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Rheinisches Wörterbuch 
 
Egge bis Eggenstange (Bd. 2, Sp. 16 bis 18)
 
  NRhWB Egge Rhfrk ö. einschl. Kreuzn-Sobernh Daub, ausschl. Seesb Weitersborn, Simm-Schwarzerden, südl. Soonwald ī; n. u. w. davon ē; Simm, Goar, Zell , Pl. ə [Pl. an der Saar ējə]; Mosfrk in NSaarl ē:t u. ē:χt [sonst ē:; Saarl-Niedaltd ī:; Saarl-Kerprich GrHemmersd :t]; von Merz an durchweg ē:χt bis Bernk, Wittl, SDaun [in Merz vielfach e·i.χt; Merz-Haustdt ī·ə.rt]; doch in Merz, Saarbg, Trier, Bernk untermischt mit ē: u. ē:t; in Wittl, Trier, Saarbg auch mit ē:t u. ī:χt, –i- (jüngere Form); Bitb ēt; Prüm durchweg :t, seltener :χ; Koch :χ u. :χt; Kobl, May :χ; die NEif (Malm, Schleid, NDaun, Aden, Ahrw) :t u. :χ [ī·ə.t Daun-Jünkerath, Schleid-Rohr Waldrf]; beide Formen auch RRip, Neuw, Altk [OAltk :; Altk-Birken ē:, Pl. ē.jən, aber ē:dən eggen; Altk-Seifen :rə] u. LRip in Rheinb, Eusk, Bo, Köln, OBergh; die übrigen lrip. Kreise :χ [Monsch :χt, ę-; Aach ·ə.χ]; Eup ē·ə.x; Berg :tə [in Sol, Düss, Elbf, Lennep daneben :χ; Mettm :χdə u. :χ; Gummb-NSessmar ęit; Gummb-Lieberhsn Lautenb Neuenr ī(ə)rt]; SNfrk ·ə.χ, ē·ə.-, ī·ə.-; Mörs

[Bd. 2, Sp. 17]
(), Pl. -()ə; [t Mörs-Asterlagen Hochemmerich; χ Mörs-Hammerbr Wallach]; Klevld ęk, χ, ęχ [in Rees vielfach ęidə, ędə]; vielfach hat im ganzen Geb. derselbe Ort zwei Formen; der Pl. -ə(n) [im Mosfrk zu ē:t Pl. -tən, im Rip -də] f.: 1. wie nhd. Die E. besteht aus den Längshölzern (E.baum, –balken), den Verbindungsquerhölzern (Reilen, E.scheiden, Leisten, lang u. korz Stang), der E.stang mit den E.krampen, woran die E.kett (-stropp) befestigt ist, die das Werschels (Wage) trägt; sie hat durchweg 24 Zähne (Zinken) (s. d. W. u. die Zs.); E. met u. ohne Strikbalken (s. d.) Mettm; auf dem E.schlitten (-schleife) wird sie transportiert. — Et Perd geht a Plog on E. Allg.; et P. en de E. spanne; de E. behängt sech Prüm-KlLangenf; de E. fort (füttert) sech Grasbüschel udgl. bleiben an den Zähnen hängen Geilk-NBusch, Dür-Heistern. RA.: Holl (nimm) dau de Plug un och de E. un zackere dau, eich kann net meh Bernk-Gornhsn. Eich sin aus der E. en de Walz kumme habe ein hartes Leben durchgemacht Bernk-Rhaunen. Du kös an de isere E. der sich nicht zum Heiraten entschliesst Sieg-NDollend. So lebendig (hüppen) wie en Frösch en der E. Gummb-Berghsn. De Feder ös dem (Gelehrten) se E. on Plog sein Nahrungszweig, sein ein u. alles Eusk-Billig Eusk, Bergh-Horrem. De hät Zänn bi en E. Neuw-Dattenbg. Deus beus sät de Bauer, un spannt seun Frau an de E. Koch-Lutzerath. — Rätsel. Verontwentig hanteren (hantieren), die dont net eəten of drenken on doch et Langk (Land) regeren (regieren) MGladb. Ich wess e Dengk, dat hät 24 Ben on geht om Röcke no hem Dür, Verbr.; 24 Peckhacke, twe Dicksacke, drachter ene Fleutmajor E mit Pferd u. Mann Mörs-Veen. We geht ob der Röck nom Fell? MGladb-Neuwerk. — Volksgl. Die E. müssen abends auf die Schleife oder durch sonst ein Holz erhöht u. gestützt werden; wegen der Kreuze an denselben kann des Nachts eine arme Seele sich vor den Nachstellungen des bösen Feindes darunter flüchten MGladb-Korschenbr. — 2. scherzh. die Schlippen am Gehrock; den hat en E. un Saarbg-Weiten.

 PfWB Eggen-balken Zell, Koch, May, Aden, Neuw, Monsch-Rohren (:χ-), Dür-Heistern, Jül-Barmen, Geilk-Gillr, Duisb-Walsum, Rees-Hamminkeln m.: B., in dem die Zähne der Egge sitzen. PfWB Eggen-baum Allg. m.: Querholz der Egge. Eggen-blatt -ā- Goar, Simm n.: das gesamte Holzwerk der Egge. eggen-breit  Bitb, Daun Adj.: so br. wie eine Egge; ein recht schmales Feld ist nemmen e.; man soll auch nicht nur e. eggen; dat as neistnotz geegt. Eggen-gerippe :χərep May-NMendig n.: -gestell. PfWB Eggen-gestell Waldbr-Dattenf n.: dass. NRhWB  PfWB Eggen-hak(en) -:- Nfrk m.: der H. an

[Bd. 2, Sp. 18]
der Egge, woran die Wage (Werschels) eingehakt wird. Eggen-junge ęk- Eusk, Schleid, SBergh; :χ- NBergh, Jül, Grevbr, MGladb, Neuss, Düss, Kref; k- Mörs; ęk- Geld, Kleve, Ruhr m.: der jüngste Knecht, Junge, der die landwirtschaftlichen Arbeiten lernt u. immer das älteste Pferd bekommt (der mit Eggen beschäftigt wird); nach ihm kommt der öngesch Enk, dann der Enk, dann der övesch Enk und dann der Knecht MGladb-Giesenk. Eggen-kette Allg. f.: Zugkette an der Egge. Eggen-klamp ęk- Geld-Sevelen m.: -haken. Eggen-kloben -kl·ə.f Grevbr-Belmen, MGladb-Giesenk m.: eiserne Kettenschlinge oder der Querbalken der Egge, woran der E.ring befestigt ist. Eggen-koppel īərt- Gummb-Lautenb; tən- Gummb-Berghsn n.: Kette mit Bügel, an der vorderen Querlatte befestigt, die sich beim Wenden aus einer Ecke in die andere bewegt. Eggen-krag -āx Sieg-Scheiderhöhe, MülhRh-Overath m.: Kette mit gebogenem Eisen zur Befestigung der Zugeinrichtung. Eggen-krampen Rip verbr. m.: dass., auch Geläng genannt, an dem der Schwengel mit den Schwengelsketten (Zugeinrichtung) befestigt wird MülhRh-BGladb. Eggen-läufer -- Neuw-Datzeroth m.: Balken am Vorkopf der Egge, an dem der Ring von einer Ecke zur andern läuft. Eggen-piddel Sieg-ODollend m.: -zahn. Eggen-pinn -e- Rip. NBerg, MGladb m.: 1. –zahn aus Holz. — 2. Holz zum Feststecken der E.kette Sieg-ODollend. — 3. scherzh. Zigarre uWupp.  PfWB Eggen-ring Allg. m.: wie nhd. Eggen-scheid -ēt, –ek Neuw, Sieg, Bo, Monsch, May, Grevbr-Elfgen n.: Querholz der Egge, Reile. Eggen-schleife -lēf Rip; -līəp NBerg; lēp, –ei- Nfrk; auch Rhfrk -lf Kreuzn f.: Schlitten zum Transportieren der Egge; -lēfholts Dür-Heistern. PfWB Eggen-schlitten (s. S.) Allg. m.: dass. PfWB Eggen-schrag -ā:- Kemp-Napphsn m.: dass. Eggen-schwengel -ę- Sieg-Fussh, MülhRh-BGladb m.: Sielscheid an der Egge; E.krampen. NRhWB Eggen-seil ęksēl Kemp-Lobberich Hüls n.: Zugkette für Egge u. Pflug. PfWB Eggen-stange Simm, Wittl f.: Eisenstange an dem Vorkopf der Egge mit dem Wennring, woran das Zugtier befestigt wird.