| NRhWB Huhn II nach Wk. III 24 n. des rhfrk. hiŋgəl-Geb. bis zu dem bei Henne angegebenen sndfrk. Henne-Geb. hūn, –ū:-, –o·u.-, –ō:-, –ō-, Pl. hīnər, –ī:-, –e·i.-, –ē:-, –:-, –- [der Pl. aber auch daneben u. älter ohne Umlaut in Bitb, Prüm, Rip, Berg; im Rip, Berg meist hō:ndər, –dərə; in Koch-Bruttig Fankel, Goar-Alken Burgen, Kobl-Moselweiss, May (hier u. da), Neuw (südl. Wied) h:nər zum Sg. hō:n]; Siegld ho, Pl. -nər, Demin. hχə; in WSchleid, Monsch, Aach vielfach hō:nt, –o- f., Pl. ho·n.dər; Eup ho·u.n f., Pl. ho·n.dər; in dem dem Henne - Geb. (s. Henne) vorgelagerten Geb. von Aach, Geilk, Heinsb, Erk, MGladb, Grevbr, Neuss ho·n., –ǫ- f., Pl. -·n.dər u. in Kref h·n. f., Pl. -·n.ər; lrhn. n. der Nordgrenze von Henne in Geld, Mörs, Klev meist hun (doch mehr tyt, aber Zs. mit Huhn), [Bd. 3, Sp. 902]
Pl. -ndər; n. Ruhr hūn, Pl. hunər, –ndər [Sg. um Rees-Bricht Dämmelerwald u. um Loikum u. Isselbg Bienen -ō-; um Mehrum -u-; um Vrasselt -o-; um Kirchhellen, Ess -au-] n. [f. Koch-Urschmitt, Schleid-Einruhr, Eup, u. im Geb. von hō:nt, ho·n., h·n.]: 1.a. wie nhd., das Eier legende H., unterschieden von dem jungen H., das noch vor dem Eierlegen steht, dem Püll, u. dem Küken (Hinkelchen, Hekelchen, Kluckchen, Küchelchen, Kükske), dem noch mit der Kluck (Klutz) gehenden Hühnchen; Kosebezeichnungen für H., entstanden aus den Lockrufen, sind: Bibb, Bibbi, Bibelchen, Huckelchen, Jipp, Kipp, Kitt, Kitz (Kitzhuhn), Kuch, Kück, Pick, Pill, Pipp, Pock, Pull, Purr, Putt, Rippchen, Schipp, Schnipp, Tick, Tipp, Tock, Titt, Tuck, Tüpp, Tütt, Wittchen, Zipp, Zock (s. d. W.); die H. werden nach den Rassen bezeichnet, etwa italjänisch H., Landh. landesübliche Sorte, Zwerg-, Kruffhuhn; nach dem Federkleid, gesprekelt (gesprinkelt, gesprinzelt, pürpelig), gesperwert H., Perlepippchen, en H. met dem gele (gelben) (gesprekelte) Kragen; Eisbär (weiss), Elster, Fuchs, Hasenhuhn, Krähe, Kuckuckssperber, Lackfeller, Leiendecker (nach der Schieferfarbe), Rebhuhn, Scheck, Seiden-, Silberhuhn, Sperber, Weisshals; nach einem Schopfe (Busch, Dolle, Gaup, Haube, Kuff, Kapp, Kuppel, Knupp, Krüll, Kutz, Mützchen, Nülles, Plutsch, Pusch, Putsch, Schopp, Straus, Struff) auf dem Kopfe, Dolles-, Mucks-, Muff-, Plümmen-, Pusch-, Strausskopp, Busch-, Gäupchen-, Kapott-, Kaputz-, Kuppel-, Mützchens-, Kuff-, Küppches-, Küpp-, Pusch-, Putschel-, Strausshuhn, Muffert, Strubbel; ein H. ohne Schwanz ist en Bollarsch, –futte, –kunt, –huhn, Büttchen, Büffkunt, Bläckarsch, –sterz, Bastard, Düppsterz, Dutz, Dutzarsch, Dodderarsch, Flutsch, Flatschhuhn, Huppsterz, Gumphuhn, Kauz, Kahlsterz, –kunt, Kackert, Kackes, Kackarsch, –huhn, Kupparsch, Krupphuhn, Kuckfutte, Nacktarsch, –futte, Plack-, Plattarsch, Plückhuhn, Pull-, Putt-, Rüselhuhn, Roppert, Ropphuhn, Schakert, Schott, Schoddel, Schotthuhn, –arsch, Schotter(t), Schötterich, Schötter, Schälert, Schäppert, Schlottert, Schöckel, Schrott(ert), Schrottarsch, Sterzstüpp, Stümmelschwanz, Stippfutte, Stumpsterz, –arsch, –huhn, Stümper, Stumpert, Stüpp, Stupphuhn, –arsch, –futte, –schwanz, –sterz, Stuppert, Stutzfutte, Tull, Tullarsch; es ist en nackig, geplöckt, plüsend, gepullt, geroppt, rüselnd, verrüselt, schrotterich, stumpig, stuppig, gestüppt H.; ein H. mit befiederten Beinen, Bucksenhuhn, –mann, Federfuss, –pot, –pudel, Hosenhuhn; ein H. mit nacktem Hals, Kahl-, Nackt-, Plackhals; ein H. mit bartartigem Ansatz am Schnabel, Barthuhn, –mann, –mäuser, Eulen-, Mausbart; ein H. mit besonderen Kämmen, Dubbel-, Lapp-, Schlotter-, Spitzkamm; ein H. mit krummem Schnabel, Krummpicker, –schnabel; ein H. mit krummem Schwanze, Krummschwanz, –sterz, dazu Lang-, Schleifsterz; ein H. mit eigenartigen Beinen, Gelbfuss, [Bd. 3, Sp. 903]
–pot, Hoch-, Rauhbein, –schochel, Krummschochel; ein H. mit langen Beinen, Gokes, Talphuhn, Topert, Toterich, Totert, Totes, Totsch, Trotert, Trutsch (udgl.; s. d. W.). — Die Hühner gacksen, gaksen, gäksen, kackeln, kockeln, schättern, schipsen; die H. blosen sech op blüstern sich, se spannen (stellen, setzen) de Federn (op), setzen Federn an (in) de Luicht (Luft), se buschen (plustern, prauschen, puddern, rüseln, rüspeln, spratzen, sprause(l)n spraustern, sprauze(l)n, straussen, struffen, strubbeln) sech; die H. bagern baden sich im Sande, se kaulen, kruddeln, kudderigen, kuddern, melmen, mollen, muddeln, mudden, muddern, kutschen, mutschen, paddeln, –dern, pluddern, plüsen, puddeln, -dern, schladdern, wälgern, wälzen, wenzeln, wuddern, wurdeln (sech em Sand) u. bilden so eine Grube, ein(e) Bacht, Bager, Bett, Gat, Hutsch, Kaule, Kaut, Fott, Kotsch, Kau, Loch, Mutsch, Mott, Tupp, Hutz, Mülles, Puddel-, Scherr-, Schrapploch; die H. scharren, dabben, krabben, kratzen, krauen, porren, schrappen, schruppen, schruteln, trasten; de H. fluhen (flohen) sich; de H. fliegen op auf die Sitzstange; et H. kluckst (klotzt, es klotzig, brihzig, brihdig brühig); et H. setz brütet (es am briden); en H. setzen eine Glucke auf die Eier setzen; en H. affangen morgens fangen und nach Eiern abtasten (aftasten, freden); et H. leg bal (Eier); et hät en gelen Kamm (Krät) (et wiərd at gel, rot); en H., das auf den Eiern sitzt, vergecksen vom Neste scheuchen, dass es nicht mehr drauf geht (verjagen, –schassen, –schelksen, –schäksen; et H. es bewalt); de H.ər sen juchtig, fiərschlich (fährselig), karjachtig, scheu, schäkig, schuch, schüchtig, spüch(terig), strutzig scheu; man jagt sie mit hsch, husch, hüsch, prrr, schsch (s. d. W.). — RA.: Do kräht gen Hahn noch H. no Berg, Ruhr. De Hohner, die fröh sengen, kriet der Fuss (Fuchs) Waldbr-Morsb. De Hihner sangen (singen) et of de Gass allen ist es bekannt Trier-Mehring. Hönne, die kriəhne (krähen), den kömmt der oə (alte) Dag en de Lif (Leib) Erk-Rickelr. Hunnen (Hahn), den let (legt), en H., dat kreht, dem geft den Hals of de Reck gedreht Merz-Brotd, — dem soll mer et Gesicht op de Bockel drehn Merz-Saarhölzb. Wo de Frau kallt (spricht) für den Mann, dat H. kräht für den Hahn, de Katze löppt für der Mus, do daugt et nit em Hus Sol; wenn et H. krähjt för den Hahn on et Wiff spreckt för de Mann, dann sall men et H. koppen on et W. kloppen Rees-Ringenbg. Kriəhen (krähende) Hohner, peife (flete) Mäd (Mädchen) un danze Pafen, die soll mer aus dem Lan (Lande) schaffen Prüm-Waxw Ihren, Malm-Atzerath; Krähhöhner, Fläutfraulütt, Bröllköh dögen nit Sol, — es för den Bur net vüəl (viel) Kemp-Breyell; Honder, die kriə, Köh, die brölle, on Mäərkes, die flöte, send drei ful Löte Geilk; die Mädcher, die flöten, die Hühner, die krähen, (dügen nit) den sall mer bi Zit den Hals römdrehen [Bd. 3, Sp. 904]
Waldbr-Wildbg, Allg. (de Kopp afdriəhne Jül, — de K. of de Bockel drehn Ottw, Merz, — de Hals afschniə Nfrk); wor de Hunder krähje on de Fraulüj fläute, dor sett den Düwel op de Schörssten Mörs-Rheinbg. Krähende Hunder krähen et Glöck ut et Hus Mörs-Veen, — van den Hoff Mörs-Orsoy. De Hohnder schratele de ganze Dag, — sengen sech jet wenn sie abends vor dem Schlafengehen eigenartige Töne ausstossen Rip. De Hohnder, die esu vell schatere (gacksen, gackern, kackeln, kockeln, tuckeln) (gackern ) legen de wennigste Eier Rip, Allg. Dat es en H., wat noch gackert, awer kan Ajer (Eier) mih legt ein verliebtes altes Mädchen, das später keine Kinder bekommen kann Trier-Stdt, Allg.; de hat sech en H. genuəhme för te kockele, ävvel net för te legge MGladb, Allg. Al (alte) Höhner kockele gern, ävver se lege ken Eier Eusk. Et hät sich wahl gekockelt, ävver de Hohnder mosse de Eier len Dür. Ne kranke Fuss (Fuchs) hürt och noch gern en H. kakeln Malm-Vith. Du häst de Gedanke, wo de Hohnder de Eier han Rip. En alt H. (et beste, gescheid H.) leg och alt ens nevven et Nes Alter (Klugheit) schützt nicht vor Dummheit Rip, Allg.; e luəs (kluges) H. leəgt net alle Eier en et Neis man muss sich nicht auf eine Hilfsquelle verlassen; e klok (luəs, wis) H. let och alt ens en de Bröhneissele (Branniəteln, Niəteln, Brutschele) Rip, Allg., — un verbrennt sik den Achtersten Ess. Och schwatze Höhner lege wisse Eier Köln-Stdt. E got H. legt och all Dag en Ei so tröstet man eine Frau, die in kurzen Zeitabständen niederkommt Malm-Vith. Em Mont (Monat) Mai let kei H. en schin Ei Neuw-Bonef. Wenn Matthias kemmt herbei, let et H. et erschte Ei Bernk-Merschd. De Guguck singt, der Kerwel springt, de Hehner legen Ajer Kobl-Winning. Lechmessen kalf de Koh un let et H., dann krit de Frau un de Mäd (Magd) ze dohn Köln-Poulh, Verbr., s. Lichtmess. Öm Neujohr hant de Hohnder gölde Fött (Gesäss) die Eier sind dann teuer Dür-Winden. De jung Hehner legen de Eier, on de al Keh gen de Melch (Botter) Koch, Allg.; jong H. on al K. motten et brenge Geilk-Brachelen. Alt Hohnder lege net mih alte Leute vermögen nicht mehr viel. Dat H. mach sech bezahlt met de Eier, die et leg Rip. De Hunder legge all met et Gatt op de Wenkel (Kaufladen) an wir müssen alle Eier verkaufen Geld. En neu Nester legen de Hönner ger neue Geschäfts-, Wirtshäuser üben eine grosse Anziehungskraft aus Kref-Osterath. De Höhner können eckersch (nur) bös drei tällen (zählen) drei Nesteier Sol. Wann völl Höhner en't Nest legen, hüppen de Eier Sol. Legen de Höhnder vell Eier en et Nös, sen se em Juli flisseg gewiəs (gewesen) Rheinb-Neuk. Et H. leg fort, — dreht de Eier fort Allg.; de Hühner, die emol fortleən, leən och fort diejenigen Menschen, die einmal betrügen wollen, betrügen auch Waldbr; da's en domm H., dat sein Ei [Bd. 3, Sp. 905]
fortdräht Saarbg-Portz. Hühnern, die keine Eier legen, sall mer of de Schwänz kloppen Koch-Lutzerath; min Houhner leən schlecht; Antw.: klopp en doch en op en Schwanz, dann geht et better Gummb. Et Ei well döckes (oft) klöker (klüger) sin äs et H. Sol. Dem es et evvevill (gleichgültig), of et H. op de Eier setz udder steht an dem ist nicht viel dran Bergh-Esch. Wie et Höhnche, su et Ei der Apfel fällt nicht weit vom Baume Sieg. Der bobbelt em H. e Ei drei Dag ze fröh erus der Schmeichler Rheinb-Lüftelbg. Do mas (machst) keinem H. en Ei, on wenn do de Schalen en de Fengeren hes Sülzt (s. weitere RA., hierhin gehörig, bei Ei, legen). De Ärsch freren (frieren) den Hohnern am (im) Wanter zo sie legen im Winter nicht mehr Bitb-NWeis. Du krigs et, wammer en H. kreien, dat Goldstöckelcher leg! Sieg-Ägid. Wer en der Stadt en Mäd (Magd) hält op e Spennrad un e H. op en Ei, den kos et zwei Köln-Stdt. — Das H. nach dem Legen gackert: Packpackpack, ming Arschback, et is mer leid, dat ech gelag han! Sieg-Honnef; stopp, st. mer der Arsch zo! Schleid-Reifferschd; o Gott, G., G., mingen Arsch, worauf der Hahn: dat verzüg (verzieht) sech, dat v. sech! Neuw-Asb; schmiərt min Arsch, schm. min A.! Der Hahn: En Kitt (Körnchen), en K. Össelt (Talg)! Malm-Bütgenb; kockele, k., kak; de H., die hat en Ei gelat! Nachahmung des Gackerns Monsch-Witzerath. — En H. frösst de ganzen Dag Trier, Allg. En H. frösst ischter (eher) en Zentner Hawer wie en Perd (Acc.) Wortsp. Trier-Schleidw. E gäht (noch) mat den Hihnern Dreck pideln so arm ist er, hat keinen Verdienst Trier-Mehring, — Dr. pecken un Gras roppen Mosfrk. De Hihner pecken em noch et Brot aus der Hand er ist dumm; er lässt sich in seiner Einfalt alles gefallen Mosfrk; der es su domm, dat en de Hohner pecken Altk; de Huhner gohn an e pecken on de Schof an e beissen Prüm-Ihren; mer ment, de Hihner häden em et Brot gefress (aus der Hand erausgepeckt) er stellt sich wie ein Kind, dem die H. das Brot weggepickt Trier-Mehring, Bernk. Et H. soll do pecke, wo et gekratz hät Köln. Keine Troppe Wasser drenkt et H., ohne nen Bleck zo Himmel ze dohn Neuw-Unkel. Das H. ist ein wunderbörlich Dier; et süppt un pisst nich Lennep-Radevormwald. De Huhner dranken (trinken), äwwer se sechen (seichen) nöt jeder kann schliesslich etwas, was ihm niemand nachmachen kann Trier-Schleidw. En höt de Hihner gefidert (gefüttert) er hat sich erbrochen Saarbg. Et geht net (so einfach), as wenn du de Honder jet brocks MGladb. Die kacke (scheissen) in de Hand en krömmele (zerkrümeln) et de Hühner för von geizigen Leuten gesagt Wesel. Al (alte) Hohnter lockt mer net met Kaf (Spreu) Monsch-Roetgen, Verbr. Met merci foərt (füttert) me de Honder kapot Eup. E bleng H. fengt (findet) auch wahl [Bd. 3, Sp. 906]
ens e Körnschen (Korn, Wessk.) Sol, Allg., — en Haverkörche Aach, — en Erz (Erbse) Eusk, MülhRh. Ehr Löck (Leute), lot de Hohner rut, et rent (regnet) Erze! Prüm. En rechte Därne (Mädchen) darf nich sau lange stille stohn, as en H. en Hawerkorn opnemmt Ess. Wenn de Hühner satt sind, sind se trurig (traurig) Wippf, Wermelsk. En H. es su lang satt, as et de Schnawel afbotzt Goar-Morshsn. — Et es en schleəte Zeck (Zeit) (de Eier send düər), de Hohnder gohnt bärfössig LRip. Morge lofen der de Hohner no on menen (meinen), et wären Wirm zu dem gesagt, dessen Kleider zerfranselt sind, dessen Schuhriemen gelöst sind Daun-Mehren, Ahrw-Ramersb. So wit lopen (gonnt) min Huhner nich so weit reicht mein Einfluss nicht, damit gebe ich mich nicht ab Gummb-Berghsn. Schum (schäme) dich fir den Heihnern, dei debausse geihn! Merz-Saarhölzb. Honner on Wiver verlope sech ger MGladb-Korschenbr. De Höhner on de Hippe (Ziegen), die stihn of ihre Stippe Altk-Willr. — Ne kranke Fuss (Fuchs) hürt och nouch ger de Hohnder flastere (fladdere) (fliegen ) Dür, Bergh, Köln. De Hühner fliegen em nit gebroden in't Mul Elbf, Allg. — De Hohnder lihre iərsch (erst) schäəre, wenn se Küche han Eusk-Zülp. Et H. moss iərsch kratze, ih et peck Bergh-Hüchelhv. Wo de H. schart, mott se och pecken wo einer arbeitet, muss er auch essen MGladb. En H. kratzt məih vam Hof, os wie zihn drop Prüm-Ihren, Allg.; en H. ka mih erofscherren, as zwei eropkreien Daun-Neroth. Alles könnt eraus, un wenn de Hohner et erauskropen mossen Bitb, Prüm (-kratzen). Wat der Hahn zosammekratz, kratz et H. wiər usəren Grevbr-Allr, Allg. Dat kannste schreiwe, wu de Hohner et net auskratzen! in den Schornstein Wittl-Binsf, Verbr. De schreift, mer mant (meint) grad, et hätt en H. do gescheart Bitb-Bollend, Allg. Keng Huhner mih op der Mest fannen (finden) bei ärmlichen Verhältnissen Bitb. — Met de Hohnder schlofe (nom Bett, en't Nes) gohn sehr früh, beim Sonnenuntergang; met de H. opstohn bei Tagesanbruch Rip, Allg.; der Fleissige geht mot den Huhnere schlofen on steht mot de Vigelen (de Hahn Klev) op Prüm-Ihren; fröhch möt de Honder noə Bett, op möt der Hahn öm de Wett Erk-Örath; we mit de Hunner nom Bett geiht, ka mit de Liewerlingskes (Lerchen) opstohn MülhRuhr, Köln; met de Hauhners no Bett un met de Ferken (spät) (Faselferken Elbf) upstohn Ess. — E H., wat klotz (gluckt ), os och jet notz Schleid-Hellenth. — Wann mer Kipp röf (ruft), ment mer de Hohnder all Dür; wo mer sch (schü, husch, ksch) sät (röf), ment mer de Huhner all bei losen Anspielungen, die man auf sich beziehen kann Prüm, Allg. Mach mer de Hohnder net scheu! mach mir nichts vor Ahrw, Rheinb. — De Hihner gehn noch un (an) e pissen so dumm ist er Trier-Mehring; dau [Bd. 3, Sp. 907]
dähs (tätest) de Heihner pissen zu einem, der offenbaren Unsinn redet Saarbg-Greimerath. De denk net feərner (weiter), wie en H. seck (pisst) Sieg-Thomasbg. Kloke Hönner kacken och als en de Niətele MGladb. He (der Missgünstige) vergonnt am (einem) alles, wat de Hehner falen lossen, nömmen (nur) de Äjer net Bitb-Seimerich. — Den Hohn (Hahn) peckt (tritt) dat H. begattet es Bitb, Allg. Dat dich doch en H. trött! Ausruf der Verwunderung Bo-Kessenich. En H., dat trett, let ken Eier Kref-Lank. Us H. moss use ale Hahn hackele (huckepack tragen), deht et och net gern Waldbr-Obernau. — Ene schlofende Fuss (Fuchs) fängk ken H. Grevbr-Kelzenbg (s. weitere Belege bei Fuchs ). — Of en krank H. hackt alles Koch. Wann de Bor en H. schlach, es der B. krank of et H. Köln; en B. ett gen H., blos wenn de B. krank es of et H. es kr. Rees, Rip, Nfrk. He lurt drop we der Fuss (Fuchs) op e krank H. Sieg-Seelschd. Wo de grad hinkick (-sieht), gonnt de Hönder kapot Neuss. Esu vell Hohnder solle mer baschten (bersten)! Ausruf beim Kartensp., wenn man die betreffende Farbe nicht hat Rheinb-Meckenh. En deck H. barscht wenn eine innige Freundschaft zu Ende geht NBerg. Trett de Hohnder net dut! zum Langschläfer Bo; dau tretts och ken Hohner mih dut zu einem, der spät heimgeht Daun-Strohn. De deiht kenem duden H. nicks der Einfältige, zu Gemütvolle Altk; er es net ze köhn, met er lange Ram an et dut H. ze gohn (föhle) Neuw-Leutesd Dattenbg; de geiht für em duden H. laufen ebd. Met Gewalt ka mer en dut H. hennen eröm heven Neuw-Asb. — Wann der Buər en H. schlacht, dann es ener krank: entweder dem B. sine Frau oder et H. is kr. Gummb, Allg. — Ech han met dir noch e Höhnche ze plöcke (roppe ) etwas auszufechten Rip, Allg. — Dau kris kan extra Hihnche gebroden (gebraten)! Trier-Stdt. En gesalz H. schmeck besser bi en geposste (veredelter) Rollmops Neuw-Buchholz. — Verschiedene RA.: De Huhner bezohlt mer firaus (an se leən dach net)! Antwort, mit der man einen Vorausbezahlung ablehnt Bitb. De got Hohnder sök (sucht) mer dehem om Möus (Mist) auf Frauen übertr. Bergh-Blatzh. Al (alte) Höhner un jong Mädche verdrage sich net got Köln-Brühl. Au (alte) Honner sönd friə (zähe) Eup-Raeren. Al Höhner gevven en fette Zupp Köln-Stdt. Schwarze Hohnder legen de deckste Eier Köln; de schwarte Katt, et schw. H. sall ken Bur ut den Hof duhn Klev. Wenn e Frau e Kend hät on en H., da hät se genog ze dohn Sieg-ODollend. Dau hos e Befehl wei en H.; wat de befiehls, dat moss de selwer dohn Wittl; he es Her on H.; wat e befellt, mott he selwer duhn Sol-Immigr; ech sen Her van den Hihnern, wann den Hahnen net do as Prüm-Büdesh. Der Huhner Neid, der Heren Streit un Goddes Barmherzigkeit, die dauren an (in) al Iwigkeit Trier-Schleidw. En H. maicht den erschten Streit zwischen Nachbarn Trier; ower [Bd. 3, Sp. 908]
Hunnder en Blage (Kinder) kömmt den meste Stritt Klev-Appeldorn; Kenger on Hohnder git Strit onger de Nober Berg; lopende Honnder on ströpende (sträufende) Kenger (Kinder) sind för de Nobber quoə (böse) Denger Kemp-Breyell; weə ene Nober well krete (ärgern), helt sech mar Honnder on Gete (Geissen) Heinsb-Lümb. Fraulück (-leute), Hohner on en gruəsse Garden machen vell Koppeng (Kopfpein) Wippf-Hardt (Fraulü, Hitten un Houhner Gummb). E kann ken H. erzernen niemand etwas zuleid tun Trier-Mehring. Wer all de Höhner bütze (küssen) well, möt (müsste) en ärg spetze Mul han Bergh, Köln, Ahrw. Guden Nocht; grisst mer eier Hihner, den Hohnen (Hahn) extra! scherzh. Nachtgruss Trier. Et sind Hohnder om Stenweig unberufene Lauscher Köln-Worring. E guckt, as härr er Hihner gestohl Goar-NGondershsn. On dem grussen Dreck, wo de Huhner Strucken (Gamaschen) anhatten vor langer Zeit, niemals Prüm-Ihren, — wie de H. Stieweln onhatten Wittl-Bettenf. En Elgen (Neuw-Elgert), bo de Keh (Kühe) bälken (schreien), bo de Leit de Hähner melken Neuw-NHonnef. Der leit (liegt) möt de Hihneren em Process hat nur einen Anflug von Schnurr- oder Backenbart Trier, Elbf. Te Hüsere on te Hunndere sin (setten) ein eigenes Heim haben Mörs, Geld, Klev. — In Vergleichen. E Möhnche (emsige Frau) wie e Höhnche Schleid-Hellenth; domm (bott) wie en H. Allg.; blengk (blind) wie en H. MülhRh-BergGladb; su ful wie en Frankfurder H. Aden-Wershf; so dril (geschäftig) wie en H. (met enem Küken) Gummb; dat geiht su flott, wie de Hihner Hawer pecken Bernk; su fresch öm den Kamm wie en H. gesund Wippf-Thier; su bang (scheu) wie en H. Allg.; su stark wie en H. Saarbg-Kreuzw; he hockt dorömmen wie en klotzig H. Gummb-Nümbrecht; dat hot noch ze setze wie en glucksig H. Zell-Merl; eso gekig wie e brihzig H. Trier-Mehring; so geck (wütend) wie en schwart H. Gummb-Berghsn; su falsch (böse, erzürnt) wie en klotzig H. Rip; du häs de Hor (Haare) hange wie en utgeleite (ausgelegtes) H. de Fott (Hintern) MGladb-Rheind; dau gehs eloher wie e beschotert (verschüchtertes) H. Bitb-Dudeld; de steht do wie e berent (beregnetes) H. Rip, Trier-Mehring; du bes so stolz wie en nass H. Neuss-Zons; he blöüht üm et Käimpken (Kamm) as en Hühnschen er ist recht gesund MülhRuhr; den hät en Kreit (Kamm) wie en H. roten Kopf Saarbg-NLeuken; so schratelig wie en H. gerne schreiend Sieg-Wahlschd; et (Mädchen) schatert (kackelt, kockelt lacht) wie en H. Monsch, Allg.; de sengt wie en gel (gelbes, mit gelbem Kamm) H. sehr schlecht Berg, Sieg, Saarb-Wehrden; jet utkockele wie en H. Grevbr-Wickr; et gackert wie en H., wat en Ei gelegt hot Trier, Allg.; de laft (läuft) (duddert) erom wie en H., dat en Ei öm Orsch hot Trier, Allg., — dat en Ei net legen kann, — dat Eier legen soll Allg.; he mech et [Bd. 3, Sp. 909]
wie de Hohner spricht von sich selbst lobend Schleid-Dollend; he süht (sieht) glöhndig ut äs en H., dat let Sol; e mächt Spektakel be e H., dat kän Eier legt Koch-Weiler; me muss en hiden (hüten) wie en H., dat eweg leən gäht Trier, Wittl; wie en H. erömlofe ohne männliche Begleitung Schleid; he löft doröm wie en scheu H. Rip, Allg.; du tapps do eröm wie en blengk (blindes) H.; de flügt op we'n nass H. Wermelsk; du stells dech an wie en dof (taubes) (domm) H. Sieg; he treppelt (torkelt) wie en H. Allg.; e es drop verseissen wie en H. op en Ei Eup-Raeren; den schrift, as wenn en H. drower gelopen es Klev, — als wenn en H. et dargekratz hätt Rip, Allg.; e schert wie de Hihner vum Hopen (Haufen) (Guppen) Mosfrk; he süppt wie en H. trinkt langsam Nfrk, Allg.; en hellt (holt) se, wie de Hehner de Wirm er isst sehr schnell Bitb-NWeis; lafen so rasch, wie en H. fresst Saar; er macht en Gesicht, wie wenn em de Höhner de Dong (Butterbrot) genomme hädden Altk; heə helt sich net esuə lang stell, äls en H. e Koərn opbeckt Aach-Stdt; he steht (setz) do wie en satt H. MülhRh-Overath; satt fresse un dann getrurt (getrauert) wie de Hohnder Bergh-Esch; esu vill be e H. scheisst sehr wenig May-Trimbs; den junge Mädchern gäht et wie de Hihnern; sen se am (im) Sädel (Sitzstang), wöllen se eraus; sen se debausse, wöllen se eran (herein) Trier-Mehring; so krank wie e H. Hunsr, Allg.; de es esu kr. wie en Höhnchen, dat am Neste söckt (sucht) on well leən Gummb-Hombg; he es so kr. äs en H., voll (gut) eten (freten) on nicks duhn n. Ruhr, Mörs; su verschlessen wie en H. Neuw-Buchholz; Ogen mache wie e gefreck H. Jül-Stetternich, Wittl-Greimerath; he lit (liegt) dorömmen wie en gebarscht H. Gummb-Nümbrecht; de puddert sich of wei en H. ist stolz Merz-Büschf; et stäht dir wie en H. ohne Schwanz Saarbg-Rommelfang, Mosfrk; de sieht aus wie en geroppt H. Mosfrk; he hät en stracken (geraden) Därm we en H. ist ein Fresser Sieg-Seelschd. — Das H. im Kinderld. Ech woll, ech wär en H., dann hätt ech nöchs ze dohn, dann lägt ech morgens mei Ei on hätt de ganze Dag frei! Altk-Willr, Verbr. Boss, b., mei Höhnche, b., b., mei Hahn; de Eier legt et Höhnche, awer net de Hahn Altk-Willr. Heijo, popäche, et Höhnche hat en Eche (Eichen); et woss net, war et lege soll; do lagt et en en koffere Kessel usf. Ahrw, Verbr. Die H., die hat en Ei gelat en des Here Garde; se saten (sagten), ich sou (sollte) et ənt sane (sagen); du sat ich et, du schluge se mich, du kreəsch ich, du liep ich no esu klei Bergeltjen eraf; du koəme da twei Mamselltjere; du sate die, wuhen geihs du; no Engelaind; E. is verschloəte, der Schlöətel is tebroəke; siehch, wu de ne nüə (neuen) kris; wennt dat Körentje rip is, wennt dat Möəleke stif is, wenn die Pöppkere danze, Liske, L., Franze! Eup. Heija, popeija, schlaht Hünnekes [Bd. 3, Sp. 910]
dot; stopp se in en Pöttje, dann worde se ni grot; duht der en betje (biss-chen) Botter bej, dann gef et en leckere Schmöllerej Klev. Heio, Könnche, schlof, mer roppen em Hihnchen de Federchen aus on machen em Könnchen a Bettchen daraus Trier. Achter dat Gardineke, dor lej en Hönntje dot, et hat son blond Stertje on op ens wor et dot Klev-Üdem. Gähste mat of Ranzen, wo de Kälwer danzen, wo de Katzen Hoəsen drehn (tragen), wo de Hihner borbess gehn? uSaar. Et wor ens enne Bur, de woll en H. han; kluck, sät dat Hönnsche; als de Bur en H. hatt, wol he och enne Hahn han; kockeläres, sät de Hahn; kluck, sät dat Hönnsche doə usf. Kemp-Breyell. Antönche, plöck et Höhnche! Neckvers auf Anton Jül-Hasselsw. Lis, jä (jage) de Hihner aus der Wis, loss den Hohn gohn, en hat der neist gedohn! Mosfrk. Fra, pibs; eier Hihner hon de Schnips! Trier. Geh, käf Fräschenhor; us H. hat de Schniəps! Bernk-Dhron. H., H., leg ene Köttel op de Bahn, leg en net zo noh, söns bes de dran! Abzählr. Sieg-Siegbg; Hehnche, Flehnche, Zuckermehnche; drehne, dauer, stirft de Bauer; kom de Engel meat de Licht, soss en al Fra eam Gorde on pleckt e Schettelche (Schüsselchen) Mos (Mus); schnipp-schnäppeg H., bat haste dar ze dohn! May-Trimbs. Motter, donn de Höhner fott, do küt ene Fuss (Fuchs)! ruft man, wenn ein Rothaariger sich nähert Bo. — Das H. im Kindersp. H. flütt (fliegt), Hahn fl.! Aach-Stdt. — Das H. im Rätsel. Fir spetz be en Seul (Ahle), henner platt be en Bleuel (Schlägel), en de Mette rond be en Rompelfass Koch (Drudelsack Trier-Schleidw); für wie en Seuel, mitten wie en Kneuel, henge wie e Widdhammer Sieg-Scheiderhöhe, — en der Mett en Kremmelesäckelche Bernk-Wederath. Et negdert (nutert) op dem Kopp (der Kamm schwillt) on betschelt (zickelt) on et Strəih Prüm-Ihren, Trier-Schleidw. Worom legge de Honnder Eier? Wenn se se werpe, da felen (fielen) se kapot Heinsb. Warum setzt mer kä H. of de Kirchture? Mer misst jeden Owend erofklemme un de Eier holen Bernk-Wederath, — dann zerkregten (zerkriegten, stritten) sech de Dörpwiwer, wann et en Ei let MülhRh. Wohin geht et H., wenn et us dem Mai küt? En de Juni MülhRh. Ech han e fett H. gebrode (gebraten); wie schrift mer dat en drei Del (Teile)? Dat ebd. Wie kann man verhüten, dass die H. über den Gartenzaun fliegen? Man macht ein Loch in den Zaun, dann können sie in den Garten gehen Koch-Laub. Wat as en handgreiflich Lig (Lüge)? Wenn en al Frau, die de Hihner gefroden (abgetastet) hot, sät: et H. gäht leien, on et hot ken Ei am (im) Orsch Trier-Mehring. — Das H. in den Wetterregeln u. Bauernregeln. De Huhner weise Ren (Regen) Bitb-Ehlenz. Wenn de Hunder völl kackeln on sengen, gef et wüs Weər Mörs-Orsoy. Wann de Hohner kriən (krähen), da get et schleət Wedder [Bd. 3, Sp. 911]
Malm, Zell, Saarbg. Wenn de Hönner frühch (früh) na de Hurd gonnt, göf et zongeren (des anderen) Dags gut Weər SNfrk; gonnt de Hohnder fröh op et Reck, es morn Sonnesching em Scheck uWupp. Wan de Hohner öm Ren (Regen) gohn (net us dem R. g.), dann rent et noch lang Altk-NFischb, Allg. (wenigstens noch drei Tage Geld); et geft nach viel Ren, de Heihner ginn net en Bernk-Dhron; de Hunder lope dör de Regen, et hört van Dag nit mehr op Mörs-Wallach; je schneller de Höhner söken Schutz, je schn. hört et op mem Schmutz Neuw-Buchholz; zöbbeln de Hohnder dur de Ren, es der Sonnesching noch fern uWupp. Wann sech de Hohner on Möschen (Spatzen) em Melm (Staub) puddern, dann git et Ren Neuw-Ettschd. Wenn de Honner schreien, gef et Wend, wenn se in't Hus blive, dann Ren SNfrk. Lafen de Hehner beim Ren onner et Dach, su hert et bal of Mos. Wann de Hohnder sech luse (lausen), dann git et Ren Dür, Allg. — Maria Geburt gohn de Höhner op de Hurd stellen sie das Legen ein Altk-Birken. Wu em August en H. en em Wingert gescheərt, do sieht mer et em Herfst Mos. Roppen sech de Höhner fir dererscht, es de erschte Sot (Saat) de beste; roppen se sich om Schwanz dererscht, es de letzte Sot de beste Westerw, Bernk-Andel Thalfang. — Volksgl. u. Volksbr. Die H. können bis drei zählen u. legen lieber zu drei Eiern; deshalb soll man drei Nesteier im Legekorb lassen Sülzt. Findet ein Mädchen im H.stalle ein totes H., kommt bald ein Freier Schleid-Hellenth. Das Träumen von weissen H. bedeutet baldigen Tod eines Freundes oder Bekannten MGladb-Korschenbr. Erheben die H. zur Unzeit (etwa gegen Abend) ein auffallendes Geschrei, so sehen sie einen Geist; es stirbt dann einer im Hause Bergh. Wenn man den H.stall bei Vollmond mistet, bekommen die H. kein Ungeziefer Allg. Wurde der erste Hafer gesät, so warf der Sämann die drei ersten Handvoll, die er aus dem Sacke nahm, nicht aufs Feld, sondern steckte sie in seine Tasche; zu Hause legte er in seine Stube einen Reifen von Weidenholz u. streute die mitgebrachten drei Handvoll Hafer in den Reifen hinein; die H. durften den Hafer auffressen u. vor dem Habicht waren sie nun sicher oNahe. Wenn man Ostern die H. im Kreise fressen lässt, tragen sie die Eier nicht in fremde Scheunen Aden-Weibern; legten die H. ihre Eier weg, so wurde am Fastnachtdienstag Sauerkraut gekocht, ein Reifen auf den Boden gelegt u. das Sauerkraut den Hühnern zum Futter hineingestellt; frassen die H. das Sauerkraut, so hörte das Weglegen auf oNahe. Einem kranken H. steckt man eine in Butter getunkte Spinne in den Rachen; die Sp. muss sich hinten wieder herausarbeiten, u. das H. wird wieder gesund Waldbr-Wildbg. Ein brütelustiges H. wird gestülpt unter einen hölzernen Behälter gebracht oder met de Fott e ge Water gesatt [Bd. 3, Sp. 912]
Nfrk, Allg. Man nimmt ein H., legt es auf eine schwarze Tafel, hälts mit der einen Hand fest, macht mit der andern einen langen Kreidestrich von seinem Schnabel aus auf die Tafel; dann lässt man das Tier langsam ohne schnickernde Bewegung los; es bleibt dann 5 bis 10 Minuten ruhig liegen u. starrt auf den Strich Elbf-Beyenbg. — b. andere H.arten, wie Feld-, Berg-, Birk-, Dik-, Duck-, Lüsch-, Hasel-, Pfauh. Allg.; die jagdbaren H. auch Hühner genannt; de Höhner (Feldhühner) halde net, et göf anger Wer Düss-NKassel, Allg.; meng H., meng H.! Nachahmung des Gesanges des Pfauhahnes Rip, Allg. — Nach Montanus nannte der berg. Landmann die Raben Goddeshöhner, die Krähen des Königs H. — Scherzh. nennt man die Krähen in den Rheinorten von Bo, Sieg Berchemer Hohnder (sie nisten an der Siegmündung bei Sieg-Bergh). — 2. übertr. a. persönl. α. von Weibern; en domm (dof taub) H. dummes Weib, Allg.; domm H., komm, loss dich picken! Merz-Bergen, Saarbr; e faul H. faules Weib Saarbg-Onsd; en doll (geckig, verröckt) H. mannstolles W. Allg.; gackelig H. lärmendes, stets lachendes W. Trier; en verkretsch H. traurig gesinntes W. Sieg-Mond; en ärm H. dummes W. mErft; e verplack Höhnche armseliger Mensch Köln; al schessig Hehnchen altes Weib Bitb-Koosbüsch; en schökig H. ungeschicktes W. Altk-Bachenbg; en wis H. überkluges W. Ess; en dreijährig H. ein Mädchen, das noch keinen Mann ergattert hat Zell; al (altes) Ehrecker (Ehranger) H., datste bas! Bitb-Dudeld; e got Hehnche kinderreiche Frau Siegld; dat sei Millersch hir Hihner die Töchter des Herrn Müller Trier. — β. allg. von Menschen, auch von Männern; es dat ävver en verdrüg (vertrocknetes) Höhnchen! ein magerer Mensch Sieg-Scheiderhöhe; en ömgestölpt H. ein M., der nicht weiss, was um oder mit ihm vorgeht, der sich scheu oder dumm umschaut, wenn sich um ihn etwas ereignet hat Gummb-Gimborn; en natt (nass) H. ein äusserlich heruntergekommener M. in abgeschabtem Rock; ein sittlich verkommener M. Duisb. — b. sachl. α. vorderes Eisenstäbchen ohne Querleiste, 15 cm hoch, an dem das Pflugmesser befestigt ist Koch-Ediger Greimersbg, May-Collig. — β. Hihnchen Nagel, an dem die Grindelskette des Pfluges, die Vorder- und Hinterpflug verbindet, befestigt ist Saarbg-Nennig Soest. — γ. Hohnder ohne Sterz scherzh. Kirchen mit unverhältnismässig hohen Türmen Schleid. — δ. blengd (blind) H. Gericht, aus Möhren, Bohnen, Kartoffeln gemischt Mettm-Haan, Neuw. — ε. am schelen H. Wirtshausname Barm. NRhWB Hühner-äpfel -ębəl Prüm-Dausf, May-Kollig Kehrig Küttig Lasserg Mörz MüMaif Polch, Kobl-Metternich, Koch-Kaifenh Poltersd Pl.: die Beeren des Weissdorns. Hühner-arsch (s. S.) Allg. m.: wie nhd. RA.: En H. stäht ümmer of Trier-Mehring. En Gesicht su rauh (bret) [Bd. 3, Sp. 913]
wie en H. Neuw-Rodenb. NRhWB PfWB ElsWB Hühner-auge (s. S.) n.: 1. wie nhd. Allg. — 2. übertr. a. Leichdorn am Fusse, nach dem Nhd. bekannt; mdl. Krähen-, Elsterauge (s. Wk. Krähenauge). Scherzrätsel. Zwei Auge, jo zwei A., die leie (liegen) mer im Sinn, un seit Sunndag Owend is meine Ruhe dahin Bernk. — b. dick geschwollenes A. Rheinb-Meckenh. — c. A. mit einer Verdickung am Lid Kobl-Kaltenengers Mülh SSebastian Urmitz. Hühner-bacht (s. S.) Wittl-Binsf, Daun-Katzwinkel f.: der Wühlplatz der Hühner. PfWB Hühner-bagger Klev-Goch m.: dass. PfWB Hühner-balken m.: 1. die Sitzstange der Hühner Verbr. verstreut hier und da in Koch, Kobl, May, Daun, Ahrw, Neuw, Sieg, Schleid, Grevbr, Düss. — 2. die höherliegenden Balken des Dachgerüstes der Scheune; der höchste ist der Hahnenb. Bergh-Elsd Horrem Hüchelhv Lipp. hühner-bang Wittl-Muhlb Adj.: sehr b. Hühner-baum -ō- Malm-Bütgenb Vith m.: Faulbaum. NRhWB Hühner-beere -brχə Neuw-Kasb f.: Frucht des Weissdorns. Hühner-befühler -:- m.: Neckn. derer von Ahrw-Lohrsd. Hühner-bein (s. S.) n.: 1. wie nhd. Allg. — 2. übertr. magerer Mensch Köln-Brühl. Hühner-bett Ottw-Scheuern n.: Wühlloch der Hühner. Hühner-bibbelchen Koch-Lutzerath n.: Beere des Weissdorns, Hagebutte. Hühner-birne (s. S.) f.: 1. die früheste kleine Birnensorte Sieg, Aach, Geilk. RA.: Me kann och H.ə ze düər bezahle alles hat seine Grenzen Sieg-ODollend. — Zs. H.birrenbom, –zeck (-zeit). — 2. Beere des Weissdorns, Heckenkirsche Zell-Aldegung, Koch, Kobl, May, Bitb-Bollend. Hühner-bitz -e-, –ø-, meist Pl. -tsə May m.: 1. Beere des Weissdorns u. der Strauch selber. — 2. kleines Geschwür am Augenlid, Gerstenkorn May; -buts Koch-Haur; -bøtəl May-Ettring. hühner-blind (s. S.) Wippf, Mörs-Orsoy Adj.: in der Dämmerung nicht gut oder gar nicht sehen könnend. NRhWB Hühner-blume (s. S.) f.: 1. Wiesenschaumkraut, cardamine pratensis Trier-Welschbillig, Bitb-Irrel NWeis. — 2. Löwenzahn Bitb-Speicher. Hühner-böhrchen Grevbr-Hochneuk n.: scherzh. der jüngste Knecht (Magd), Bunnes, der morgens die Hohndere aftaste musste. Hühner-brett Aden-Quiddelb n.: Sitzstange der Hühner. PfWB Hühner-brust (s. S.) Allg. f.: übertr. schwache Br. des Menschen; de hät en H. Hühner-bühne -bȳn, –ȳə-, –- (s. S.) Sol, Mettm, Düss-Hilden f.: -sitzgestänge u. –stall. Hühner-bunnich -un- Bernk-Merschd f.: das Wühlloch der Hühner. Hühner-busch -o- Mettm-Vohwinkel m.: Schopf des Huhnes. Hühner-buttel -bøtələ (Pl.) May-Kottenh, -botəl Aden-Engeln f.: Hagebutte, Beere des Weissdorns. Hühner-butter -ot- Schleid-Dollend, Ahrw-Weitchen f.: Eierschmiere für das Butterbrot, eine Art Rührei. | |