| NRhWB Fliege Rhfrk, Mosfrk, wo mek, –ø- gilt, fehlend bis einschl. Bitb-Geichl Wissmannsd, ausschl. Rittersd Fliessem (in Prüm noch mek in Arzf Binschd Büdesh (u. fl.) Kopp Mürlenb Philippsw), einschl. Wittl-Seinsf Bettenf, Daun-Gillenf Immerath Demerath Mehren Darschd Utzerath, Aden-Ürsf Retterath Kelbg Welcherath Nürbg Kaltenborn Ledenb, Ahrw-Kassel NHeckenb Schalkenb Königsf Westum Breisig Kripp, Neuw-Hönning Breitschd Honnef Rossb (südl. davon einige Orte fl. u. mek, z. B. Siebenmorgen Hargarten ORaden Giershf), Altk-Elkenr [an der Nahe hat Birkf flei u. mek, –i-; Baumholder mehr mek; die Gegend von Birkf-Fischb mehr mek u. nk; im Mosfrk flē:χ, Pl. -ē·ə.n Bitb-Mettend; flē:, –e·i., Pl. -jən Altk]; n. der o. angegebenen L. Rip -ē:χ; NBerg -ī·ə.χ bis zur Ürding-L.; [Bd. 2, Sp. 608]
ö. davon -ē-; ö. u. südl. Lennep-Blomb Lüttringhsn Lennep Bornef Schückhsn -ęi-; SNfrk (wo auch Knos konkurriert) -ē:-; doch w. Geilk-NBusch Stahe Selsten Brüggelchen > -e·i.- übergehend; Kemp-DülkenStdt -ę·i.-, u. innerh. Düss-OCassel Heerdt, Neuss-NDonk Büderich, Kref-Osterath Willich, MGladb-Neersen, Kemp-Klörath Hagen Ödt Mülhsn, Kref-Kref Verbg Ürding -e·i.-; Klevld -ī-; Duisb, MülhRuhr -ī:-; Rees-Vrasselt, ö Rees-Bienen Milling Heelden -ē-; Pl. -jə(n), –γə(n) (Demin. fehlt) f.: 1.a. die Zimmerfl. RA.: Et git dreierlei Fl.ə: Atfl, Watfl., Nochfl. — Wiesu? — Ja, da's doch efach; köt me em Mai ene Zemmer on sitt (sieht) zofällig en Fl., da sät me ,1 Jösses noch, at (schon) Fl.ə; köt me em Augus en sue Gehöch (Behausung) on et duschen enem honderte Fl.ə om de Uhre, do sät me ‘Wat Fl.ə’; sitt me äver öm Kresdag erom erges en Fl., dann hesch et ‘Nu sich ens a, noch Fl.ə!’ MüEif. Lorenz mät de Fl.ə, Bartelemis fänd (pfändet) se, Mechel fängk se, Märten hängk se Eusk-Billig. Su let (leicht) wie en Fl. Monsch-Zweifall. Et es so heit, dat de Fl.ə van der Wangk (Wand) fallen Elbf. Wie en Spenn op en Fl. lore (lauern) Köln. He het Mut as en Perd on Mag (Kraft) as en Fl. Mörs. Su frech wie de Fl.e jen Kerch Monsch-Mulartzhütte. Wen os on der Kirch am frechsten? En Fl., die scheisst dem Her op d Nas Prüm-Ihren — die setz sech dem Pastur op der N. Bergh. Hungerege Fl.ə un magere Lüs bissen üverall an Köln. Her reskiert alles wie en Fl. op ene Pott Aach. He geiht as en Fl. en de Kernemelk sehr unbebolfen Mörs, Neuw. Den ärgere (hengere) de Fl.ə an der Wand (Mur) Rip, Allg. Blif stell, on verzäll nücks; et sin ze vill Fl.ən an de Wand! Unberufene, die es nicht hören sollen MülhRh-Nittum. Je magerer der Hongk (Hund), je miəh Fl.ən Sol. Der leck en Fl. em Sem (Seim, Gelee) af der Geizige Dür-Gürzenich. Ech kann gen Ferkesserei utstoəhn, sät de Frau, do knätschde se de Fl.ə en et Flakrut (Fladenkraut) Heinsb. Zwei Fl.ə met enem Lappe (ener Klappe Sol, Köln) schlohn Allg. Necks afschlohn as Fl.ə alles annehmen Klev. De kann kenner Fl. wat te Leid donn Elbf, Neuss. Dat as der es (einmal) Tubak, wumat mer de Fl.ə verdreift Bitb-Rittersd, Allg. Jag mer nit de Fl.ən an de Kopp! mach mich nicht böse Mettm-Vohw. De föngk flöck (schnell) Fl.ə, ävel ful Ferke Heinsb. Beter Fl.ə gefange as mötig gegange Nfrk, Allg. Menste, ek söt (sässe) hie för et Fl.ə fangen? Elbf. Em Dunklen es got munkeln, äver net got Fl.ə fange Köln. All Batze helpen alt, sät der Wolf, du schnappt he no ener Fl. Schleid-Reifferschd. Met ene Dropp Honig krit mer miəh Fl.ə als met e Tass Wing (Wein) [Bd. 2, Sp. 609]
Erk-Körrenz, — as met enem Pott voll Essig NBerg. En der Nut friss der Düvel Fl.ə Rip, Allg. Wenn man en Fl. op Sit makt, kommen er hondert no de Begräfnes Mörs, Geld, Klev. De Fl.ə gen bal fett sie sterben bald Prüm-Ihren. Se sterve wie de Fl.ə MGladb. — He hät en Fl. em Og ist leicht betrunken LRip, Geilk, Eup; de hat Fl.ə en der Mongk ist mundfaul MGladb. De hät de Fott voll Fl.ə sette Schulden MGladb-Rheind. Gej könnt net so völ op öm an as op en Fus (Faust) voll Fl.ə Klev, Rees; do ka me so wennig op an as op en Hand voll Fl.ə Geld-Kevelaer. De Frau mäckt van en Fl. en Elefant Klev, Rees. — Kinderld. Fl., wenn ech dech kriege, reuss ich der dat lönke Beinche aus; dann mosste hänke (hinken) of einem Schönke on kommst en et Krankehaus! Altk-Willr, Neuw-Dierd. Et konne zwo Fl.ə os Konner wege (wiegen); et get mech Wonner över W., we de Fl.ə wege konne Schleid-Berk. O, do setzt en Fl. an der Wangk (3mal), wollt ech se krege, ging se flege (wollt ech se packe, fing se an ze kacke); o, do setzt en Fl. an der W. (3mal) Düss, Verbr. — Volksgl. Fallen die Fl. durch ihr schmerzhaftes Stechen auf, so entsteht meist am Tage noch ein Gewitter; setzen sich die Fl. auf einen Kranken, so stirbt dieser bald Allg. — b. bes. Arten; die Bremse, Schmeissfl., tabanus coecutiens, nennt man decke Fl. LRip, Grevbr, MGladb, Geilk, Kemp, Kref, NBerg verbr. [abseits Bitb-Betting, Daun-Üdersd]; bleng (blende) Fl. Rip, Nfrk verbr.; dof (taube) Fl. Berg, Dür, Jül verbr.; schel Fl. Altk, Siegld, Malm, Prüm, Neuss-Hülcherath; der jag schelen Fl.ən no er ist ein Narr Altk; geftege Fl. Bo, Köln, Bergh, Dür, Neuss verbr.; s. auch Brumm-, Dreissfl.; al (alte) Fl. Grevbr; welde Fl. MGladb-Rheyd; gris Fl. Mettm. — 2. übertr. a. sachl. α. en spansche Fl. Zugpflaster Aach, Elbf, Rees; sp. Fl. als Pulver gibt man dem zu geniessen, dessen Liebe man erwerben will Elbf. — β. Kreisel Neuss-Dormag. — γ. Bartansatz unter der Unterlippe Verbr. — δ. zwölfte Tour im Fangsteinchensp., wobei man die in die Höhe geworfenen St. von oben auffangen muss Altk-Mehren Püschd. — ε. Haferdeckblätter, Hawerflege Koch, May. — b. persönl. α. leichtsinniger, unbeständiger Mensch Allg.; en leite Fl. Kref. — β. magerer Mensch; en därre Fl.ə Altk-NFischb, Neuss. — Abl.: dat Geflegs lästige Fl. Rip. Fliegen-bein (s. S.) Allg. n.: 1. wie nhd. Was haben wir gekocht? Antw.: Fl. Siegld-Weidenau. — 2. verächtl. Mensch mit dünnen Beinen Grevbr-Wickerathbg. Fliegen-dreck Allg. m.: -kot. Fliegen-driss -e- Rip m.: dass. NRhWB Fliegen-drumm -o- uWupp, Gummb, Erk m.: dem Zugtier über die Augen reichendes Geflecht [Bd. 2, Sp. 610]
aus Fäden zum Schutz vor Fliegen. Fliegen-fädem Dür m.: dass. Fliegen-falle -fęləkəs Geld-Schravelen Pl.: Sonnentau, drosera rotundifolia. NRhWB PfWB Fliegen-fänger m.: 1.a. einer, der Fliegen fängt; auch eine Vorrichtung (Glaskugel) zum Fl.fangen Verbr. — b. Grasmücke Eusk-Zülp. — 2. übertr. a. oberflächlicher, grosshansiger Mensch ohne besondere Einkünfte Sieg-Leuschd, Köln, MGladb-Giesenk; einer, der um eine Sache herumgeht Bergh-Glesch. — b. magerer M. Neuss-Dormag. — c. scherzh. Polizist Sieg-ODollend. Fliegen-farn (s. S.) Verbr. m.: männliches Farnkraut. Fliegen-flips Köln m.: Windbeutel. Fliegen-fuss (s. S.) m.: 1. wie nhd. Allg. — 2. übertr. -f:sχə Windbeutel Köln. Fliegen-garn (s. S.) n. Mos allg. n.: 1. –netz der Zugtiere zum Schutz gegen Fliegen. — 2. verächtl. Schleier der Damen Aach, MülhRh. fliegen-geck Dür-Geich Adj.: scheu vor Fliegen, vom Vieh. Fliegen-gift (s. S.) Allg. n.: wie nhd. Fliegen-glas Allg. n.: wie nhd. NRhWB Fliegen-hut Kobl-Vallendar, Rees m.: Fingerhut, digitalis. Fliegen-jagd -jāx Daun-Esch, Malm-Vith f.: -garn. Fliegen-jäger Jül-Bourh, Erk, MGladb-Giesenk, Heinsb-Rathm, Kemp-Brüggen SThönis m.: -garn. Fliegen-käse -kī:s Heinsb-Haaren m.: -pilz. Fliegen-kast SNfrk, Klevld m.: -schrank. Fliegen-kirmes Rees-Spellen f.: letzte K. des Jahres in der Umgegend (wenn die Fl. sterben). NRhWB Fliegen-klappe -klap Verbr. f.: wie nhd. Fliegen-klatsche -klat uWupp f.: zwei Brettchen, die an ihrer langen Seite durch ein aufgenageltes Leder verbunden sind; ihre innere Seite wird mit einer süssen Flüssigkeit bestrichen u. etwas von einander aufgestellt; wenn viele Fliegen darauf sitzen, wird sie zusammengeschlagen. NRhWB Fliegen-kraut -ū- Mettm-Gruiten n.: Farn. Fliegen-kuh -kō: Koch-Laub f.: ein mit den Deckblättern des Hafers gefülltes Kissen. Fliegen-leim (s. S.) Allg. m.: wie nhd. | |