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Rheinisches Wörterbuch 
 
dümmeln III bis Dümp (Bd. 1, Sp. 1558 bis 1560)
 
  NRhWB dümmeln III, schw.: 1. trans. a.α. -y-, –ø- etwas d., glimmende Kohlen ersticken, dülpen Gummb Wippf, NBerg, Kref [Sol -oy-]. — β. -y-, –ø- etwas pressen, in die Ecke schieben; wat en de Hött d.; etwas heimlich dazwischenstecken, auch dronger d. Kemp-Dülken Süchteln UWeiden, Kref. — γ. -y- etwas mühsam u. schlecht abschneiden Duisb. — δ. beim Klickern mit der Hand vorschieben, Nachdruck verleihen Mettm-Vohwinkel, Kemp-Lobberich; doch s. däumeln. — b. einen d. α. niederringen Kemp (s. 1 a β). — β. enen onger de Erd d. verscharren, z. B. den Selbstmörder ebd. — c. døymərn mit einem schweren Hammer zuschlagen Sol-Merschd. — 2. intrans. a. -ø- dösen Dinsl-Aldenr. — b. -u- Klev, Rees-Haldern; -o- Emmerich; -ū- Kemp: ein Schläfchen halten, schlummern. — c. -e- Siegld; -y- Mörs-Neuk: langsam, dösend arbeiten; a., was nichts auf sich hat. — 3. unpers. et døməlt es dämmert Klev, Rees; -oy- Ess. — Abl.: die Dömmelerei, dat Gedömmel(s).

aus- dümmeln: Feuer utd. ersticken Gummb.be -dümmeln: 1. bədyməlt betäubt, etwa durch einen Schlag an den Kopf Gummb-Berghsn. — 2. bədȳəməlt betrunken Kref. ver -dümmeln: 1. etwas v., unterdrücken, ersticken Sol (-y-), Sol-Merschd (-oy-); vertuschen, zu verheimlichen suchen Geilk-Süggerath (-ø-), Kref (-y-), Mettm-Cronenbg (-y-), Lennep, Elbf, Barm, Sol (-y-); verschleppen Kemp-UWeiden (-ø-).2. intrans. a. -y- allmählich verlöschen Mettm-Cronenbg. — b. -øy- langsam absterben, weil die Sonne fehlt Sol-Merschd. ver-dummen

[Bd. 1, Sp. 1559]
-o- uWupp schw.: etwas (einen) v., vernachlässigen.

 NRhWB ver-dummteufeln fərdomdø·y.wələ Elbf, Mettm, Sieg-Königswinter schw.: 1. einen v., übertölpeln Elbf. — 2. etwas v., vertuschen, verheimlichen Allg.

 NRhWB Dümmel m.: 1. -y-, –ø- der eiserne Behälter, in den die noch glühenden Holzkohlen gescharrt werden NBerg [-mər Sol, Mettm]. — 2. -y- Dusel, Zustand des Hindösens Gummb-Frömmersb. — 3. -u- leiser Schlaf Köln.

 PfWB Dümmel-kasten dymkastən Ess m.: Dümmel 1. Dümmel-kissen -e- Wippf-Frielingsd n.: dass. NRhWB Dümmel-pott NBerg m.: dass.

Dümmeler m.: 1. Dümmel 1 NBerg. — 2. derjenige, der dümmelt 2.

dümmelig Adj.: 1. -y- schwül Wippf. — 2. -i- Koch; -y- Daun-Beinhsn, Gummb-Derschlag; -ø- May, Aden, Wippf, Gummb; -u- Gummb, Köln; -o- Aden-Engeln: duselig, betäubt, schwindelig, toll, verwirrt (schlaftrunken Köln). Et ös me su d.; ek sin d. em Rosches.3. -e- langsam, träge, dösend arbeitend Siegld. — 4. -ø- dämmerig Klev, Rees (dymi Goar-NSpay).

Dümmeling dømleŋ Geld, Klev, Rees; dymər- Mörs-Lütting; dømə- Mörs m.: Dämmerung.

ver-dummt = verdammt (s. d.).
 
 
 NRhWB Dump -u- Saarbg-Soest Weiten; -o- Saarbg-Nohn Sg. t. m.: Apfelmus.
 
 
 NRhWB  PfWB dump Rhfrk u. im Selfk, MülhRuhr (s. dumm) -u-; sonst -o-; NBerg -ou- Adj.: 1. wie nhd., vom Schall; ne d.ə Knall Allg.; dafür mehr boll.2. dunkel, von der Farbe; en d. Duch Bitb-Neidenb, Prüm, Rees. — 3. schwül, von der Luft, vom Wetter, von der Zimmertemperatur Allg.; d. Wedder. Wenn et op Kathringen (25. XI.) es d., friert et Mos (Kohl) bis op de Stomp Sieg-Scheiderhöhe.

dump-achtig dǫmpətəχ Eup; do- Aach, Geilk, Erk Adj.: 1. schwül, dunstig. — 2. verlegen, kleinlaut Eup-Lontzen.

dumpel -o- Ahrw-Hepping, Sieg-Rhönd Königswinter Adj.: schwül, dunstig.

dumpen dompə uWupp; -ou- Remschd, Wermelsk; -ø- Gummb-Lautenb, Sieg-Kurschd Adj.: schwül, dunstig, feucht (urspr. st. Part. der Verbums dimpen). — Der Kopp es d. schwer.

 NRhWB be- dumpen bədombə Siegld, Altk; -mp Köln-Frechen, Dür, MGladb, Mörs-Neuk Orsoy; -ump Kreuzn-Boos, Bergh, Köln (u. -y-); -ompt Aach, Viersen, Kref, Geld; -ø- Monsch; -- Eup Part.: 1. dumpf, hohl klingend Altk, Siegld. — 2. dumpfig. a. von engen Stuben, Häusern, die tief u. dunkel liegen, von Kellern; feucht, moderig riechend; dat Haus leit b. Altk; en der Stuf es et arg b. Allg. — b. schwül, drückend heiss, dunstig; et es b. hess (warm); b. Wedder Allg. — 3. et es mir b. benommen

[Bd. 1, Sp. 1560]
im Kopfe, beengt, betäubt Allg. — 4. op Gott bedombe auf ungefähr Siegld 1840. ver -dumpen fərdumbə Goar-NHeimb, Saarbr; -o- Neuw-Datzeroth, Westerw; -dom(b)t Saarbr-Sulzb, Kobl-NWerth, Sieg-Fussh Part.: 1. dumpf, hohl klingend. — 2.a. moderig riechend. — b. schwül.

dümpen schw.: 1. intrans. a. -y-, –i-, et dümpt es riecht dumpf, moderig, bes. von feuchtem Heu, aufeinanderliegenden Kleidern; auch mit sachl. Subj., de Kleder d. ganz en dem feichten Zimmer Trier-Mehring Fell, Bitb-Dudeld, Trier-Waldrach (-e-), Zell-Kaimt (-ø-), Merz-Saarhölzb (-o-).b. et dömpt es qualmt, raucht Kobl-Rübenach; et dömp wie en Kuh (nach dem Regen) Mörs. — 2. trans. a. -ø-, –-, das Feuer d., ersticken Mörs, Klevld, Ess, Geilk-Grotenr, Aach-Merkst, MülhRh-Overath, Waldbr-Rosb Schladern, Neuw-Hüllenbg; -e- Saarbg-Beuren. — b. -ø- beim Schnellen mit dem Klicker nicht fest auf dem Boden bleiben, vorhalten Bergh-Gymnich.

aus- dümpen yt- Klevld: das Feuer a., ersticken.ein -dümpen: die Stube e., in Qualm hüllen Westerw 1800.ver -dümpen: 1.a. Feuer v., ersticken Dinsl-Hiesf. — b. etwas v., vertuschen Köln-Frechen, Jül-Tetz, Aach-Alsd Kellersbg, Eup, MGladb, Neuss-Norf; sonst Rip, Nfrk fərdømpələ.2. einen v., belügen, betrügen in kleinen Dingen Kref-Linn.

Dümp m.: 1. -ø- eiserner Behälter, in den die noch glimmenden Holzkohlen aus dem Backofen zum Ersticken gescharrt werden Mettm, Düss, Grevbr. — 2. -ø- Rauch, Qualm Kobl-Rübenach.