| NRhWB Hag(en) abgesehen von allg. verbr. FlN (Hag, Hagen, Han, Hog, Hon) nur noch in best. Geb. als Appellativ: 1. hā:x, Pl. -γən Trier-Schleidw, Prüm, Malm, Monsch-Rötgen, Eup, Schleid-Baasem Kronenbg Marmag Hellenth, Ahrw-Burgsahr, Rheinb-MüEif, Aach-Stdt (nur in einer RA.) [h:χ Daun-Strohn, Prüm-Hallschlag, Monsch-Mützenich Rohren (n.) Ruhrbg, Schleid-Einruhr Udenbreth, Aden-Herschb Kempenich, Sinzig, Dür-Froitzh (n.); h:χə (Demin. n.) Aach-Breinig]; h:x, Pl. -γən Daun-Gerolst, Prüm, Bitb, Wittl, Trier-Ld, Saarbg [h:, Pl. -ən Bitb-Ernzen Roth Mettend, Trier-Braunshsn Conz Heidenbg Geisf, Saarbg-Castel Onsd Saarbg, Merz-Losh; h: Saarl-Hüttersd; h:l, Pl. -lən Bitb-Bollend, Merz-Weisk; h:l Saarbg-Winchering, Merz-Conf; h:k, Pl. -gən Bitb-Hamm]; h, hē, Pl. -ə Merz-Stdt Morscholz Nunk Wahlen (-:), Saarbr-Stdt Wehrden, Wend-Aulenb Freisen Haupersw Nahbollemb Schwarzerden Weiersb, Meis-Bärenb, Birkf [hē: Höhe], Simm-Dickenschd Schlierschd, Goar-Weiler; h Zell-Bärenb, Bernk-Bruchw Hunolst Wirschw [s. dazu h:χ Bernk, Zell, Koch, Kobl, Neuw, Altk, Siegld, Berg, Klevld bei Hecke] f. [m. in Prüm, Saarbg hier u. da; n. s. o.] a. lebende Hecke um Garten oder Wiese, Gardenh., lewendig, deren (dörnen) H.; aber auch Reiserzaun (toter Z.); de H. nonen (nacheinander) mache in Ordnung bringen Allg; de H. schere beschneiden Schleid-Hellenth, — schnöə Eup; de H.ə tünen (zäunen) flicken Eup. RA.: Et es necks finder (feiner) öm ene Garde äs we en Hägelske (h:γəlskə) Eup. Op gen H. schlone (kloppe) auf den Busch klopfen, etwas erfahren wollen Eup. Över H.ən en Tün (Zäune) Reißaus nehmen Eup. A jen H.ən en Züng (Zäunen) kallen Eup-Raeren. Kimmt et Gewider iwer en H., kannste worden Johr un Dog dann entläd es sich nicht Bernk-Mülh. [Bd. 3, Sp. 73]
— Örtlich nur in RA., die sich auf den Hag in Holland beziehen, so in Aach-Stdt: Sei es de Juffer van den H. en dreəgt et Beiste alle Dag ein Weib, das nur ein Kleid hat oder aus Üppigkeit sich täglich putzt. De Graf van de H. dröj et Bes (beste Kleid) alle Dag! schone deine neuen Kleider Kemp-Stdt, Kref-Fischeln. Den verspöllt den H. on den Boss (Hertogenboss), — den H. on den B. on den Galläj (Allee) Geld-Schravelen. Dat hät den H. in die Sache ist schwierig auszuführen Geld-Nieukerk. — Em Hag Bezeichnung der Gärten, welche am Abhange des Hügels sich befanden MGladb. — Ein kleines Gebüsch MGladb-Giesenk; Gesträuch, Strauch, Hecke (ausnahmsweise) Bitb-Rittersd. — b. h:x, Pl. -γən ein mit einem H.a umgebener, eingefriedigter Weideplatz oder größerer Acker Prüm-Ihren. RA.: Om (im) H. sen im Gehege sein, in Gunst stehen, nach Willen sein, guter Laune sein; der Schwiegersohn os (bei) dem Vader net om (im) H. nicht wohl gelitten; et os him net om H. er ist nicht gut aufgelegt. — c. h:x, Pl. -γən Abschlusslinie bei gewissen Klickersp. Wittl-Sehlem. — d. h:x Sg. t. f. ausgespannte Seile zum Trocknen der Wäsche; et Gescher hänkt op der H. Bitb-Fließem. — e. h:x, Pl. -γə Bucht an der Mosel, de draien (untiefen), dewen (tiefen) H. Zell-Pünderich. — 2. hā:n, –:- Pl. -:- Altk; h, Pl. h Siegld-Salchend; h, hę, Pl. -jə Siegld m. der jeweilige einem Mitgliede der sog. Haubergsgenossenschaft (Feldwaldwirtschaft) nach 16 — 18 Jahren zufallende Anteil, eine Unterabteilung des sog. Jans; die einzelnen H. werden abgetrennt durch Moler (Male), die am Anfang u. Ende nebeneinander stehen; ist der H. lang, so hat er noch 1—4 Unterabteilungen, Gemässer; das Ziehen der Grenze zwischen den einzelnen Hänen geschieht durch zwei Männer, welche von der oberen u. unteren Begrenzung ausgehend u. einander entgegengehend durch Zuruf: H. her! (im Terzenfall), der andere: Her H.! (in aufsteigender Terz) oder Haw her, haw her (hau her)! sich orientierend eine Linie durch Zeichen an dem Strauchwerk bezeichnen. S. Hauberg. — Die ON auf -hagen lauten im Berg -hā:n. — 3. hāx, Pl. -γən m. die Reihe der zum Trocknen nebeneinandergelegten Ziegelsteine; die Sten in de H.ə sette; die Stein stont in de H.ən Geld-Straelen, Mörs-Neuk, Klev-Calcar. — Verbreiteter ist H. in Zs. Vor- hag(en): røərhā:x hinausgewachsene Hecke Eup-Raeren. Hag- [die Zs. mit Hag(en) haben sich z. T. früh lautl. an Hahn (gallus) angeschlossen, z. B. –apfel, –kirsche]: Hag-ämpel = Stachelbeere s. –apfel 2. Hag-apfel -ab-, –ap-, gern -ępəlχə, –əlkə m.: 1. Beere des Weißdorns, u. zwar hān- Rhfrk, Mosfrk, Rip, Grevbr, Neuss, Erk, Geilk, Heinsb [hn- Trier-Ld, Wittl, Bernk, Daun, Aden-Antw; -ə- Schleid verbr., Rheinb-Flamersh [Bd. 3, Sp. 74]
GrBüllesh Queckenbg Heimerzh Wald, Eusk-Cuchenh Commern, Ahrem, Bergh-Heppend; hərn-, –ōərn-, –ūərn- Eusk-Euenh, Bo-Witterschlick, Sieg-Rheidt Sieglar, Altk-Birken (-nts-); hūn- Trier-Heidenbg Thomm Trittenh; -nən- Trier-Heidenbg Kenn; hnən- Bernk-Merschd; hnə- May-Collig Polch; -nər- Neuw-Engers; hānə(n)- Daun-Calenborn Lissing Rengen Stroheich, Prüm-Steffeln, Schleid-Einruhr, Ahrw-Neuenahr, Bo, Köln, MühlRh, Bergh, Dür-Distelr Geich Kreuzau Langerwehe Leversbg Winden, Jül-Inden Kirchbg, Aach-Merkst, Geilk-Birgden Brüxgen Hastenr Langbr Tripsr Üb, Heinsb-Breberen Dremmen Erpen Kirchhv Rath Waldenr, Neuss, Düss-Grafenbg, Geld-Straelen, Ess-Bergerborbeck; h:l- Wittl-Spang-Dahlem; hāi- Bitb, Trier-Welschbillig; hęin- Sol-Lützenk; n- Bo-Godesbg; ān- Heinsb-Millen; h:ndəln Pl. Daun-NWinkel]; hāx- Geld, Mörs, Klevld (hier auch Hagebutte, wie auch hā:n- in Geilk, Heinsb). RA.: So gammer (gesund) wie en H. Wittl-Cröv. Wemmer Hanäppel iss, krit mer Plack (Grind) (Lüs Heinsb-Dremmen) op de Kopp MüEif, Dür-Geich. Was haben wir gekocht? Antw.: Hanäppel Simm, Zell, — Hondsfotzen, H. on klen Stencher Bitb. — Hanäbbelcher, Han, die Fasenacht geht an; duht Speck un Eier in die Pann, dass de Kuche ritsche kann! Simm-Schlierschd. H., Han, die F. geht an; Speck un Eier in die Pann, dat de Kuche ritsche kann; druwe an de Firscht hängkt ne Korb voll Wirscht; druwe an der Lei hängkt e Korb voll Ei(er), losst dat Messer blinke un schneid mer e Stick vom Schinke, so langk wie meine Schuh, dann hon ich langk genug! Zell-Sohren. Hon, H., H., de Fossicht fänk weil on; Fra, breng de Äjer (Eier) raus, oder mer schecken de Wolf an't (in das) Haus! Wittl-Eisenschmitt. Hanäppelche, Han, die F. geht an; shneit mer e Stick vom Schinke, loss das Messer blinke, schnei mer en Stick von alle; loss mich nit so lange stehn; ich will noch en Haus weiter gehn! Simm-Ellern (u. so auf dem Hunsr verbr.). — 2. Stachelbeere (s. Wk. Knurschel), u. zwar hānapəl Jül-Titz Opherten, Erk-Immerath, MGladb-Odenk Rheind, Grevbr-Barrenst Garzw Wickrathhahn Wevelinghv Belmen Elfgen Hülchr Neurath Frimmersd; hm- Jül-Titz; hmępəltər Grevbr-Frimmersd Gusd; hānęmpəltər Grevbr-Otzenr; — ęmpəl Grevbr-Elsen Gind Gustorf Jackerath Laach Neuenhsn Noithsn Orken, Erk-Borschemich — 3. hān- Gallapfel auf Eichenblättern Wittl-Kinh. — 4. hān- Kiefernapfel Köln-Keldenich. — 5. hān- Narrenzwetsche Ahrw-Neuenahr. — 6. hānębəlχər gehörnter Schotenklee Simm-Ebschd. hag-äpfelig hānębəliχ Simm-Horn Adj.: in der Wend.: Do mecht (möchte) mer h. were aus der Haut fahren. Hag-bach hānə- Birkf f.: in der RA.: So alt wird kei Kuh of der H. gesagt, wenn man das hohe Alter eines Greises erfährt. Hag-bämpelchen (s. [Bd. 3, Sp. 75]
[Bd. 3, Sp. 77]
Wk. III 3) hānəbęmbəlχə Bernk-Merschd Gonzerath n.: Hagebutte. Hag-bibbel hānəbebəl Bernk-Rapperath Bewe; -bibelχə Wend-Eckersw Fohren Linden; hanəbībχə Kobl-Bubenh f. (n.): dass. [Beere des Weissdorns Kobl-Bubenh]. Hag-birne hāibīər Trier-Möhn; h:rbīrχə May; hō:bi·r.χər Bitb-Ernzen f. (n.): Beere des Weissdorns; h:bīrə Birnensorte Ottw-Uchtelfang. Hag-bläch hā:γənblk Sol 1870 f.: Wiese am Hag. Hag-blume hā:xblō:m Daun-Tettschd f.: Spierstaude, spiraea salicifolia, die oft die Hecke um Wiesen bildet. Hag-boz hāmbts Simm-Laub m.: ursprüngl. Vogelscheuche; jetzt Schimpfw. für einen einfältigen Menschen, der sich gern fürchtet, bes. für ein derartiges Kind. Hag-brühen hbrȳən Altk-Wildenbg n.: das Verbrennen des Unterholzes des Hauberges. PfWB ElsWB LothWB Hag-buche (s. S.) Rhfrk hām-; Mosfrk, Rip h:m- (auch ohne Schärfung) [h:- Saarl-OEsch; h-, h- Siegld; hǫ·m.- Bitb-Ernzen, Wittl-Schwarzenborn; h:n- Trier-Geizenbg, Zell-Grenderich, Bitb-Dudeld, Daun-Neroth Tettschd, Prüm-Mürlenb, Schleid-Blankenh, Aden-Hümmel, Rheinb-Wald MüEif, Neuw-Datzeroth, Sieg-ODollend; h:n- Sieg-Braschoss; h:- Köln-Brück]; Berg hām-, hā:m- [hm- Wippf-Biesf; hā- Gummb-Rebbelr; hā-, hār- Gummb-Berghsn; hā:nə-, hānə- Sol, Elbf]; Monsch, Geilk-Bauchen, Heinsb-Orsbeck hā:m-, hā:n- [Geilk-Brachelen hā:n-; Düss-Hucking hę·i.-; Dinsl-Aldenr hārbȳkənbōm (diese Orte die einzigen Belege n. Benr.-L.)] f.: Weissbuche, carpinus betulus. RA.: Sou zwudderich (ästig) wie en H. Saarbg-Ockfen; so zäh wie H. Siegld; su stif (egensennig) wie en H. uWupp. hag-büchen (s. S.) Adj.: 1. aus H.buche bestehend, z. B. h. Holz, Reiser, Stock, Still, Stomp, Heck, Bösch Allg.; en h. Bruaden verdrehter Knüppel Bitb; en h.bechele Heck Koch-Urschmitt. RA.: Der es us h. Holz geschlohn der ungehobelte, plumpe Mensch Sieg-Königswinter. De h. Brell am Pfluge das Eisen unter dem Wessel, an dessen beiden Enden eine Öse ist, in welche die Spitze des Riesters gesteckt wird (Doppeljoch des Rindviehes Trier-Schleidw); de h. Br. opsetzen einen prügeln uWupp; dau kris ne Brill von h. Holz! zu einem, der nicht sehen will Bitb-Dockend E h. Au (Auge) hat der, der schielt Birkf. — 2. übertr. sehr grob, stark. a. von Dingen, Zuständen; en h. Hetzde grosse Hitze uWupp; h. Doch sehr grobes Leinen aus Werg; h. Kiddel blauer Kittel (dies auch Altk-Bachenbg) Bitb, Prüm; h.ə Knoche Saarbr; en h. Sil (Seele) han zäh, langlebig sein; ein hartes Gemüt haben Sieg-ODollend; h. Anschlä (Anschläge) verkehrte Pläne Birkf, Saarbr, Wend. — b. von Menschen, Tieren, kerngesund, ungeschlacht, unbeholfen, grob Allg.; en h. Kouh deren Schulterblätter hervorstehen; du h.ər Hund! Schimpfw. Heinsb-Orsbeck; mager, dürr, ne Honböche Rheinb-Wald. Hag-busch hā:nəbe Trier-Braunshsn m.: Weissdornhecke. RA.: Wenn de H. blihe, get et [Bd. 3, Sp. 78]
Heirekor (Heidenkorn, Buchweizen) gesät. Hag-butte (s. Wk. III 3) hambudəl, meist Pl. -ələ (u. so auch bei den andern Entsprechungen) [seltener -pu-, aber meist in Wend] Kreuzn, Meis, Wend, Ottw-Illing Ottw Wiebelsk [hāxəput Wend-OReidenb Zaub, Ottw-Steinb; hāxəbut Ottw-Bub Calmesw; hampot Ottw-Gennw, Wend-Pfeffelb, Saarbr-Sulzb], Saarbr-Stdt Sulzb Luisenth OVölkl [seltener in diesem Geb. hām-, bestimmt in Kreuzn-Boos Hochstetten Langenth Nussbaum Weitersborn, Wend-Becherb Heimbg Krebsw Otzw Ruthw Stdt Thallichtenbg, Ottw-Stdt; hāmpitχə Wend-Reichenb; hānəbudəl Kreuzn-Weiler, Meis-Breitenf; in Meis hier u. da hǫm- Hundsb Meckenb Abtw; hān- Meis-Hoppstätten; nach dem W. zu, auch s. der Nahe stark mit Arschkratzel (u. a. Zs.), -kitsəl gemischt]; ham- dann noch hier u. da in Simm (meist Arschkratzel), z. B. Dichtelb Kirchbg Castellaun Simm [hamburə (Pl.) Simm-Dillend; hānbudəl Simm-Gemünden], Goar-Trechtinghsn Heimb Bacharach OWesel Steeg Holzf Damschd Urbar Langenschd Perschd Dellhf Neurath Breitschd, im N. bodəl u. rgratsər [hān- Goar-Stdt; hāmbut Goar-Carb], Kobl, Neuw (nicht im kurköln. Teil) [doch hā:nəpudəl Neuw-Isenbg Kausen; h:nə- Neuw-KlMaischd]; n. uMos bodəl; doch h:nərbodəl May-SJohann; -bøtəl May-Kottenh; -bøtχəl May-Ettring; n. Wied kē:p (s. Kiepe); an der mosfrk. Saar bodəl u. tudəl (Saarl), sonst bā:gəl; Zell, Bernk bodəl u. āgratsər; doch hambodəl Zell-Enkirch Traben Trarb [hāmbut Zell-Starkenbg; hā- Zell-Büchenbeuren; hābudəl Zell-Rödelhsn]; abseits hā:nəbøtəl Schleid-Stdt, Dür-Stdt Drove Frenz Merode, Jül-Dürwiss Fronhv Inden Langend NMerz, Aach-Atsch Hehlr Kinzw Mariad SJöris [-o- Horb Neussen], Geilk-Baesw; hambotəl Gummb-Berghsn Laasphe; hawudəl , auch hā- innerh. Kreuzn-Gebr Bockenau Mandel Burgsponh Norh Kreuzn Bretzenh Langenlonsh Heddesh Spall [rawudəl Kreuzn-Treisen Norh (u. ha-); gra- u. ha- Kreuzn-Bretzenh]; h:rbodəl Daun-Mehren; habodə Siegld-Dahlbr; -budə Siegld-Burb; -bodəl, –ud-, –po- Siegld-Beddelhsn Herzhsn Holzhsn Lützeln NDresselnd Unglinghsn Mittelhees Wahlb; -pōdəl Siegld-Würgend; hpoədə Siegld-Weidenau Siegen NSchelden Obersd Ringsd; -budə Siegld-Eisern NDielfen; -podəl Siegld-Deuz Netphen Wilden; hpōdə Altk-Herdrf; hābrodəl Siegld-Bühl Creuzth Eichen Fernd Kredenb Kromb Littf Rimb Müsen Mittelhees; hər- Siegld-Eichen Salchend; hāpurdəl Siegld-Würgend; h- Siegld-OSchelden; hāpobəl, h- Siegld-Grund Helbershsn OHäusl OFischb Ruckersf; h- Siegld-OFischb; h- Siegld-Büschergrund Niedernd Neunk; hāpobə Siegld-Lützel; hān- Siegld-Freudenbg; hrpobəl Siegld-Grund OFischb Neunk Salchend (u. -brodəl); hānəbudə Siegld-NSchelden; hā(n)pu(ə)rtə, –pudə Altk-Harb NFischb Freusbg Katzenb Offhsn Herkersd [Bd. 3, Sp. 79]
Wimmersb; hānə- Altk-Dauersbg Scheuerf; hăn- Altk-Derschen Friedewald Weitef; ham- Altk-Mudersb Brachb Dernb; hāxə- Altk-Sassenr; hāγəpotsəl Siegld-Geisbg [die nhd. Form hā:γə-, hā:xəbut ist vielfach innerhalb dieser Geb. u. auch im Geb. von Kiepe, Buttel, Duttel, Spakel, Arschkratzer u. in ORees u. zwischen Ess u. Barm überliefert] f.: die Frucht der Heckenrose. Rätsel. Et ös wat öm Wald, dat hät en ruət Röckelchen an un en schwarz Käppchen op Altk-NFischb. hag-deutsch hā:xdøyt Dür-Froitzh Adj.: spottend für Hochdeutsch. Hag-dorn (s. S.) Rhfrk hān-: uSaar, Trier, WEif h:n- [Saarbg-Soest, Bitb-Ernzen, Zell-Briedel h:-; Trier-Wasserliesch, Bitb-Mettend NWeis h:l-; Merz-Merching h:l-; Goar-Steeg hnə-; Trier-Clüsserath hūnən-; Daun-NWinkel h:ndəldăr, –troux, u. danach die Beere h:ndəl, Pl. -əln; Koch-Treis h:nələ-]; Rip nur vereinzelt hā:n- Dür-Gey Winden, Erk-Körrenz (nur FlN), uWupp 1870, Geilk-Brachelen; hā:- Wermelsk; h:- Köln-Brück [h:l- Bo-Witterschliek, Sieg-ODollend]; Nfrk hāx- nur aus Mörs-Neuk; hāγəl- Geld-Stenden; meist eben nur Dörn genannt m.: Weissdorn, crataegus monogyna [auch Strauch der Heckenrose Saarbr-Sulzb, Zell-Briedel]. RA.: So lang die Handore nit gebliht hon, darf mer die Hänsche (Handschuhe) nit auslosse Simm-Schlierschd. — In der Mainacht stecken die Burschen den nicht gut gelittenen Mädchen einen H. an die Türe, um anzudeuten, dass am H. jeder hängen bleibt, dass sie alle jungen Burschen an sich ziehen u. mit ihnen ihr Spiel treiben. — Gegen den Ausschlag bei Kindern nahm man morgens früh mit Sonnenaufgang ihr Leintuch, trug es fort auf eine andere Gemark u. hing es auf einen H.; es musste stillschweigend hin- u. zurückgegangen werden Birkf. Hag-flitchen hānəflitχə Wend-Breungenborn, Birkf-Enzw n.: Marienkäfer, Siebenpunkt. Hag-gickel hāgigəl Meis-Stdt, Kreuzn-Sobernh m.: Kiefernzapfen. Hag-hach hān-, hnhx Altk; h- Siegld m.: von einem Ochsen oder einer Kuh gezogener einfacher Pflug ohne Räder (s. Haken), im Hauberg (Hä) benutzt. Hag-hacke (s. S.) ebd. f.: H., mit der im Hauberg die Rasen, Brasen, in Stücken von einem Quadratfuss abgehackt u. umgewendet werden. Hag-hauf (s. S.) ebd. m.: zum Verbrennen hergerichteter H. Hag-hecke h:ntshęk Eusk-Kirchh f.: ein etwa 30 Schritte langes u. breites Grundstück, nahe bei der Flur Hokebur u. Wyler, etwas über den Acker erhöht, in dessen Mitte es liegt, fast ganz mit Waldbäumen bewachsen, durch Steine u. Hecke eingefriedigt, ehemals auch durch eine Türe verschlossen; es gehört seit Urzeiten dem Junggesellenverein von Kirchh, auf dessen Namen eingetragen; am Kirmesmontag (ehemals zweiter Sonntag im Okt., jetzt Sonntag nach Maria Geburt) ziehen die Junggesellen zur H. unter Musik u. mit [Bd. 3, Sp. 80]
Fahne; einer verliest dort das H.ər Protocoll, das spasshafte Leistungen verzeichnet, die die anliegenden Dörfer u. die ganze Welt den H.heckern zu leisten haben. — Die von Kirchh heissen Kerchemer Honshecker. | |