| NRhWB Gras II -ā-; doch -a-, –-, –ūə-, –-, –ə- s. bei Glas; dazu Rees -ę- [in Koch, May fehlt das Wort durchweg, dafür Kraut] Sg. t. (der Pl. -zər, –:-, –ī- höchst selten nach dem Nhd.) n.: 1.a. wie nhd. Sur, söss Gr.; et Gr. steht deck (gut, schlech, arm, dönn, gälp, spierlech); et Gr. hät sech geleg (— as an en Bett gefall Trier-Gilzem); et Gr. zertrampeln (zertämmeln, zertrammeln); et Gr. mähnen (afmachen) met de Kromm (Sens, Sechel); et Gr. lig op der Bahn (Rütsche, Spreite), op Furchen, Gäng, Gassen, Gemaden, Geschwaden, Gewänden, Janen, Kidden, Kiggen, Kitzen, Lagen, Maden, Raupen, Reihen, Riemen, Rippen, Schladen, Schlachten, Schnaden, Schor, Schollen, Schwaåden, Schwichten, Siemen, Straden, Streifen, Wellen; et Gr. spreden (zedden); et Gr. drüg (trocknet) (got, schlech) (s. d. W.). RA.: Dat ungerschte (unterste) Knöppchen (vom Gr.) güt et Höppchen (Haufen) Gummb-Lautenb. Wie op Herrleichemsdag (Fronleichnam) et Grins (Grünes, Streusel) [Bd. 2, Sp. 1356]
op de Strossen, esu dreckent (trocknet) derno et Gr. op der Wies Bitb. Wäss (wächst) et Gr. am (im) Januar, os et am Sommer on Gefohr Prüm, — wäss et schleit (schlecht) et gonze Johr Geld-Hinsbeck. Gr., wat im April wässt, steht em Mä fest Bernk-Monzelf, Aach-Eschw. Et Gr. wesst (nach Mairegen) dem Bur in de Kont (Gesäss) Rees. Ene kehle (kühler) Mai, vill Gr. on Hei Daun-Tettschd. Märzestof (-staub) brengt Gr. on Lof (Laub) Sieg-Fussh. Vell Gr., wennig Grom (Grummet) Malm-Weywertz. Alt Gr. hält lang wedder (sättigt) Schleid-Hellenth. Wär et Gr. gout nass, donn gäng et sich gout schneire Saarbr-Riegelsbg. Wässert mer em Aprel or Mai, da ger et (gibt es) en wisse Hutt (Haut), dodronner giht eim döt ganze Gr. kaput Siegld. Met der Sens sank Barnabas schneck (schneidet) af et längste Gr. Aach-Eschw. — Su grön wie Gr. Rip, Allg ; su gruət we e Hus, su klen we en Mus, su grön we Gr., su wett (weiss) we de Schnei der Nussbaum u. seine Frucht MGladb; su vell wie Gr. Dür; de Bom hängt so voll wie Gr. MGladb-Mülfort; so frech wie Gr. uNahe; de hät Hor om Kopp wie Gr. (so dicht) MGladb; de vergeht wie et Gr. op de Erd Sieg-ODollend. — En der Zeck (Zeit) wird Gr. on Mous (Moos) Heu ehe du fertig gegessen hast Schleid-Hellenth. He wess noch net, wat zweierlei Gr. es Unterschied der Geschlechter Bergh-Heppend. Schöckt Gott en Häs-chen, schöckt en och e Gräs-chen Trier, Simm-Schlierschd, MülhRuhr, Rees; jedder Has föngk se Gr. Schleid-Hellenth; iəh Gräs-che kemmt, as Häs-che breckt (verreckt) Trier-Igel. Bei grosser Not gäht mer noch mat den Hihnern Dreck pecken un Gr. roppen Trier-Mehring. Do es schun (lang) Gr. driwer gewachs May, Allg.; de well do Gr. drop wasse losse es vertuschen Monsch-Conzen. Et wesst Gr. für den Düren es ist tot im Hause Sol; et soll dir Gr. vor der Dir wasse! es komme niemand zu dir, um Geschäfte zu machen Birkf; ech wönscht, dir wöss (wüchse) et Gr. om Hoff! Fluch, deine Wirtschaft ginge nicht weiter Aden-Weibern; dem treən ich net Gr. für de D. kapot! den besuche ich nicht Aach-Warden. De es su faul, dat em Gr. onner de Föss wiəss Rip; de löss sich dat Gr. unger den Fössen wassen Sieg; wer schnell läuft, dem wiəss och ke Gr. onger de Fössen Rip, Allg.; loss der ken Gr. henne den Ben wasse! sei schnell Saarl; sech et Gr. önner de Fiss ewegschneide lossen seinen Vorteil nicht zu wahren wissen Bitb-Geichl; Gr. unner de Fingere wachse losse faul sein Ottw-Wiebelsk. Wo deər hintritt (-schleht, -späuzt), do wasst kä Gr. meh Birkf. De hürt et Gr. wasse on de Flüh (Pieren) hoste der Superkluge Rip, Allg. (sieht Sol); mer [Bd. 2, Sp. 1357]
kann höre, dat et Gr. wäss sagt man, wenn bei fruchtbarem Wetter alles gut wächst Mörs, Allg. Ech dragen och bal Gr. on Iərd (Erde) sterbe bald Bergh-Blatzh. De moss och bal en et Gr. bisse Rip, Allg. Et gift Ren, de Hongkt (Katz) frett Gr. Mettm, Allg.; et Gr. es föch (vom Tau), et git Ren Rip, Allg.; hant de Schnegel (Schnecken) Gr. om Stert, göft et got Weder Elbf. Do kenne jo die Gäns Gr. derdorch fresse! so fadenscheinig ist das Tuch Saarbr-Sulzb. Noch liewer drög Gr. frete, as dat duhn Klev, Rees. Do ös de Gromet dorch et Gr. gewasse wenn eine jüngere Tochter sich vor der älteren verheiratet Rip. De hät füər (vorne) Gr., hinge (hinten) Gromet er mäht nicht kahl Rheinb-Wald. Ich wönsch, ich wär en Botterblom on stönd em gröne Gr.; dann frösse mich de Schöfchen op, ich köm en hönnen (ihren) Arsch; se kackte mich dann wedder us wohl en dat gröne Gr.; dann wüərd ich wedder en Botterblom, wie ech zofüərschen (zuvor) was Dür. Gr., Maus, Heu! neckischer Zuruf für den, der jeden Bissen mit der Gabel zu Brei knetet Schleid-Hellenth. Gr., Gr., Grummet, de Höhner plöcke Blumen, de Hahnen picken Dreck; get mir e gut Steck Weck, da gohn ich von der Dir eweck! zu Fastnacht Prüm. Katrinchen, Filipinchen, gihste mit mir ön't Gr.; do peifen de Vigel, do höppt der Has Trier. Grase, Gr., Höppken (Häufchen), wen düht met verstöppken (verstecken); ecken (ich) nit on do nit; jeder löt (lässt) sin Pötjen (Pfote) siehn die Kinder sitzen im Kreise en de Hückskes (Hockstellung) u. tun, als ob sie Gr. rupften; beim letzten Worte müssen sie die Hände offen halten, und wer ein Hälmchen drin hat, muss ein Pfand geben Dinsl-Vörde. Die spielenden Kinder rupfen Gr.; dann ruft eins: roppe, r., Gries-chen, weischt (weiset) ehre Hänn (Hände)! Hat nun ein Kind noch einen Gr.halm an den Händen, so muss es sich auf den Boden legen, eins tritt hinter es, klopft ihm auf den Rücken, sprechend: klipp, klapp, Schneidersack, weivill Herner hät der Bock? das Kind rät nun, wieviele Finger der Betreffende ausgestreckt hält; rät es richtig, so ist es befreit; im andern Falle erhält es Püffe auf den Rücken : hättschte richtig geroden, so närschte losgefohren! Saarbg-Orscholz. — b. besondere Gr.arten; wölle Gr. Buschgr., holcus mollis; bongk (bunt) Gr. Zittergr. Aach-Eschw, Ziergras mit bunten Längsstreifen Berg; ewig Gr. dass. Kobl-Cobern. — 2. übertr. e klän Groəs Flachsfink Bitb. Nach- gras -n·ə.-: Grummet Jül-Linnich, Geilk-Palenbg, Mörs, Klev, n. Ruhr, Mettm-Sonnborn (das Wort Grummet fehlt). PfWB Gras-affe -af Birkf-Herrst, Kobl-Rübenach, Neuss m.: Schimpfw. NRhWB Gras-ameneien -amənę·i.ən, –amăn-, –amę·i.ən Saarbr, Ottw, [Bd. 2, Sp. 1358]
Merz, Saarbg, Trier; grasəmarę·i.ən Saarl-Pachten; glāsəmę·i.ən Saarl-Ensd Pl. t.: Nelken. Gras-apfel -ab- Trier; -ap- Sol-Opladen m.: A.sorte. NRhWB Gras-band Hunsr (o. O.) n.: Glanzgras, phalaris picta. PfWB Gras-bätsche -bt Saarbr f.: -mücke. Gras-bäu MGladb-Giesenk (u. wohl sonst SNfrk) m.: -ernte. Gras-baum -- Altk-Birnb Neitersen m.: B. der Sense. Gras-beissel -t- Rees, Klev m.: Keil, der den Sensenbaum in den Ring der Sense befestigt. Gras-beisser Daun-Deutesf m.: halbwüchsiges Rind, dessen Zähne soweit entwickelt sind, dass es Gras fressen kann. Gras-bert Altk-Derschen m.: Stiel der Sense. Gras-bläch verbr. wie Bläch m.: -platz, bes. zum Bleichen [eingefriedigtes Stück Hof MülhRh-Marialinden]. NRhWB Gras-blume (s. S.) f.: 1. Gartennelke, dianthus caryophyllus Nahe, Hunsr, Saarbr, Ottw, Saarl, Bitb, Wittl, Koch, Kobl, May, Neuw. — 2. Sternmiere, stellaria media Kobl-Bubenh. — 3. -blō:m Massliebchen, bellis perennis Koch-Cond; -blø·m.kə Geilk, Heinsb-Dremmen Hilfarth Hülhv Millich Rathm, Erk-Stdt Gerderhahn Gützenr, Kemp-Kaldenk, Mettm-OSchwarzb; -blmχə Dür-NZier. Gras-bord Sol-Lennep n.: mit Gras bewachsene Grenzfläche zwischen zwei Feldern. Gras-bra -: Mettm m.: dass. Gras-bränkel Mettm-Gruiten m.: dass. Gras-bürger m.: Spitzn. derer von Jül-Linnich. Gras-bürste -bīt Daun-Tettschd f.: Gartennelke, dianthus. Gras-butter (s. S.) Allg. f.: B. von Kühen, die Grasweide haben. Gras-butsch Trier-Euren m.: -büschel, bes. Binsenstand. Gras-dreisser -drītərt Eup m.: 1. Heckenmeise. — 2. gemeiner Kerl; Faulenzer, Eckensteher; Karrenbinder, der seinen Lohn in Schnaps umsetzt; Spitzn. für die Eupener. Gras-driesch -ē:- Heinsb-Dremmen m.: mit Gras bewachsener Dr. Gras-driss-chen -e- Sieg-Ägid, Bo-Vollmershv; -dresər Sieg-Blankenbg, Neuw-Rheinbreitb Rheinbrohl n. (m.): -mücke. gras-dürr -dȳ·ə.r May-Kruft Adj.: spindeldürr. Gras-eisen -ī:zər Mülh-Ruhr n.: Sense. | |