| NRhWB Dampf damp; im WMosfrk von Saarbg an, Bitb, SPrüm -ā-; Rip -a-, daneben seltener -ę- im gleichen Orte; -ǫu- MülhRuhr; -ā- w. der uErft u. um Geld-Walbeck Pont Holt Straelen Broekhsn u. um Mörs-Friemersh Rumeln Kaldenhsn Vennikel Capellen Niep Vluyn Neuk; -ǫ- Kempld Sg. t. m.: 1. sichtbarer Wasserdampf, bes. zur Triebkraft; der aus kochendem Wasser aufsteigende heisst Schwadem. Dat geht per D. Allg.; dat geht wie D. schnell Hunsr; dat isst er wie D. [Bd. 1, Sp. 1234]
ohne besondere Anstrengung ebd.; D. henner jet (enen) mache dass es vorangeht Rip, Allg.; D. derhanner setzen Bitb; der es met D. rausgeflu (geflogen) Saar, Allg.; dat geht mat D. mit Schnelligkeit WEif, Allg.; er es met D. derhenger, met D. ze Gang; et geht met D. füran, de Berg heronner Rip. Et Scheff (Brauschiff) steht em D. Köln. Am D. stonn im Drucke sein, den Verpflichtungen nicht nachkommen können; de Schnute am D. st. han redselig sein NBerg. Jets es der D. all! ihr bekommt keinen Stich mehr (Kartensp.) Saarbr-Sulzb. — 2. Rauch, Kolle-, Polver-, Tabaks-, Pifed. Rip, Allg. Die ganze Stu is voll D., mer ment, elo här en armer Mann geback Bernk-Crummenau. Et es en D. em Zemmer, dat mer net derdurch sehn kann, — dat mer en schnegge (schneiden) kann Rip, — dat mer en Koarscht dren ofhänke kann May-Ochtendung. — Bes. vom Tabaksqualm gesagt, hier auch Pl.; die losse Dämp fahre wie e Schorschte Wend, Saarbr. — Aprilscherz: Hol vor 3 Penning Krawelamdambindiheh! Wend-Ulmet. — De D. geht spazeren zieht über die Erde Mos. — He hät sek dörch (ut) den D. gedonn (gemakt) NBerg, Klevld, Rees; dor den D. gohn; hei es dorch den D. ausgekniffen [in MülhRuhr, Lennep sich dur de Dämpe (-ei-) maken (dohn), auch Geld-Hartef]. — 3. Nebel Allg. Besser e warmen D. wie e kalen Newel WEif; besser en dicken D. wie en d. Newel Bitb-Mettend. Geht de D. no Heck (Berg), dann git et Ren wie Dreck; geht de D. no dem Rhing, dann werd et Wedder feng Wippf-NPützenb. — 4. Atem, in der Wend.: Der D. geht mer us Rip, Allg. — 5.a. körperl. Zustände. α. Schweiss, in der Wend.: Em D. sen schwitzen; aber auch kaum Atem kriegen, in Aufregung, in eifriger Arbeit sein; sech en den D. arbede; us dem D. net heruskunn; enen en D. brengen Rip, Allg. — β. dat Perd hat den D. das Keuchen infolge zu schneller Herztätigkeit, auch wohl vom Menschen Allg. — γ. Hunger; ech han D. Allg.; der D. wor all bei em Saarbr. Vgl. Kohldampf. — δ. Rausch; er es (schwer) em D. Allg.; er hor e D. Hunsr; der hat sei D. Ottw, Saarbr. — b. geistig s. 5 a. α. — 6. Sauerteig WMosfrk, Saarbr, u. zwar Sauerd. in flüssiger, Grimmeld. in trockener Form, auch Rehrd. genannt. Den D. get ogemacht, ogesatt, ogeruhrt. — Der probeweise Ansatz einer kleinen Teigmasse mit D., um sich von der Güte u. der Wirkung des Sauerteigs zu überzeugen Prüm-Ihren. Dampf-boot Nrhn. f.: -schiff. Dampf-düppen WMosfrk n.: Topf zum Aufbewahren des Sauerteigs. Dampf-fornös -fornȳ:s Monsch, Aach n.: scherzh. Lokomotive. Dampf-karre -kā:r Sol-Ohligs f.: dass. PfWB Dampf-kessel m.: wie nhd.[Bd. 1, Sp. 1235]
Dampf-knudel -ū- Kref, Kemp m.: 1. dicker Mehlkloss. — 2. kleine, dicke Person. Dampf-kotten NBerg m.: -schleiferei. PfWB Dampf-maschine Allg. f.: 1. wie nhd. No schlag doch en D. Pöhl en de Erd! Köln. — 2. kurze, dicke Person. NRhWB Dampf-mattes Schleid-Hellenth m.: starker Raucher. Dampf-nudel Hunsr, Saarbr, Ottw f.: 1. kugelartige N. Do geht em et Herz uf wie e D.; dat geht of wie e D.; et geht mer en D. uf es fällt mir etwas ein Saarbr. — 2. dicke, kurze Person; de renscht D. Dampf-rohr n.: nach dem Nhd. NRhWB PfWB Dampf-schiff n.: wie nhd. Fess (Füsse) hun wie en D. Bitb-NWeis. Wer was das? Antw.: der Nubbel, den dat D. gefress hot Trier. Nüsser (Neuss) D. grosse, alte Schuhe Düss. Dampf-säckelchen WMosfrk n.: S. zum Aufbewahren des trockenen Sauerteigs. Dampf-stöcher -təkər Nfrk m.: Heizer. Dampf-turm -tūrə Nfrk m.: hoher Fabrikschornstein. PfWB Dampf-wagen Elbf, Bergh-Hüchelhv m.: Lokomotive. Dampf-walze Allg. f.: 1. wie nhd. He küt heran wie en D. keuchend; langsam wie en D. — 2. kurzes, dickes, watschelndes, keuchendes Weib Allg. NRhWB dämpfen Rhfrk dambə [an der oNahe hier u. da -a- neben -ę-]; sonst Umlaut -ę-, –-, –ęi-, –- (s. o. Dampf) [-i- Bitb-Neuerbg Rittersd; -iə- Saarbg-Tawern; -ø- Bitb-Mettend) schw.: 1. intrans. a. dampfen, rauchen, qualmen, wie nhd. Wat et do (aus dem Schuschten) dämpt; et dämp en user Stuff; de Supp is so hess, dat se dämpt Allg. — RA.: Wo et dämpt, do muss och Feier sen, hat den Eilespiegel gesot, du hat en of et Eis geschass Trier-Mehring, — du wärmpt he sech an em freschen Kohdreck Prüm-Dahnen. Et fänk an te d. es ist nicht mehr recht geheuer Duisb. Hür op, et dämp! Abfertigung gegen Lügen Sieg-Ägid. Do dämp de Schorresten (Kamin) net no das bringt nichts ein Rip, Nfrk, Mayf; der Schorrsten blift nit ant d. Nfrk. — De Drauwe d. wie e Schwewelbalg sie haben viel Mostgehalt Trier, Bernk. Et Wasser dämpt, wenn es sprühend heruntersaust Daun-OBetting. — Dem dämpt es er hat üble Laune Saarbr-Breb. Es dampt der betrügt dich Kreuzn. Du hot et äwel gedömpt da gab es Auftritte in der Aufregung Bitb-Mettend. — Dat et dämpt dass es nur so kracht Rip, Mosfrk, z. B. de lit (lügt), dat et d.; et rent (früs), dat et d., losschlohn (usfahre, drenhaue usf.), dat et nur su d. dervan, — dat et esu rappelt on d. Allg.; Stolz em Kopp, Flüh em Hemb, dat et d. Sieg-Ägid. — b. mit persönl. Subj. α. schwitzen; d. van Schwess Allg. De Buren van Kampen, de eten, dat se d., un ärbeijen, dat se fresen (frieren) Wesel. — β. eiligst, keuchend gehen, hinaufsteigen, dass man in Schweiss gerät; e es schun freh of de Berg gedämbt Hunsr; (heran) gedämpt kommen schnell u. deshalb [Bd. 1, Sp. 1236]
schwitzend herankommen Mosfrk, Rip. — γ. vom Pferde, an Herzschlächtigkeit leiden Allg. Flötende Fraulü, kriende Henne on dämpende Peərd sind alle dri niks weərt Heinsb-Karken. — Dat Peərd hät sech gedämpt Sieg-Fussh. — δ. he dämp hat übelriechenden Atem Kemp-Dülken. — c. et dämpt Nebel steigt auf Allg.; öm de Berg dämpt et, et get Re (Regen) Siegld. — 2. absol., ohne Objekt. a. mit der Dampfmaschine, anstatt mit Flegel oder Göpel dreschen Rheinb-Meckenh, Neuss-Alshf. — b. Tabak heftig rauchen, qualmen Allg. De dämpt wie ene ärme Mann, de der Backove stoch, — am backe wär Rip, Allg.; du dämps jo wie e Schorrschdən (Hoəschten, Kamin, Wihroksfat, alder Uwe, alder Backuwe, wie 70, wie en Alde) Allg.; de dämp en enem Zug; du dämps mir de ganze Stuff voll Allg. — Auch mit Obj. der Beziehung. Loss mer noch en (Pfeife, Zigarre) d.! Allg. — De Füss (Füchse) d., sen am d. in den Schluchten im Wald steigt der Nebel auf Allg. — c. den Sauerteig ansetzen Verbr. wie Dampf 6 WMosfrk. Ich muss de Nowend nach d. fir ze baken; et get gedämpt. RA.: Steif gedämpt un linn gekneden, dat get et bescht Brout Saarbg-Serrig — 3. trans. a. etwas d., der Einwirkung von Dampf aussetzen. α. Kartoffeln d., in Öl oder Fett (ohne Wasser) in geschlossenem Eisentopf sieden; gedämpte Erdäppel (Grumbirn) Rip, OBerg, Siegld, Mosfrk; et git düsen Ovend e Pöttche gedeimpt Köln-Worring. — Ebenso Äpfel, Rotkohl d. — Was haben wir gekocht? Antw.: Gedämpte Mecken Goar-OGondershsn, — Pifflamot, in der Schell gedämpt Saarbr-Ludw, — gedämpte Hänschen (Handschuhe) Altk, Neuw. — β. Tiere d., durch Rauchentwicklung aus ihrem Sitz jagen, z. B. de Füss werden gedämp; eich han de Beien gedämpt aus einem hohlen Baum Rip, Allg.; haut Owed wille mer de Horwispele d. Mosfrk; er es am Müs d. Feldmäuse mit Schwefeldampf Rip, Allg. — γ. Fleisch d., räuchern Wittl-Binsf, Bitb-Herforst. — b. übertr. α. etwas d., unterdrücken; et Für, et Led, de grell Färf, de Ifer d. Rip, Allg. nach dem Nhd. — β. einen d., schleunigst fortjagen, aufscheuchen, in die Flucht schlagen Mosfrk, Rip, auch weg-, fortd. — γ. enen d. einen Furz lassen Prüm-Ihren. — Abl.: die Dämperei, dat Gedämps, sech zerd. PfWB ElsWB ab- dämpfen: 1. intrans. -a- u. -ę-. a. scherzh. mit dem Zuge oder dem Dampfschiffe abreisen. — b. sich aus dem Staube machen; do hättste ens sehn solle, wie der afgedamp ös! Rip, Allg. — c. verächtl. sterben. — 2. trans. -ę-. a. Kartoffeln u. Gemüse a., in verschlossenem Gefässe durch Dampfentwicklung gar machen Allg. — b. einen a., derb zurechtweisen Sieg-Bohlschd. NRhWB an -dämpfen : 1. eine Pfeife, Zigarre a., anstecken; sollemer us noch en a.? Rip, Siegld. [Bd. 1, Sp. 1237]
— 2. einen (etwas) a., Tabaksqualm gegen einen hinblasen Rip. aus -dämpfen: 1. Füchse a., ausräuchern durch Verbrennung von Rauch entwickelndem Material im Eingang des Baues Rip, OBerg. — 2. ausgedämbde in Fett roh gedämpfte Kartoffeln Bernk-Monzelf. — 3. D., Rauch von sich geben; schweissbeladene Zugtiere d. vell Schwadem us Eusk-Dirmerzh. be -dämpfen: etwas (einen) b., Tabaksqualm gegen etwas (einen) hinpaffen Allg. PfWB ein -dämpfen: 1. einen Raum e., durch Tabaksqualm erfüllen Rip. — 2. engedämpte Grombieren durch Dampfentwicklung gekochte Kartoffeln Merz, Saarl. — 3. sich e., sich in Federbetten so einwickeln, dass man in Schweiss gerät Saarbr-Völkl. — 4. absol. den Teig durch Vermengung mit Sauerteig zum Backen vorbereiten May, Koch, Zell, Simm-Ravengiersbg, Merz, Ottw. Et get egedämpt, fir Brut ze backen. NRhWB ent -dämpfen : absol. Sauerteig, den Damp, mit lauwarmem Wasser anrühren Wittl, Trier, Bitb, Prüm. Wen op Frummsunndig entdämpt, den hot et ganz Johr Fr. Damp Bitb-Hütting.ver -dämpfen: 1. die Stube v., mit Dampf, Rauch erfüllen Allg. — 2. Tabak v., zu viel T. rauchen; auch Geld v., durch Tabakrauchen verschwenden Allg. — 3. das Feuer v., ersticken Geilk-Gangelt. | |