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Rheinisches Wörterbuch 
 
Ester II bis et-wa (Bd. 2, Sp. 203 bis 205)
 
  NRhWB Ester II ęstər, Pl. -ərs, Demin. -ərkə Klevld [Klev-Asperden ęsər]; Dinsl, Rees, Ruhr, Mörs, Kref meist ęstərkə n., Pl. -kəs m.: Flurplatte als Fussbodenbelag; Küchenfliese.

Ge-estersch Wippf n.: dass.

Ester-mann Barm, Elbf, Mettm m.: aufrechtstehender Prellstein, Pflasterstein. RA.: Mek fiel en E. vam Hatten (Herzen). Ek schmit dek en E. em Knick! Ester-stein Elbf, Mettm, Remschd m.: Pflasterstein. Ester-werk ebd. n.: Strassenpflaster.

 NRhWB estern ęstərə uWupp, Wippf, Sol, Lennep, Mettm, Elbf, Barm schw.: den Boden einer Küche, des Stalles, den Raum vor der Haustür mit kleinen Steinen belegen, pflastern.

 NRhWB Esterich Rhfrk ędrĭχ bis zur t/st-L.; Mosfrk ęsdrĭχ, - [-driŋ Daun-Neichen Kirchw; -iχt Daun-Auel]; Trier-Ld, Wittl, Bitb, Daun, Prüm durchweg ęsəriχ, -, –rek [seŋk Trier-Aach Beschd Nevel]; Rip ęstəriχ (bis Monsch, Rheinb, Gummb) [Rheinb-Flamersh ęi-] Sg. t. m.: 1. mit Lehm oder Mörtel ausgelegter Zimmerboden Allg.; Lehm an der Decke [gepflasterter Fussboden Gummb-Hombg; mit Steinen

[Bd. 2, Sp. 204]
ausgelegter Zimmerboden NOSiegld]. — 2. Kalk- bezw. Zementboden auf dem Speicher; ein aus Sand u. Kalk (Zement) gemachter fester Boden unter dem Dach zum Aufschütten des Getreides, dann der Dachboden, Speicher schlechthin, auch wenn er keinen E. hat Trier, WEif (bes. Prüm) bis Monsch; op dem Esserich [in Trier-Stdt hatten die ausgebauten Speicherzimmer einen E., der oben einen dünnen, mit kleinen Kieselsteinen vermengten Zementstrich zeigte, der Speicher selbst war mit Brettern gedielt]. RA.: Den hat mot E. gedeckt er hat eine Glatze Prüm-Ihren. — Dasselbe auf dem Heustall Trier-Heiligkreuz Schweich Fell Mehring, Bernk-Gräfendhron. — Die Scheunentenne aus Steinen Daun-Auel, Kobl-Weissenthurm. — 3. der steinige Grund, der sich unter der Humuserde befindet Altk-Herdorf NFischb. — 4. ędrĭχ Kreuzn-Boos, ęsd- Simm-Ebschd: Korb mit Tuch, wodurch über Asche u. Stroh Wasser auf die Wäsche geschüttet wurde beim Bauchen. Sicher zu Asche.

Estrich-zimmer sdrĭχtsęəmər Koch-Ediger n.: Z., dessen Boden aus Zement besteht, meist Getreidezimmer.

estrichen səriχən Bitb-Dudeld schw.: den Boden e., aus Kalk, Sand u. Zement herstellen; do sein de Bodem gəessericht.

Esterek = Elster (s. d.).
 
 
 NRhWB Esterment ęstərmęnt  Rheinb-Flamersh Sg. t. n.: Lärm, Unruhe.

estimieren s. ästimieren.
 
 
 NRhWB Estragon ęstragǫ·n., –ǫ·ŋ.  Verbr.; drāgō Merz; tragū Barm; trigu·ŋ. Kref-Willich m.: Dragun, artemisia dracunculus.

et I s. er, es; et II ē:- = etwas s. iet.
 
 
Etage ətā:, auch ĭt-; Rhfrk, Mosfrk ədā:, Pl. -ə(n) f.: wie nhd.; op de iərzte E.

Etchen ę- = Epheu (s. d.); etchen = es (das Mädchen) s. es.
 
 
etepetete təpøttə, –pə-  Kreuzn, Bo, Elbf, Rees Adv.: langsam, sanft, vorsichtig, zimperlich; e. gohn; auch derjenige, der mehr wie vorsichtig ist, der immer befürchtet, ein Stäubchen auf seine Kleidung zu bekommen, es e.
 
 
 PfWB  ElsWB et-liche ętləχ(ə) Mosfrk, Rip; -ləkə Klevld; im Rip auch hier u. da ęts-, z. B. Sieg-Ägid, Dür; nętlĭχ Trier-Heidenbg, Bitb; ętsĭjə Kemp-Süchteln Zahladv.: wie nhd.; e.(ə) hondert Daler; et git e.(ə) Löck, die ose Herrgott belege welle; user e.ə Jonge; auch en e. woren er do. — E.əmol, auch ən e.mol, e.ərmosse.

Etres = Eidechse (s. d.).; ets ē:- = einigermassen s. iet; etsch ē-, - = Interj. der Schadenfreude s. ätsch.
 
 
Etsch-schlag Waldbr-Eckenhg m.: der letzte Schlag, den die die Strasse verlassenden Kinder sich geben. E. för moren Mettag!
 
 
Etui ętwī: , Pl. -ī·ə. n.: nach dem Nhd.

[Bd. 2, Sp. 205]

et-wa fehlt; dafür so ebbes (jet, wat), flits (vielleicht).