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Rheinisches Wörterbuch 
 
har II bis Harblock (Bd. 3, Sp. 250 bis 253)
 
 har II hār [-- Ottw, Saarl-Hüttersd], flekt. -rə nur vereinzelt in best. Verb. Adj.: austrocknend, trocken; der Bodem is h. der Ackerboden ist ausgetrocknet Simm-Ebschd; en h.ə Nast dürrer, knorriger Ast auf dem Stamme Birkf-NHosenb Wickenr, Simm-Laufersw Laub; et es enen h.ən Wengk austrocknender Nordostwind Aach; här Wedder trockenes Wetter, das keinen Regen erwarten lässt Ottw, Saarl-Hüttersd. — S. auch ein-, ver-hergen.

 PfWB Har hā:r, –ā- Aach-Stdt, Geilk, Heinsb, Erk-Doveren Sg. t. m.: Nordostwind; de H.jäət (jagt); de H. schmitt (schmeisst) ene gehüreg öm de Uəhre; stell dech jet ut der H., angesch (anders, sonst) verkauste (erkältest du) dech; dat es ävel enen H., äs wönn men nicks a je Lif hei (hätte) Allg. — De Sten en Hare sette die ungebrannten Ziegelsteine in langen Reihen mit Zwischenräumen zum Trocknen aufstapeln Heinsb-Erpen.

Har-haken hārh:x MüEif; hr- Sieg-Felderhoferbrück m.: das eiserne Gestell, auf das das Brennholz (Scheitholz) auf dem Herde gelehnt wurde (veralt.); s. Hahl-. PfWB Har-rauch (s. S.) hār- Kobl-Winning, Sieg-Ägid Honnef, Gummb, Aach-Stdt, n. Ruhr; hr- Bernk-Dhron; hr- Köln-Stdt; hai-, hęi- Neuw-Datzeroth, May, Koch, Goar-Braunshsn, Kreuzn-Waldalgesh, Simm-Riegenr; hē- Simm-Laub, Wend-Dörrenb; h- Merz-Bergen m.: Höhenrauch, von den Moorbränden herrührender gelblicher, brenzlich riechender Nebel. PfWB har-rauchig hērāxĭχ Wend-Dörrenb, Simm-Riegenr, hai- May-NMendig Adj.: 's es h., 's git Ren (Regen). Har-wind (s. S.) hār- Aach-Stdt, Heinsb-Karken m.: kalter, trockener Nordostwind. Har-zuck -tsok ebd. m.: Höhenrauch.

ver-haren schw.: 1. -- vertrocknen, ausdorren Ottw. — 2. -ā- zu Knorpel sich verhärten Heinsb-Karken 1880.

 PfWB harig -- Wittl-Ürzig, Trier-Mehring; -- Bitb-OWeis Adj.: ausgetrocknet, vom Ackerboden [kann auch = hornig sein].

Här, Härschak = Häher (s. d.); Har I = Glücksspiel s. Hasard; Har II = Nordostwind s. bei har II.
 
 
 NRhWB Har III hār Prüm-Heckhuschd, Bitb-Geichl; -- Saarbg, Trier, Birkf-Bundenb, Prüm-Feuerschd Sg. t. m.: feinste Fasern des gehechelten Flachses, Hanfes, wovon das Harduch zu Hemden gesponnen wird. — Hörder Pl. Flachs- oder Kohlstengel Siegld-Obersd 1843.

Har-wuchs hrwōs Altk-Weitef Sg. t. m.: Sehnenbündel im Rindfleisch. Vgl. gel (gelb) Hor (-:-) bei Haar.
 
 
Har IV hār, hər (s. Wk. III 1) innerh. Saarbg-Nittel Tawern, Trier-Komml OEmmel Gutw Osbg Thomm Beschd Hermeskeil Mettnich, Wend-Oberth Alsw, Ottw-Sotzw Eppelborn Wiesb, Saarl-Hüttersd Dilling Pachten Guerlfang, u. in Siegld-OSchelden Bühl [-ūə- Saarbg-Eft

[Bd. 3, Sp. 251]

[Bd. 3, Sp. 253]
Kreuzw Tetting]; Pl. -rə(n) m.: jeder grössere Raubvogel, Hinkelh. meist Bussard, Stossh. Hühnerhabicht. RA.: H., Hihnerdief, dei Muder schlift (schläft), dei Kindche kreischt, bis de bise H. eremkemmt! so rufen die Kinder dem H. zu Saarbg-Soest; H., H., flei em de ganz Welt, da kreste fett, f. Huhn! Trier-Gutw.

Har-hünkel -i- Wend-Marping m.: Hühnerhabicht. PfWB  LothWB Har-licker hārlęgər , meist hāl- innerh. einschl. Saarl-Bisten Picard Fraulautern Bous, Saarbr-Püttl Völkl. u. in Ottw-Elversbg; -lag- Saarbr-Völkl; -lęŋgər Saarl-Schaffhsn (s. Wk. III 1) m.: dass. [Eichelhäher Saarbr-KlBlittersd Fürstenhsn; Käuzchen Saarbr-Stdt]. RA.: Mich werd de H. ball holle ich werde bald sterben müssen Saarbr-Stdt. — Halegərnos f. scharf gebogene Nase Saarbr-GrRosseln. Har-stösser hārəntī:sər Daun-Neroth m.: dass. Har-weihe s. Haweihe.
 
 
 NRhWB Har V hār Sg. t.: 1. f. Schneide eines scharfen Instrumentes, bes. der Sense, Sichel Siegld, Schleid-Scheven, Monsch-Witzerath; hārt f. Schleid-Dahlem; du hest en schün H. geklopp.2. n. Dängelstock zum Schärfen der Sense, Sichel, Aach-Breinig (f.), MGladb, Düss-NCassel, Kref-Linn, Mörs-Lütting Friemersh, MülhRuhr, Rees, Dinsl.

haren nach Wk. III 8 in einem Ostpfeiler (Altk, NNeuw, Sieg bis Bröltal, Waldbr, Gummb, Siegld), dann in einem Westpfeiler (WSchleid, Monsch, Malm), dazwischen im Rip kloppen, aber um 1923 noch zahlreiche Restpunkte, von 1904—1914 noch mehr; n. Selfk über NErk, Kemp, Kref, Duisb, Oberhsn ist h. allg., u. zwar -ā-; in den Kr. Altk, Siegld, Waldbr, Gummb, Sieg daneben --, –ēə- [köln. Teil von Neuw, mSieg -ę·r.-; Heinsb-Effeld hārələ; Kemp-Dornbusch Lobberich, Geld-Hinsbeck, Gummb-NSessmar hārtə; Monsch-Kalterherbg, Eup hārdə; Neuw-Altenhf Bruchhsn NElsaff Elgert Schönebg, Altk-Brachb Freusbg Neitersen, Sieg-NPleis, Jül-Titz, Geld-Wetten, Mörs-Venn (an hart, härten angelehnt) --, –·ə.-; Mörs-Vennickel hārnə [in der Zs. Har-stock (s. d.) reicht das Wort durch die NEif zur uSaar hin in ein Geb., wo haren nicht vorkommt] schw.: die Sense, Sichel, das Sicht h., durch Klopfen schärfen. RA.: Dem kann mer en Sensel om Nawel h. so voll hat er sich gegessen Altk.

ab- haren: etwas a., abhauen Wittl (--).

Har-amboss hēərampəs m. Waldbr-Denkl, Gummb-Hombg; hēătampəsχə n. Sieg-ODollend: kleiner A., in einen Holzblock eingeschlagen, auf dem die Schneide der zu dängelnden Sense udgl. aufgelegt wird. NRhWB Har-ball Aach-Walh f.: dass. Har-block Eup, Geld-Baal m.: dass.