| NRhWB Eisen Rhfrk aisə, ęi-; Mosfrk ę·i.- [Zell, Koch, Mayf y.-]; Rip ī:-, doch daneben die ältere Form ī:zər, die Nfrk vorherrschend ist [izər Monsch-Witzerath, MülhRuhr; isder Wesel]; davon für Bed. 2 ein Pl. -ərə n.: 1. wie nhd., der Stoff u. ein Stück E., ohne Pl. Sorten: Band-, Draht-, Rund-, Platteisen, Stahl. RA.: Fas (fest) wie I. Aach-Mariad; en Kerl wie E. stark Allg.; Holz wie E. sehr hart Allg.; en (Kopp) va I. widerstandsfähig Allg.; wie e weld Dier, dat I. friss Köln. Et Metz schnickt (schneidet) I. över es ist sehr gut Eup-Raeren. Nut brich I. MüEif, Allg. Hej kann I. met Hande breke der Starke Emmerich. Et es beəter, I. gekneət as Bruət ohne Nuət gebeət Heinsb; beətər op I gekneəne wie öm Bruət gebeəne (gebeten) MGladb. E Stöcksken I. wie en Mus kömmp got te pass em Schmedshus Kref-Osterath. Mer moss et I. schmedde, su lang et warm es Rip, Allg. De Tong schleiht I. die Zunge des Betrunkenen Eup. De stiehlt alles wie ke glihrig E. Bernk-Hottenb, Allg. (mit zahlr. Var.); de kann angesch nücks lige losse wie glühdig (hess) I. on Möllesten Sol-Leichl, Allg. (s. auch glühig). mit Forts. mar dij motte noch platt legge, anders roalt hen se för sich op Geld-Schravelen. He üs van I. un Stohl MülhRuhr, Allg. Fresche Mot geht dorch St. on I. Düss Wat ös stärker as I. on St.? Antw.: Et Für MGladb. Inner (en) et alt E. kommen (gerode) wie nhd. Bitb, Allg.; bei et alt I. gehüre unverheiratet, älter geworden sein Rip. Allg.; et as aus met mer, se werfen mech gleich inner't alt E. Bitb. Alt Wiver [Bd. 2, Sp. 95]
on alt I. hüre beienen Schleid-Hellenth. Al E., ale Goss, al Fraən, ale Verdross Bitb. De haut äver dren (prügelt) wie op (en) alt I.; der geht an de Ärbet, wie wanne en al I. schlög Schleid-Hellenth. — Rätsel. Henge on füre Flesch on en de Medse Stohl on I. Pferd, Bauer u. Pflug Dür, Verbr. Ich werpen et ruət en et Wasser, on et kömmp schwarz erus (glöhnig I.) Schleid-Reifferschd. Wat es stärker wie Erdengrund? Et E., et schleht en wund Bernk-Erden. — 2. Geräte aus E., mit Pl.; es handelt sich eigentlich um Zs., bei denen nur das Grundwort E. angewendet wird, weil sich das Bestimmungswort aus dem Inhalt des Satzes von selbst ergibt; so können folgende Geräte: Bügel-, Heb-, Huf-, Porkel-, Rickel-, Steig-, Stick-, Stoch-, Streich-, Strick-, Taken-, Waffeleisen einfach E. genannt werden. Dem auf die Wanderschaft gehenden Schleifer gilt der Spruch: Din I. schlip, haul (halte) scharp de Hip (Häpe) on glöf an Gott, dat hölpt di fort! Mettm. Et Perd hat zwei I. verloren Hufeisen Rip, Allg.; lot de Peərd mar wirke, die häbben Iserən onger! lass die arbeiten, die es vertragen können Kref; dat Mädchen hat en I. af sie hat ein uneheliches Kind Malm, Rip; de Jong hät en I. afgetredde ist Vater eines unehelichen Kindes Wippf, Rip; de hot de E. afgeroppt krit er hat die Sterbesakramente empfangen Bernk-Merschd; dem werde de Isər afgebroke dass. Düss-NCassel. He es lever en den Risern wie en den Isərn in den Messern, lieber auf der Flucht als gestochen NBerg; besser durch R. wie durch Stohl on I. Sol-Leichl. De Kuh hot E. bei sich eine Nadel oder einen Nagel geschluckt Hunsr. He sprong os en et I. in die Geschirre, störte uns Aach. Ich sen em of die E. gong bin scharf hinter ihm her in der Kontrolle Saarbr. De Isəre klapperten die Strickeisen Rip. Ich huərt dat I. klappe, ich sohch de Waffele backe Waffeleisen (aus einem Kinderld.) Monsch. I. on Fünkelsten das alte Feuerzeug. En Eis-chen kleiner, eiserner Meissel Trier; et E. Hebeisen usf. Eisen- in der Zs. wie –erz, –blech, –draht, –giesserei, –guss u. bei Geräten –pflug, –walze, –welle u. bei Klickern –dotz, –klicker usf. wie nhd.; doch zieht bei Geräten udgl. die MA. den Gebrauch des Adj. ‘eisen’ vor; sonstige Zs.: Eisen-achsen-wagen m.: W. mit E.achse. Eisen-apfel Allg. m.: harte widerstandsfähige A.sorte. Eisen-bäcker Ahrw m.: in der RA.: Ech möt es lache, wann de Stöck (Reben) verkalte, sät de E. dann gesagt, wo man das Gegenteil von dem meint, was man zu erhoffen vorgibt [die Familie Tils wird E.bäckersch genannt, von der ein Vorfahr E. hiess, vermutlich, weil er zuerst in einem eisernen Backofen oder so hart wie Eisen seine Waren buk; [Bd. 2, Sp. 96]
ein Eisen (Wirt) hatte diesen Ausspruch getan; des Nachts aber waren die Reben erfroren]. Eisen-bahn ę·i.zə-, ī:zər- (s. S.) f.: 1. wie nhd.; meist einfach ‘Bahn’. RA.: We et längs lef, krit de I. Jül, Verbr., — kret doch alles, och de I. Heinsb. Et es die hehkst E. höchste Zeit Birkf, Allg. Mach dir ken Gedanke um die E.! unnötige G. Saarbr-Berschw. De E. wor onsen Dudevugel von einem Fuhrmann gesagt Trier. Spottverse auf die E. I., Schlengerdroht, Schluff! Kref. Lusteg es de E., schaffe nore Lombe dron! Trier. Wiegenld. Ri-rarutsch, mer fahre op der Kutsch, mer f. op der I., on wenn et dusend Dahler kos; d. D. es ke Geld, ri ra-rutsch Bergh. — 2. übertr. a. Klicker mit Streifen, Reifen gezeichnet Simm, Neuw. — b. scherzh. aus der Nase herunterhängende Rotzfahne Saarl-Knausholz. — c. Syrup (nicht scherzh.) Birkf-Idar; -bahnschmier Birkf-Herrst, Wend-Nahbollenb. — Zs. nach dem Nhd.; dazu: PfWB Eisen-bahnskappe f.: wie nhd. RA.: Döh em (dem Kalb) en E. op, dann sall et wahl saufen Altk-Birken, MGladb, Grevbr. Eisen-bahnsrotte f.: Arbeiter, die am E.damm arbeiten. RA.: Donn de Botterramm fot, do kömmp de E.! MGladb. PfWB Eisen-bahnsschnorres Kobl-Bend m.: scherzh. Schnurrbart mit wenigen u. kleinen Haaren = alle Statione e Hor. PfWB ElsWB LothWB Eisen-bahner -ā:-, –:- Allg. m.: an der E. Angestellter, meist ener van der Bahn Ahr. Eisen-bäuzer Eusk m.: en ale I. Schimpfw. Eisen-beiss Ottw-Hasborn m.: zorniger Mensch. Eisen-bellen -bę·l.ə, –be·l.kəs Heinsb-Neuhaaren Dremmen Pl.: Teufels abbiss, succisa pratensis. Eisen-berg Boppard m.: op de E. komme auf den Friedhof, sterben. NRhWB Eisen-blech n.: wie nhd. RA.: Er isch usgestoppt mit I. un Ref (Reif) er sieht ausgehungert aus Saarbr-Güding. Eisen-bumme -bo·m. Verbr. (s. S.) f.: dicker, eiserner Klicker. Eisen-erde -ę·ə.rt Kemp f.: rötlich-braune Sanderde. Eisen-farbe Allg. f.: Ofenwichse. Eisen-farbsknopf -fę·r.fsknǫp Erk-Nossem m.: Wiesenknopf, sauguisorba offic. Eisen-feil -fil, –filzəl Klevld; -ī:- Köln m.: -feilspähne. Eisen-ferken Düss-Hucking, Kref-Linn, Mörs n.: Kellerassel, weil der Panzer bronzefarben ist u. das Tier gedrungen wie ein Schwein gebaut ist; E. werden einem Wallach beigesteckt, wenn er sein Wasser nicht lassen kann. eisen-fest -fęsdə Siegld, Altk (Sieg) Adj.: sehr stark; de Jong muss en Botze (Hose) han, die muss i. sein; i. mür wie Dreck scherzh. mürbe wie Staub Siegld-Kromb. Eisen-fresser Bergh, Dür m.: Grossprecher. NRhWB Eisen-fuss -fū·ə.t Mettm, Sol m.: Stock mit eiserem F., auf dem die Schuhe genagelt werden. Eisen-galle (s S.) Saarbr-Sulzb, Ottw-Neunk Eppelborn, Wittl-Muhlb, Sieg-Rhönd f.: eisenschüssiges Gestein, Raseneisenstein; meist Sandstein, der der Verwitterung widerstand u. nun beim Ackern aus dem Boden gepflügt wird; roter Quarz. NRhWB PfWB Eisen-garn [Bd. 2, Sp. 97]
NBerg n.: G., zu Schnürriemen verwandt. | |