MGladb Adj.: -artig. Kreuz-altar (s. S.) Verbr. m.: A., einem Festtage des hl. Kreuzes geweiht. Kreuz-apfel -ab- Aden-Herschb m.: A.sorte. PfWB Kreuz-ass (s. S.) n.: Treffass im Kartensp. NRhWB Kreuz-balken Bo vielfach, Köln-Worring Pl.: zwei sich kreuzende, diagonal durch die Scheune verlaufende B. in der Höhe der Obertenne, die das Gebäude zusammenhalten. Kreuz-bändel -ę·ŋ.- Elbf, Barm m.: Faden, der in die Webkette gelegt wird. Kreuz-barst -bars Mörs-Wallach m.: die Kouh hat en Kr. die Schultergelenke treten stark nach der Seite. PfWB Kreuz-bauer (s. S.) m.: 1. Treffbauer im Kartensp. Allg. (mehr -tsər-). — 2. scherzh. Ersatzreservist, zehn Wochen dienend (veralt.) Daun-Strohn. Kreuz-baum (s. S.) m.: 1. -ysən- Linde mit Hagelkr. Rees-Sonsf Töven Wittenhorst; den grote Krützbom ein sehr alter, dicker Lindenbaum bei Kevelaer, unter dem ein Kalvarienberg mit dem Kreuz sich befindet, von den Pilgern sehr besucht; grote Kr. Grenzbaum, mit dem Kr.zeichen versehen Geld-Aldekerk. — 2. Spitzahorn, acer platanoides Bitb-Dudeld, Prüm-Büdesh Flering. Kreuz-beine -bēn Daun-Deutesf; -ai- Kobl-Moselweiss Pl. t.: de Koh (et Perd) hat Kr. ist kr.lahm. PfWB Kreuz-berg m.: Anhöhe bei Bo-Poppelsd mit Franziskanerkloster u. Kr.kirche. RA.: Wer et längs lef (lebt), krit der Kr. met de Mönche, — on och de Kar on der Esel. Kreuz-beutel -ytsəbøgəl Neuw-Ohlenbg m.: finsterer, verschlossener Mensch. Kreuz-binnes Wittl-Osann, Bernk (Winzerorte) m.: Jakobskreuzkraut, senecio jacobea. Kreuz-birke Gummb-Berghsn f.: B., die anzeigt, [Bd. 4, Sp. 1476]
dass bei ihr der Weg abgeht. Kreuz-birne -bīr Bitb-NWeis f.: sehr gute B.sorte. Kreuz-blatt Mörs-Vinn n.: der gebogene Knochen im Hinterschinken. Kreuz-blume (s. S.) f.: 1. Pflanzen. a. Jakobskreuzkraut, senecio jacobea Heinsb. — b. (roje) Krüsskes- chalzedonische Lichtnelke, lychnis chalcedonica Geld-Schravelen. — c. blaue Kornblume, centaurea cyanus Bo-Vorgeb. — d. Sternmiere, stellaria media Schleid-Udenbreth, Bo-Witterschlick. — e. Leberblume, hepatica Heinsb-Aphv. — f. Hauswurz, sempervivum tectorum May. — g. Flox Erk-Elmpt. — h. spanischer Flieder, syringa May-Plaidt, Geilk-Birgden Brüxgen Langbr Hastenr Kreuzr Langbr Tripsr, Heinsb-Bocket Breberen Braunsr Brüggelchen Haaren Kirchhv Laffeld Opspringen; auch Kr.blomestruk. — 2. übertr. Knauf des Domturmes Köln. Kreuz-bohr Rip, Eup n.: Bohrenart. Kreuz-brand -a-, –ā- Eusk, Rheinb, Köln, Bergh, Dür, Aach m.: gemeiner, nichtsnutziger, gefährlicher Mensch; dat es ene Kr. PfWB kreuz-brav (auch im Geb. von -y- vielfach -øy-) Adj.: sehr rechtschaffen. Kreuz-brot (s. S.) Eif, Eusk-OGartzem, Dür, Aach-Merkst, Heinsb-Breberen n.: 1. das Br., das zuerst (zuletzt Merkst) in den Ofen kommt, erhält ein Kreuz aufgedrückt; es darf nur zuletzt verzehrt werden. — 2. -brøtjə süsses Weizenbrötchen, vielfach mit Korinthen, mit kr.förmigem Einschnitt oben Eup. Kreuz-bruder (s. S.) m.: 1. eine Ordensgemeinschaft. RA.: De Franciskanersch Orgel, et Kapuziner Messeklöckske un de Krützbrödersch Kellerdör stonnt ne stell NBerg. — 2. verächtl. Katholik Elbf, Barm. Kreuz-bruderschaft (s. S.) f.: 1. eine Br. zum hl. Kreuze Verbr. — 2. scherzh. in der Wend.: Se sein en de Kr. engeschriewe sie sind verheiratet u. haben Kreuz u. Leid zu erwarten May-Hatzenport; e kemmt en de Kr. Daun-Strotzbüsch. Kreuz-brust (s. S.) SNfrk, Klevld f.: de Koh (et Perd) hat en Kr. die Schultergelenke treten stark nach der Seite. | |