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Rheinisches Wörterbuch 
 
Bawelatsch bis Beberlingchen (Bd. 1, Sp. 570 bis 572)
 
  PfWB Bawelatsch  Saarbr f.: eine schöne Bescherung.

[Bd. 1, Sp. 571]

 
 Bawelottchen bawəlǫtχə  Ottw-Spiesen Pl.: Bonbons.
 
 
Bawolē bawolē  Saarbr (veralt.) n.: faltig niederhängender Rückenteil an der Haube; frz. bavolet.

Bawer s. Baber; bax- s. backs, baks.
 
 
 NRhWB bäzen -- Mosfrk schw.: 1. blöken, von Schaf u. Ziege. — 2. immerfort, unmanierlich weinen; schreien, brüllen, vom Vieh. — Abl.: die Bäzerei, dat Gebäz, bäzig.

Bäz m.: fortwährend brüllendes Rind; weinerliches Kind.
 
 
Beat(us) m.: 1. bəā:təs Saarbg-Freudenbg; bəā:t Monsch-Mathar: scheinheiliger Mensch; Frömmler. — 2. bəā:tŭs Trier-Fell; pəā:təs Sieg-ODollend: der fünfte Mann beim Maliarsch- Kartensp., der die Schräme (Striche) auswischt und das Bier einschenkt, das herausgespielt wird Trier-Fell. RA.: De moss ən Peates han einen, der ihm stets kleine Hilfen leistet, zur Hand ist Sieg-ODollend.
 
 
 NRhWB beben Rhfrk, Mosfrk bēwən, –ē:-; Eif, Westerw bī:wən (u. bīfən); Rip bęvə, du bfs, Part. jəbf u. im gleichen Orte bivə, du bīfs, [LRip auch bifs] Part. jəbīf; NBerg u. OSNfrk bī·ə.və; Kempld, Selfk b·ə.və, du bęfs, Prät. bęfdə, Part. gəbęft; Klevld bwə schw.: 1. mit persönl. Subj., zittern an den Gliedern, meist vor Kälte, Angst, Zorn, Krankheit. He befden an et ganze (helle) Lif Nfrk. He raselt (zeddert) on bif va Angs Rip. Er hat gebiwwert on gebebt Saarbr. He es so gitz (geizig), dat e beft Mörs. He beft as en Esselof (Eschenlaub) Mörs-Xanten, — wie en Aspelterlofblatt Rip, — e Juffernhüngkche Köln, — Fleppse Kouh Eup. De hät et B. in de Knök Nfrk. — In derber Rede statt des persönl. Subj.: De Botz hät im gebif Rip, Allg. De Bocks beft em an't Gat Mörs, Rees-Haldern. Do beft im doch de Schwart Rip. — 2. mit sachl. Subj., schwanken, sich hin- u. herbewegen. Et Jülekerlongk sall zedderen on b. wie ene Bisestruk, ävel net vergoəhn Heinsb. Bes. elastisch nachgebende Sumpfstellen, nasse Wiesen b., wenn man über sie geht Rip, Nfrk.

 NRhWB Beb: 1. bęf Sol; -īə- Wippf; -i- Köln m.: das Zittern in den Gliedern. Der Zidder un B. krigen Köln. — 2. bīf Aspe Bitb-Betting. — 3. bęfkəs (--) Zittergras Elbf, Duisb, Mörs, Rees-Brünen.

Beb-esche bfęə Barm f.: Aspe. Beb-gras Klev, Rees; -īf- Mettm-Düffel n.: Zittergras. Beb-kraut -īf- Sol, Mettm n.: dass. Beb-melde bifmę·l.ə Grevbr-Orken Pl.: dass. Beb-zagel bīfts:l Sieg-Bohlschd m.: 1. einer, der das B. in den Gliedern hat. — 2. Angsthase.

bebig Adj.: zitternd.bebentig bwəntĭχ Elbf Adj.: bebend.

 NRhWB bebeln bī·ə.vələ Heinsb schw.: hin- u.

[Bd. 1, Sp. 572]
herschwanken, von Sumpfstellen, Eis. NRhWB Bebel bī·ə.vəl Heinsb-Lümb m.: ene bolle B. das bei undurchlässigem Boden über einer Wasserschicht liegende wackelnde Erdreich. S. bibbeln.

bebern bwərə Simm-Schlierschd; -i- Saarbr, Saarl; -ęv- MüEif; -i- Malm, Erckörrenz, Gummb; -e- Sieg; -ī·ə.- Geilk, Heinsb, Erk, Kemp; -ī:- NBerg; -w- Mörs schw.: 1. beben. Er bewert wie Aspelab Rhfrk. He davert on biəvert Heinsb. Et Hetzbevere Herzklopfen MüEif. — Elastische Sumpfstellen b. Erk-Körrenz. — 2. sich biwere sich beeilen Saarbr-Ludw.  NRhWB Beber m.: 1. bęvər das Gliederzittern Aach-Eiland, Rees-Haldern. — 2. bivə Sumpfstelle Köln-GrKönigsd.  NRhWB Beberchen bwərkəs Elbf, Düss-Hucking Serm, Mörs, Rees Pl.: Zittergras.Bebergras bwər- Neuss; bwə- MülhRuhr n.: dass.Beberich bęwərək Eup, Rees-Brünen; bībərəχ Waldbr-Eckenhg m.: das Gliederzittern.beberig (s. bebern) Adj.: zitternd. NRhWB Beberlingchen bivərliŋkχə, –e- Sieg-Ägid Scheiderh n.: Zittergras.