| Rheinisches Wörterbuch | ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
heulen bis Heulkopf (Bd. 3, Sp. 603 bis 605) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
heulen abheulen anheulen aufheulen ausheulen nachheulen verheulen Heul Heul-abend Heulabraham heulächtig Heularsch Heulbabbes Heulbalg Heulbär Heulbier Heulblag Heulbruder Heuldobbel Heuldock Heuldopp Heuldott Heulhut Heulhusten Heulknopf Heulkopf Heullappen Heulliese Heulmaul heulmütig Heulochse Heulpeter Heulpott Heulranzen Heulsack Heultoll Heultreip Heultuch Heulwackes Heulwatz Heulweib Heulwolf heulerig Heulert Heules heulig Heunsch Heup Heut heute heutig Hewe hewisch hewel Herwel Hewelmaus hewig Hexe Hexen-acht Hexenart Hexenball Hexenbaum Hexenbacht Hexenberg Hexenbesem Hexenbett Hexenblase Hexenbohne Hexendorf Hexendüppchen Hexenei Hexenfahrt Hexenfett Hexenfeuer Hexenfinger Hexenfutte Hexengarten Hexengerhard Hexengespenst Hexenhübel Hexenklee Hexenklicker Hexenknöchelchen Hexenkranz Hexenkraut Hexenkristine Hexenkunststück Hexenlämpchen Hexenland Hexenlicht Hexenloch Hexenluder Hexenmächer Hexenmännchen Hexenmehl Hexenmeister Hexenmesser Hexenmilch Hexenmoos Hexenmutter | [Bd. 3, Sp. 604] ab- heulen: 1. einem etwas a., durch anhaltendes Weinen eine Gabe (Gunst) erzwingen; de Jung mänt, en kinnt mer dat ofh. WMosfrk. — 2. sich den Hals a., sehr stark heulen Allg. an -heulen: einen a., laut gegen einen hin bellen, weinen Allg. RA.: De hült den Mond an (wie ein Hund) weint seinen Schmerz im stillen Kämmerlein aus Rip.auf -heulen: wie nhd.aus -heulen: 1. etwas a. a. sich von einem Leid durch Weinen befreien Allg. RA.: Lott (lasst) se mer hülen; wat se uthült, dat brukt se nich uttedriten! Ess. — b. sich den Hals a., übermässig h., weinen Allg. — 2. sich a., sich ausweinen; das Leid gehörig beweinen; se hat sech of em Kerchhof nach emol richt ausgehault Koch-Laub, Allg. nach -heulen: nachweinen. RA.: Dej solle se ok nit völl Trön (Tränen) norh.; wenn se sterf, gohn de Blijste (Frohsten) förop Mörs-Wallach. PfWB ElsWB LothWB ver -heulen: en verhült Gesich Rip, Allg. Heul hȳl Sg. t. m.: 1. das Weinen; en ivege H. am Lif han Rip. — 2. private Tanzmusik, Ball; op der H. goəhn Erk-NCrüchten, Kemp-Süchteln SPeter Waldniel, Geld-Straelen (-ūə-) (veralt.). Heul-abend nach Wk. III 15 -:vənt Bergh-OEmbt m.: der A. des Tages, an dem die Brautleute zum ersten Male in der Kirche aufgerufen wurden; s. –bier. Heul-abraham -ǫbram Elbf m.: ein Kind, das oft heult. heul-ächtig Ess Adj.: et es em so h. te Moute (Mut). PfWB Heul-arsch Birkf-OTiefenb m.: ein Kind, das oft u. gerne heult. Heul-babbes Wittl-Reil m.: dass. Heul-balg Rip m.: dass. Heul-bär m.: 1.a. dass. Wittl-Reil. — b. Bursche, der das H.bier (s. d.) in Empfang nimmt Neuw-Notschd. — 2. Brummkreisel Kobl. Heul-bier nach Wk. III 15 in Aden-Weibern, Ahr, Neuw (Rheinorte), Rheinb, Eusk, Bo, Köln, Bergh, Dür, Jül, Aach, Grevbr, Erk, Heinsb n.: das B., das der Bräutigam den Dorfburschen am Abend des ersten Verkündigungstages (am Vorabend der Hochzeit) geben muss; bes. der auswärtige Freier muss an der Ahr für den Loskauf der Braut u. ihre treue Bewachung das H. geben; für das H. wird auch Geld gegeben, das nachher in Bier umgesetzt wird; et H. hole (geve); es geschieht dies unter Gepolter (Schleifen), Überreichung eines Blumenstrausses, Gesang, Deklamationen u. Vorlesung aus dem sog. Boch Mottekopp (s. d.). Heul-blag Nfrk n.: Kind, das viel u. leicht weint. Heul-bruder (s. S.) Elbf, Mettm m.: Leichenbitter. Heul-dobbel Eup, Geilk-Scherpenseel, Mörs-Neuk; -dbər Heinsb-Erpen m.: 1. grosser Brummkreisel. — 2. übertr. Kind, das viel u. leicht [Bd. 3, Sp. 605]
|
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| © 2002—2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||