| NRhWB Fenster Rhfrk findər, –e- bis zur t/st- L. [fe·n.d- u. fen- Saarl; fīd- Merz-Bergen Schilling, Trier-Bonerath; fid- u. fend- Birkf]; sonst -inst-, –e- [-ī- Wittl-Landschd, Prüm-Mürlenb; -ē- Kobl-SSebastian, Aach-Walh; -ę- Eup; -ø- Monsch-Witzerath]; doch uMos (Koch, Kobl, May. Goar), auch Neuw, WAltk hier u. da fisdər [-ī- Simm, Zell-Raversbeuren Pünderich, Bernk-Crummenau Mülh Woppenr, Wittl-Dörb Meerf, Trier-Fell; Siegld im N. (Fernd Hilchenb) fisdər; südl. davon -esd- bis einschl. Brauersd Netphen Volesbg Siegen Goseb NSchelden; -iəsd-, seltener -eə- von Nauholz Beienb Dreisb Breitenb Eiserf ab südl.; im Freien Grund -isd-; Waldbr -inst- u. -eist-; Pl. -ərə(n), Demin. -ərχə, –ərkə f. Rhfrk. Mosfrk durchweg, auch Rip hier u. da, Aden-Liers, Neuw-Asb, Schleid-Hellenth, Monsch-Witzerath (f. u. n.), Bergh-Hüchelhv (f. u. n.), Eup, Aach, MülhRh-Immigr, auch Heinsb; sonst n.: 1.a. wie nhd., je nach dem Raume Abtritts-, Dach-, Gang-, Kammer-, Köche-, Söllersch-, Specher-, Stall-, Stuve-, Trappef. usf. Rip, Allg.; F.ə wie Porze auffallend grosse F. Schleid; en Gesicht wie en F. Goar-Carb; de F. opmachen (open- Nfrk; los- Klev) (oprichten, –stellen Bitb). RA.: Makt dat F. efkes los! wenn einer sich zu sehr lobt oder lügt, damit der Dunst herauszieht Klev, Allg. Se hät de F.ə op ist schwanger Kemp. Do mache se en Kölle kein F. für op es ist eine unwichtige Sache MülhRh, Ess. Et F. steht weitewan (sperrangelweck) op Saar, Allg. En leiger Büəl un ne grote Schnute kömmt mi för wie en F. ohne Rute Ess. Em die F.ə verglasen einwerfen Saarbr-Sulzb. Dat es en schlecht Kermes, wu kein F.ə kapot gihn Kobl. De F.ə davere (ziddere) Nfrk, Allg. Se let de F.ə lustere ist schwanger Viersen. De Oge sin de F.ə van et Hart (Herz) Geld-Aengenesch. Wat es noch klenger als en Mus en hat miəh F.ə als et Stadthus (en Herenhus) der Fingerhut Aach, Viersen. — Enem [Bd. 2, Sp. 384]
op de F. tuppe (kloppe) verstohlen sich bemerkbar machen Rip. Dat flüg kenem Bur en de F. mit den Sachen kann ich doch anfangen, was ich will; Antwort auf die Frage: warum wirfst du die Sachen so herum? Sieg; du kannst kenem B. an (in) de F. lofen keinen Schaden anrichten Trier-Ittel; et ös kenem B. on't F. gangen! tröstend bei einem Fehlwurf Malm-Dürler; de sprengt noch kenem en de F. er tut nur so aufgeregt Gummb-Nümbrecht. He log mem Röcken fürm hölze F. Sol-Leichl. Se kucken durch de F.n wenn die Küchlein an den Flügeln der Glucke herausgucken Koch-Lutzerath. Der sprengk och nich meh dürch et F. er ist korpulent Gummb-Berghsn. Dat es en Schif (Scheibe) ut et F. ein Kind ist gestorben MGladb-Rheind; dat es mär en Rut us en F. wenn ein Junggeselle stirbt Aach. Kikt es et F. üt, as gej genne Kopp hät! spiele einmal Trumpf aus, wenn du keinen hast; wenn etwas Unmögliches verlangt wird Klev, Rees. Wenn se nit well, hält se nit stell on kickt ok nit tum F. herut eine besonders Eigensinnige Mörs. Ös en fröndliche Frau em Hus, su lach de Freud zom F. erus Bo-Dransd. Wat mer zer Dir eraus get, dat kemmt zu de F.n widder dubbel erun Daun-Neroth. Et Geld an Dür on F. (zom F., no gen F. Eup) heruswerfe verschwenden Rip, Allg.; do flüg et an Dörre on F.ə herus dass. Sieg, Allg. Et benedecht on dem Haus, et kennt zu Diren on F.n eron Prüm-Ihren. Do luert de Ärmot an Dür on F.ə erus Dür-Gürzenich. De Kenner fresse de Kitt von de F.ə solche Armut herrscht da Westerw, Trier. — Et Finsterchen kleines F. am Stall, Hühnerhaus Allg. — Rätsel. Et is net inn un es net aus un hot doch jeder Mann am Haus Meis-Medard. — Putzt man bei Lampenlicht die F., dann sätt (sagt) de Lamp, et es klor; dann sätt der Dag, et es net wohr Kref-Fischeln. Klopft ein Vogel ans F., so zeigt sich etwas an Allg.; ein Kind, zum F. hinausgereicht, wächst nicht mehr, wenn es nicht sofort rückwärts durch das F. ins Haus zurückgereicht wird oNahe. — Beim Bohnenratespiel wendet sich der Fragende an den Ratenden mit den Worten: Hand (= 5 Bohnen) oder F. (= 6 B.)? Trier-Tarforst. — b. F.öffnung; em F. stohn; us dem F. gohn; de ganze Dag em F. lige faulenzen u. gaffen Rip, Allg.; der Om (Atem) e jen F. legen pissen Aach-Walh. RA.: Die (Frau) hät Weck i de F. einen üppignn Busen Heinsb-Millen. Geh aus dem Tageslicht! Antw.: Ech setze jo kenem Bur em F.! Rip, SNfrk; das steht im Wege! Antw.: Dat lit jo genge B. en et F., auch: das hat keine Eile, das geht keinen was an Aach, Eup, Rip. Wie küste dran? Antw.: Dat han ech om Fell (Feld) op der F. fonnen [Bd. 2, Sp. 385]
Bergh-Heppend. Die Leit lo were bal die Ärsch zur F. naus strecke Bankerott machen Merz-Nunk. — c. F.brett; de Pott steht om F. Rip, Allg. RA.: Pitter hät sibbe Morge e je Langk! Wo dann? Scherzh. Antw.: Em Fel (Feld) op de F. Bergh-Hüchelhv. — 2. übertr. a. scherzh. Brille; dur et F. kiken Nfrk, Allg. — b. verächtl. Auge; rit din F.kes mor net su wit op! Nfrk; de hät en Paar F.ə em Kopp! Rip, Allg. RA.: Grusse F.ə zieren et Hus Sieg. Sin F.ə sönd ent (nicht) miəh klor geschwächt Eup. — En blau F. blau geschlagenes Auge Wesel; raupige F.ə rot umränderte A. May. — c. aus Grasschmielen rund gebogenes Spielzeug, das die Kinder in den Mund stecken und dessen Öffnung sie mit Speichel füllen Koch-Leienkaul. PfWB Fenster-bank Allg. f.: wie nhd. PfWB Fenster-blei Allg. m.: Bl., mit dem früher die F.scheiben eingesetzt waren. PfWB Fenster-bog Heinsb-Dremmen m.: obere Wölbung des F.geschränkes. PfWB LothWB Fenster-brett Allg. n.: wie nhd. PfWB LothWB Fenster-döppchen Bo n.: Kreisel (der leicht von der Strasse den Leuten ins Fenster fliegt). Fenster-eisen -īzər Gummb n.: das wagerechte oder auch senkrechte E. zwischen den Scheiben (statt Blei oder Holz), an alten Fenstern noch zu beobachten. Fenster-fell Allg. n.: 1. Lamm-, Wildleder zum Putzen der Scheiben. — 2. Schimpfw. für einen hässlichen, kraftlosen Menschen Köln. Fenster-flicker -øg- Trier-Stdt m.: leichter Kreisel, der bei festem Schlag leicht ins Fenster fliegt. PfWB ElsWB Fenster-flügel Allg. m.: wie nhd.; -flīəlchə für sich allein zum Öffnen eingerichtete F.scheibe Simm-Laub. Fenster-gardine (s. S.) Allg. f.: wie nhd. Fenster-gehänge -jəhę·ŋ. OBerg n.: ein winkeliges Eisen am Fenster, mit dem dasselbe in den Zapfen (Turen) eingehängt wird. Fenster-geschränke -ŋk Sieg-Rhönd n.: die Umrahmung der äusseren F.öffnung aus Hausteinen. Fenster-gespann Monsch, Eup, Aach, uWupp n.: dass. PfWB LothWB Fenster-glas (s. S.) n.: wie nhd. PfWB LothWB Fenster-huck -huk Klev-Asperden m.: -ecke. Fenster-hüpfer -hebər Kobl m.: kleiner Kreisel. Fenster-huppert -o- Ottw-Spiesen m.: dass. Fenster-kasten (s. S.) Allg. m.: K. am Fenster, etwa für Blumen. Fenster-klippe -e- Sol f.: -klinke. Fenster-knur Dür-Birkesd m.: kleiner Kreisel. PfWB Fenster-kreuz (s. S.) n.: das hölzerne Innenwerk des Fensters. PfWB ElsWB Fenster-krücke -ø- Elbf f.: dass. PfWB ElsWB Fenster-laden (s. S.) Allg. m.: 1. wie nhd. — 2. scherzh. a. Klapphose Kreuzn. — b. Gesicht Saarbr, Ottw. NRhWB Fenster-latei -latei Heinsb-Lümb Aphv Millen f.: -bank. PfWB Fenster-leder (s. S.) Allg. n.: Ziegenlammleder zum Putzen der F.scheiben. | |