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Rheinisches Wörterbuch 
 
bubbern bis Bubenrecht (Bd. 1, Sp. 1064 bis 1066)
 
  PfWB bubbern -u- Saarbr; -o- Siegld schw.: bubbeln V 1, 2. Et bobbert em er hat Angst, das Herz klopft ihm.

bubberig Malm-Ouren Adj.: ängstlich, zitternd.
 
 
Bubbes I -ob- Monsch-Rollesbr Witzerath m.: 1. Geschwulst infolge Insektenstiches; Beule. S. Bubbel II. — 2. Staubpilz Witzerath.
 
 
 PfWB Bubbes II -ub- Kobl-KoblWinning, Goar-Bacharach

[Bd. 1, Sp. 1065]
Steeg m.: Tresterwein, Kunstwein, Apfelwein, Haustrunk. S. Bubbel IV
 
 
Bubbes III -ob- Westerw o. O. m.: Bett, in der Kinderspr.
 
 
 NRhWB  PfWB Bubbes IV m.: 1. -u-, –bəsχə kleines Kind (Kosewort). Du klen Bubbes-che Wend-Sotzw, Saarbg-Orscholz, Trier-Schilling Olewig, Goar, Kobl, May, Ahrw-Hepping Waldorf, stupides Kind Bernk; hochmütiger Mensch Bernk-Dusemond; -o- dem alle Arbeit aufgehalst wird Ottw; bøbəsə Neckn. für die von Schleid-Dahlem; -u- Kurzf. für Josef Westerw. — S. auch Flohbubbes (Kobl) u. Bibes. — 2. Schreckgespenst Bernk, Schleid-Ahrhütte. — 3. Bubbes-che Ruf- u. Kosen. für Kalb Kobl-Pfaffend, Altk-Leingen. Bubbes-che, bu bu bu!4. bupəsχər kleine Kartoffeln Merz-Saarhölzb.

Bubbes-maus Kobl 1840/50 f.: Bubbes 1.

bubbessig Adj.: 1. klein, von Kindern (s. o. 1). — 2. en b.ər Kerəl hochmütig Bernk-Dusemond
 
 
 NRhWB Bube Rhfrk būb, Pl. -wə; n. der bleib/ bleif-L. bū, Pl. būwə, būə [Merz, Saarbg bo·ŭ., Pl. bo·ŭ.ən]; Demin. bībχə, bīfχə, Pl. auch bīwərχər (spöttisch). — Nördl. der Bube/ Junge-L. nur in Bed. 2 bō:f, Pl. -və; Klevld byfkə m.: 1. ohne jeden Nebensinn, nur Rhfrk. a. Sohn, im Gegens. zu den Eltern, häufiger als Sohn. Die ältesten Leute können noch B. genannt werden; dem Vadder sei B.ən; Kreste Hannesse B. Er mach et net wie de Rickesse B., de seine Vadder hot gelegt hinner die gel Kuh Westerw. Wie der Acker, so die Ribchen; wie der Vadder, so die Bibchen; wie die Mutter, so die Töchter, gewöhnlich noch viel schlechter Bernk-Bollenb. — b. Knabe, im Gegens. zum Erwachsenen [‘Knabe’ fehlt völlig der MA.]. Se hor en B. kreit einen Jungen geboren. Die B.ə schlahn ab wenn (die) Knaben fallen Allg. Em de B.ən botzen den Standpunkt klar machen Saarbg. Parresch B.ə un Millersch Kih geroə selde oder nie Bernk-Rhaunen. Lehresch B.ə un Pastorsch Hunn sen de frechsten em Dorf. E B. un e Floh duhn selde gut Wend-Berschw. Die hans metenanner wie die B.ə de Vochelsneschter Geheimnisse Saarbr-Sulzb. Et rent decke Drobbe, die B.ə muss me klobbe; die Mädcher muss me schone wie die Ziterone (schune — decke Buhne) Westerw. Niklos, Dippeklos, werf die B.ə in de Rhein, git de Mäde Abbelwein! Hunsr. Mei Bibelsche mein liebes Kind Saarbr-Malstatt. Et Bibchə hot geschess! Ruf beim Verstecksp. Zell-Trarb. — c. Junge, jugendlicher Diener, Lehrling, genauer Lehrbub. — d. lediger Bursch. De Schlerschieder B.ə (u. so nach Gemeinden benannt). En grosse B. aus der Schule entlassen; die grosse B.ə die grossen, unverheirateten Burschen; die klene B.ə die jungen,

[Bd. 1, Sp. 1066]
eben der Schule entlassenen Burschen. — e. im Verhältnis zum Mädchen, von Kindern, auch von Erwachsenen. De Hinkele, wo kräə, on de Märe, wo peife, dene sollen de B.ə de Kopp om Hals eromdrehe Wend. B. wie e Maus packt e Märe wie e Haus Wend-Marping. Et giht met de B.ə erum das Mädchen läuft mit den Burschen. — 2. Scheltwort. Do simmer so en par Biwercher begent Rhfrk. Griner B.! Dau bescht mer e schei Bibche! Pflänzchen Merz. — Sonst im Mosfrk u. Rip nur in Zs.: Spetz-, Lotterbof; im Klevld bȳfkə Geld-Ke elaer; byfkə Geld-Pont Straelen: Taugenichts, der gerne böse Streiche macht. — 3. kle Bibche kleiner Finger Simm-Ellern, Kobl-Ld.

Buben-aktenstreich Simm-Laub m.: -streich. Buben-buckse Rhfrk f.: Knabenhose (u. ähnliche Zs., meist aber Hit, Klere udgl. vor de B.ə). PfWB  ElsWB Buben-dinger Rhfrk Pl.: -streiche. Mach mer ke Buədinger! buben-dorich -dōriχ, –dōrtĭχ Rhfrk Adj.: jungentoll, verliebt in die Burschen. Buben-flabbes Hunsr m.: burschentolles Mädchen; auch Mädchen, das lieber mit Buben spielt als mit ihresgleichen. Buben-flatsch Saarl-Beaumarais f.: dass. Buben-freiersche Wend, Ottw, Saarbr, Saarl (hier u. da) f.: dass. Buben-geck Westerw m.: dass. Buben-gedings Simm-Schlierschd n.: -streich. Buben-hätzel Westerw f.: -flabbes. Buben-hutsch -hut Goar-Trechtinghsn ; -hutər Wend-Remmesw f., m.: dass. Buben-knopf -knap Ottw-Uchtelf m.: Wiesenknopf. NRhWB Buben-labbes Simm, Zell m.: -flabbes. Buben-latsch Boppard f.: dass. Buben-lecker Saarbr, Ottw m.: dass. Buben-narr Kreuzn, Ottw, Saarl, Merz-Büschf; būwəns- Saarl-Fraulautern m.: dass. NRhWB Buben-recht Saar n.: in der Wend.: Dreimol is B.! Ausruf, womit ein Knabe nach zwei misslungenen Versuchen sich zu einem dritten ermuntert oder für berechtigt erklärt.