acheln a- Allg.; ǫ- Heinsb-Dremmen; axiələ Heinsb; axīlə Wend, Elbf, MGladb-Viersen schw.: 1. essen, in gemütlichem, familiärem Sinne. — 2. gierig, tüchtig, mit Behagen essen. — 3. schmarotzen Kref-Fischeln. 4. schwer arbeiten Remschd. — Abl.: Die Achelerei, dat Geachels, sich zeracheln. ver -acheln: eine Menge Schnitten v., verzehren Trier-Pelling.Achel Hunsr, Westerw: 1. m. das Essen. — 2. f. Mund und Kauwerkzeuge, oft die gesamten Verdauungswerkz. De hot en gut Achel. Acheler Allg. m.: ein starker Esser.achelig Adj.: gefrässig [achlerig Westerw.].
Achen s. Nachen; achherm s. acharm.
achillik Mosfrk Adj. präd.: gleichgiltig, egal.
NRhWB Achse Rhfrk ags, Pl. -ən; Mosfrk s [ō-, ă-, ōă-; Saarbg ūəs; Ruwertal-Merz-Bergen s]; Rip ās, Pl. āsə; NBerg āsə: SNfrk ās. Pl. -sə bis Binsh Rheincamp Repelen [Bd. 1, Sp. 32]
Niephsn (links) Duisb MülhRuhr. [Um Gangelt-Waldfeucht as, dann ein angrenzender Südstreifen mit wechselndem as, ǫs; w. Grefr Lindt Birgen Hehler Lehloh Merbeck Arsbeck Wildenr ǫs; as auch um Erk-Doveren Granterath; s um Kemp Dremmen Porselen]; Eup āəs; Klevld as. Pl. asə. [Im Nfrk seltener neben dem Pl. āsə ein Pl. mit Umlaut s Erk-Anhov, s Heinsb-Orsbeck; dazu auch āstə Erk-Doveren; astə Mörs-Hombg; öfters und verbr. in Zs.] f.: Achse an Wagen, Pflug, Glocke, Windmühle; früher aus Buchenholz, deren Spillen durch die Achsenstange verstärkt waren, während der Achsenring diese mit der A. verband; heute eiserne Achse mit hölzerner Achsenlade, deren Ende Büss, Kapp oder Dopp heisst (s. d. W.). Auf der A. ruht die Bräss, auf dieser, im Achsennagel beweglich, der Schämel, an dessen Ende schräg stehend die Rungen eingefügt sind; durch die Achsenspillen werden hinter dem Rad die Lunen (Lönsen) eingesteckt. De A. brennt hat sich heiss gelaufen, hat sech warm (drüg) gelofe, moss geschmert werde. De A. schleht, hat Schlag, hat sech gesatt (gesetzt), versatt. verworpe, gesack, gegeve, gedreckt. De A. es geklenkt, geschweit, verboge, verbresse. verkappt (s. d. W.) Der Schmied muss die A. wieder strecke, richte, der Stellmacher sie beklede. RA.: Wenn de Asse breckt, leit de ganze Kar em Dreck beim Tode einer Hausfrau NBerg. He mach kromm A.ə schwankt drauf los Rip. Ein gut Stück Arbeit, die A, am Schlebuscher Mühlenkarren etwas Unmögliches MülhRh. Roche Berg on Bogeder (Heinsb-Bocket) Oss es Waterpoas die Familie Rochus besass auf einer Höhe eine Windmühle, deren Fuss mit der 5 Min. entfernten B. Windm. in gleichem Niveau lag. — Mit Praep.: Auf der A., im Gegens. zu ‘zu Schiffe, zu Pferde, mit dem Zuge’. Me muss die Sach op en anner Oss lade anders versuchen Prüm-Ihren. Et as op der Oss eraus gangen es hat eben noch gelangt, ähnlich wie das Fuhrwerk beim Versinken bis zur A. noch eben weitergebracht werden kann Bitb, Daun. Wat der schwätz, kammer net op der A. herusfahre Rip. He lit (liegt) och ze vill op der A. er reist zu viel Eusk. Mer mossen alles op der A. heranschleppe keine Bahnverbindung Rip, Allg. Im Allg. aber wird per A. bevorzugt. He geht noch alles per A. Um die A. Dat geht erom bi dat Rad om de A. alles ist vergänglich Neuw-Dattenbg. Aus der A. Dat es, as wenn de Welt ut der A. geng Nfrk. Von der A. et muss van der A. gohn es muss voran gehen, nötigenfalls auf einer andern Grundlage versucht werden Prüm-Ihren. — In Simm-Ebschd heisst der eiserne Teil ags, der hölzerne ās.
NRhWB Achsen-band āsə- [āstəbangk Dür-Nideggen, [Bd. 1, Sp. 33]
Grevbr-Capellen] Rip, Nfrk n.: Eisenband, womit die A. an der Karre befestigt ist. Achsen-belle -be·l. Jül-Tetz f.: der mittlere, vierkantige Teil der A. Achsen-bett Wend, MGladb-Holt n.: -lade. Achsen-bolzen Erk-Richelr m.: Lünse. Achsen-büchse f.: Radbüchse, in der die Spille der A. steckt. Achsen-bürge -børx Nfrk f.: -lade. NRhWB Achsen-dopp Klev m.: -ende. Achsen-dose Moers-Vennickel f.: -büchse. Achsen-dräbbel MGladb-Hockst m.: »Karrenträger von Holz von A. zu A.« NRhWB Achsen-futter Wittl, Siegld n.: -lade. NRhWB Achsen-holz n.: 1. Holz, aus dem eine A. gefertigt wird. — 2. –lade Wippf. Gummb, Geilk, Köln-Weiss. Achsen-hülse Kreuzn-Dorsh f.: -büchse. NRhWB Achsen-kappe Wend f.: -ende. NRhWB Achsen-kopf Altk-Seifen, Bergh-Elsd, Elbf, Klev-Frasselt m.: dass. Achsen-kranz Köln-Rodenk m.: -lade. Achsen-lade Rip, Nfrk f.: die hölzerne Umkleidung der Eisenachse, aus 2 Schenne (Schienen) zusammengesetzt; hier bes. die Form āstə- Malm, Monsch, Schleid, Dür, Jül, Grevbr. MGladb, Erk, Geilk an vielen Orten. Achsen-lager Schleid-Kambg, Waldbr-Wildbg n.: dass.