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Rheinisches Wörterbuch 
 
bst bis bubbeln I (Bd. 1, Sp. 1061 bis 1062)
 
  PfWB  ElsWB bst bst, bt Allg.: Ruf = Vorsicht! Ruhe da!

bu = wo (s. d.).
 
 
bu bu, bū Allg. Schallw.: 1. um Angst einzujagen, bes. kleinen Kindern. — Bu rofen mit lauter Stimme jmd. rufen Prüm-Steffeln. Lämmes bu! Zuruf des Schäfers Koch-Lutz. — 2. -u- zum Ausdruck der Missachtung. — 3. Reimwort. A, B, bu, dat Döppe dat bös du Abzählr. Grevbr, Düss. — 4. Bu f. Kuh, in der Kinderspr. Bernk-Graach, MGladb, Düss, Rees.

 NRhWB Bu-hase m.: 1. Hase, in der Kinderspr. Koch-Leienk. — 2. Nikolausgebäck Trier-NFell. — 3. -häschen Kind kleiner Leute Koch-Leienk. Bu-kerl Klev m.: Schreckgespenst. Bu-kühchen n.: 1. Kuh, in der Kinderspr. NBerg, Kemp, Köln. — 2. die sich im Frühjahr zeigende Samenkapsel der Herbstzeitlose Dür. — 3. B. mache rülpsen, in der Kinderspr. Köln, Düss. Bu-mamme -ma·m. Bernk-Graach f.: Milch, in der Kinderspr. PfWB Bu-mann m.: 1. Schreckgespenst Schleid, Eusk, Bergh, Dür, Aach, SNfrk bis Mörs, Klev verbr., Bitb-Metterich Alsd Betting Bitb, May; bȳ- Aach-Alsd Haaren. — 2. Nasenpopel ebd. — 3. Name für Pferd Sol.
 
 
 NRhWB Bu(j) bu u. buj, Pl. buwə u. -jə Eup; by Heinsb-Tüddern; by, Pl. -jə Geilk, Heinsb, Kref; bu Mörs, Geld, Klevld f.: 1. Regenschauer,

[Bd. 1, Sp. 1062]
Windstoss. Dor sett noch en B. ane Lof. Märzsche B.ən Märzbiesen. — 2. üble Laune. He hat en gecke B. Eup. Hej fecht met B.ə Klevld.

buen -u- Klev-Cranenbg schw.: et es ant b. es stürmt u. regnet.

buig buəχ Adj.: regnerisch.
 
 
Bubach: Ort in Saarbr. RA.: Du singscht wie e Kob (Rabe), die von der Bubacher Kirw hemgeht Saarbr-Berschd.
 
 
Bubännchen bubęnχə Waldbr-Holpe n.: Siebenpunkt, auch Brutvögelche. B., breng mer en neuen Pott met! rufen die Kinder.
 
 
bubatzen in fərbubatsen, –tən uWupp, Sol (rip.) schw.: etwas v., verschleudern, vernachlässigen, nachlässig behandeln, z. B. Kinder; eine wichtige Angelegenheit durch eigenes Ungeschick verderben.
 
 
 NRhWB Bubb bup; meist Pl. -bən, –bər, Demin. -χən, Pl. bubχər, bubərχər, bobəlχər, bibχən, bibərχər Wend, Ottw, Merz, Saarbg, Trier, Bitb, Wittl; bubərtχə Zell; bubələ Ottw-Wustw f.: Kartoffel, in der Kinderspr.
 
 
 NRhWB Bubbel I -ob-, meist Pl. -əln Siegld f.: 1. Blätter des grossen Huflattichs, tussilago; auch Bobbelenblarər. S. Wiesenbubbel = Butterblume. — 2. kopfförmiges Stück Fleisch am Bug des Rindes Altk-NFischb.
 
 
 NRhWB Bubbel II -ub-, meist Pl. -ələ f.: 1. Wasserbläschen, emporquirlend Gummb, Wippf, Bergh. — 2. Pickeln im Gesicht u. auf der Haut Bo; Pobbel Altk-Wissen. S. Brubbel.

 NRhWB bubbeln schw.: mit einem gewissen Geräusch Blasen aufwerfen. Et bubbelt; et Wasser bubbelt.
 
 
 NRhWB Bubbel III -ub- Monsch, Eup, Aach, Jül, Dür, Geilk, Erk, Eusk-Langend; bobəlχə Siegld, Neuw (-u); auch sonst gern Demin. bybəlχə m. [Eup f.]: 1. flache Branntweinflasche, von hellem Glase, einseitig flach, ¼ l haltend. Dörch de B. siehsde dubbel Dür-Pier. — Auch Kinderflasche Jül-Tetz. — 2. Spottn. für pausbackigen Menschen Aach-Walh.

bubbeln Eup schw.: scherzh. aus der Flasche trinken.
 
 
Bubbel IV -ub- Trier-Detzem NEmmel, Wittl, Bernk, Zell, Koch Ediger (-o-) Moselkern, Goar-Trechlinghsn; bup Neuw-Leutesd m.: leichter Tresterwein; an der uMos Flubbes; der Haustrunk, bes. für die Weinbergsarbeiter.

Bubbel V = Kartoffeln s. Bubb; Bubbel VI = Mund s. bubbeln VI.
 
 
Bubbelagöbbelchen  Neuw-Heimb n.: Butterherzchen, ein Gebildbrot.

Bubbelchen = ein verwöhntes Kind s. bobbeln II; bubbeln I = Blasen werfen s. Bubbel II;