| NRhWB Kohle Rhfrk meist Pl. t. einschl. ö. Kreuzn-Spabrücken Argenschwang Brauw SKatharinen kulə; ö. einschl. Kreuzn-Mandel Rüdesh Münster -ō-; sonst -ū- [Birkf-Damb Mosbg Richw -o-]; Wend -ū-, –ō-; Saarbr --; sonst Saargeb. kolə Sg. u. Pl. m.; Ottw -ǫ-; in Saarl -o·l.- [doch -ø·l.-n. einschl. Diefflen Nalb Bilsd Düppenw u. n. einschl. Kerprich-Hemmersd OLimbg Itzb Eimersd, in Merz, Saarbg; doch -ǫ- n. Fahlschd Buprich Hüttersd Aussen u. in Dilling; -o- Merz-Stdt Mettlach Saarhölzb, u. w. einschl. Saarl-Fürw Eimersd Fremmersd, Merz-Mond Silwing u. ö. Saarbg-Trassen Perdenb Stdt NLeuken Ayl, n. Serrig OZerf zum Hochw hin u. Saarbg-Nennig Tetting] Sg. u. Pl. m.; Trier bis Bernk, Wittl, Bitb, SPrüm kōl, –ōə-, -ūə- [Trier-Hochw, Bernk-Immert Neunk Lückenbg, Zell-Altstrimmig ko·l.ən; Ruwert -ø- m.], Pl. -lən f. [Bitb m. für die glühende K., die man aus dem Feuer nimmt]; OMosfrk ko·l., Pl. -·l.ə(n) f. [ko·l.ə Sg. u. Pl. m. Koch-Urschmitt; Pl. -ø- May-Waldesch; -y- Aden-Baar; auf dem Westerw südl. einschl. Neuw-Breitschd Haberschd ODreis kōl, Pl. -lə f.; in Altk nach der Sieg zu -ǫ-, sonst -o-, –u-]; Siegld kōəl, –oə-, –ūə-, –uə-; in südl. Dörfern --, –ǫ-, Pl. -ln f.; Rip kǫ·l., Pl. -·l.ə f. [m. Schleid-Sistig Urdenbreth, Monsch, Mülh-Rh-NGrützenb u. vielfach in Bergh, Dür, Jül, Aach (k·ə.l); dr kǫ·l.ər Lichtschnuppe Schleid-Mechernich]; OBerg kōəl (alt), -ǫ- (jünger), Pl. -lən, Demin kəlχən f.; NBerg -:- (rip. Teil -ǫ·l.), -ō- m., f. [Wermelsk -ǫ-]; Eup kō·ə.l Sg. t. (Pl. der Ma. fremd klingend) m.; SNfrk k·ə.l, –ō·ə.-, Pl. kōələ, –ə- m.; Klevld kl, Pl. -lə m.; Demin. kelχə, –ē-, –ī- usf. mit Umlaut; SNfrk klkə; Klevld kltjə: 1. die Holzk., Holzk. [heltse K. Bitb, höltene K. Gummb], Steink., Stenk., u. zwar decke, fette, magere K.ə [schwär K.ə welche auf dem Feuer zusammenbacken, lechte K.ə leichte K., die nicht zusammenbacken u. die der Blasebalg fortbläst, in der Sprache der Schmiede Sieg; [Bd. 4, Sp. 1117]
dut K.ə tote K. eben angebrannte, aber nun ausgelöschte K. Ahrw-Kirchsahr]; glöhnige K.ə; zosammegebackene K.ə; Gres(Schrott-) k.ə Kohlengemenge, Knuppk.ə (K.əknabbe, –knabbele) dicke Kohlenstücke; en Malder, en Emmer, Sack, Kar, Schöpp (Ting ‘Zeine, Scheffel’ MGladb) K.ə; K.ə fahre; K.ə schäppe; met K.ə handele Rip, Allg. [Braunkohlen sind Briketts, Klütte, in Bitb K.ən]; auch das verkohlte Ende des Dochtes ist eine K. — Zur Herstellung der Holzkohlen in Meilern (s. Gruben-, Ofen-, Meilerköhlerei): Bas fer achtzig Johren guwe viel K.ə elei erem an (in) de Besche gebrant; mer seiht noch eweil de K.plazen von den K.kaulen, wu de Hofe (Haufen) gestanen hon; z'ischt (zuerst) hon se lang Pehl (Pfähle) an de Bodem geschlohn, e Stecker zehn, rund an (in) de Mett; da guf et Holz dodrum gelogt (gelegt), un e por Zoglächer (Föllzelskülche Loch zum Füllen u. Anfachen des Feuers) gelosst (gelassen), zeletzt de ganzen Hof mat Wäsemen fest zugedekt; da guf et Feier owen erangedohn (hereingetan) (dazu die Köhlerhütte, mit Rasen zugedeckt, Feuerherd aus drei nach oben zugekehrten Pfählen, woran der Kochmates Kochtopf hing); wann den Hof durchgebrant wor (in 10—20 Tagen war ausgebrannt u. ausgerändert es entstieg ihm kein Rauch mehr, u. der Kegel fiel in sich zusammen; Erde u. Wäsem wurden abgedeckt, u. der ganze Block wurde zerlegt; die Holzkohle kam nebeneinander auf die Erde zu liegen Siegld), kumen de Fohrleit mat grusse Kärwen (K.kicksen, K.batschen, K.räuzen) op de Wonen (Wagen); domat hon se de K.ən op de Hettewerker gefohrt, wo sie auf das K.bläch, einen freien Platz, abgeladen, mit dem K.fass gemessen (gemessen nach Wawel Siegld) u. in den K.schopp getragen wurden; die Zahl der ermittelten Fass wurde dem Fuhrmann mit Kreide auf seinem alten steifen Filzhut notiert; er zeigte ihn auf dem Komptor des Reitmeisters vor u. erhielt die ausbedungene Fracht Eif. — Früher, als es noch keine Fürspönchen (Streichhölzer) gab, holte man sich beim Nachbar glühnige Köllcher, wenn einem das Feuer ausgegangen war, in einem alten Schuh oder in einem Strohwisch OBerg, Allg. Die K.ə han Husareschnir (-schnüre) in den abzubauenden K. sind weisse Dolomitstreifen Saargeb. — RA.: Schwarz wie en K. Allg. Schwarze Oge, schw. wie K.ə, sen so recht verstohlen (nach dem Nhd.) Schleid-Kall. Augen wie en Paar glühende K.ən Mettm. Dat let (liegt) noch as e Költje onder de Ass (Asche) die Geschichte ist noch nicht totgeschwiegen; sie wird noch einmal hervorgeholt werden Geld. Streh on K.ə göt e Feier Trier-Mehring. Wann Neid brännt we För, wöre Holz un K.ə nit su dör Köln-Stdt. Wer beim Schnider der Zwern käuf, wer beim Bäcker der Weiss, wer beim Schmied de K.ə, de leid bal de Geiss Köln-Stdt. He hat en Stemm, för en Kar K.ə erennzedonn [Bd. 4, Sp. 1118]
MGladb-Rheind. Tihn (10) Pond K.ə, jeder K. en Pond Schnellsprechübung Emmerich. Jet net för e Perdche K.ə (die Ladung eines Saumpferdes) duəh selbst gegen eine erhebliche Entschädigung zu einer Dienstleistung nicht bereit sein. Den (dem) let (liegt) der (glöuhjende) K. op de Fut (Fuss) er hat alle Last zu tragen, er trägt die Verantwortung Mörs, Geld, Klev; e lett (lässt) sich der K. op der Foss komme wartet die höchste Zeit ab Aach-Merkst; we der K. op der Fot hät, schött, dat der öm quit wöd Heinsb; wen de K. op de Fut let, mott schockeln, dat hei'm heronderkrig Mörs, — de schött, dat e em afkrit (dervan-) Erk, MGladb, — de schöddelt, — de schött se af, — de schött dran, — de schött sech wer in der Klemme sitzt, sucht sich zu befreien Rip, Nfrk; dem lig de K. om Foss, dröm wehrt de sech Sieg-ODollend; wenn de K. om F. lig! wer kann sich der Not widersetzen! ebd. Et soəhch us e je Luət (Luft), äls of et de ganze Nat (Nacht) K.ə rene (regnen) wöj (wollte) Aach 1879. Enem glöhnege K.ə unger (unter) de Föss lege ihn scharf tadeln MülhRh. Du kümmst en de Höll noch em Deuwel K.ə fahre! Altk-Eichelhardt; du kanns bei Käsperche K. schörge! Grevbr-Gierath; loss en K.ə schörge! zur Hölle fahren Bergh-Blatzh; de es K.ə schäppe (in der Hölle) er ist gestorben Neuw-Dattenbg. K. afloəte (ablassen) sich äussern, seine Kraft spielen lassen, loslegen Kemp-Hüls. Der K. afpitsche jmd. den Rang ablaufen Eup. Dat es mar en Kölltje Für hale (holen)! ein sehr kurzer Besuch Klev. Der kann noch mih wie K.ən knaən (nagen) er kann gut aufschneiden Saarbg-Ayl. Du häs gestollen, hondert Pongk K.ən, der Deuwel sall dech hollen! Wermelsk. Köllche verberge Kindersp. Aach. Verbrenn dich nit an fremde K.ə! Köln-Stdt. (Wie) op hesse (glöhnege) K.ə setze (stohn) ungeduldig sein Rip, Allg.; op glöhndegen K.ən setten on meinen, der Arsch brängkt einem Sol. Owends bei de K.ən, murgens net op de Suahlen (Sohlen) Trier-Schleidw. Do häs en de K.ə gepupt dich missliebig gemacht Kemp-SPeter. Andres en de K.ə bles (blies), die K.ə wuəte hess; de A., de schwess (schwitzt)! Eusk. Heə hat sich met K.ə gewäischen en met Klütten (Torf) afgedrügt die Verteidigung ist schlimmer als der Fehler selbst Aach-Stdt. Wer sich mit K.ə wesch, et Gesech am Mond afdrüg, wer met der Nachtskommod ene Walzer danzt on met fufzig Johre noch am Dume lötscht, der es verdötsch (verrückt) Köln-Stdt. Et moss goh, en wenn et Perdche met de K.ə drageht (versenkt)! ich setze alles daran, meinen Zweck zu erreichen Aach, SNfrk. Der Deuvel löf (läuft) seiner Modder met em Köllche no die Sonne scheint während des Regens Aden-Virnebg. Für Holz on K.ə do setze (stohn, do herömlofe) nicht beachtet werden, für nichts zu gebrauchen sein, ratlos sein; dat lig do für H. on K.ə unbeachtet, unbenutzt; dat es für H. on K.ə unnütze [Bd. 4, Sp. 1119]
Mühe Rip, Allg.; eich gihn fir H. on K.ə ohne Zweck u. Erfolg Trier. Der hupst as wie e Hahn iwer de heisse K.ə Birkf-Hoppstädten. Wean owends net kennt voan de K.ən, kennt morgens net op de Soəhlen Prüm-Waxw Habschd, — net aus de Hohle (Höhle, Bett) Goar-Morshsn. Loss dau dat Fürche es ze K.ə werde! warte das Ende ab Eusk-Billig. — Rätsel. Mer wirft et ruckt (rot) on't Wasser, on et kennt schwarz eraus Prüm, Allg. Kollebrannte schwarz sen ich dut (tot), lebendig rätzerut (ritzerot) Koch-Urschmitt. — 2. übertr. a. sachl. α. verkohltes Ende des Dochtes, en K. an der Wek, der Kerz, am Lemment Allg. — β. Köllschen em Für Adonisröschen, adonis aestivalis Barm, Mörs, Klev. — b. persönl. -- m. schwarzhaariges Weib Köln-Stdt (doch s. Koll IV); e Köllchen einer, der sich bei einer Arbeit unabsichtlich schwarz gemacht hat Merz-Losh. Kohl kōl Siegld, Altk n.: Kohlenmeiler. Kohle- in der Zs. zwei Gruppen, eine ältere mit kol-, die noch überall bei einzelnen Zs. hervortritt u. allg. heute im SNfrk, Klevld durchweg gilt, u. eine jüngere mit -lə(n)-. Kohl-ak s. Kohlen-nachen. Kohl-apfel -ab- Nahe, Saarbr, Bitb-NWeis (kol-) m.: eine A.sorte; e K.appelsnas dicke Nase Kreuzn-Bretzenh. Kohl-arbeiten -arwetə Saargeb. Pl. t.: die A. in der K.grube. Kohl-asche, Kohl-back s. Kohlen-. Kohl-bank Saargeb. f.: -schicht in der Grube. Kohl-batsche -bā:t, –:-, –:-, seltener -lə- WEif, Trier, Saar f.: 1. ein aus Haselruten geflochtener Wagenkorb (anstatt des Kastens), mit dem die im Walde gebrannten Holzkohlen nach der Eisenhütte gebracht wurden (veralt.). — 2. übertr. grosses Gefäss Saarl-Pachten. Kohl-berg Saargeb. (nur FlN), Ruhr m.: -grube u. Zechenanlage. Abseits in einer RA.: Glich on gl. gesellt sich gern, dröm kroff (kroch) de Düvel en de K. Eusk. He löt de Öngermul (Untermaul) hangen we e Peərd, dat vam K. küt Wippf-Lindlar. Kohl-bergsschuhe -ǫu Ruhr Pl.: Sch., die der Bergmann in der Grube trägt. Kohl-bergzeug -tyχ Ruhr n.: Grubenzeug, –anzug. Kohl-bläch Eif n.: freier Platz, auf dem Holzkohlen abgeladen wurden. Kohl-docke kǫldǫkə Barm f.: altes, abgetriebenes Pferd. Kohl-eimer s. Kohlen-. Kohl-erde -·ə.rt Köln-Brühl f.: erdige Braunkohle. PfWB Kohl-fass s. Kohlen-. PfWB Kohl-fuchs -fus (s. S.) Sol, Ess-Werden, Rheinb-Meckenh m.: dunkelfarbiges Pferd mit weisser Mähne; Pf., das beim Schwitzen in der Farbe dunkler wird. Kohl-groppen Siegld m.: -becken. Kohl-grube s. Kohlen-. kohl-haligenschwarz -hlĭjə- Wittl-Cröv Adj.: ganz schw. Kohl-hauf -hōf Daun-Neroth, MüEif m.: -meiler. Kohl-hock, Kohl-kasten s. Kohlen-. Kohl-holz Eif n.: H., das zum Kohlenbrennen geeignet ist oder verwandt wird. | |