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Rheinisches Wörterbuch 
 
Bimp bis binau (Bd. 1, Sp. 694 bis 696)
 
  NRhWB Bimp f.: 1. B. schlohn beiern Malm-Vith. — 2. geckig B. verrücktes Frauenzimmer Trier.

 PfWB bimpeln bimbəln, –e- Rhfrk, Mosfrk schw.: 1. hell klingen; schellen. Et bimbelt. — In hellem Tone läuten, besonders in einzelnen Schlägen der kleinsten Glocke. Et bembelt half Mess. Dat Omenskleckche bimbelt. Et bimbelt de Gemeneglock einmal als Zeichen zum Fortgehn der Fronarbeiter, zweimal zum Zusammenrufen der Gemeindeglieder, der Nutzungsberechtigten, dreimal auch der Nichtnutzniesser Hunsr. Der eine sagt: De kann mich nit leire (leiden: läuten); der andere: Dann kann er dich b. losse Simm-Horn. Wann de mich nit leire kannst, dann kannste mich b. Simm-Laub. — Schlecht läuten, wenn der

[Bd. 1, Sp. 695]
Läutende die Glocke nicht genug ausschwingen lässt, so dass der Ton abgerissen und stümperhaft ist; läuten mit öfterer Unterbrechung. Dat leit net, dat bembelt.2. von kleinen Dingen, herabhangend hin- und herschweben. — Abl.: die Bimbel(erei), dat Gebimpel(s)-Gebampel(s) Merz-Saarhölzb, Bitb. ver -bimpeln: etwas v., vertuschen Koch-Lutz.

 NRhWB Bimpel: 1. fingierter Namen. Wer war das? Antw.: De Bäcker Bembel Kobl. — 2. Bembelcher Früchte der Kartoffelstaude Trier-Olevig Kürenz. Bembelchesgras Bernk-Hostenb n.: Zittergras.bimpelig Boppard Adj.: b. Pumpeier buntes Papier.

 NRhWB bimpen bimbən Kobl-Moselweis schw.: das dritte und letzte Läuten vor der Messe. Die Knaben ziehen mit Klappern in den Kartagen durch die Strassen u. rufen: Ihr Leit, ihr L., mir b.; ihr L, et läut an.

Bimper = Krug s. Bumpes; Bimpernell s. Bibernell u. Pimpernell.
 
 
bimpsen bimpsən Prüm-Ihren schw.: urinieren.
 
 
Bims bims Neuw, Kobl m.: scherzh. Geld. De hat schwer B.

 PfWB Bims-stein bims- [Hunsr bīm-] m.: wie nhd., auch Schruppsten.bimsen bimžən MüEif schw.: mit B. abreiben, auch af-.
 
 
 NRhWB bimsen I bimsən schw.: 1. einen hohen, aber kurzen, scharfen, pfeifenden Ton hervorrufen. Beim langsamen Schlage auf den Amboss bimmt es nur, bei schnellen Schlägen bimst et Neuw-Datzeroth; der durch die Luft surrende Stein bimst; beim Dengeln der Sense bimst et ebd., Rip. — Die Glocke so anziehen, dass der Klöppel nur an einer Seite anschlägt, kläppen Koch-Eller. — 2. einen stechenden Schmerz in den Gliedern (etwa vor Kälte) empfinden. Et bimst (mer an de Fangere) Trier-Igel Welschbillig Wasserliesch, Bitb-Wissmannsd, Koch-Urschmitt; von einer schallenden Ohrfeige Rip.

Bims bims, bimsχə f.: die kleinste Glocke Schleid-Ripsd; et Bimsklöckelche Sieg-ODollend. — De Bims schlohn bei festl. Gelegenheit beiern Prüm-Steffeln. De Bimsch schlage einen Stein so über eine Wasserfläche werfen, dass er mehrfach aufhüpft Rheinb-Hohn.
 
 
 NRhWB bimsen II, bimschen bimsən Mosfrk, Rip, SNfrk; daneben Rip, SNfrk bimən schw.: 1. einen b., verprügeln. De hät se gebimst (gebimsch) krege. Drop gebimsch!2. einen b., drillen, antreiben Mosfrk; vom Soldaten, Rekruten Allg. Der Driller Bimser. 3. sich bimse sich gehörig satt essen Ottw-Illing. ab -bimsen: 1. einen a., abprügeln Rip, SNfrk verbr. — 2. der kann sich a. nach einer gehörigen Tracht Prügel Wend-OThal.  NRhWB ver -bimsen : 1. einen v., verprügeln. — 2. eine

[Bd. 1, Sp. 696]
Menge Speisen v., verzehren können Allg. — 3. All sei Geld v. vergeuden Merz-Dippenw. — 4. sich v., tüchtig essen, Daun-Elz. zer -bimsen: enen zerbimschen gehörig verprügeln Rip.

Bimsch Westerw Pl.: Schläge. Du solls schun dei B. kren!Bimsches biməs Sieg Pl.: dass.

bin s. sein; Bin I s. Jakobine.
 
 
 NRhWB Bin II -ī- Saarbr-GrRosseln Güding Schafbr Gersw, Ottw, Saarl, Merz, Trier-Ld; bi·n. Saarbg-Weiten f.: 1. Kette zum Anbinden des Viehs; der Teil der Kette, der um den Hals des Viehs gelegt wurde. — 2. bīnχə Zwergrinne in der Wiese, die die Hauptgräben miteinander verbindet Trier-Fell.

Bina s. Balbina.
 
 
binau  Dinsl: Ruf beim Verstecksp. zum Zeichen, dass der Sucher kommen darf.