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Rheinisches Wörterbuch 
 
Bank bis banken (Bd. 1, Sp. 442 bis 446)
 
  NRhWB Bank baŋk, Pl. -ę-, Demin. bęŋkχe (-kskə); WMosfrk -ā-, Pl. -- [-i- Bitb-Rittersd Geichl]; im Kemp a/ǫ-Trübungsgeb. -ǫ-, Pl. -ę-; Klevld -ā-; Gummb-Berghsn baŋt f. [m. Birkf]: 1. B. zum Sitzen, Liegen. Im Bes. a. die B. in der Stube, gewöhnlich mit Rückenlehne u. Armstützen, in keiner Bauernstube, vor dem Tische an der Wand stehend, fehlend; im Gegensatz zur einfachen B. Lehnebank genannt. Me setz (lig) op der B. Me geht op de B. De Kender klemme op der B. RA.: De lig luter op de fule B., — rötsch op de B. eröm, — kann net van de B. kunn, — hät de B. gepach, — schurt de B. drückt sich faulenzend zu Hause herum Rip, Allg. De B. meəte dass. Heinsb-Lümb. Die kleven op der B., wie wann se Pech an de Botz hätten. He rötsch de ganzen leven Dag möm fulen Arsch op der B. Rip, Allg. He lit de ganze Dag üver Stöhl on Bänk Köln. Setz dich be mich op de B., do fällt dich och de Zick (Zeit) net langk! Heinsb, MGladb. Häste ne Esel op de B. ze heve hast du solche Eile? Neuw-Unkel, Sieg-ODollend. Dat ös onner de B. geschmösse in seiner Wirksamkeit gehemmt. Dat hesch Geld onner de B. schmisse nutzlos vertun Sieg-Ägid. De stellt sech onner de B. tritt mit seinem Werte nicht hervor ebd. Dat bruchste net onner de B. ze steche zu verheimlichen ebd. Dat bruch mer net onger Desch on Bänk ze stüsse zu verbergen Jül-Warden. Su jet stüss mer net onge Stöhl on Bänk einer solchen Sache muss man Gewicht beilegen Eusk-Dirmerzh. Dei drollen enner de Bank wei Pupegefiəhrsch (Lumpenpack) führen ein liederliches Leben Merz. Wer unnig der B. gebor is, de kimmt nit druf von niederer Herkunft Hunsr, Saar. Mir sin

[Bd. 1, Sp. 443]
unner der B. gebor, on do wolle mer a bleiwe Saarbr-Sulzb. Wen enner de B. soll leien, kimmt net drop Prüm-Ihren. Mei Mann hät mich och net enner de B. kreit ich bin ehrlicher Leute Kind Merz-Saarhölzb. Jet henger (achter Nfrk) Stöhl on Bänk steche verbergen, geheim halten Aach-Merkst. En dem Hus geht et üver Stöhl on Bänk ein Gebalge der Kinder, drunter und drüber Allg. Wann ðe Katz fort (erut, nit t'Hus) es, sprengen de Müs üver Desch on Bänk (Stöhl on B.), auch op de Bänk wenn die Hausfrau nicht zu Hause ist, geht es drunter u. drüber; — spelen de Müs op de Bänk Grevbr-Osterath. Durch de B. ohne Unterschied, durchschnittlich, im allgemeinen, durchgehends Allg. Die dugen all durch de B. net Rip. — Der ös esu krank wie en al B. Sieg-Thomasbg, Ahrw, Simm-Laub. — Stöhl on Bänk wollte sich schloəhn, Stoarbank geng dertösche stoəhn; do koəm ne Piringk ut de Erd on songk, dat öm ne Knopp van de Bocks afsprong MGladb-Rheind. Äppelche, Bäppelche [Hübbelke, Tübbelke Viersen, Höppelche, Pöppelche Jül-Selgersd, Hoppelepopp Waldbr-Holpe] op der B.; Ä. B. van der B., es gene Mann en Broband (Engeland, em ganze Land), de Ä. B. zelle kann (Sterne) Dür, — de H. T. hele kann (Ei) Viersen u. a. Var. — b. in der Wirtsstube, im Tanzsaal, meist ohne Lehne. De Kerls ligen de ganze Dag op de Bänk ze suffe Rip, Allg. — c. Schulbank. Er es en B. eropkunn (eraf-) Rip, Allg. Die ful B. oder Katzenbank. Den es iwer de B. gezug gen hat vom Lehrer Hiebe bekommen Saarbg. Er es üver de B. geleg wuəde Rip. 1, 2, 3 kennt de Schuler mat de Gei, hot de Kleppel an der Hand, zeht de Buwen iwer de B.; o Her Lehrer, dat deht wih, mor kommen eich gor net mih Bitb-Biesd. De Lehrer zieht de Buwe iwer de B., haut se, s'is e wahri Schand Saarbr. — d. Kirchenbank mit Kniebank davor. De Bänk werde verpacht Allg. Se sprengen am Sonndag üve de Bänk sie werden zur Ehe aufgerufen Rip. Se floche üwer de B. sie wurden zur Ehe verkündigt Rip, Nfrk. He knent (kniet) noch en Loch en de B. der Frömmler Rip. — Komunionbank. Ze de hehen Bänk gohn zum Tisch des Herrn WBitb. — e. Ruhebank vor dem Hause, gewöhnlich auf vier Stempeln ein Brett, Holzb., auch wohl en Stenb.; en Gardeb.; an Wegen de Verschönerungsb., vom Verschönerungsverein angelegt. — 2. im rechtlichen Leben, Sitzbank der Beamteten. a. Schöffenbank, nur in RA. He well de (zu) Banke(n) stellen befehlen u. anordnen, den Meister spielen Mörs-Xanten, Geld-Nieukerk, Rees. Sech de Bonke stelle sich widersetzen, entgegenstemmen, z. B. der Verhaftung; ein

[Bd. 1, Sp. 444]
Pferd, das nicht weiter will Kemp, Geld-Kevelaer. Hierhin auch: Jet (wat) op de lang B. schuven (schuppen, lege) in die Länge ziehen Rip. — In erweiterter Bed. = Gerichtsbezirk, Gemeinde, so in Eup.: De Bank Bole (Baelen), de B. Wale (Walhorn). — b. Anklagebank vor Gericht, in der RA.: De kimmt noch of et Bänkelche Koch, Kobl. — c. Ratsbank, wohl in der RA.: Ze den heihen Bänken komme zu hohen Würden Saarbg-Wehing. — 3. bank- oder tischähnliche Vorrichtung aus Holz zum Hinstellen von Gegenständen. a. im Hause Wasser-, Schottel-, Döppen-, Krug-, Pottbank (s. d. W.) als Simpl. nur gebraucht, wenn kein Missverständnis möglich ist. — b. Verkaufstisch, –stand, nur in der Zs. Fleisch-, Freibank (s. d. W.), sonst Laden, Thek.c. Wechselbank, Geldinstitut, nach dem Nhd. die Bank, Pl. die Banken. He hät Geld op der B. (stohn), — deht seng G. op de B.; G. van der B. holle (lihne) Rip, Allg. — De Bauern len ehr Geld enner de B. Merz. De spüəlt (spielt) in de B. bringt sein Geld zur B. Geld-Pont. — De B. ophale Pharaospiel Rip. Banksches dass. Goar-Werlau. — 4. Werkbank. Der Kasten, in dem bei der Häckselbank das Stroh zu liegen kommt, wird B., Schnittb. genannt (Kump, Schoss) Malm, Wippf. Sonst in Zs. Hubbel-, Schneid- (Küferei), Drechsel-, Häcksel-, Stenb. (für den Steinmetzen), Kabbesbänkelche (Kohlschabe) (s. d. W.). — 5. bankähnliche Erscheinungen. a. die unterste Schicht eines Flözes, die oberste heisst Öwer Saar. — Ein Stück Holz, das der Länge nach an das Hängende angelegt wird u. an beiden Enden auf Stempel ruht Saar. — Kies oder Sand, vom Wasser abgelagert Allg. — Sandbank in einem Acker. En dem Feld es B. dren Dür-Birkesd. — b. lose aufeinander geschichtetes Scheit- oder Knüppelholz, das erst nachher ordnungsgemäss gestapelt wird. En B. Holz Neuw-Datzeroth. — c. Terasse im Weinberg mMos; sonst Stuhl, Kor. — d. Fensterbank aus Stein. — e. Schneewehe. De Schni es op Bänk gejag, Schniib. Rip. — Vgl. Ribank (Reitbank) = Eis-, Schleifbahn Siegld. — f. ungleichmässig gepflügte Stelle; der nicht umgelegte Teil einer Furche Köln-Kalk. — g. ungleichmässig, zu dicht sprossendes Getreide. Bänk säne. De Froch steht op Bänk Rip. — h. Seite des Eies Düss. — i. Wolkenbank Allg. De Sonn es achter en B. onger gegange Heinsb. — k. der Strich, auf dem der Klickereinsatz steht, Bänkche Köln, MülhRh. Doch s. Pängkche (Pfand). — 6. übertr. a. die auf einer B. Sitzenden Allg. De ganze B. sall es opstohn. De half B. (Schüler) dog net.b. Stühl on Bänk ein Gericht aus Möhren, Bohnen, Kartoffeln, gemischt mit Milch oder Buttermilch Kemp, Mörs, Rees,

[Bd. 1, Sp. 445]
Ruhr. — c. Bänken plumpe Hand Barm. — d. Kappe Bergmannsspr. Saar. An -bank f.: die erste, vorderste B. Saarl-Hüttersd.

 PfWB Bank-bett Westerw n.: -kiste (s. d.), auch Bettbank genannt (veralt.). Bank-haken -h:x, –h:k m.: Hobelbankhaken, Spannagel. NRhWB Bank-hammer Schleid-Hellenth, Bo, Duisb m.: leichter Schmiedehammer. NRhWB Bank-horn Köln n.: Art Amboss. Bank-knecht Köln, Mörs, Klev, Rees m.: -haken, Schraubenzwinge an der Hobelbank; auch Stütze für Gegenstände, die in Schraubstöcken eingeschraubt sind. NRhWB  PfWB Bank-kiste Nahe, Hunsr, Westerw, NBerg (veralt.) f.: grosse hölzerne K. mit Deckel, die zeitweise auch als Bett dient; grosse Truhe mit Rückenlehne, als Bett dienend. PfWB Bank-lehne f.: wie nhd. Bank-mann baŋkə- Deutz m.: zur Besatzung eines Kahnes gehörend. NRhWB Bank-nagel NBerg m.: 4-eckiges Eisen, welches in die Löcher der Hobelbank zum Einklemmen von Gegenständen gesteckt wird. Bank-rekel Geld m.: verkehrter, nichtsnutziger Kerl. Bank-rütscher -ø- Rip m.: der gern auf der B. sitzt, Hauskriecher. Bank-säge Eup-Raeren f.: Sägeart. Bank-spiel Aach n.: die Einlage von Geld in eine B. Bank-stollen Rip m.: -stempel, auf denen die B. ruht. Bank-tek -tē:k Wittl-Landschd m.: -haken.

bank MüMaif Adj. präd.: b. sein im Spiel (Klickersp.) alles verloren haben.

Bankef bāŋkəf Bitb-Mettend, Daun-Strohn m.: starkes Winkeleisen, ungleichschenklig, etwas in spitzem Winkel, dessen einer runder langer Schenkel in die Hobelbank getrieben wird, während der kürzere Sch. auf dem zu befestigenden Holzstück aufsitzt.

Bänkelchen n.: im Unterschied von Bänkche kleine B. bezeichnet B. eine niedere B., Holzschemel in der Küche, Trittschemel, Fussbänkchen; B., auf das die Kinder sich setzen können, ohne aufzusteigen.

bänkeln schw.: 1. auf die B. unter der Dorflinde sich begeben, um sich dort zu unterhalten Neuw-Datzeroth (veralt.). — Männer, die lange im Wirtshaus sitzen, b. ebd. — 2. einen zu bearbeitenden Stein auf die Steinbank tragen May. — 3. mit dem Kabbesbänkelche den Weisskohl einschneiden Simm-Laub. — 4. den Boden sehr tief umgraben, gleichsam eine Bank ausheben; rigolen, bes. im Weinberg Koch, Kobl, Goar, May, Westerw. ver -bänkeln: sein Vermögen v., durch vielen Wirtshausbesuch draufbringen Neuw-Datzeroth.

 NRhWB bänken schw.: 1. Bänke u. Stühle ins Freie stellen, um ein Gastmahl zu halten uWupp (ca. 1870). — Schlafen auf der B. Wippf-Binsf. — 2. beim Pflügen stellenweise nicht tief genug oder zu weit pflügen, so dass kleine Erdbänke, Rippen stehn bleiben Köln-Kalk. — 3. beim Säen den Samen fälschlich so werfen, dass er stellenweise doppelt liegt u. nachher

[Bd. 1, Sp. 446]
das Getreide strich- oder bankweise zu dicht steht Rip, NBerg, Ruhr. Du häs gebänk. Dat Stöck ös gebänk.4. das Holz lose aufschichten, bevor es in Stösse, Klafter gesetzt wird Neuw-Datzeroth. auf -bänken: etwas a., auf die Arbeitsbank legen Köln; aufschichten, z. B. Holzstämme Sieg-Ittenb.aus -bänken: einen Raum im Flöze aushauen zum Bergversatz Wormrevier.banken schw.: 1. ein Schläfchen auf der B. machen Simm-Laub. — 2. Kartenspiel, Glücksspiel spielen ebd., Eusk-Dirmerzh, Sieg-ODollend, Aach-Stolbg.