| NRhWB August I ǫujus ; Kurzf. jus (γus, xus), jys, jyske, jystkə vor allem Nfrk; ǫujəs, ǫuəs Rip (selten); ǫus Schleid; ys Monsch; yts Ahrw-Neuenahr; jǫust Prüm; juf Grevbr-Wevelinghv; ǫyjəl Altk; auli Trier; aulē Saarbr; ǫu, y, ykə Nfrk (auch Rip, Schleid, Rheinb, Köln) m.: männl. Vorn. Den hescht Jaust, hen os aller Eiəre (Ehre) getraust muss auf alle Ehren verzichten Prüm-Ihren. [Bd. 1, Sp. 331]
Neckverse. Aus, leck de Zaus! Schleid-Hellenth. Augus, pass op, de Parreplü (Lufballong) geht op, on ove hängk et Liəs-che dran on rappelt (zabbelt) wie en Popp Siebengeb. A., pass op, de Lufballong geht op! Rip. A., mach de Dir zu, der Bock schämt sech! Wittl-Kinh. Äuke, Päuke, Vügelskäuke! MGladb-Rheydt. RA.: Der micht e por Aue wie Masse A. sei Ochsen verstört, angstvoll. — Der ‘dumme A.’, der Clown des Wanderzirkus, von der MA. übernommen. Du dommen, gecken A. Dollen A. Witzemacher. Kromme Äujel schiefer, buckliger Kerl Altk.Auguste ǫujustə , jus(t), justχə, jusjə, juskə, jyskən f.: weibl. Vorn., nicht beliebt.Augustin ǫujəstīn , ǫuəstīn, tī:nəs Rip; tīnəs, teinəs Mosfrk (s. Steines) m.: männl. Vorn. Augustinche, Freətmaschinche Erk.Augustiner otiŋer Köln 1808, ǫujətiŋər Aach m.: wie nhd.
NRhWB August II m.: 1. ǫujus, auch wohl ōjus ; nur noch einige Belege für die alte Verkürzung (augst, aust): ·u.xs Koch-Mesenich, Bergb-Hüchelhv; ǫ·u.s Schleid-Wildenb, Eusk-Dirmerzh Zülp Billig, uWupp, Ruhr-Werden; ā·ŭ.əst Trier-Fell; ǫ·u.st Prüm-Ihren; ā:t Merz, Merz-Mond, Saarbg-Soest; aut Ottw-Eppelb m.: der Monat A. De Aus blöüht von den dicken, schwarzen Wolken, die im A. oft am Himmel einherziehen, ohne dass sie sich zu einem Gewitter entladen Ruhr-Werden. Vgl. Augstbrunk. De Augs moss et dihn die A.sonne muss die Trauben zur Reife bringen Koch-Mesenich. Bat de A. nit diht, brengt de September nit ferdig ebd. Wat de A. net kocht (bröt), dat löt de S. ongebrode Rip, Allg. Es et en der irschten A.woch hess, bleift der Wenter lang weiss Eif. Wo em A. en Huhn en em Wingert gescharrt, do sieht mer't em Herfst Mos. — 2. immer in der verkürzten Form ǫ·u.s Monsch, Eup, Aach, WDür, Jül, Geilk, Erk, Heinsb; :s(t) Heinsb-Dremmen Waldenr Saeffeln m.: Ernte, Erntezeit. En der Aus siən. — Gutes Geschäft Heinsb-Dremmen. — 3. »Austen« die zusammenstehenden Korngarben Gummb. — 4. ǫ·u.s Abendrot im A. Dür; dünner Nebel bei hellem Wetter Sol-Hitd; st Schwüle, Dunst, Tau Klev-Calcar. O, dat es mor O. sagt man scherzend, wenn jmd. so durchnässt ist, dass ihm das Wasser unten aus der Hose trieft ebd. — Zur geogr. Scheidung zwischen Arn, Au(g)st u. Bäu, Baut s. Arn. — Auch in der Zs., die vor allem Erntegeräte und frühreife Früchte betrifft, herrscht die verkürzte Form nicht nur in dem Gebiete von 2; bei letzteren statt ǫ·u.s hier u. da auch ǫ·u.xs-, ǫ·u.ts-. PfWB August-apfel ǫujust- Altk-Wissen; ǫ·u.st- Altk-Horhsn, Bitb-Dudeld SpDahlem; [Bd. 1, Sp. 332]
ǫ·u.əs- Schleid; :s(t)- Heinsb; :t- Saarl-Fremersd; meist aber ǫ·u.s im ganzen Gebiet verbr. m.: frühreifer Apfel. NRhWB August-bier ǫ·u.sbīr Jül-Roerd f.: dünnes B. zur Erntezeit. August-birne ǫ·u.stbe·r.ən Koch-Laub Treis f.: frühreife B. NRhWB August-brunk ǫ·u.s(t)-bruŋk Wittl, Bitb, Daun; ā:st- Trier-Igel; ǫ·u.s- die häufigste Form im LRip, SNfrk; :s(t)- Heinsb, Geld; ·ə.xs- Kemp-Süchteln; ǫ·u.xs- Köln, Bergh-NEmbt; ǫuγəs- Kemp; ǫ·u.əs- Kref-Linn m.: Nebelschwaden im A., Morgennebel in heissen Sommertagen, bei gewitterschwüler Temperatur oft tagelang haltend, bes. im A. Kemp, Kref. Gewitterartige Wolkenbildung, trüber, braun-gelb-grauer Himmel an Sommerabenden, ohne dass es zu Regen kommt Eif, LRip, Erk, MGladb, Grevbr; Wetterleuchten an Sommerabenden Dür, Wittl-Sehlem; Herbstnebel Geld. NRhWB PfWB August-ei ǫ·u.sęi Aach; ǫ·u.st- Sol n.: im A. gelegte Eier, die sich bes. gut halten sollen. August-geschirr ǫ·u.sjəīər Jül, Erk; ǫ·u.st- Geilk; ǫ·ă.s- Geilk-Grotenr; ǫ·u.ts- Jül-Mersch Tetz n.: Ernteleiter auf dem Erntewagen. PfWB ElsWB August-hinkelchen ǫust- Kreuzn-Kirn n.: 1. im A. ausgebrütetes H. — 2. Übergescheiter. August-karre ǫ·u.s-, :s(t)- (s. A. 2); ǫ·u.ts- Aach-Stolbg, Jül-Tetz, Heinsb-Orsbeck f.: geleiterter Erntewagen. August-klävner Mos 1825 m.: Rebsorte, schwarzer Burgunder. August-kob ā:tkuəb Merz-Mond m.: in der RA.: E reisst et Maul op wei en A., d. h. vor der Hitze im A. August-leitern (s. A. 2.); ǫ·u.əs- Geilk-Brachelen Pl.: Ernteleiter, die man auf die Auskar opsett, opschleht. August-leuchten ǫ·u.stlχtə Bo n.: Wetterleuchten (auch wenn es nicht im A. vorkommt). August-mücke ā·u.stmek Bernk, Zell, Koch; ǫ·u.ks- Koch-Mesenich f.: Eintagsfliege, weisse, die abends im A. am Moselufer schwärmt; sie wird mit Feuer gefangen und als Fischköder gebraucht. August-nuss ǫ·u.s- Rip; ǫ·u.xs- Ahrw-Bodend Remag; ǫ·u.zənūət Heinsb-Bocket Haaren f.: frühreife, kleine, weichschalige Haselnuss. August-praume ǫ·u.spru·m. Rip, SNfrk f.: frühreife Pflaume. August-rohr o·u.srōr o. O. m.: das Pflügen, Rühren (s. d.) im A. August-schlehe ǫ·u.xstlī: Sol (rip.) f.: Haberschlehe, prunus insititia. August-trauben ǫ·u.sdrū:vən Sieg-Rhönd Pl.: Tr. an den Geizen, den Blattwinkelschösslingen; werden sie reif, ist ein guter Jahrgang da. August-wagen ǫ·u.s- Geilk, Heinsb m.: -karre. August-wetter n.: Erntewetter. Et ös Auswer, sag den aule Rumbeek, do gongen öhm de half Gäste (Schober) driwen MülhRuhr. NRhWB August-zeit ǫ·u.stīt Geilk-Brachelen f.: Heuernte. | |