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Rheinisches Wörterbuch 
 
Grindel II bis Gringes (Bd. 2, Sp. 1410 bis 1411)
 
  NRhWB Grindel II Rhfrk -inəl, –e- [-ī- Meis-Meddersh; -ę- Saarbr-Lummerschd, Ottw-Heiligenwald Uchtelfang]; Mosfrk -end-, –e·n.d-, seltener -i- [-ęə-, –əa- Saarl, Merz, Saarbg, Hochw; -ę- Trier-Kenn; -ø- WBitb, Trier-Stdt; -y- Trier-Mehring, Prüm-Weinsf; -i·n.əl Daun-Neichen; -e- Prüm-Ihren KlLangenf, Schleid-Engelgau; -ø- Prüm-Schönecken; -i·ŋ.- Zell-Pünderich, Koch-Müllenb Urschmitt; -a·n.tsəlt Prüm-Kopp]; Rip, OBerg -e·ŋ.əl [-u·n.əl Schleid-Dahlem; -ę·ŋ.- Sieg-Fussh, Schleid-Blumenth; -i·m.- Aden-Dorsel, Sieg-Fussh]; NRip, SNfrk jəre·ŋ.əl [-i- Dür-Geich, MGladb-Helenabrunn, Grevbr-Garzw, Geilk-Brachelen (-īə-); -ę- Heinsb; -ø·n.- Erk-KlGladb; -end-, –end-, –i- Selfk; kre·ŋ.- Kref-Oppum]; Mörs, Geld -end-, –·n.d-, -ē:nd-; Klevld -end-, –ē- [Geld-Leuth

[Bd. 2, Sp. 1411]
-eŋ u. -ŋəl; Geld-Weeze, Kleve-Gaesdonk Goch, Dinsl -ensəl]; Pl. -ələ; WMosfrk -əln; Klevld -əlts m.: 1. Riegel, vom RhKlaaf angegeben u. Emmerich. — 2. Pflugbaum, unter dem die Pflugschar (Kolter, Riester, Schar) befestigt ist, u. der Vorder- u. Hinterpfl. zusammenhält, auf dem Vorderpfl. aufliegend; der vom Querholz des Pflugwagens beweglich ausgehende nach unten führende, von da nach oben in den Pflugschwanz sich fortsetzende Teil des Pfluges; man unterscheidet de grade u. de kromme Gr., je nachdem er gerade oder gebogen ist Allg. — 3. -end-, –ęə-, –əa- Werkzeug der Steinhauer zum Behauen der Steine Saarl-Hüttersd, Merz-Rimb Becking.

 NRhWB Grindel-baum -ā- Bernk m.: Grindel 2. NRhWB Grindel-bügel Monsch-Rohren m.: runder, hölzerner B. am alten Einscharpflug, wodurch der Grindel an die andere Seite getrieben wird, Kolterklüppel. PfWB Grindel-kette -əlts- u. -əl- Allg. f.: K., die Vorder- u. Hinterpflug verbindet, über den Grindel hinlaufend; Balancierkette am Pfl., zum Hoch- u. Tiefstellen des Pfl. Grindel-klüppel -əltsklø- Schleid-Blumenth m.: Kl., der dazu dient, eine Ladung Holz auf dem Wagen festzuknebeln. Grindel-löcher -əltsləkər Geld-Leuth Pl.: L. im Grindel, in denen die Kruən (Krone (s. d.) des Pfluges) mit eisernen Pennen befestigt wird. PfWB Grindel-nagel -əlts- u. -əl- Allg. m.: N. zur Befestigung der Gr.kette. NRhWB Grindel-stift -ǫ- Prüm-Kopp m.: Verbindungsholz zwischen Grindel u. Pflugkopf. grindel-tief -əltsdē:f  Bitb-Ehlenz Mettend Adv.: gr. fohren sehr tief mit dem Pflug auffahren, so tief er es fertig bringt. Grindel-welle -wę·l. Koch-Bertrich f.: Grindel.

 NRhWB Grindsel I = Grindel II (s. d.).

Grindsel II -ǫntsəl, –a-, Pl. -əln Prüm f.: das vordere Verbindungsholz zwischen Pflugbaum (Grindel) und Pflugkopf, die Pfl.stütze.

Grindert I = weinendes Kind s. greinen; Grindert II = frecher Mensch s. Grind; Grindes = mit Grind Behafteter s. ebd.; grindig s. ebd.; Grindsel I = Abfallgetreide s. Grind; Grindsel II = Pflugbaum s. Grindel II; grindsig s. Grind; Grinedes = Eidechse s. Grün-eidechse; grinen = weinen, Gesichter schneiden s. greinen; Gringel I = Grindel II (s. d.).
 
 
Gringel II -i·ŋ.-, Pl. -ələ m.: 1. Gründling, gobio, der Fisch Monsch. — 2. -əlχən n. kleine Brut der Fische Kobl. — S. Grundel.
 
 
gringelig -i- u. -e- Gummb Adj.: locker; sandig, leicht auseinanderfallend, vom Ackerboden; en gr. Feld (das Wort jüngst abgeleugnet).

gringen, Gringes = weinen, Gesichter schneiden s. greinen;