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Rheinisches Wörterbuch 
 
Grund II bis Grundbirnengarten (Bd. 2, Sp. 1456 bis 1462)
 
Grund II
Abgrund
Grund-
Grundbirne
Grund-birnen-
Grundbirnenäpfelchen
Grundbirnenarn
Grundbirnenball
Grundbirnenbauch
Grundbirnenbäuchel
Grundbirnenbauer
Grundbirnenbickel
Grundbirnenblume
Grundbirnenbranntwein
Grundbirnenbräterchen
Grundbirnenbrei
Grundbirnenbrühe
Grundbirnenbull
Grundbirnendalles
Grundbirnendätschelchen
Grundbirnenditzchen
Grundbirnendurcheinander
Grundbirnenfett
Grundbirnenfläppchen
Grundbirnenflöpp
Grundbirnengarten
Grundbirnengewännicht
Grundbirnengeläube
Grundbirnengespül
Grundbirnengesuddels
Grundbirnengimmen
Grundbirnengräber
Grundbirnengreif
Grundbirnengrützen
Grundbirnenhahn
Grundbirnenhar
Grundbirnenhäufer
Grundbirnenherbst
Grundbirnenhüppel
Grundbirnenhutzelchen
Grundbirnenjann
Grundbirnenkaffee
Grundbirnenkalbfleisch
Grundbirnenkammer
Grundbirnenkappes
Grundbirnenkaule
Grundbirnenkeil
Grundbirnenklicker
Grundbirnenkloss
Grundbirnenknall
Grundbirnenkneip
Grundbirnenknickel
Grundbirnenknödel
Grundbirnenknöpfchen
Grundbirnenknurbel
Grundbirnenkorb
Grundbirnenkrankheit
Grundbirnenkraut
Grundbirnenkreischelchen
Grundbirnenland
Grundbirnenloch
Grundbirnenmade
Grundbirnenmäuschen
Grundbirnenmichel
Grundbirnenmörder
Grundbirnenmüller
Grundbirnenmürbel
Grundbirnennase
Grundbirnennickel
Grundbirnenpanz
Grundbirnenpfannkuchen
Grundbirnenpflug
Grundbirnenpreusse
Grundbirnenputsch
Grundbirnenqueller
Grundbirnenrämmeler
Grundbirnenrappe
Grundbirnensaufe
Grundbirnenschäler
Grundbirnenschlapp
Grundbirnenschlupp
Grundbirnenschmiede
Grundbirnenschnitte
Grundbirnenschnutz
Grundbirnenschopp
Grundbirnenschwanz
Grundbirnenspatz
Grundbirnenspiel
Grundbirnenstamen
Grundbirnenstamper
Grundbirnenstampes
Grundbirnenstipp
Grundbirnenstippchen
Grundbirnenstock
Grundbirnenstorz
Grundbirnenstösser
Grundbirnenstroh
Grundbirnenstrunk(en)
Grundbirnenstück
Grundbirnenstumper
  NRhWB Grund II Rhfrk -unt, –o-, Dat. Sg. -un, Pl. allg. nur für Bed. 1 c γ, 2 -in, –e-; Mosfrk -ont, Dat. Sg. -o·n., Pl. -e·n.; Rip -ont, Dat. Sg. -o·n., Pl. -ø·n.; im rip., berg., snfrk. Mouillierungsgeb. -oŋk, Dat. Sg. -o.ŋ., Pl. -ø·ŋ. [Geilk-Stahe NBusch, Heinsb-Schierwaldenr -ont; w. davon -onj, –u-, Dat. Sg. -n, Pl. øn; innerh. Heinsb-Bocket, Geilk-Birgden Straelen Baumen

[Bd. 2, Sp. 1457]
MGladb-Horst Porselen, Heinsb Oberbr Unterbr Ophv Effeld -ont, Dat. Sg. -o·ŋ., Pl. -ø·ŋ.; Heinsb-Orsbeck -oŋkt; Geilk-Brachelen Lindern -ōnt; im NBerg innerh. Mettm-Isenbügel Heiligenhaus Mettmann KleinenHöhe Windr Richr Vosnacken, südl. Ürd.-L. -oŋkt-, ebenso Gummb]; Eup -ǫunt; Mörs, Geld -o·n.t, –ō:-, –o-, Dat. Sg. -o·n. usf., Pl. -ø·n. usf.; Klevld lrhn. -ont, –ō-; rrhn. MülhRuhr -ount; Duisb u. Rees-Möllen Görsiker -ōnt; ö. Rees-Overbeck Bricht Schermbeck, Dinsl-Gahlen Besten -unt; sonst -o- m.: 1. Untergrund. a. Oberfläche der Erde; nur Klevld im allg. Gebrauch, ope Gr. am Boden, inne Gr. im B., in der Erde; ope flake Gr. auf flacher E.; op de Gr. kneje (knien). RA.: Halt ow mar läg (niedrig) an de Gr. en flieg nit te hohch! macht nicht zu grosse Ausgaben Klev, Rees. Wej kört an de Gr. blewt, kann nit hohch fallen Rees. Ek pläck (werfe) ouw an de Gr.! beim Streite Klevld. Met't Tandfleiss op de Gr. gohn durchlöchertes Schuhzeug tragen Rees. Bei den krieg gej gen Ben op de Gr. Rees. Kolrabi op de Gr. Klevld (auch Trier-Mehring Kolrowen om (of em) Gr.) Ek gef ou ene Flatz (Schlag), dache (dass ihr) mint, ge sönk in de Gr.! Wesel. Sech e Loək (Loch) en de Gr. schame Kemp. De hört de Pieren in de Gr. fleuten der Kluge Rees-Brünen. De Schwäləven schiete över de Gr., et geft Reənger Kemp. — Sonst steht Erd, Bodem; doch verderve (versenke) bes en (de) Gr. on Boddem (ren) (en de Gr. des Boddems) Rip, Berg. — b. Fussboden des Zimmers, Hausgang Klevld. — c. tiefgelegener Gr. α. Boden eines Gewässers Allg., auch Bodem; op Gr. geroden (geraten) Allg. RA.: Dat Messer schneid Wasser bis of de Gr. Bernk, Allg. De Sak (Sache) mott ek op de Gr. komme, sät de Sternekiker, do fiel hej en de Pött (Brunnen) (im Wortsp. zu Bed. 2) Mörs, Rees. De fohlt (fühlte) gene Gr. miəh er war überglücklich Heinsb-Dremmen. — β. Kaffeesatz Schleid-Dreiborn, Eup-Raeren, Erk-Doveren. — γ. Sohle eines Tales Verbr., z. B. die Bach am (im) Gr. Prüm, Hunsr; ongen em Gr. Altk-Birken; em Gr. häufiger FlN. — δ. Fundament, nur in figürl. Wend.; def (tief) graven on noch kene faste Gr. fenge; va Gr. us opmure Rip, Allg.; me mutt den Dingen es op de Gr. gohn Ruhr, Allg.; van Gr. (Gr.s) op gründlich Rip, Nfrk; von Anfang an, von Haus aus, z. B. he es rik von Gr. op MGladb, Neuss. — ε. Grundfarbe; blo Blome op rudem Gr. Rip, Allg.; dat Duch hot gar kä Gr. meh Hunsr, Allg.; en Gr. an de Wäsche brengen (auch von der Haut der Menschen, vom Zimmerboden udgl.) Elbf, Allg.; do ka mer keine Gr. drus krige; do es kei Gr. noch Boddem en zo krige Köln, Allg. RA.: Drügen Frongk (ausfringen, bis die

[Bd. 2, Sp. 1458]
Wäsche trocken ist), freschen Gr. Elbf; ne harde Fr. git ne rene Gr. Köln-Poulh. — d. Bodenart, bes. des Ackers, Gartens; fette (gode), schlechte (falsche) Gr.; welle (wilder) Gr. unter der Humusdecke Allg.; gewasse Gr. fester Boden Rip, Nfrk; rehen (rohen) Gr. erausfohren tief pflügen Daun-Strohn; sure (sumpfig) Gr. Klev, Rees; dolle Gr. Dinsl-Buschhsn; Schlat (Salat) van de kolde (kalt) Gr. aus dem Garten Emmerich; Sot (Saat) in die Gr. maken säen Rees; de Plog hat gene Gr. rutscht Geilk. RA.: Ruə Hor en Hölleterholz (Elseholz) wässt selde op ene gouə Gr. Aach, Allg. — Humus; Gr. op de Wis fahre; neue Gr. heranschaffe; Kare voll Gr. udgl. Rip, Allg. — Erde als Stoff schlechthin Allg.; im Gr. erimmenge Hunsr. RA.: Drei Schaufeln voll Gr. as alles, wat mer matkriet beim Tode Trier-Mehring. Wat beschiərt de Gr., dat vergisst de Mond von Toten spricht man nicht lange mehr Ahrw. — e. Eigentum, Besitz Allg., meist uf meinem (eigenem) Gr. un Borem Hunsr, Allg.; op sinem Gr. on B. sette Elbf, Allg.; he hat ken Gr. of Gut Nfrk; Gr. muss zu Gr. Reichtum zu Reichtum Simm-Horn; dat es net op dinge Gr. gewasse Aach, Allg. — 2. Ursache, wie nhd.; (goden) Gr. han; Gr.s genog h. Rip, Allg.; aus was vorem Gr.; ohne Gr.; met Gr. Rhfrk, Allg.; öm Gronn gehol an u. für sich Trier-Stdt. RA.: E besoffene (volle) Mond sprecht de Gr. Prüm-Ihren. — Ze Gr. gohn (richte) nach dem Nhd. im Gebrauch.

Ab- grund: in Wend. nach dem Nhd.: Dau sollscht dich bes en den Obgr. eren schumen (schämen); dau bescht bes en den Obgr. schlecht Merz, Saar; den Kerl bes en den A. van de Hell (Hölle) verfluke Klev, Rees.

Grund- in der Zs., wie –ehrlich  (ebenso –reich, –ernst, –brav, –gut, –falsch, –schlecht, –übel, –verkehrt), –angel , –besitz, -eigentum, –farbe, –mauer, –netz, –riss, –satz, –stein, –steuer, –stock, –stück, –wasser nach dem Nhd.; sonst:  NRhWB Grundbirne Rhfrk uNahe grumbīr, sonst Rhfrk, Mosfrk -ombīr, –ombər [in NDaun, Aden, Ahrw hier u. da rombīr]; Pl. -bīrə(n), -bərn, Demin. -embərχə(n); das Wort reicht im N. über die Ahr bis nach Monsch, Schleid, Eusk, Rheinb, Bo hinein; doch n. der Ahr mit Erdappel (ęərpəl) gemischt; hier u. da ist in diesem Mischgeb. aus grompər + ęərpəl eine Kontaminationsform -pəl entstanden f.: 1. Kartoffel; frihe (zeidige), späde, platte, blo, rode, weisse Gr., Jakobs-, Marmor-, Rosen-, Schweins-, Soldotegr., Weltwonnər, Kaiserkronen, Wetzsten, Kreikrämer (Krugkrämer), Bisquittcher, Weiss-ronnen Weiss-langen, Honsrecker, Kastelauner, Plackigen u. a. Kartoffelsorten. — Gr.ə setze (Setzgr.ə (mitteldick)) met dem Plu oder dem Koərscht. RA.. Setz de mich im

[Bd. 2, Sp. 1459]
April, da kumm ich, wann ich will; setz de mich im Mai, do sin ich gleich debei Simm-Laub, — dann kommen eich ent, zwei (sogleich) Trier-Schleidw. Mer soll die Bohne on de Gr.ə setze, dass se äm nogucke nicht tief Saarbr-Sulzb. Den arme Mann leit (liegt) iwerall enne (unten), beim Gr.ə setze kennt hen owen beim Gr.setzen in fremdem Acker als Gegenleistung für die Bearbeitung kommt er an die höher gelegene, weniger ertragfähige Seite Prüm-Ihren. Sall ech as (einmal) ebbes mot dir schwätzen? Gr.n moss mer setzen Kinderreim Koch-Laub. Gr.ə setzen Tour beim Fangsteinchensp. mit drei Unterabteilungen (setzen, helfen, ausdeihn) Merz-Haustdt, Simm-Laub. Wat kei Gr. es, wird kei Stock Bernk-Lückenbg. Wenn de Gr.ə grad erausgucke, weren se gəet (geeggt) or rän (rein) gemacht; on wann se dann e halwe Faus hoch sen, wären se gemellt (müllen, lockern) (opgehauen, gehackt, gerechelt, s. d. W.) on dann gehauft Hunsr; man nennt diese Arbeiten in de Gr.ə gehn. RA.: Wenn de Gr.ə owe blihe, kann mer se inne (unten) kriege Bernk-Cleinich Hundh Rorodt Thalfang. Hoste Gr.n damet gehauft? zu dem, der eine wehe Nase hat Trier-Schleidw. — Sen de Gr.ə zeidig, gen se ausgedohn (ausgemacht) (met dem Koərscht (uf die Erd) gegrawen oder met dem Plu ausgefahren), of de Stra (Spret) geworf on geraft (an (in) de Gr.ə sein mit der Ernte beschäftigt sein). RA.: Wenn et mat de Gr.n soll klappen, ka mer se um Margridentag kappen (hacken) Bitb-Wiersd. De giht Gr.ən rafen, de schellt se, de rappt (reibt) se, de backt se, on de fresst se Fingermärchen Koch-Laub. — De Gr.n ha jet vam Frost (von der Käll) geloust (gelöst) Prüm; de Gr.ə sin gegilzt beim Ausgraben mehr oder weniger beschädigt Simm (geblässt, geschrammt, verhau, zerbelst, hu Knipp metkreit, s. d. W.); de Gr.ə sin mehlig, wässerig, wasserhart, schleh, wetzstenig, glasig, zweiwiəssig (-wächsig), bozig (mit tiefen Augen), pockig, pantig, grendig usf. (s. d. W.); de Gr.ə sin dat Johr faul (knatsch-, kwatsch-, putsch-, rutzigf.) Allg.; Gr.ə wie Kaschtanje so mehlig Kreuzn-Langenlonsh. — Gädelege Gr.ə nicht zu klein, nicht zu dick; decke Gr.ə, auch Gr.ə wie Schuhn, — Käpp (Köpfe), mer kennt Kelen (Kegel) demet spillen, — de Noarren, — Bruder (Brote), — Wätz (Eber), — Kletz, — Beihmeschen (Rüben); mer hon Klitzer; wat sin dat Knollessen! (Keəlen, Baschterten, Wätz); et es ebbes Schandalisches! Saar. RA.: De dimmste Bauern hon de deckst Gr.n Allg. Wann de Gr.n esu deck wären wie de Dommhet vun de Bauern, krieg mer se net an (in) de Keller ran (herein) Bitb-NWeis. Zwe Gremperchen an äm Stock, dat

[Bd. 2, Sp. 1460]
es esou vill wei komm breng mer neischt Merz. Dein klen Gr.ə weren och noch all! Verspottung eines Hochmütigen. Me moss Gott och at fer die klen Gr.n danken Wittl-Monzel; man muss zufrieden sein, wenn der Erfolg auch nur teilweise den Erwartungen entspricht Allg. Wer sich unner die klän Gr.ə mengt, den fresse die Sei Simm-Laub. Et sen klän Gr.ə em Korf (in der Mann) gesagt im Beisein von Kindern, die nicht hören sollen, was gesprochen wird Goar, Zell, Trier, Saar. Me mant, me hätt en Korf klan Gr.ə ausgeschott grosse u. kleine Kinder durcheinander Koch-Driesch. Kläne Gr.ə! läuten die Glocken in Simm-Michelb. — De micht Aue wie en Kameel, wenn's Gr.ə schilt Simm. O Kreiz, eich kennt meich dut Gr.ə schelen! Ausdruck des Widerwillens gegen Kart. schälen Trier. Eich will dir ebbes son (sagen): Gr.ə kammer drohn; eich will dir ebbes verzehlen: Gr.ə kammer schelen; eich will dir ebbes weisen, do hinnen kommen die Preissen Trier-Gilzem. — De Gr.n kochen, broden, dämpen, end., quellen wie nhd.; gescheimte Gr.n in Salzwasser gekocht Wittl, Trier; ausgeschäppte Gr.ə Meis-Breitenh; geschwällde Gr.ə Wend-Reichw; Gr.ə butzeln braten, Gehutzelden o Gebutzelden gebratene, klein gestossene K. Merz-Saarhölzb; gebunnigelte Gr.n Merz, Saarbg, Trier; Gr.n fussen (fuchsen) braten Bitb-Geichl; Gr.n mot aner (einer) Schell K., deren Sch. nur ringförmig abgeschält ist, gequellt Koch; gegälzt Gr.n Bitb; geringelte Gr.ə Birkf (Preusse May); gekrächelte, gekränzte, gekervte Gr.ə May; gequellte Gr.ə mit der ganzen Schale Allg.; gebunzelt Gr.n Bitb-Rittersd (scherzh. Feldhinkel, Krammetsvole); e Gesicht wie en Deppen voll gequellder Gr.n Saarl-Dilling; die Gr.ə sin gequellt! Zuruf beim Verstecken von Gegenständen Kreuzn-Hüffelsh Sponh; der hät dat für en Öllich (Zwiebel) on en gequallt Gr. gegolle (gekauft) sehr billig Ahrw-Ramersb; gestumpte Gr.ə gestampft (geditschte, gedätschte, gedrickte, getunkte; s. d. W.) Allg.; auch dönn Gr.ə Schleid-Dollend, orme Leits Gr.ə Bitb-Malbg; Gr.ə, möt Ohrfeige geschmälzt Pellkartoffeln ohne Fett oder Butter dazu, nur mit der Faust aufgeschlagen Trier, Koch, — met dem Stocheisen g. Koch-Lutzerath, — mem Kruddelhoke g. Saarbr-Sulzb; die Gr.ə iwer de kalt Platt schmilze Ottw-Wiesb; hannerecks Gr.n roh gebraten Trier-Thomm; Gr.n zereck om Debben mit Sauce Koch-Laub; eromgemacht Gr.ə Birkf; borbes (barfuss) Gr.n ohne jede Zutat Allg. RA.: Was haben wir gekocht? Antw.: Gr.n un neist derhanner un neist derfir, da's dreierlei Saarbg, Trier, — on Hond Zell-Wahlenau, — ohne Knoche Saarbr-Scheidterbg, — met Brasche (Kohlenresten) Ottw-Neunk, — Heiweiler (K.sorte)

[Bd. 2, Sp. 1461]
un Kardoffele Zell-Senh. Um den Überdruss an den immer gereichten Gr. auszudrücken: Morgens rond, mettags gestompt, owends en saurer Breh, morgens widder en aller Freh May; des Morges gequallt, des Middags geschallt, des Owes met de Montur, so geht's tuschur Kobl-Vallendar; morgets gibts Gr.əsupp, middas were se all verstuppt, oweds kumme se mit samt der Schal, is das nit e Gr.əqual! Nahe; morgens met aner Schell, meddags gedatschten, owends Schibbelrädcher (in Scheiben) un der genog, de bleuft em Fog (Fug) Koch-Leienkaul; de ganz Woch Gr.n, un heit noch emmer kan Flasch (Fleisch)! Trier. Im Waldland (Hochwald) git et enonzwanzig mol Gr.n un emol de Schuh geschmiert, dann is de Woch erum Saarbg-Soest. Gr.n on Broch (saure Milch) as en Herenessen Saarbg-Winchering, — stoppt et Loch Trier-Schleidw. Gef At (Acht), dat se dir de Gr.n net rəih (roh) firsetzen! dich nicht übervorteilen Prüm-Ihren. Hätschte nummen e Grumbcher im Hals stecke! Ottw-Illing; er sengt, mer mänt, de hät en Gr. em Hals Allg. De bas su gescheid; et as schod (schade), datsde moss Gr.n essen Bitb-NWeis, — dat den moss esu vill Gr.n esse, wat kennt sos aus dem gen (werden)! Bitb-Seimerich. Do geht et grussartig erof (her), die fehren zwing (2) Descher; awer wann änen (einer) genä (genau) kuckt, dann hun de änen Gr.n on Melch an de anern M. on Gr.n ebd. De es su diər (dürr), dat mer em de Gr.ə en de Mage falle seiht May-Kehrig. En Steck Brut en de Täsch eas besser als Gr.ə eən de Äsch May. Häste alt neu Gr.ə? wenn die Ferse aus dem Strumpf guckt Ahrw-Remag; ka noch Gr.ə gen die Kegelkugel kann noch treffen Merz-Schweml. — Rätsel. Et hot Ogen (Augen) on kann net seihn Bernk-Burgen. — 2. übertr. scherzh. oder verächtl. a. Taschenuhr Allg. — b. unförmliche Nase; wat hot der e Gr. em Gesicht! Birkf, Allg.

Grund-birnen- in der Zs. wie –blätter, –boden, –feld, –flur, –fresser, –haue, –jahr, –karst, –keim, –keller, –kuchen, –laub, –mehl, –messer, –pflug, –sack, –salat, –schale, –schnaps, –strauch; dazu Grund-birnen-äpfelchen -ęb- Saarbg, Trier n.: Frucht der Kart.staude. Grund-birnen-arn -rə Allg. m.: -ernte. Grund-birnen-ball -ā- Hunsr m.: Festlichkeit nach Beendigung der Kart.ernte (veralt.). Grund-birnen-bauch Allg. m.: 1. dicker B. — 2. übertr. –esser. Grund-birnen-bäuchel -ərəsbeχəl Prüm m.: ein veraltetes, einfaches Hausgerät, in dem die Kartoffeln durch ein Blechsieb gestampft wurden; dieses lag in einem starken Brett, das auf vier Füssen ruhte u. über ein Gefäss gestellt wurde; die durchgetriebenen Kart. wurden meist im Brot zur Zeit von Teuerung verbacken. PfWB Grund-birnen-bauer Allg. m.: 1. B., der viel Kart. pflanzt; Schimpfw. für

[Bd. 2, Sp. 1462]
einen reichen B. Allg. — 2. plumper B.lümmel Simm, Ahrw.  PfWB Grund-birnen-bickel -e- Malm-Aldring m.: Samenbeere der Kart.staude. NRhWB  PfWB  ElsWB  LothWB Grund-birnen-blume (s. S.) Saarbg-Soest Winchering, Trier-Euren f.: Dahlie [Pfingstrose Euren]. PfWB  ElsWB  LothWB Grund-birnen-branntwein Allg. m.: Kart.fusel. RA.: Stark wie Gr. Birkf. Grund-birnen-bräterchen n.: 1. -brrəχər Pl. geschälte, in heissem Fett gebratene Kart. En Gättschid (Birkf-Göttschd) sen die Märercher (Mädchen) grar eso schen wie hei; si esse Gr. on Schnetz mit der Breih (Brühe) altes Tanzliedchen Birkf. — 2. -ī:d- Reibekuchen Bitb-Bollend.  PfWB Grund-birnen-brei Allg. m.: wie nhd. RA.: Hopp, h., h., Gr.sopp; hei, h., h., Gr.brei! Bernk-Wehlen. Gr. un neischt debei läuten die Glocken in Simm-Buch. PfWB Grund-birnen-brühe -brī Kreuzn f.: -suppe. Grund-birnen-bull -bul u. -ləs Saarbg-Winchering; -buli Saarbg-Tetting, Bitb-Geichl m.: -suppe, –brei. Grund-birnen-dalles Kobl-Vallendar m.: Kuchen aus roh geriebenen Kart., im Tiegel (nicht in der Pfanne) gebacken. Grund-birnen-dätschelchen Wend n.: -küchlein. Grund-birnen-ditzchen Merz-Saarhölzb n.: dass. Grund-birnen-durcheinander Schleid m.: -gemisch. Grund-birnen-fett n.: Neckn. derer von Ahrw-Heimersh.  NRhWB Grund-birnen-fläppchen Wittl-Meerf, Bitb-Malbg n.: -pfannkuchen. Grund-birnen-flöpp Sinzig m.: scherzh. –suppe. Grund-birnen-garten -bərəsjā:rt Malm-Bütgenb m.: das Ackerstück, auf dem im letzten Jahr Kart. standen u. das noch Düngerüberschuss hat.