| Rheinisches Wörterbuch | ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bratsch II bis Bratz I (Bd. 1, Sp. 923 bis 925) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bratsch II bratscheln Bratschel Bratscheler bratschelig bratschen Bratsch Bratsch-arsch Bratschkopf Bratschmaul Bratschmicke Bratschert bratschassen bratschig Bratsch III Bratschen-kopf Bratsch IV Bratsch V (bratəbȳəjəl) Bratsche bratteln Bratten bratten brattig Bratt-rock Brätz Bratz I Bratz II Bratz III brätzig Bratze Bratzel bratzeln bratzelig bratzen Bratz Bratz-kopf Bratzert bratzig Brau Brauch Ge-brauch gebräuchlich un-gebräuchlich Verbrauch brauchen I abbrauchen aufbrauchen ausbrauchen beibrauchen durchbrauchen gebrauchen verbrauchen Brauch-stein Brauchzettel brauchen II bräuden brauen Bräu Gebräu Brau-haus Braukessel Brauknecht Brauer Bräuers-bursche Bräuersfloh Bräuersgerste Brauerei Bräues Brauung Brauen un-bräuig braukes Braume Braumert braun braun-achtig braunbrinzelig braunfuchsig Braunkehlchen braunknusperig Braunkopf braunlöschig Braunmehl Braunmus Braunvögelchen Bräune Braunell braunelzig bräunen bräunerlich bräunig bräunlich Braunschweig brausch brauschen aufbrauschen Brausch bräuscheln Brausche | bratscheln -a-, –ę- Rhfrk, Mosfrk [Saarbr -ǫ-] schw.: 1. lange kochen, braten; mit Kochen nicht fertig werden (eigentl. im Brei herummengen). — 2. dünn scheissen Trier, Bitb. — 3. die bratenden Kartoffeln brätscheln schmoren, knistern. — 4. viel schwätzen; weitläufig, breit erzählen, unnötiges Zeug schwatzen. — Für 1. auch ablautende Formen britscheln, –e- [Bernk-Neumag -e- u. -ę-], -ǫ-, –ø-; ferner bratzeln, –u-, bruscheln (s d. W.). — Abl.: die Bratschel(er)ei, dat Gebraischel(s), sech zerbr. [Bd. 1, Sp. 924] Bratschel: 1. m. feuchter Rest Tabak in der Pfeife, Pfeifensuder Saarl-Wadgass. — 2. f. a. eine Person, die mit Kochen (eigentl. im Brei herummengen) nicht fertig werden kann Simm-Laub. — b. Vielschwätzerin Verbr. wie bratscheln. Bratscheler m.: 1. Matscher. Kind, das im Essen matscht, statt voranzuessen Neuw-Dernb. — 2. -a- u. -ę- Vielschwätzer Rhfrk, Mosfrk. bratschelig Adj.: 1. gesprächig, redselig, klatschsüchtig. — 2. breit, unbeholfen; s. Bratsch I. NRhWB PfWB bratschen schw.: 1. -ā- Schleim auswerfen Aach-Walh. — 2. -a- dünnflüssig scheissen WBitb, Prüm-Habschd. — 3. -a- hörbar essen, knatschen Daun-Katzwinkel. — 4. bradžə braten, kochen. Wat mugen mer höck dann br.? Bergh-Heppend. — Et bratsch (-ā-) spritzend, knisternd braten Bergh-Blatzh, Dür-Frauwüllesh. S. brötsche, bräutsche. — 5. -- laut u. gedehnt, unangenehm sprechen Siegld; brākə grossmäulig sprechen Monsch-Kalterherbg; -at- ausplaudern May. — 6. -ā- laut weinen Düss, Kref-Lank, Mettm, Duisb, Ruhr; im RRip (Sieg) -ā- oder -ā:-. — Abl.: die Bratscherei, dat Gebratsch, sech zerbr. Bratsch f.: 1. -ā- ständig schreiendes Kind Düss. — 2. -- grosses Maul; Grosssprecher Sieg-Fussh. — 3. -- Spatz, Dachbrätsch Daun-Üdersd. Bratsch-arsch Bitb m.: dünn mistende Kuh; Kind, das dünnen Stuhlgang hat. NRhWB Bratsch-kopf -kǫp Düss m.: stets weinendes Kind. NRhWB Bratsch-maul n.: 1. brātmūl verächtl. Mund Düss. — 2. brętmoul Plaudermaul Koch-Klotten. Bratsch-micke Düss n.: -kopf. Bratschert Bitb, Prüm-Habschd m.: einer, der dünnen Stuhlgang hat; auch wohl eine schwächliche, unbedeutende männl. Person. Dat as nummen esu e Br. bratschassen bratasən Saarbr-Kölln (w. der Theele), Saarl-Hüttersd schw.: schwatzen. Bratasər m.: Schwätzer. bratschig Adj.: kotig, schmutzig, breiig; aber auch armselig, von Menschen u. Tieren. Verbr. wie Bratsch II. Bratsche = Kohlenschlacke s. Brasche; bratteln s. braddeln. bratten s. pratten; brattig s. prattig. Brätz = Schiefergeröll s. Brast. Bratz I = Morast s. Bratsch II;
|
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| © 2002—2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||