| NRhWB Acker II Rhfrk, Mosfrk agər, Pl. ę- [Bitb [Bd. 1, Sp. 51]
-ā-]; sonst akər., Pl. -ę- [Kempld -ǫ-] m.: 1.a. ein einzelnes Stück Pflugland; doch nur noch im Hunsr neben andern Appell. im Gebrauch. den A. sterze, plege; im A. fahre; in de A. f.; heit werd in de A. gang; se (die Kuh) geht gut em A. Auch Siegld De A. es got em Feld, — e der Besserung. Sonst steht es als Appell. nicht mehr, dafür Erb, Feld, Stück, Land, Ort, Flur (s. d. W.). Nur in Wend. und RA., Bauernregeln, die z. T. dem Nhd. entnommen sind, in FlN. und Zs. ist das Wort auch sonst noch geläufig. De hät 2 Peərd em A. gohn Land für 2 Pf. Prüm-Burb, — zo A. gohn Köln-Widdersd. Dat Feld (Stöck) es got em A. Mosfrk, Rip bis Geilk (hier u. da). Dat Land ös em A. im Gegens. zu dem, das als Wiese benutzt wird Daun-Lissend, Monsch-Witzerath. Dat Feld ös beiss (am besten) em A. Schleid-Kallmuth. Wer den A. net baut, dem wiəss drop Onkraut Siegen. Wat der A. net dräht, moss der Buckel drälin ebd. Wer den A. pflegt, den pflegt der A. ebd. »Moos macht den A. los, Laub macht ihn taub, Stroh macht ihn froh« Mos. Frihjohr ohne Ren is en A. ohne Fruəcht Simm. Wie der A., so die Ribchen, wie der Vater, so die Bibchen, wie die Motter, so die Dechter, gewehnlich en beschen schlechter Bernk-Bollenb. Klen un wacker baut den A., gross un faul schindt de Gaul Hunsr, Allg., — gruəss on behängk (behende) kütt net an et Engk (Ende) Eusk-Langend. Zwesche Pier on Merke (nrhn. Flachland) lit en Hus, dat hesch Ferke; zwesche Maas on Rheng es kene A. su feng (fein) bestes Ackerland Dür. De micht e Gesicht wie en Aff, de Blanze setze giht on fendt de A. net Kobl. Dat is verschwunn wie Kliewesteins A. Saarbr. Spitzeschar, sp. Sch., Bauer in de A. fahr ebd. De geht drop an, als wenn e e Piərd zom A. hött gohn Dür-Winden. Blif em A. bleib bei deinem Leisten Schleid-Hellrath. — Im Rätsel: Klener Racker baut nen gruten A. Maulwurf NBerg. Et steht op en A. un holt sich wacker; et hät volle Hüde und bitt alle Lüde Zwiebel Nfrk. — b. ǫkər die Gesamtheit des Ackerlandes, das der Bauer unter dem Pfluge hat. Ene gruəte O. grosser Landbesitz. Heə hält 20 Köh op sine O. Optər O. werke Landwirtschaft treiben Heinsb. — Das zur Einsaat fertige Stück, solange es noch in der Furche liegt, also etwa noch nicht geeggt ist Heinsb-Süsterseel. — Gartenland Rees-Brünen. — Ein Morgen Feld = ¼ ha Saarbr-Feching. — In verächtl. Sinne. Dat ös all so nen A. Mörs-Neuk. — 2. übertr. E hät ene gode A.einen mächtigen Podex Eusk. Acker-balsam uWupp m.: Wassermünze. Acker-blättchen Kreuzn-Winterbg n.: [Bd. 1, Sp. 52]
Huflattich. PfWB Acker-bau m.: nach dem Nhd.; dafür mdlich. Bursch Arbet; et Bur sen. Acker-berg Bitb-Dudeld m.: an den A. anstossender Abhang. NRhWB PfWB Acker-bohne Saarl-Überherrn, Wittl-Neuerbg, Schleid-Scheven, Bergh-Blatzh f.: vicia faba, ins Feld gepflanzt; sonst Pferds-, Schweins-, Säusbohne. In einem Saarbr Kindervers: Ein, kappein, rufandeh, piffli, raffle Domine; Ackerbohn singt von drus. Acker-büllchen Aach-Herzogenr n.: A.-Bachstelze. Acker-bürger -ø- Köln m.: Ersatz für den Namen Kappesbor (s. d.), der für unfein gilt. Acker-distel verbr. f.: wie nhd. Acker-gaul Rhfrk (s. Gaul) m.: wie nhd. Acker-kackerschule Köln f.: scherzh. A.bauschule. Acker-keule -ky·l. Aach, Geilk f.: -stecken. Acker-külpe -ø- Zell-Enkirch f.: A.mohn, papaver rhocas. PfWB ElsWB Acker-land n.: in gehobener Spr. gebräuchlich. De Bauer hot 30 Morge A. Acker-lattich -lat, –latχə, –lętχər Kreuzn, Simm m.: Huflattich Acker-laus f.: 1. orlaya grandiflora, Breitsame Daun-Kerpen. — 2. Beerenwanze Eusk-Cuchenh. NRhWB Acker-leine Birkf-Idar f.: L. oder Riemen zum Lenken der Pferde. NRhWB Acker-männchen s. Ackersmann. NRhWB PfWB Acker-nuss Hunsr f.: Erdnuss. PfWB Acker-pfad ākərpītχə Bitb-Mettend n.: schmaler Feldweg. PfWB Acker-pferd n.: 1. im Gegensatz zum Karren- oder Kutschenpferd Allg. Ne Kerl wie en Merl (Amsel) kann flöte wie en Mösch on scheisse wie en A. Bergh-Buir. De kann furze wie en A. Sieg-Ägid. De friss wie en Schüredrescher un scheiss wie e A Bo-Kessenich. — 2. eine Pflanze (bot. nicht festzustellen) ebd. PfWB Acker-pflug Prüm-Mützenich m.: Pfl., für die gewöhnlichen Felder zu pflügen. Acker-putter Schleid-Hellenth m.: Schimpfn. f. Bauer. Acker-riester -ē.- Heinsb-Süsterseel m.: R. am Pfluge, lang u. schmal, beim 2. Pflügen eingesetzt. Acker-schaft Rip f.: Gewerbe des Bauern. He hät en grusse A. viel Land. Acker-schmiele Wittl-Dreis. f.: gemeine Sch., agrestis vulg. | |