| NRhWB hauen Rhfrk uNahe ö. u. südl. Kreuzn-Boos Nussbaum Auen, ö. u. südl. Soonwald hāə, –- [Kreuzn-Niederhsn --]; n. davon bis ausschl. Simm-Schlierschd, einschl. Gehlw, ausschl. Gemünden -āu-, dann -au- [im -āu-Geb. auch [Bd. 3, Sp. 312]
Übergänge > -āw-, –w-, dau haibt], dau hait (hēt), e hait (hēt), Part. gəhau; Mosfrk hǫ·u.ə(n), hā·ə.n (s. Frau) [Saarl hāuən, –ā-; doch innerh. einschl. Felsbg Altforw Berus -āw-; NOSaarl wie angrenzend Ottw hən; Merz-Haustdt Honzr Reimsb Oppen -w-; dǫu hāut u. in einem grösseren Teil hait]; -ā- geht bis einschl. Saarl-GrHemmersd Siersd Fremersd, Merz-Ficking (ausschl.) Erbring Hargarten, dann n. davon hā·ə.n, dǫu h:t [Bitb veralt. dou hā·i.χs, jetzt h:χs, hn h:χt]; Wittl hā:wən; Kobl, May -ā:γ-; Prät. im Mosfrk (Rhfrk fehlend) hū:x, –ō:-, Conj. -ī:-, –ē:-, Part. gəhǫ·u.ən (usf.); Rip hǫ·u.ə, dū h·y.s, h h·y.t [NWWesterw bis Sieg-Ägid hχs, hχ; Monsch hkt]; Imperat. hǫu (hǫx), Prät. hē:χ u. hō:x, Conj. -:- [Sieg-Fussh Indik. hē:f; OBerg -ī-, –ei-], Part. jəhǫ·u.ə; Eup ho·u.ə; Aach hǫ·u.wə, Prät. Eup he·i.f, Aach hǫ·u.wət; SNfrk hǫ·u.ə, dū h·y.ts, h h·y.t, Prät. hē:f, –e·i.-, –ę·i.-, Part. jəhǫ·u.ə; Klevld hǫuə, Prät. hīf, Part. γəhǫuə st.: 1. in eigentl. Bed. a. mit einem schneidenden Instrument einen Hieb führen; sech en et Bein h. Allg.; im bes. α. Holz h.; mer gohn en de Bösch (Holz) h. Rip, Allg.; do, wo em Bösch gehauen es Lichtung Berg. RA.: Wo Hoult gehauen weard, göft et Spön (Späne) wie man in den Wald ruft, so schallt es wieder heraus; jede Rederei hat ihren Grund; man hüte sich, von Dingen zu reden, die nicht allg. bekannt werden sollen; Streitende gehen leicht zu Tätlichkeiten über; bleibe dort weg; wo gehauen weard, fallen Sp. Elbf, Allg. Ome us jen Spine (Spänen) h. jmd. in der Unterhaltung deckeln; in der Diskussion mundtot machen; einem Vorwürfe machen, ihn schelten Aach-Walh; ene en de Spän h. verleumden Rheinb-Meckenh. Hat (haut) net ze huh, da sprengt eich ke Spon an et Og! seid nicht hochmütig Bitb. E lett (lässt) sich ken Holt om Kopp h. lässt sich nicht alles gefallen MGladb. En Hauindatholt ein Grobian Ess. Wie gehaue, so geschanzt (Schanzen gebunden) wie verdient, so durchgebracht MGladb. Hean hot Holz h. gehurt er ahnt, dass er bald sterben werde Bitb-Geichl. He haut möt et gruəte Bil dren prahlt Kemp. Ija, Jung, nu mosste met an die long Heck h.! Sorgen des Ehestandes Kemp. Üver de Schnur h. die Gesetze übertreten (wie der Zimmermann beim Behauen der Balken) Allg. — β. den Mühlenstein h., schärfen, inwendig de Schneckkant (Schneidekante), auswendig de Höngerk. (Hinter-) Rip; de Leien (Schiefer) weren gehau mom Hommer behauen Mayf; der Bergmann haut hackt Allg. — γ. Getreide h., mit dem Sicht mähen Rip, Nfrk; im Rhfrk, Mosfrk mähen, aber Getreide mit der Korbsense beihauen; Gras, Klee wird allg. gemäht, aber in Rheinb, Eusk, Köln, Bergh, Grevbr, Jül auch gehaue (das Wort mähen fehlt hier); mer sen am Korn h. RA.: He häut Korn torkelt in seiner Bezechtheit [Bd. 3, Sp. 313]
Sieg-Menden. Wer net häut (ackert) em Mai, der häut och net em Bäu (Ernte) Köln-Poulh. — δ. Fleisch h., zerlegen, vom Metzger; ech moss bei dem Bur noch et Flesch h., aber mehr usenen h. Rip, Allg. — ε. mit einer schneidenden Waffe draufschlagen, verwunden; de hät mem Beil (met der Axt) (dren)gehaue, drop- Rip, Allg. RA.: De es mem Matheis Beil (mem Bömmel, Lappe, Sack) gehaue närrisch Rip, SNfrk. Dat es net gehaue on net gestoche (gesteiche, gesteəke) unklar, verschwommen in Wort u. Tat, weder gut noch schlecht, weder kalt noch warm; dat es gehaue wie gestoche kommt auf eins heraus Rip, Allg.; dat es got für gehauen on für gestouche zu vielen Dingen nütze MüEif; et es gehaue of geschlage es passt zwar nicht, aber es muss unbedingt sein; et mot do sen, et es geschl. of geh. Aach-Merkst, SNfrk. — ζ. mit der Haue, der Hacke h.; ech moss em Garde noch en bess-chen h. gohn; he dat Stöck moss ech noch h. aufhacken; mer gont Erdäppel h. Rip, Allg.; Erdäppel op Furre (Furchen) h. behäufeln Sieg-Sieglar Spich, MülhRh-Ensen Zünd. — η. von Tieren, das Wildschwein hat en gehaue die Hauzähne in ihn hineingehauen; de Katz häut mit der Kralle Allg. — b. von Instrumenten als Subj.; en Beil (Axt, Häp, Haue) haut got (net got, schlech), also nur von Hauinstrumenten Rip, Allg.; dat hächt be Matheis Beil Koch-Weiler. — c. (ohne schneidende Waffe) zuschlagen, dreinschl.; strafend schl. Allg. α. einen Gegenstand h.; beim Schmiede wird bei schwerer Arbeit över de Mau (Ärmel) gehaue, um dem Schlage mehr Schwung zu geben; en de Schrott h. ins Abfalleisen werfen Sieg-ODollend; die Sense h., dängeln, schärfen Düss-Buchholz, Lennep-Bliedinghsn Remschd. RA.: De Nagel op de Kopp h. die Wahrheit schlagend aussprechen Allg. Den Sack h. aufhören mit der Arbeit Neuw-Leubsd (s. Sack). Der Arwet än (eine) h. kräftig arbeiten Merz-Saarhölzb. Wej häwwen ons de Pröll (Gedärme) op de Lest (Schuhleisten) gehaue viel gegessen Emmerich. Op de Heck (Zapp) h. einen ausforschen Rip. Er heit in de Streich drischt nicht taktmässig Simm; en de Bredder h. lärmen, ordentlich schimpfen Dür-Gürzenich; en de Paun h. Lärm schlagen Schleid; dat es en de P. gehauen gebraucht Sol; en de Tromm (Trommel) h. das Heft in Händen haben Schleid (u. viele a.). — β. einen h., schlagen, prügeln; wart, ech h. dech; ech h. dir en; du kris se gehaue; die sen net vanenander ze h.; sich h.; se sen sech am h. bei einer Schlägerei; se h. sech em dubbele Dagluhn; enen schwarz on blo h.; enem blo Flecke (Ström) h. Rip, Allg.; enen mürf h. Kobl; mir nicks, dir nicks hot en gehau grundlos Koch, Allg. RA.: Irsch lecken, dann schmatzen, dann h. on kratzen in der Ehe Sol. Se woəren op h. en schloəhn aneine (aneinander) Eup. De heit wie en Ochs Trier. Hei krig (se) [Bd. 3, Sp. 314]
gehauen wie ene lere (lederner) Paiass Mörs; die han sech gehaue wie zwin Drescher, — de Kesselläpper Rip, Allg. Et hat sech eine gehaue scherzh. es läutet zum Angelus May-Collig. Enen en et Salz h. verleumden Simm-Buch, Kobl, Ahrw-Bodend. Der Aprilsnarr holt in der Apotheke Haumichblau Allg. Kindersp.: Haumich on Petschmich gengen en de Garde; P. geng drus; wer blef dren? Antw. H. (oder umgekehrt); der Sprechende führt je nach der Antwort die in der Aufforderung liegende Exekution aus Rip, Allg. — Enem de (bläcke) Arsch h. Allg., — der Jack h. Monsch, — de Hucke voll h. Kref-Fischeln, Mörs; dem häwwe se örndlech dat Döppen voll gehauen Duisb. — Enen en de Fress (Schnüss, Plack, Kieve, Krente; s. d. W.) h.; enen op de Mul (de Arsch, et Brett, de Kopp, et Krütz, de Nöll, et Dach, Döppe, de Lüs Läuse; s. d. W.) h.; enen ower dat Jack (et Lif) h. Mörs, Neuss; enen en paar onger de Grane h.; enen öm de Uhre (de Löffele, de Lüs, de Sack) h.; enen für de Plat (de Kappeskopp, de Rüb, de Plümm, dat Maske) h. Allg. (s. d. W.). RA.: Ech h. der an (eine) uf de Speicher, dass der Keller wackelt! Westerw. Ich h. der of's Bläss, dass de dich streckscht! Kreuzn-Langenlonsh, — of de Kopp, dass de Plattfiess kriest wie e Gansert! Birkf-Idar, — in't Gesicht, dat de et Feier im Schweizerland gesiehscht! Saarl-Berus, — änt of de Schniss, dat der de Zänn korporalschaftsweis zum Ärsch rauskommen! ebd. Ek hau dech för dat Zifferblatt, dat dech de Wisers op half elf schnappen! Mörs, Rees. Ich hau der uf die Nas, dass die rot Brih spritzt! Kreuzn. Ech h. der en of de Backe, dat de se of der annere Seit greife kannst! Neuw. Di Vader het dech och ze vell op de Kopp gehaue, datste su wennig gewasse bös Sieg, Allg. E haischt et of de Kopp verschwendet das Geld Kobl-Niederbg. De sät nöcks (nichts), on wammer en met em Rifkoche op de Mul höch Sieg-ODollend; dem kammer met ene Klomp op de Mul h., da lach e noch net Jül-Linnich. Ech h. dech en de Nacke, we mer e Kneng (Kanin) häut! Bergh-Blatzh. Enen en de Dreck h. Allg. Me kann em met em Klomp droph., äs e dat de Mul opdeht Jül-Röding. Schläh misse mir Weibsleit han; awer die Mannskerl brauche net grad drof se h. wie e Vieh Hunsr. Hau mär drop, et es ene Jüdd! Aach. De häut dren wie en alt Iser Schleid. — Ech h. dech jetz, datste de Lappe verliersch! Rip, Allg., — de Lennen (Lenden) verlerst! Wittl-Binsf, — sprengst! Allg., — dech üverschlehs! Rip, Allg., — dech schibbels (scheiws, drolls, kegels, knöngels, korwels, kugels, porzelst, rollst, dummels, tirvels, turvels, wenzelst, zwirwelst! usf., s. d. W.), — gej tümmelt Klevld, — de dech sackst! Saarl-Dilling, — dech kuəls on wänzels! Kobl-Rübenach, — iwer Kapp (Kopf) on Orsch drolls! Trier-Waldrach, — äppeldänzig gescht! Saar, Mosfrk, — e Rad [Bd. 3, Sp. 315]
schlehst! Siegen, Verbr., — trunken un termelich gis! Trier-Heidenbg, — doll on torwelig wersch! Kobl-Bend, — doll on dof (taub) wiərsch! Rip, Allg., — hermedig (hirnmütig) gest! Wittl-Binsf, — dech dreimol öm dech selver drihs (drehst)! Neuss, Allg., — acht Do (Tage) rond läfs (läufst)! Saarbg-Greimerath, — drei Da Galopp läfst! Bernk, Verbr., — de Wäng (Wände) heroplöfs (-krabbels)! Rip, Allg., — en de anner Woch fihrscht! Merz, — de Ben en de Loch (Luft) stipps (kiəhrsch, stecks)! Rip, Nfrk, — möt de Ben en de Noberschaf hange blis (bleibst)! Neuss, — dörch de Rutten (Rauten, Fensterscheiben) flögs! NBerg, — hanner (hinter) de Dir (Türe) fliegs! Wittl, — en ene Huck (Hött) flügs! Geilk-Übch, Allg., — en de Lot (Luft) flügs! MGladb, Allg., — söwen Stond flögs! Dinsl-Hiesf, — in de Dreck fihrscht! Saar, — de Kränk (Krauz, et Leid) kris! Rip, Allg., — gej scheel kickt! Geld-Wetten, — de hilligen drei Könnige för drei Spetzbuwe ansühs! Ess-Rotthsn, — net wess (weisst), wohin du gehürsch! Rip, Allg., — wohin on wo naus! Kobl, — de Feier (Feuer) in Holland (im Schwowen-, Schweizerland) siehscht! Saar, — gej böckt (rülpst)! Geld, — de quacks! Rip, Nfrk, — gej Für schitt (scheisst)! Geld, — ow beschitt! Klevld, — de dech besecks (bepisst)! Rip, Allg., — scheisscht! Saar, — furzscht! Saar, — dech bekotz! Rip, Allg., — de Kotzkränk kris! Mörs, — de Lappen kotz! Mörs, — rotz! Sieg, Jül, — dech gewäsche hälts! Koch, Heinsb, Grevbr, — Bomolich sechs (seichst)! Wittl, Bitb, — Lompen kotzt! Wittl-Binsf, — Fackele kotzscht! Merz-Büschf, — drei Dag Bottermelch secks (pisst)! Malm, — schwetz! Geld-Nieukerk, — no Branndewein stinkscht! Kreuzn, Goar, — des Deiwels gescht! Saar, — din Knochen op de angere Sitt weddersöke kannst! Düss, Neuss, — se of de anner Seit (hinne) greife kanns! Westerw, — net mehr op dem Arsch setten kanns! Elbf, Allg., — den Arsch nit mih en de Botze kris! Sol-Burschd, — in kenen Sarg me passt! Gummb, — Plattfiss kriescht! Kreuzn-Simm, — e Maul kreis wie e Kösse! Ahrw-Sinzig, — de Motte kris! Verbr., — et Salz kris! Bernk, — den Himmel für en Dudelsack (Bassgei, bloə Kiddel, Zigarekestchen) ansühs! Rip, Allg., — de Mond fir en Kouh (Kuh) onseihs! Wittl-Dreis, — fir en Hondkäs! Saarbr-Luisenth, — fir Pingste ka Dorf mih seihs! May-Polch, — die Gäns in Paris gackere hersch! Kreuzn, — de in de ander Woche guckst! Siegld, — no Gott verlangers (schreist, kreischt)! Mosfrk, Rhfrk, — des Herrn nüdeg hast! Malm-Montenau, — mens (meinst), de Kapp (Kopf) fiel dir vum Rump! Trier-Cordel, — de Sterne fele vum Himmel! Rip, — et lef der rongk (rund) för de Ogen! Wippf, Allg., — du flögs en de sibbende Himmel! Neuss-Strabg, — dorch de Wand! Allg., — du dähts de Engele em Himmel peife (senge, danze) hire! [Bd. 3, Sp. 316]
Mosfrk, Allg., — der Deuwel hiel dech! Remschd, — Ustern on Pengsten felen op enen Dag! Rip, Allg., — din Kopp wör en Dreihörgel! Lennep-Hückeswg, — du söss (sässest) drei Dag henger'm Mond! Sieg-Eitorf, — de gängs durch Sonn en Mond! Eup, — Sonn on Mond däht vergehn! Goar-NGondershsn, — de Stere (Sterne) danze! Viersen, — de Welt geng önner! Schleid, Allg., — du hätts er zwei setten! MGladb, Barm, Maif, — morge wär deine Namensdag! May-Hatzenport, Bernk-Lieser, — de Kerchtore wär e Schuschterbub! Kreuzn-Eckw, — de Deiwel käm op Stelzen! Merz-Schweml, Allg., — de Zähn wöchse dir durch de Backen! Prüm-Ormont, — de Hor stoften der vom Kopp! Sieg-Süchterschd, — de Musik käm (ging)! Koch, May, — de hürts de Klocke ze Kölle lügge (läuten)! Dür, Aach, Jül, — et löck (läutet) en allen Klocken Mettag! Sülzt, — et wär dei letzt! Mosfrk, — du möts (müsstest)! Rip, — geck ze werde! Rip, Allg., — an de Erd de senke! Geilk, — en de Loft ze gonn! Mettm, Allg., — no Kölle ze flege! Köln-Niehl, — dat de net wess, de Kihr ze krige! Rip, — dat dich der Verstangk stell steht! Jüll, Allg., — dech de Kopp op en Sitt steht! Dinsl, — der de K. brommt wie en Brommbsäg Kobl-Capellen, — de Täng (Zähne) Klavier spelen! Elbf, — der de Zänn en den Hals flege! Rip, Allg., — dich de Z. no jen Hals erafrappele! Aach, — der de Z. zom Arsch herenflege (-fahren)! Rip, Allg., — der de Z. kompanieweis (bataljonsweis) in de Hals flieə! Saarbr, Verbr., — de Z. em Arsch rappele! Altk, NBerg, — de Backzäng scheisst! Düss-Kaiserswerth, — de Z. wackeln (rappeln)! Allg., — de Z. zum Orsch herauskommen! Merz, — de Knök (Knochen) krake! Mörs, Rees, — der Schwort kracht (wech wiərd)! Bernk, Allg., — der et Blot den Arsch erobläft (läuft)! Merz, — der et Kaffewasser em Arsch kouch! Sieg-Rhönd, — der de Schnotter an de Wäng (Wände) erömflüg! Bergh-NEmbt, — dir de Leie rappele! Mosfrk, — die Leis därre (dörren)! Kreuzn, — de Lappe (Fatze) flege (stuve, fahre)! Allg., — der's Feier erausfehrt! Kreuzn, — dech et Für üt de Oge spöt! Mörs-Camp, — dich et Gedärm ut de rechte Absatz herutkömmt! Kemp-Lobberich, — der de Kopp an der Wand hänke bleibt! Ottw-Stennw, — de Zinse rappele! Birkf-OTiefenb, — der de Stremp on Schuh ausfalle! Boppard, — der verzeh Dag ke Stehkrage meh basst! Kreuzn, — de Mauer dir de zwatt (zweite) geft! Merz-Bergen, — et dir bes op et sibbente Fell geht! Dür, — de Sunn dorch dich scheint! Bernk-Neumag, — et knallt! Allg., — et rappelt on dämp! Rip, — es klingelt un rappelt! Kreuzn, — et su klengk (klatsch)! Rip. Mach, da h. ich dich zwesche Hals on Nacke! Rheinb-Heimerzh, Neuss. Ech h. der et Maul su platt wie e ABC-Boch! May-Hatzenport. Der hat den widder de Wand gehaue, äs em die Schuh am Himmel gedanzt [Bd. 3, Sp. 317]
han Ottw-Wiesb. Eich h. dech dorch Sunn un Mond! Bernk, Zell. De werd aus vier Nehre (Nähten) erausgehau Simm. Ech h. dech a (in) Grotzkrimmeln Bitb, — zo Gressmehl (Griess-) Bergh-Pütz, — knidder enenen! Sieg, — appelweik, — fahnenflöchteg! Mörs. — d. absol. mit dem Schnellklicker, der zwischen den in der Hand gekrümmten Daumen auf dem vorstehenden Knöchel u. den Zeigefinger genommen wird, schnellen; im allg. Sinne Klicker spielen; einen h., den Kl. des andern treffen; sölle mer jet h.; Pängkche (Pfand, Einsatzkl.) h.; Külche (Kaule) h.; Krez (Kreis) h.; Hecksen h.; Knuwe h.; Mull h.; us dem Krez (de Kul) h.; futh. (s. d. W.) Neuw, Rip, Berg, Klev-Stdt. — Ball h. Laufball spielen; Stöckske h. Ess. — Absol. Ostereier kippen Neuw. — e. Bahn (Isbahn h.) auf der Eisbabn Bahn schlagen OSieg, MülhRh, Sülzt, Wippf, Gummb. — 2. in mehr oder weniger übertr. Bed. a. einen üver't (öm, op et) Uhr (Ohr) (de Nas) h. betrügen; den Schlauen häut kener op et Uhr; de Arbet es üver et Uhr gehaue Pfuscharbeit Rip, Allg.; der kann der e Del (Teil) öm de Uhre h. viele Schnitten verzehren Bo-Mehlem; enen üwer et Mul h. zum Schweigen bringen Elbf, Allg.; enen op de Kopp h. verleumden Rheinb-NCastenholz; änen en et Salz h. dass. Zell-Briedel; üver de Schnur h. Ungehöriges treiben Allg. — b. drenh. gehörig einhauen, essen Allg.; de kann ävel jet drenh. Kemp, — heronderh. Duisb. RA.: Den hächt alles eren, äs wenn et Päschhei (Päschheu, bestes Heu) wer Prüm-Leidenborn. Der höt dren wie en Schüredreischer Monsch, Allg. Saure Kappes on Speck haicht de Häcker (Holzhauer) weg, net de Wassersopp May-Collig. Bei schnellem Essen geng et hau ve hau, schnapp ve schnapp Koch-Lutzerath. — c. döchteg (schwer) dernevenh. bei Versuchen irren, fehlen; eine falsche Antwort geben, fehl schiessen Rip, Allg.; ein Schiff haut herum, wenn es eine Wendung, z. B. beim Aufdrehen eines Schleppzuges, rasch vollführt Rheinschiff. — d. em sich h. widersprechen Merz-Wadern; en hot mer dat ‘nen’ (Nein) esu dorgehauen barsch hingeworfen Bitb; he häut em örndlech en den Bart sagt ihm die Meinung, macht Vorwürfe; h. on schnauen streiten, zanken Klevld; Krach h. lärmen, streiten Kobl-Weissenthurm, Ahrw-Sinzig, MGladb-Rheydt. — e. darh. rasch u. unleserlich schreiben; su jet darh. Rip. — f. jet forth. durch Verkauf auf einen Schlag losschlagen Sieg. — g. sech h. beim Gehen die Knöchel aneinanderreiben Saarbr, Birkf, Prüm, Neuw-Datzeroth, MülhRh; de Knökel anenanderh. Duisb; de Schohn wiərschte bal schef gehaue han Sieg-Rhönd. — h. iwer de Sträng h. die Gesetze übertreten (wie das Pferd no hinnen heraushait) Rhfrk, Allg. — i. in de Knie h. torkeln, bei Betrunkenheit Mörs-Gerdt. — k. imperat. Wortformen; Haudebotz (hau die Hose) scherzh. Klappe der Jungenhose Rheinb; ene Haumardrop [Bd. 3, Sp. 318]
(hau nur drauf) streitsüchtiger Mensch, Schläger Kemp; en Häudrop MülhRuhr. — Abl.: die Hauerei, dat Gehaus, en Hauer, sech zerh. PfWB ElsWB ab- hauen: 1. trans. a. etwas a. α. mit einem scharfen oder stumpfen Instrumente etwas von seinem Ganzen oder seinem Standorte trennen; einen Baum, Getreide, Gras, den Kopf, Hals, einen Finger a. Allg. RA.: Dann hech (hiebe) ech mer noch lever den Fenger af, ih ech dat däht Rip, Allg.; kas mi drei F. a. Nfrk; ich loss mer de Kopp a., wenn et net wohr es; du krigs de K. afgehaue! Drohung; der häut der doch de K. net af er ist nicht so bösärtig Rip, Allg. (s. Kopf). Dem es de K. afgehaue bes an de Hacke er ist im Wachstum zurückgeblieben Neuss. Em Ifer (Zorn) kammer enem de K. a., äver em Goden net wedder opsetze Sieg-ODollend. Wenn et sech drop anküt (ankommt), häut he dem Deuvel et reite Uhr af er fürchtet sich vor nichts MGladb-Schelsen. Enem de Nött (Nüsse) a. ihn gehörig vornehmen Düss. Hau em jet af! zum Betrunkenen MGladb-Viersen. — Absol. die Arbeit leisten, die der Abhauer in der Messerschmiede zu leisten hat NBerg; die Getreidegarben eben abbäuscheln (s. d.) Koch-Laub. — Ein Schwein a., in seine Teile zerlegen Rees. — β. ein Instrument beim Hauen brechen, dass ein Teil davon abfliegt; häschte weil de Beilestill obgeha? Merz, Allg. — γ. übertr. ein derbes Stück abschneiden; der hät sech ene gehürege Rämmel (Brut) afgehaue Rip. — b. einen a., im Nachlaufesp. durch einen Schlag ausser Spiel setzen; beim Klickersp. durch das Treffen eines Klickers den Besitzer ausser Gefecht setzen Allg.; u. so auch en Pängkchen a. einen Klickereinsatz treffen Rip; Penninge a. Münzen, auf einen Stein gelegt, abwerfen Ruhr; absol. vier kuppweise aufeinanderliegende Klicker abwerfen Aach. — c. übertr. eine Strecke a., abgehen, um zu betteln; all de Hüser hät er afgehaut Geld. — 2. intrans. mit ‘sein’. a. verächtl. weggehen, sich davon machen; er is afgehaue Kreuzn, Wend-Oberk, Koch-Moselkern, Rip. RA.: Hau af met deinem goden (kurzen) Hemd! Altk, Siegld. — b. derb, sterben ebd. — c. ein Gespräch abbrechen; et es Tit, dat mer a. Eup. — d. aufschreien, vom Hunde, dem man auf die Füsse getreten hat Daun-Wiesbaum. an -hauen: 1.a. etwas a., etwa einen Baum eben anschlagen u. verletzen Allg. — Et Fass a. anschlagen zum Verzapfen Koch-Laub; de Schacht a. anlegen Saargeb. — b. übertr. einen a., ansprechen um etwas, zur Rede stellen Saarbr, Birkf. — 2. absol. als erster den Klicker schnellen; du häus an Verbr. wie h. 1 d. auf -hauen: 1. Eis, den Pfuhl, den Boden udgl. a.; eine Kiste, das Fass, die Türe (überhaupt Verschlossenes) a., durch Hauen öffnen Allg. RA.: Möt dem sing Nas könnt mer et Flaster oph. MGladb-Schelsen. — 2. Kartoffeln, Bohnen udgl. a., die Erde um sie mit der Haue lockern u. sie [Bd. 3, Sp. 319]
behäufeln Mosfrk, Rip. NRhWB aus -hauen : 1. trans. a. etwas a., wie nhd. α. bes. einen Baum, Strauch a.; einen Wald a., eine Schneise schlagen, überflüssiges Unterholz beseitigen Allg. — β. en Flur ush. einen engsten Längsstreifen abholzen, um dadurch die Grenze der Waldparzelle zu bezeichnen Sieg-Ägid. — γ. eine Wasserrinne anlegen, en Schläu ush. Rheinb-Odend. — δ. ein Schlachttier, Fleisch a., zerteilen; de Sau a.; e Steck Vieh a. Mosfrk, Allg.; de Metzger häut et Kammpstöck us Rip; bei Privat- oder Notschlachtung erfolgt die Ansage an die Nachbarn zum Kleinverkauf: N. N. lött (lässt) (an dem u. dem Tage) en Kauh uth. Elbf; dei lore (lassen) more e Rind a., 's Pund vor x Pennig Rhfrk. RA.: Backen, Brauen un Fleisch uth. eine Sache vollständig fertigstellen Geld-Nieukerk. Deimling hat paar Ochse koft, Fingerling hat se häm gefuhrt, grosse Mann hat se dot geschlohn, Goldfinger hat se ausgehau, klä Herrgottsfingerche hat alles ofgess un as dach net fett gen Fingermärchen Bernk-Longkamp. — ε. eine Skulptur a.; der Grafsten ös schün usgehaue; enen Trog ush. Rip, Allg. — ζ. ush. oder ushauəns ein Klickersp., mit der Haukoh, dem Schnellklicker, einen Kl. aus der Kul herausschnellen Rheinb-Commern, Bo. — b. einen a., übertr. zu 1 a ε, in best. Wend.; mer söll dich ush.! so ein Kerl bist du (ironisch gesagt); de es met em Fleckbeil (Flatsch-, Hack-, Handb.) usgehaue er ist ein Grobian Rip; en os mot de Häp ausgehau Koch-Lutzerath. — 2. intrans. a. mit ‘sein’, gehörige Schritte machen, eiligst sich aus dem Staube machen; sich (sieh) es, wat e ushäut! Rip. — b. mit ‘haben’, et Perd häut us! schlägt mit den Hinterbeinen aus Rip. — c. mit ‘haben’, wit uth. mit weiten Stichen nähen Düss-Rating. be -hauen: 1. in sinnl. Bed. a. etwas b. α. rohe Steine, Stämme, Schiefer glatt h., in Form bringen Allg. — β. die festgepresste Traubenmasse herausnehmen u. neu auflegen; et moss b. werde Siebengeb. — γ. Hackfrüchte b., die Erde um sie lockern Allg. — b. einen b., übertr. zu 1 a α, in best. Wend.; de as mat dem Beiel b. er ist grob, ungeschickt Prüm-Burb; de ös möm Hammbeiel b. Altk.; s. bei Beil, Flapp-, Flatschbeil; de os mom Pecksbeil b. nicht ganz bei Verstand Sieg-Fussh; b. Lüj Leute in guten Verhältnissen Aach-Merkst. — 2. übertr. a. sich b., sich bezechen; de hot sich sehr roh b. Westerw. — b. onbehauen grob, plump, vom Menschen; en o. Kerl (Patrun, Fraumensch) Neuw-Etschd Datzeroth, Waldbr, Gummb, MGladb-Giesenk, Heinsb, Geld, Klev, Rees; o. drenke gierig trinken Dür; et es en Onbehau ein plumper Mensch Neuw-Datzeroth. bei -hauen: 1. absol., so mähen, dass die Halme sich an das stehende Getreide noch anlehnen, flausen; e beigehaue Gangk Rhfrk, Mosfrk. — 2. absol. Erde auflockern u. um die Pflänzchen häufeln Aden-Insul. durch -hauen: 1. etwas d.; e Stick Holz d. Rhfrk, Allg.; Hufiseren [Bd. 3, Sp. 320]
d. aus Stangen für 6—7 Paar Kemp. — 2. einen d. a. gründlich verprügeln Allg. — b. übertr. verleumden, verlästern Sieg-Rhönd. ein -hauen: 1. in sinnl. Bed. a. düchtig e. (absol.) in die Feinde, ins Holz udgl.; he hoch op de Jong en Rip, Allg. — b. Haver e. Hafer abmähen Schleid-Urft. — c. die Fenster, Türen, den Deckel udgl. e.; einem den Kopf (de Plät, de Röb, de Plack) e., einschlagen Allg. — 2. übertr. a. absol. tüchtig essen; de kann düchteg (örndlech) e., dat et su en Art hät; de häut en wie en Schüredrescher Rip, Allg., — en Kouh Mörs, — ene Röschehauer (Rasenhauer) Kref-Linn, — en Hedhacker (Heidehacker) Berg.; de kann dech äver jet Schniə (Schnitte) Brut e. Erk-Granterath. — b. einen bei einem e., verleumden, in Misskredit bringen; c hat mich bei dem schen ingehau; wer mecht (möchte) mich nore so ingehau hon! Rhfrk, Bitb, Prüm. nach -hauen: mit dem dicksten Klicker Nachwerfen spielen Kobl-Kettig, Altk-Birken. PfWB ElsWB um -hauen: 1. einen Baum u., fällen Allg. — 2. de Ass (Axt) ös äver ömgehaue voller Kerben Rheinb-Wald. ver -hauen: 1. in sinnl. Bed. a. etwas v., durch Hauen zerstückeln; et Schwein werd verhau Rhfrk; absol. die Rebstöcke abgipfeln, um die Zeitigung des Holzes u. die Reife der Trauben zu beschleunigen Mos 1825. — b. einen v., verprügeln; de wird v.; der krit se v.; mer han en v.; sech v. Rip, Allg. — 2. übertr. a. etwas v.; alles v. verschwenden May-Andernach. — b. einen v., verleumden, verlästern MülhRh-Immenkeppel — c. sich v., übereilt handeln, sich verrechnen, sich verplaudern, unvorsichtig aussagen, was man eigentlich nicht sagen will oder soll Prüm, Rip, Berg, Kref, Neuss, Rees. zer -hauen: 1. etwas z., durch Hauen zerstückeln, zerstören Allg. (ausser Rhfrk, hier ver-; in Gummb-Berghsn nur in der Verb. en terhauen Gesicht); bes. das Schwein z., in seine Teile zerlegen. — 2. sich z., sich prügeln ebd. zu -hauen: 1. absol. drauflosh. Allg. — 2. die Türe z., roh, mit Gewalt schliessen, zuwerfen. NRhWB Hau hau, hǫu, hā usf., Pl. hy, im Geb. der Schärfung h·y. usf. Allg.; doch haux, Pl. haiχ, –ęi- Simm, Birkf, Saarl; hāx Kreuzn (u. hāk), Merz; hāk Siegld; hǫu, hǫuwə, Pl. hy Eup; hy (Sg.) MGladb, Düss (u. hǫu), Duisb; hi Mettm m.: 1. im eigentl. Sinne zu hauen 1. a. Hieb, Schlag. Dat wor ne örndleche H.; enen H. machen einen Hieb mit der Axt; enem enen H. gen; wart, du kris Häu; he krit mih Häu wie Geld; du kris jetz enen H., datste net wess, of de en Männchen oder en Wifchen bes, — de dech tirvels! (usf.); ene H. on dann stehste em Hemb (Hemd); ene H. met der Fus (Faust), — met der Schmeck (Peitsche), — met dem Bejel (Beil usf.); met jedem H.; op den irschte H. fel et öm; de hät seng Häu fort Rip, Allg.; he hät get drüger (trockner) Häu kriegen Remschd; un alle Hauch hot's Rune (Striemen) gen Simm; H. op H. Schlag auf Schlag Allg.; en Tracht [Bd. 3, Sp. 321]
Hauwes Rees. RA.: Ech dohn kenen H. mih Schlag, aber auch keine Arbeit mehr Rip. Die hauen enen H. handeln einträchtig Rip, Bitb. Hej het enen H. en de Mas (Mast) er hat einen Knacks weg; die Sache ist schon weit gefördert Duisb. Et moss alles seng Häu on Stöəsse han in der Erziehung geht es nicht immer ohne Strafe ab; wo gehobelt wird, gibt es Späne Gummb-Nümbrecht, Sieg-Leuschd. De Pantoffel un der Besem krit de Frau, un du krest H. Malm-Manderf. Et is schad vor jede H., de denewe geht bei diesem schlechten Kerl Simm. Et geht Schlag fir H. Schlag auf Schl., ohne Hindernis voran Prüm-Ihren. Jo, nouw geht et gau (schnell) met en H. en en Klopp derdör sagt die Hausfrau zum Dienstmädchen, das zu lange geschwätzt hat u. sich nun eilen will, um fertig zu putzen Rees. Van em H. fällt ken Bam (Bich Buche) Saar. En as esu hos (heftig) dron (so erpicht) wie der Wolf on de Hai es ist ihm nichts daran gelegen Prüm-Waxw. — De hät enen H. (weg, fort, ze vill oder ze winnig) ist nicht recht gescheit Rip, Allg.; de hät ne H. met et Matheies Beiele Jül, Aach, Rip, WEif, — met dem Reisekoffer Bo-Limperich, — met der Pann Köln, — met de Wichsbüərsch Sieg, Bo, OBerg, — mem elektrische Bömmel Sieg-Eitorf; ne halven (klenen) H. han halbnärrisch sein Rip, Allg.; he hät ne H. eweg ist halb betrunken Rip. — b. do es H. dren das Werkzeug schneidet vorzüglich Rip, Sol. — c. H. em Metz Scharte im Messer Sol-Wald. — d. Holzschlag, gefällter Waldschlag Allg.; zwedder (zweiter) H. Stangen im Lohschlag, die erst bis zur Hälfte geschält, dann umgehauen und weiter geschält werden Trier-Beuren. RA.: An (in) enem sein H. gohn einem passen Bitb-Geichl. — e.α. der dickste Klicker; met dem H. scheiwen Koch, Kobl, Neuw, Sieg-Süchterschd, Bo-Stdt, Malm. — β. das Schnellen des Klickers; du häs den irschten H. Rip; e schier Häuche freie Lage des Klickers, auf den gezielt wird Schleid-Hellenth; in alle Häu im ganzen Klickersp. Rheinb-Altend. — f. Schlagkordel der Peitsche Kreuzn (hāk), Goar-Neurath, Kobl-Arzh Pfaffend, Ahrw-Sinzig; Firhau Altk, Siegld; Fürhau Düss-Ehing Mündelh, Waldbr-Morsb; Fürhäuch Gummb-Lautenb Lieberhsn; Unnerhau Altk-Fladersb, Kobl-Kesselh SSebastian, Dür-Girbelsr Holzh Binsf Merzenich, Jül-Hamb Selgersd; Önnerhäuken MülhRuhr-Raadt. — g. Hauke, Pl. -kes n. Rückenstück des geschlachteten Schweines Klev-Üdem. — 2. übertr. a. Versuch; op den irschten H. han ech et krig; op ene H. no hätt ech et gehat Rip. — b. Errungenschaft; do han ech es enen goden H. gedohn; dat wor enen schlechten H.; möt dem Kof (Kauf) han ech kenen schlechten H. (Schnapp) gemach Rip. — c. he hät enen H. gemat in seiner Rede einen Bock geschossen, einen dummen Streich [Bd. 3, Sp. 322]
gemacht, dumme Antwort gegeben MüEif, Erckörrenz. — d. schlagende Antwort, treffende Bemerkung, Rüge, Schimpfe; enem enen H. gen Rip. — H. on Schnau grobes Anfahren, unfreundliches Benehmen durch rauhe, abweisende Worte, Schimpfen; he hatt nicks van em als H. un Schn.; de ganze Dag git et do H. on Schn.; onner denen ös luter (immer) H. on Schn.; met H. on Schn. Rip, Grevbr, MGladb, Neuss, Düss-Stdt, Prüm-Ihren, May-Hatzenport Trimbs, Koch; H. di Schn. Barm, Elbf; de schlog enen H.-Schn.-Ton an einen barschen Ton Kref, Neuss. — e. Häuche Scherz, feiner Witz; de mat ens gern en H. MüEif, Köln, Bergh. — f. et Perd hat der H. op em Og ist starblind Monsch-Kesternich. — g. scherzh. H. un Nupp Pellkartoffeln Koch-Laub. — h. Häuke Kosew. für kleines Kind MGladb-Rheind. An- hau: Stelle, von wo man im Klickersp. anwirft May (-hāx). Auf -hau: der oberste, wüste Boden des Rottfeldes bei der Anlage eines Weinberges Mos 1825.Bei -hau: beihǫu Rip, Berg; -hy Gummb (n.), SNfrk. 1.a. die geringeren Stücke (ein Knochen, Stück von einem Fuss), welche der Metzger dem zu verkaufenden Fleisch hinzufügt u. die mitbezahlt werden müssen Allg. (Berg meist -h·y.kə). — b. Fleisch von nur halbfetter Kuh, das der Metzger zwischendurch mit verkauft; wenn en twiə (2) schuən Küh schlocht on gen drei vollschiəreg nödig hät, schloch en en holffette Kuh derbei; do krig molk (jeder) noch jet B. Kemp. — 2.a. übertr. Zugabe schlechthin; et git of Rüse (Streit), on dann krit mer Klöpp als B. Dür. — b. scherzh. der bei der Heirat mit ins Haus aufgenommene Verwandte Sieg-ODollend. — c. verächtl. kleiner Mensch Sieg-Scheiderhöhe. NRhWB Durch -hau : Hammer zum Durchhauen u. Reissen von Basaltlavastein May. NRhWB Ver -hau : Verschlag aus Lattenwerk Erk-Körrenz, Neuss. Hau-axt -aks Ahrw-Hepping, Neuw-Datzeroth, Jül f.: A. mit langem, schmalem Blatt. Hau-bär Koch-Ulmen m.: Stemmeisen. Hau-bank Bo-Walberbg f.: Hackblock, auf dem das Fleisch ‘gehauen’ wird. Hau-bas Klev-Frasselt m.: der Meister unter den Holzhauern. PfWB Hau-beil n.: grosses B. zum Hauen, im Gegens. zum Beielchen Gummb-Berghsn. — Karrenhacke, die früher jeder Fuhrmann an der Karre hangen haben musste, um sich auf den schlechten Wegen selbst helfen zu können Heinsb-Orsbeck, Klev-Asperden. NRhWB Hau-berg Siegld m.: das Gelände der Feld-Waldwirtschaft, der Hä (s. Hag). RA.: Wie alt bist du? Antw.: Wann de H. geärwt (gearbeitet) würd, wern ich x Johr alt Siegld-Kromb. — Zs. Haubergs-rechner, –schöffe, –schütz, -vorsteher, –zeichen. | |