| NRhWB fahren II Rhfrk fārə, an der uNahe südl. des Soonwaldes stark getrübtes -ā-; innerh. Kreuzn-Boos Bockenau Sponh Brauw Wallhsn Gutenbg Hargesh Kreuznach -- [Wend-MBollenb --]; dau fęăt, Part. gəfār, –-; im Mosfrk an der Saar, ein zu beiden Seiten der Mos (bis Hatzenport) hoch nach N. in die Eif sich erstreckendes Geb. mit --, –ō-, –ōă-, –ūə-, dou fr(t), –ēă-, -īă-, Prät. fū:r, Conj. -ī:-, Part. gəfr, –ō-, –ōă-, –ūə-, u. zwar innerh. einschl. Saarl-Niedaltorf GrHemmersd Eimersd, Merz-Merching Brotd Reinsb Nunk Wadern, Trier-Bierf Hermeskeil Abtei, Bernk-Deuselb Immert Gräfendhron Horath Hunnolst Merschd Rapperath Wenigerath Gonzerath Longkamp Kautenb, Wittl-Kindel Kinh, Bernk-Wolf, Zell-Enkirch Briedel Tellig Altstrimmig, Koch-Bruttig Pommern Carden Lütz Macken, May-Hatzenport Dreckenach Lonnig Ruitsch NMendig SJohann Kirchesch Volkersf, Aden-Arft Drees Manneb Kelbg Bongard, Daun-Neroth Michelb, Prüm-Oos Flering Seimerath Wettelsd Lichtenborn, Bitb-Ammelding Karlshsn; sonst Mosfrk, Rip -ā:-, du fīə, –ēə-, Prät. fū:r [Köln-Stdt -ō:-, Bergh auch fūərt; Aach vārət], Conj. -ȳ:- [-:-], Part. jəfā:rə; doch Infinit. fa·r.ə im Kr. Monsch-Höfen Imgenbr Rohren Hammer Eicherschd Rollesbr Steckenborn Strauch Kesternich Simmerath Huppenbr u. im Westerw innerh. Neuw-Lorschd Notschd Vettelschoss Hallerb Windhg, Sieg-Ägid, Neuw-Buchholz, Altk-Birnb Walrod Orfgen Eichen Seifen Rossb Fernth; -:- innerh. Sieg-Mühleip Bohlschd Leuschd [-ę·r.- Monsch-Kalterherbg]; SNfrk vārə, du vīə, Prät. vū·ə.r, –ō:-, –o·u.-, –ǫ·u.-, Conj. -ȳ:-, –ȳ·ə.-, –ø·y.-, –·y.-, Prät. jəvārə; Eup vā:rə, dū vē·ə. (Eup-Ld -ī·ə.-), Prät vō:r, Part γevā:rə; Klevld fārə(n), Prät. fūr, Part. γəfārə(n) st.: 1. f. bedeutet ursprüngl. jede Bewegung, insofern sie zur Veränderung des Ortes dient; so = gehen, reisen, ziehen; heute lebt diese allg. Bed. nur noch in best. Gegenden u. best. Anwendungen fort. a. intrans. α. in der Grube von einem Ort zum andern gehen, in u. aus der Grube gehen Saarbr. — β. met de Holle f. nachtwandeln Westerw, Siegld (be de H.), Sieg (s. Hollen). Fohr bei der Deiwel! geh zum Teufel WEif. — γ. schaukeln, im Kindersp. Goar-NHeimb Trechtinghsn. — δ. wat fehrt de en Marsch! geht schwerfällig [Bd. 2, Sp. 240]
Hunsr. — ε. met de Keh f. die Kühe führen, treiben auf einer grösseren Strecke, z. B. op de Wed (Weide), op de Mort (Markt) f. Rhfrk, Mosfrk bis Malm, Aden, Schleid, Rheinb-Mutschd; eich f. of de Mort met de Kouh; weide f., Veh hede f. Koch-Auderath, Rheinb-Mutschd; Judd, J., Geissebort, iwermor f. mer of de M. Koch-Lutzerath; wo fährschte mot de Köh? wohin treibst du zur Weide; ich f. on de Floss (FlN) Malm; der Schäfer fährt uf Klee un Some Hunsr; war fährschte möt dem Esel? fragt ein anderer den E.treiber, dieser antwortet: längs der anner Schleid-Dahlem. — Mit einem brünstigen Tier zum Bock, Stier udgl. f. ebd., MüEif; mer mosse mot oser Sau bei de Bir (Eber) f. Daun. RA.: Met enem ze Bock f. ihn gehörig zurechtweisen, es mit einem aufnehmen Aden-Kaltenborn, Schleid-Hellenth. — — ζ. in de Acker f. pflügen Saarbr, Hunsr; of (en) de Flur f. Bernk, Trier-Ld, Koch; en dat (op sei) Steck f. Ottw, Merz, Saarbg, Bitb, Wittl, Prüm; op et Langk f. Aach, Jül, Kref, Kemp; mat dem Plug erausf. aufs Feld Bitb. RA.: Spitze Schar, sp. Sch., Bauer in de Acker fahr! Saarbr. — Am (om, um, hier u. da auch em (im), bes. Bitb am (im)) Plug f. pflügen Rhfrk, Mosfrk bis Aden-Hümmel, Ahrw-Bodend, Sieg-Leuschd; man unterscheidet am Pl. f. pflügen u. an de Pl. f. zum Pfl. hinausfahren, sich aufs Feld begeben; es kann auch einfach (de) Pl. f. heissen; en as an de Pl. f. er ist pfl. RA.: Wenn enen an de Pl. fihrt, wenn gefror as, den kret viel Destel Bitb-Fliessem. Fohr gut öm Pl., da kriste Wess (Weizen) genug Trier-Thomm. De fehrt mat der Nas um Pl. er hat eine grosse Nase Bitb-Nasing, Wittl-Salmrohr. Hen hot mat de Schweinen um Pl. gefohr er ist sehr schmutzig Bitb-Nasing. — Daraus ergibt sich der absol. Gebrauch von f. = pflügen, ackern Rhfrk [n. Kreuzn-Schneppenb Gehlw, Simm-Gemünden, Soonwald f. u. ackere; südl. davon zackere], Mosfrk bis Ahr, Neuw, auch im Selfk (Geilk, Heinsb), z. B. der (zur) Soət (Saat) f. [im Rip plögen u. bauen, im Nfrk bauen]. RA.: Wonn e Bauer f. will un hat e stumpe Plug un wenig Fuder dehem, do hat e Kreiz genug Saarbr-Ludw. — Jedes Pfl. heisst f.; doch wo mehreremale gepflügt wird, unterscheidet man broche, stilpe un f. Saarbr-Ottenhsn; br., rehren, f. (den Kartoffelacker) Trier-Kenn; f., rehre Bernk-Rhaunen; br., zereckf., rehren Wittl-GrLittgen; br., bauen, f. Bernk-Dusemond. — En hot sich e Perd ugangen (gekauft), e well net meh met Keihe f. (ackern) Bernk-Neumag. — Mit Adv. drei (dräg, dreg), dinn (dünn), flach, los f. nicht tief; def, en de Boddem, inner Oss (unter Achse Wittl-Dörb) f. tief; fir de Sot, fir de Fricht [Bd. 2, Sp. 241]
f. letztes Pflügen; ze Berg f. beim Pfl. unten anfangen, ze Dal f. oben anfangen (s. d. W.); zer Stoppel f. pflügen im Herbst Neuw-NBreitb; zesomef. zuerst durch die Mitte des Feldes zwei Furchen pflügen u. dann hieran anschliessend die andern (in nassen Feldern); beim Pfl. durch Umstellen der Pflugschar die zweite Furche mit der ersten zusammenpfl.; ausenanner-, iwerenannerf. Saarbg, Bitb. — Ege (eggen) f. Sieg-Leuschd; ackern un en (eggen) f. säen Allg.; feren (furchen) f. Westerw. — η. wirtschaften; su f. ech nou (nun), nachdem meine Frau gestorben ist Schleid-Gemünd Kall. — Ech han got gefahre gut gestanden, meinen Vorteil gehabt; de hät et bes (best) gefahre am meisten verdient Rip, Allg.; he fährt sich got macht ein gutes Geschäft Daun-Auel; do es he ganz got bei gefahre Rip, Allg. — θ. der Vogel fihrt fliegt (das Wort ‘fl.’ fehlt) Birkf-Oberst, Bernk-Bruchw; et fährt Schnee es fällt Schn. Hunsr n. des Soonwaldes (südl. es schneet, –ī-, –ai-); et fährt Ren en de Loft erom Westerw; der Gegenstand fehrt sech bewegt sich hin u. her May-Polch. — ι. va fahrəs vorwärts, frisch voran, gerade heraus; gangk v. f.; ech sall ens met dem v. f. spreəke geradeheraus Geilk, Heinsb. — b. trans. α. ein Stück Vieh f., leiten, bes. zum Bock, Stier udgl. oder zum Markte Trier-Ld, Bitb. — β. einen f., führen Ottw (nicht MOttw u. OOttw, hier ‘führen’), in Saarl in Leb Knorschd Betting NSaub Rümmelb Gresaub Landsw Limb Dorf Pachten Dilling Ihn Rammelfang Siersd Büren Itzb OLimbg Rehl Becking (sonst fīrən, –ē-), Hunsr, Prüm; he fuhr den (Blinden) an der Hand iwer d' Brick; me musst den hem (on't Haus) f., weil en net gut suhch (sah) Prüm; er hot en durch et ganz Dorf gefahre geleitet Hunsr; en Kend en de Schol f. in die Schule bringen Trier-Nonnw; de kan ene mat der Nos erumf. irreführen, hinhalten, beleidigen Prüm-Mürlenb. RA.: Loss dich net van dem am Narresel f.! Ottw-Merchw. Mer kann en Esel en de Kirich f., äwer net on et Beden duhn Prüm-Schönecken, — op de Drank f., awer net duh saufen Prüm-NPrüm. — γ. Pflug f., pflügen Verbr. wie 1 a ζ. RA.: Mach net, dann f. ech emol Pl. möt dir! Altk-Seifen. Et Pl. f. es en Handwerk Trier-Benratherhf. Den Hundspl. met em f. über alles hinaus missbrauchen Bernk. — Furchen f. pflügen. RA.: Dau fährsch jo Furen, dat mer e Perd dren begrowen kennt Bernk-Berglicht. Mit dem is ke grad (richt) Fur ze f. nicht auszukommen Saarbr, Saarl. — Dat Steck (et Land, Feld, de Acker) f. (umf., erumf.) pflügen Verbr. wie 1 a ζ; e fresch gefohr Steck; wie haste dat Steck gefohr? Ech han et ze Dal gefohr, ich har et vorig Johr ze Berg gefohr WEif; dat Feld ös wöss [Bd. 2, Sp. 242]
(wüst), et moss besser gefahre were Ahrw-Rodder. — (Die) Stoppele f. Stoppelacker pfl. Verbr. wie 1 a ζ. — 2. allg. steht f. für die Fortbewegung auf einem Gefährt (Wagen, Bahn, Schiff, Schlitten udgl.). a. intrans. α. Subj. das Fahrzeug; de Wage (Zug) fihrt bal Rip, Allg. RA.: Krakende Wagen f. et längst übertr. kränkelnde Menschen leben am längsten Mörs, Verbr. — β. Subj. das Zugtier Allg. RA.: Wenn de Öss (Ochsen) f., motte sech de Pös (Pfosten) wahren Geld. — Auch ein Mensch kann in diesem Sinne f., wenn er etwa Schubkarre udgl. fährt. — γ. Subj. der Fuhrmann als der Leitende; met em Perd (Oss, Kuh) udgl. f.; met dem Wage udgl. f. Allg.; Koppel f. wenn jede Kuh des Zweigespanns ein Joch für sich hat; am Sillen f. Bernk; boarbes (barfuss) f. ohne Radreifen Bitb-NWeis; de kann got (sicher, net got) f.; he versteht et F.; fas f.; heren-, herus-, derwidder-, dergentf. Rip, Allg. RA.: De fährt, dat mer nit sieht, dat die Rire (Räder) rund gehn er kommt nicht vom Fleck Simm-Laub. Der fährt met dem (N.), wie wenn hen en Braut fihr so vorsichtig Prüm-Ihren. Wer ze f. kriet, de kr. de Schmack (Peitsche) wer Herr im Hause ist, hat das Kommando Wittl-Bruch. Su lang der Fuhrmann net emgeworfen hat, versteht en et F. net Eif. We selwer net mih f. kann, den hirt et ävel noch gere klatschen Prüm-Mürlenb. Mer moss net en alen Fohrmann et F. bibrengen wellen Gummb-Nümbrecht, Verbr. We füər fiəhrt, de füər schiərt wer zuerst fährt, kann zuerst scheren Heinsb. Gut gehowen es half gedrohn, on gut gebunn es h. gefohren Mos; licht geladen on schetzig (schnell) gefahre fährt de Besch (Wald) fort Prüm-Ihren; we got gelade, hät half gefahre Rheinb-Wald. Dono (danach), dat me geladen het, dono mott me f. Ruhr-Steele. Dat F. on dat Lade es got on wahl, äver de ärme Oss (Ochse) moss et Trecke dunn Sieg-ODollend. Bester zweimol gefahre, als emol verladen Köln-Poulh. Langsam gefahre, secher g. Bo-Dransd. Mer moss möt dene Perd f., die mer hät man muss auch mit Leuten umgehen, womit man nicht gut fertig wird Schleid, Rheinb. Wer lang met Ochse fihrt, werd och en Ochs Simm-Buch, Wittl. He hät de Mul esu gruss, dat mer met em Mestwage (Heu-, Sommerw., met Perd on Gescherr) heren kann f. Rip, Allg. Mar gedöldig, ming Kningchere (Kanin), mor f. vir öm For (Futter)! Aach-Merkst. De lösst üəver sech hoppen on f. alles mit sich machen Waldbr, Gummb. — Mit Bed. 3 spielend: De kann f. mit der Hand an de Arsch scherzh. von dem, der kein Fuhrwerk hat Simm-Laub. De Pif (Tabakspfeife) züg (zieht) jo net, do moss de ens debei f. Rheinb-Meckenh. — Ze Berg, ze Dal f. stromaufwärts, [Bd. 2, Sp. 243]
abwärts f., in der Schifferspr. RA.: Et es der nit dieper, sei der Schepper, du fuhr hej fast Rees. — De hat sech fas gefahre wörtl. u. übertr., er steht vor Hindernissen; er hat zuviel sich zugetraut Rip, Allg.; den es f. g. er hat sich zu viel auf den Teller genommen Rees. — Der Fischer fährt no de Alse Maifische fangen Kobl. — Rätsel. Wen fihrt uhne Won (Wagen) an (in) et Hei? die Heugabel Trier-Schleidw. Wann fihrt de Fuhrmann am lefste? Wenn e fashängk (festhängt) Rheinb-Wald, — wann hen net mih wedder (weiter) kan Bitb-NWeis, — wenn et Rad rongk (rund) geht Grevbr-Elfgen; et es kene, de su giərn fiəhrt, als de faslitt Grevbr. — δ. Subj. derjenige, der gefahren wird, gefahren werden; me fährt met em Wagen, met der Bahn, mem Zug udgl. no N.; es kann aber auch heissen ech f. om Wagen (op der Kar, om Schlidden), aber dann stets im Gegens. zu einem andern Fahrzeug, ech fahre om W. on net op de Kar; stets met dem Zug (der Bahn) f., während he fährt op der Bahn bedeutet ‘er ist Angestellter an der B.’; hean as mat him gefoahr er hat ihn während der Fahrt begleitet; er ist auf seinem Gefährt gefahren, ihn begleitend, oder von ihm mitgenommen Bitb, Allg. RA.: Den fährt verspännig er ist stolz Mörs. Wer för verzig Johr fährt, moss no v. J. beddele gohn Aach, Allg.; jong gefahre, ot (alt) gegonge Heinsb-Erpen, Rees; wer en junge Johre fährt, de muss alt ziggelichs (zeitlich) gohn Köln. Ri-ra-rutsch, mer f. mot der (en der) Kutsch usf. Allg. Reide, r. Röss-che, mer f. of et Schlöss-che usf. Kobl-Weissenthurm. Geh ich mit? Antw.: Du fihrsch mem Heblifcheskärche, –blifəskärke Rip, Nfrk, — Hem- Rip, Allg.; dou geihs met, wann de annere f. Eif, Allg.; wenn andere f., könnt gej lope Klev-Wyler. Wer war das? Antw.: De Blosarsch von Bitsch, wonn er net gefahr kimmt, k. er geritscht Meis-Altheckmühl. Besser schlecht (armselig, demödig) gefahre, wie got (hoffärdig, huhmüdig, stolz) gegange (gelofe) Rip, Allg., — as hoffärdig gehangen (gedrähn) Waldbr-Wildbg. Emgedreht (-gekihrt) as och gefahren verschiedene Wege führen zum Ziel, oder wenn man gegenteiliger Meinung ist Daun-Neroth, Trier-Mehring, Bitb, Sol. Geht et nit, dann mott et f. Elbf. Met der Finghet (Schönheit) kann mer net nor Möhle f. Malm-Weywertz. Dat well ech dich sage, we net isst, de werd mager, on e Perd es noch lang kene Wage, on doch kammer demöt f. Grevbr-Otzenr. We got schmiert, de got fihrt mit gutem Gerät lässt sich gut arbeiten; durch Bestechungen, Trinkgeld hat man Erfolg (auch zu 2 a γ stellbar, spielend mit der Bed. 1 a η) Rip, Allg., mit Forts. wer noch besser (zu gut) [Bd. 2, Sp. 244]
schmert, de bei de Deiwel (in de Hell) fährt Simm, Goar, May. — Konstruiert wird f. mit ‘sein’ u. ‘haben’, z. B. α. Der Wage es fas gefahre oder hät sech f. gef.; et sen (seltener han) zwei W. gef. β. dat Perd hät (u. es) emmer got gef. γ. der Fuhrmann es derlans gef., hät (es) ze sihr gef. δ. mer sen met der Bahn gef. (nie han) Rip, Allg. — b. trans. α. Obj. die Last, z. B. Mes (Mist), Puddel udgl. f. RA.: Wat mer gelade hät, dat moss mer f. Dür. En Frau kann mih em Körf (Schuss) erutdrage, äls der Mann möt Kar on Wagel erenfährt Kref-Osterath, Allg. Wer Gecke gelade hät, muss se drage oder f. Rip. Wann de Mes ferdeg es, dann wellt he gefahre sen Dür. De schwerste Krötze (Kreuze) werde gefahre ebd. De Arme, de drinn (tragen) et (ihr Leid), on de Reiche f. et ean de Schees (Chaise) May-Trimbs. Gehe ich mit? Antw.: Wann de dech net wells f. losse, eich drihn dich net Bitb-Kyllbgw. — β. Obj. das Fahrzeug, z. B. Wagen, de Schürreskar udgl. f. Allg. — Übertr. auch in folg. Wend.: Karessell f. Allg.; Schölke f. auf Eisschollen Sieg; Kutschekar f. niedergekauert Eisbahn schlagen Sieg-ODollend; Muchekar (u. einfach Muche) f. auf dem Bauche liegend Schlitten f. ebd.; Kuckeralle f. Kreisel spielen Heinsb-Breberen. — γ. Obj. der Weg; enen Weg f. Allg. RA.: We sech hühter (höher) dreht wie singen Art, de fihrt en ful Fahrt Siebengeb. — 3. von irgendwelchen, bes. von raschen u. heftigen Bewegungen. a. irgendwohin fühlen, greifen, fassen Rhfrk, Mosfrk bis rip. NEif, z. B. fahr net an de Uwe; iwer de Stoff f.; an enen f. ihn berühren; saft (leise) an enen f.; in ebbes erumf. herumstöbern; wofir fährschte emmer an de Backe? Allg. RA.: Ich se mer emol en de Halsgrewel gefohr um eine Enttäuschung auszudrücken Merz-Schweml. Loss mich ach mol f. (Schlitten)! Antw.: Fahr mit de Hand an de Arsch! Simm-Schlierschd; dau fihrsch met de H. hennen eröm! bleibst zu Hause Ahrw-Remag; dorem fahr ich noch nit mit der H. an de Arsch um die Geringschätzigkeit einer Sache zu kennzeichnen Simm. Fahr doch net esu hennen erum! keine Winkelzüge Bernk, uMos, Daun. En de Sack (Bocks, Böggel (Beutel)) f. in den Geldbeutel greifen Allg.; de wess, wat e get, wenn en an (in) de Sack fehrt er hat viel Geld Trier-Gutw; de wess, wou en higreift, wenn en en de Bocks fihrt Merz-Saarhölzb; am Ben eronnerf. bezahlen Birkf-Oberst; an de Kapp f. den Hut abnehmen Schleid-Hellenth; mat der Faust önner der Nos eromf. herumfuchteln Bitb; er is em zwische de Ben gefahr hat sie unsittlich angefasst Hunsr; do hatt ich em an de Kruən gefahre ihn beleidigt MüEif; enem an't Lämmet f. ihn [Bd. 2, Sp. 245]
herankriegen, bes. beim Kartensp. Malm-Weywertz; de fährt net lang dröm er ist offenherzig Malm. — Folg. Wend. auch nördl.: Ene e jene Bart f. ihn ausschimpfen Monsch, Eup, Koch, Merz; en de Kett f. grob werden MülhRh. — b. über etwas f., wischen; fahr es grad mem Doch üver de Schrank, — mem Lompe durch et Zemmer, — mem Besem durch de Stuf! Rip, Allg. — Einem über die Augen udgl. f. Verbr.; eich sen em iwer de Aən gefohr habe ihm einen Verweis erteilt Merz-Saarhölzb; ich sen em äwer iwer de Nös gefohr dass. Merz-Schweml; ech loət mech van dem net üəver de Nas f. nicht befehlen Kempld; dat Kend fährt seine Eltern iwer't Maul gibt freche Antworten Mosfrk; enem öwer de Schnut f. ihn kräftig abtrumpfen Düss; em met dem Orsch iwer et Gesit f. derb erwidern Merz-Saarhölzb. — c. hinfallen, –fliegen, steigen, hervorstürzen Allg. RA.: Ech schlohn der en de Zänn, dat se en den Hals f. Trier, — de Fonken vun der f. Saarbg-Schoden, — de Lappe van der f. Mosfrk, — de Fetze f. Kreuzn, — dass de Borzelbock fihrscht Ottw-Wiesb, — richt en de Lof fährst Wittl-Piesport, — durch Sonn un Mond fehrst Wittl, Koch. — iwer on diwer fährsch! Trier-OEmmel, Kobl-Lützel; eich schlahn der of det Kapital, däss de Zense en der Nachberschaft eromf.! Birkf. Er schleht drop, dat et an (in) Stecker fehrt Bitb. — Hen es met twe Stühl en den Dreck gefahre Geld. Dat es em en de Krun (Krone) (Givel) gefahre hat ihn stolz gemacht Allg.; wat es der en et Höt (Haupt) gefahre? Rip. Aus der Haut f. wie nhd. Allg. — Dat Perd fährt hennen eweg schlägt hinten aus Bernk-Graach. — De kemmt gefohr (hervor) we en Maus aus er Kurscht Brot Trier. — Gefohr kommen herausplatzen, spasshafte Anekdoten erzählen Merz-Saarhölzb. Met ene f. einen zum Besten halten Heinsb-Lümb. — d. zesammef. erschrecken, wie nhd. Allg.; he fuhr eröm wandte sich plötzlich, erschreckt herum Rip; derwidderf. kräftig eingreifen; derbeif. rüstig anpacken; em dorf. einem Widerworte geben u. ihn dabei (mit Worten) übertrumpfen, sich bei einer Arbeit tüchtig anstrengen, etwas Erhebliches leisten; tüchtig zuschlagen; tüchtig zulangen beim Essen Allg.; fohr em es dor! steuere einmal entschieden aufs Ziel los Prüm-Mürlenb; fahr em dar! so eifert man den Kegler an, der einen schwer zu treffenden Kegel vor sich hat; trink das Glas leer Malm-Herresb; schef (schief) f. an den unrechten kommen Schleid-Hellenth; drop fas (fest) f. etwas steif u. fest behaupten MGladb; last enen f. α. an einem mit dem Wagen vorbeifahren; β. ihn absichtlich überschlagen, übergehen Bitb. — e. etwas f. lassen, wie nhd. Allg. RA.: En föscht (fischt) den [Bd. 2, Sp. 246]
Halm on lässt de Gorwen f. Wittl. Pötter, loss de Herrgott f. on hall dech an de Wigge (Weiden) fas, sät de Dreckes, as se bei de Prozessiun en et Wasser fele Bo-Alfter. De Lappe f. l. mit aller Kraft sich an die Arbeit machen Merz; Ströpp (Strolle Trier-Mehring) f. l. gewaltig Tabaksqualm ausströmen l. Merz, Saarbg. — Einen f. l. α. zulassen, dass er fährt; β. durch jmd. etwas f. l.; γ. im Stich l.; δ. furzen Allg. — f. mit einem f., verfahren; he fuhr mat dem ganz deierlich Prüm. — 4. fahrend Got bewegliche Habe, Mobilien, nur noch vereinzelt Wippf-Lindlar. — De hät fahrende Senn will bald dies, bald jenes Sieg-ODollend. — Im WMosfrk steht neben dem jüngern Pass. gefoahr gen noch mancherorts die ältere Konstr. gefuhrt gen geführt werden, u. für ‘führen’ wird dann leden leiten gebraucht. — Abl.: die Fahrerei, dat Gefahrsch, der Fahrer, sech zerf. PfWB ab- fahren: 1. intrans. a. wie nhd., mit einem Beförderungsmittel eine Fahrt beginnen, wegf., doch meist fort-, wegf. — Im bes. Der Bieneschwarm is abgefahr weggeschlagen Hunsr. — RA.: Elo basde (bist du) es mat kaler (kalter) Nos (Nase) ofgefohr mit getäuschten Hoffnungen Bitb-Dudeld. — b. in derber Spr. sterben Mosfrk. — c. abbrechen; der Koərscht elo es neischt weərt, et es mer medden em Schaffen en Zwenken (Zinke) abgefohr Merz. — d. mit einem a. α. wie nhd., in seiner Begleitung. — β. übertr. ihn derb abkanzeln, mit einem umspringen Allg.; der Mester as net schin ofgefohr mat seim Lihrjong Bitb; Pastur es äver möt Kobes afgeschmack afgefahre Rip. RA.: Den ös met öm afgefahre as de Düvel met Doktor Faust Mörs-Orsoy, Rees. Den fahrt dormet af as de Katt met de Mus Mörs-Wallach. — 2. trans. a. etwas wegf. auf eine andere Stelle; den Mes (Fulhof) a. Rip, Allg. — b.α. durch Pflügen ein Stück des benachbarten Ackers abtrennen; doch meist ewegf. Verbr. wie f. 1 a ζ. — β. durch Fahren etwas entfernen, vernichten; enem en Ben a. Rip, Allg. — c. obgefohr gen abgeführt werden (ins Gefängnis) Merz, WMosfrk. an -fahren: 1. intrans. a. fahrend irgendwo ankommen. α. in sinnl. Bed. wie nhd. Allg. RA.: Die (Brautleute) sein vor em Verlese angefahr sie müssen heiraten Ottw-Dirming. Se f. bal an mot dem N. zum Kirchhof Prüm-Ihren. — β. übertr. übel ankommen; do böste äver eklech agefahre Rip, Allg. — b. beginnen mit dem Fahren. α. die erste Schicht im Bergwerk machen, in die Grube fahren Saar, Siegld; more fihrt nomol e ganz Gesellschaft an Saar; et wiərd dreimol am Dag agefahre Altk-Birken. — Anfahrschein Annahmeschein für die Bergleute. — β. mit dem Pflügen beginnen Verbr. wie f. 1 a ζ. [Bd. 2, Sp. 247]
— γ. mit einem Gefährt; nu fahr an, et Perd es ferdeg! Rip, Allg. — δ. anfangen im allg. Sinne; fohr alt es on dermat; et as alt es genug, fir onzef. Bitb-Dudeld. — 2. trans. a. etwas a., heranf. Allg. RA.: En Frau kann möt et Körfke miəhr drutdragen, as der Mon (Mann) möt Kar on Perd anfährt Kemp. — b. etwas oder einen a., durch Gegenfahren berühren u. verletzen Allg. — c. übertr. einen a. α. derb anschnauzen, tadeln Allg.; Pastur fihrt de Kenger (Kinder) an wie ene Schandarm MüEif; enen möt hell Wöərt a. Dür; den fihrt enen an, dat enem de Käs vam Brut fällt Sieg-Birk, — men bald en Schlag kreg Rees, — wie wann e enen verschlenge wöll, — wie net geschet Rip. — β. anrühren, anfühlen Saarbr-GrRosseln, Bitb-Dudeld, Prüm-Feuerschd; doch meist an ihn f. auf -fahren: 1. intrans. a. in die Höhe fliegen; de Vol (Vogel) is ufgefahr Hunsr. — b. mit dem Wagen auf einen andern W., einen Stein udgl. a., festfahren; do semmer äver es gehüreg op enen Sten (en Mur) opgefahre Rip, Allg. — c. aufspringen beim Backen, vom Brot; die Rinde platzt dabei ab u. es entstehen Hohlräume zwischen Kruste u. Krume, in der Regel, wenn der Ofen zu stark geheizt ist; et Brut es ofgefohr, et hot sech schwer geleft teschent de Kuscht on em Mellen Rhfrk, Mosfrk bis Prüm, Aden. — Rasch u. unerwartet sich öffnen, von der Türe udgl.; de Der fährt uf bei einem Windstosse Hunsr; de Aən (Augen) fuhren em op wie Genseschäken (Ginsterschoten) er sah plötzlich etwas ein uSaar. — d. vor Schrecken oder Zorn a., emporspringen; us dem Schlof opf.; fahr doch net terek (direkt) su op! Rip, Allg. — 2. trans. a. ein Feld a., aufpflügen Verbr. wie f. 1 a ζ. — Kartoffeln a., behäufen Aden-Antw Hümmel Pitschd Wershf Wiesenschd, Schleid-Rohr Sommersd. — b. etwas a., Material auf eine Stelle f.; mer sen am Kis opf. zur Wegebesserung Rip, Allg. — c. Essen, Trank a., reichlich auftischen Allg. — d. einen Weg a., durch ein erstes Fahrgeleise den Verlauf eines Weges andeuten Allg. — Eine Strasse a., durch vieles Befahren schädigen unter Öffnung der Schrotdecke Allg. — e. sich ein Glied a., durch F. darüber verletzen; sech en Foss opgefahre han Rip, Allg. aus -fahren: 1. intrans. a. = gehen, nur in vereinzelten Fällen noch; gester sönd ver utgefaəhre haben wir die Wohnung gewechselt, sind umgezogen; winiəh fangt er an et utf.? wann beginnt ihr mit dem Umzug Eup; beim Knabensp. Kettschke (s. d.) heisst das ‘Auslaufen’ utf. MGladb-Rheydt; usfahrens! Zuruf beim Klickersp., der den Rufer berechtigt, seine Stellung so zu wechseln, dass er den Gegner sicherer treffen kann Aach-Eschw; in der Bergmspr., in der jede Bewegung [Bd. 2, Sp. 248]
im Bergwerk f. heisst = hinausgehen. — b. mit dem Vieh a., es auf die Weide treiben WMosfrk. — c. der Hautausschlag fährt aus; de Hut fährt us Saarbr-Völkl; et fehrt em am (im) Gesicht ömmer ebbes aus Bitb-Mettend; et Gesicht as em ausgefahr; dem es et Maul ausgefahr; er hat en ausgefahrenes Maul Saar, Trier, Bitb [auch Sol utgefahren]. — d. grob a., in Worten, Redensarten; de Mann kann forchbar usf., wann e kodd (böse) es Rip, Allg.; hei fährt ut wie en Kuh Mörs-Neuk. — e. met de Hänne (Händen) a. gestikulieren, herumfuchteln Goar-Morshsn. — f. mit dem Wagen a., wie nhd.; Pitter es grad even bei all dem Wedder usgefahre mit oder auf dem Wagen fortgefahren Rip, Allg. RA.: As gej ütfahrt, schont et Perd en den Bül (Beutel), dann kommt gej gut wer t'Hüs Rees. — Ist Wagen, Karre udgl. Subj., dann mehr herausf. — g. ausweichen mit dem Fuhrwerk; Pitter wor ze weck (weit) usgefahre, doröm kom he möt dem rete (rechten) Rad en der Graf Bergh-Hüchelhv, Rip. — 2. trans. a. Kartoffeln a., auspflügen; de Grombern weren mer em Grombernplug ausgefahr Verbr. wie f. 1 a ζ. — b. einen Weg, eine Strasse a., tiefe Spuren durch das Fahren in ihnen hinterlassen, meist Part., z. B. de Weg se all ärg usgefahre Rip, — ausgefuhrt; auch eine Schraube udgl. as ausgefuhrt ausgeleiert WMosfrk. — c. den Dünger a., aufs Feld; den Mös usf.; auch mit Vertauschung des Obj. de Möskul (Mistpuhl) usf. Rip, Allg. — d. ein Rad a., während der Fahrt verlieren Allg. — e. absol. zu Ende pflügen; de ös fruh, wann e usgefahre hät Sieg-Ägid, Koch-Weiler. be -fahren: 1.a. die Grube b., besichtigen, von den Bergwerksbeamten Allg. — b. etwas b., erleben Aach. — 2. einen Weg b.; den Weg mit Kies (Schrot) b., wie nhd. Allg. NRhWB bei -fahren : 1. intrans. zurückweichen, zusammenschrecken; bie die ofgedrodde (aufgetreten) sein, du es e doch beigefahre Kobl-Bend. — 2. trans. a. den Krug b., bei der Herstellung oben etwas zusammendrücken; woər de Grüll et iərschte mol gebäuscht (gebaucht), dann wuər er beigefahre Westerw. — b. etwas b., heranfahren, herbeischaffen Allg. RA.: De Frau get mih eweg, as seine Mann met dem Won (Wagen) beifehrt Koch-Lutzerath. — Im bes. die Fruchtsäcke bei den Kunden abholen u. zur Mühle fahren u. das fertige Mehl wieder bei den Kunden abliefern; de Miller hot ene Knecht, numme fir beizef. Bitb, Prüm. durch -fahren: 1. intrans. a. durchsetzen; du musst besser d. Rhfrk. — b. weiter mit dem Wagen f., übers Ziel hinaus f., die ganze Nacht (udgl.) f. Allg. — 2. trans. a. ein Feld d., zu Ende pflügen Verbr. wie f 1 a ζ. — b. etwas d., beim F. entzwei fahren Allg. ein -fahren: 1. intrans. a. in eine Wohnung einziehen; de [Bd. 2, Sp. 249]
sönt hü egefaəhre Eup. — b. in die Grube f., von den Bergleuten Allg. — c. der Zug fährt grad en wie nhd. Allg. — 2. trans. a. Getreide, Heu e., einscheuern, auch absol. mer sen am e.; mer sen am letzte Heu am e.; mer han us Froch bal all engefahre Rip, Allg. RA.: De fihrt en, äs wenn et Hemont (Heumonat) wär er isst tüchtig Merz-Saarhölzb. — b. ein neues Pferd, einen neuen Wagen e., nach dem Nhd. Allg. er -fahren: 1. nach dem Nhd. vereinzelt; de Boashett (Bosheit) e. gern gewahr werden Elbf; ene erfahre Mingksch Monsch, Verbr. — 2. sich e., schneller machen, sich beeilen; erfohr dich e winnig! Bitb-Hütting. — 3. ərfōăr erschrocken, zusammengefahren; aber auch ərfē:rt, s. er-fähren Trier-Heidenbg. nach -fahren: 1. wie nhd. Allg. — 2. jmd. durch Charaktereigenschaften ähnlich werden; er es dem Varer or der Morer nogefahre Siegld. über -fahren: 1. intrans. auf die andere Seite etwa des Baches f. Allg. — 2. trans. einen ü., mit dem Fuhrwerk über ihn f. u. dadurch verletzen Allg. RA.: Me weərd iəhder (eher) van en Dreckkar överfahren äls van ene Wagel böse Neigungen bereiten viele Sorgen Aach. Scherzh. et ös ene överfahre ein Pferdeküttel Köln-Efferen. NRhWB PfWB um -fahren : 1. intrans. beim F. einen Umweg machen; zurückf. Allg. — 2. trans. a. ein Feld u., umpflügen Verbr. wie f. 1 a ζ. — b. einen Baum udgl. u., überhauf f. Allg. unter -fahren: den Dünger innerf. unterpflügen Rhfrk, Mosfrk.ver -fahren: 1. intrans. a. vor Ärger vergehn, aus der Haut f. Trier, Bitb. — b. in Streit geraten; mot dem sein ech verfahre Koch-Laub. — c. verfarre (Part.) erschrocken Sieg-Ägid. — d. mit einem v., plump umgehn; er verfährt met em wie en Sau met em Besemstill Bernk, — den Hund met dem Brutsak Saarbg-Ayl. — e. sich v. haben, einen verkehrten Weg beim F. einschlagen Allg. — 2. trans. a. de Kar v. han alle Mittel verscherzt haben Rip, Allg. — b. einen Weg v., durch Fahren beschädigen Rhfrk (sonst zer-). — c. -- die Schrift v., undeutlich schreiben Simm-Ravengiersbg; die Rinde beim Lohschälen v., beschädigen Bernk-Merschd. NRhWB vor -fahren: 1. die Strecken im Bergwerk nach ihrer Befahrbarkeit untersuchen, vom Vorfahrer zu leisten Saar. — 2. wie nhd. Allg. Rätsel. E jerer hot's, em Borem (Boden) rouht's (ruht es), de Her befiehlt's, der Kutscher douht's Wortsp. zwischen v. u. Vorfahren Bernk-Bruchw. zer -fahren: 1. sich z., gern u. viel f. Allg. — 2. einen Weg z., durch Fahren beschädigen; eine Wiese, das Gras z. Allg. (aber Rheinfr ver-). — 3. zerfohr unbeständig, nicht festen Sinnes Merz-Merching. PfWB ElsWB zu -fahren: 1. die letzte Furche pflügen Saarbr-Feching, May, Sieg-Hänschd. — 2. ein junges Rind, einen Ochsen z., anlernen Hunsr. — 3. eine Grube [Bd. 2, Sp. 250]
z., füllen durch Anfuhr von Erde udgl. Allg. Fahrens-mann Rheinschiff m.: praktischer, tüchtiger Schiffer. Fahr- in der Zs., wie –bar, –gelegenheit, –geld, –karte, –plan, –schein, –strasse, –stuhl, –zeit wie nhd.; dazu: Fahr-anker Rheinschiff m.: kleiner A., welcher nötigenfalls den Buganker beim Verankern des Schiffes unterstützen soll. Fahr-apotheke MGladb-Rheind f.: fahrbares Büffet auf Bahnhöfen. Fahr-baum (s. S.) Mos, Rees m.: Stange mit eisernem Haken, mit der die Schiffer den Nachen vorwärts drücken. Fahr-bütte -byt Ahr, Siebengeb, Zell-Enkirch f.: Mostbütte (länglich), in der der Most vom Weinberg in den Keller transportiert wird. Fahr-bursche (s. S.) Saarbr, Ottw m.: angehender Beamter im Kohlenbergwerk, der noch nicht Hilfssteiger ist. Fahr-gat Kemp-Süchteln n.: Tor des Gehöftes zum Feld hinaus. | |