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Rheinisches Wörterbuch 
 
Amerika bis amme(n) (Bd. 1, Sp. 165 bis 166)
 
  NRhWB Amerika amērikā:, –əkā:  u. amērkā: : wie nhd. Wie kömp de Floh no A.? Antw.: braun Duisb-Meiderich. Spottvers gegen die Kath. nach einer Melodie aus der Messe: Bös de all in A. gewes? Allöwerall, a., mär dor noch nit Mörs-Orsoy. NRhWB Amerikaner m.: 1. wie nhd. — 2. Kartoffelsorte Hunsr, Koch.

Ämes s. Ameise.
 
 
Ames I aməs Wittl-Olkenb m.: Branntwein (veralt.).
 
 
 NRhWB Ames II :məs Siegld, Altk (zur Sieg hin) n.: das aus zwei aufeinandergelegten Schnitten bestehende, das Mittagessen ersetzende Butterbrot, das der Bergmann mit sich zur Grube nimmt; auch das Essen, das der Arbeiter im ‘Henkelmann’ mit zur Arbeit nimmt (Wissen). Ames-korb m.: K. für den mitzunehmenden O. NRhWB Ames-sack m.: das an einer Schnur über die Schulter gehängte Säckchen, in dem das O. bewahrt wird.

Ameseik s. Ameise; Ames-gezeug s. Ambachtsgezeug; Amet s. Amme II.

Amfel s. Amboss.
 
 
 NRhWB Ami amī  Rip, Nfrk m.: 1. Freund, in der Wend: Do bis mine leven A. Erk-Elmpt. Sonst — 2. Schimpfwort, in der Verb.: Du fisen A. körperlich schmutziger, widerwärtiger, besonders aber moralisch verächtlicher, ekliger Mensch; auch ein aufgeputzter, geckenhafter M., der dazu dumme, einfältige Reden führt Allg. Du scheler A. Schleid-Keldenich. — 3. Hundenamen, oft Demin. amĭχə. –kə Monsch, Aach, Erk. — Was kochen wir? Antw.: Amike met Röbe Erk-Elmpt. — Rufname für die Katze Wittl-Bertrich, Gummb-KlFischb. Ami-schlöppchen amĭlpχən Düss n.: Halsschleife.

Amit s. Marmit.
 
 
 NRhWB Amme I a·m. Rhfrk, Mosfrk bis zur NEif f.: 1. Hebamme. De Kinner kommen ausem Bore henner der A. ihrem Bett Ottw-Dirming. De Ammebas (et A-bäsche, Kindchesbas) bringt die Kinder in der Ammetasch aus em Milchboren Hunsr. (In früherer Zeit war auf dem Hunsr Hibamm allg. gebräuchlich, neuerdings hört man es selten;

[Bd. 1, Sp. 166]
in Trier Hewamm neben A.). Rip Hevamm, Nfrk Hevəlsə.2. Schenkamme, nach dem Nhd. in den Städten, auch Schenkamm, Sägamm (Trier).
 
 
Amme II am uWupp, Sol (rip.); veralt. (etwa 1870) f.: Nahrung.Ammelchen ǫmelχən ebd. n.: Bissen, Leckerbissen.ammeln a- u. ǫ- ebd. schw.: essen.Ammelt ǫ- Mettm-Schölter (ca. 1854) n.: Mittagessen.Ammet amət u. ǫ- Sol; ǫ- Mettm-Neviges Haan, Düss-Wersten n.: Mittagessen. Klenommət Abendessen.Ammert amərt Kemp-Kemp SHubert n.: Abendessen, –brot Möt op et Ammert blive. Vgl. mǫrmət n. Morgenessen Kemp-Kemp SHubert, Sol, Mettm-Neviges; nęimət n. Nachtessen Mettm-Neviges. — Die Bildungen sind veralt.

Ammei s. Anna-Maria.
 
 
 NRhWB ammeln a·m.ələ MGladb-Odenk-Neuwerk schw.: schmeicheln; langsam sprechen.Ammels-sack m.: einer, der die Worte langsam spricht (Neuwerk).

Ammelt s. Amme II u. Amboss.
 
 
amme(n) amə(n) Kempld; mər Kemp-Born; ǫm Kemp-Hüls Fragewort: = nicht wahr? ist's nicht so? gelt? Ammen, doht et? gelt, ihr tut es; amme joa bei einer Frage, auf die man ‘ja’ erwartet; a. nea bei ‘nein’. Sonst gilt SNfrk u. NRip ø·m.ə, ōmə.