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Pfälzisches Wörterbuch 
 
zauweln bis zech-frei (Bd. 6, Sp. 1550 bis 1551)
 
zauweln
Ze, n.
Zebe
Zebedäus, m.
Zebra, n.
Zech-bruder, m.
Zeche, f.
zechen, schw.
Zecher, m.
Zecherei, f.
zech-frei, Adj.
Zech-gelage, n.
Zech-genosse, m.
Zech-kollege, m.
Zech-kumpan, m.
Zech-preller, m.
Zech-prellerei, f.
Zeck1, m.
Zeck2, Gen.?
Zeck3
zeck
Zeckchens, n.
Zecke, f.
zecken, schw.
Zecken-bock, m.
Zecker1, m.
Zecker2
zeckern, schw.
zeckig, Adj.
Zehe, f. m.
Zeh(en), f. m.
Zehen-glied, n.
Zehen-grübeler, m.
Zehen-karl, m.
Zehen-käse, m.
Zehen-knochen, m.
Zehen-nagel, m.
Zehen-spitzen, Pl.
Zehent
zehen-weise, Adj.
Zehert, m.
zehn, Num.
Zehne-brot, n.
Zehner, m.
Zehngramm-gewicht, n.
Zehn-klicker, m.
zehn-mal, Adj.
Zehnmark-schein, m.
Zehnmark-stück, n.
Zehn-morgen, Pl.
Zehnpfennig(s)-schutzmann, m.
Zehnpfennig(s)-stück, n.
Zehnpfund-stein, m.
Zehnt, m.
zehnt, Num.
Zehnt-bütte, f.
Zehntel, n.
Zehnten-frevler, m.
Zehnten-hüter, m.
Zehnten-pfennig, m.
Zehnten-sammler, m.
Zehnter, m.
Zehnter-kiste, f.
Zehnt-gans, f.
Zehnt-herr, m.
Zehnt-immen, Pl.
Zehnt-lamm, n.
Zehntner
Zehnt+-sau, f.
Zehnt-stein, m.
Zehnt-wiese, f.
Zehn-uhr, n.
Zehnuhr(en)-brot, n.
Zehnuhr(en)-essen, n.
Zehnuhr(en)-glocke, f.
Zehnuhr(en)-läuten, n.
Zehnuhr(en)-stück, n.
Zehn-zwanzig, n.
Zehre
zehren, schw.
Zehrer, m.
zehr-frei, Adj.
Zehr-geld, n.
Zehr-pfennig, m.
Zehrung, f.
Zehrungs-kosten, Pl.
Zehr-wurm, m.
Zeichel, n.
Zeichel-block, m.
Zeichen-, m.
Zeichel-brett, n.
Zeichel-heft, n.
Zeichel-kasten, m.
zeicheln, schw.
zeichnen, schw.
Zeichel-papier, n.
Zeichen-, n.
Zeichel-seite, f.
Zeichel-stunde, f.
Zeichen, n.
  zauweln s. PfWB zaubeln.
 
 
Ze n.: der Buchstabe C, Ce (dsē) [verbr.]. Ich wääß net, ob Zentimeder mit C odder mit Z geschribb werd [Kaislt].
 
 
Zebe s. PfWB Zehe.
 
 
Zebedäus m.:
1. 'Kopf'. ... braucht mer sich goornid se wunnere, wammer ännie uff de Zebbedeeus griechd! [Braun Lääsebuuch II 286]; Syn. s. PfWB Kopf I 1. —
2. 'Penis', Zebedäus (dsebəˈdęus) [Kaislt Schandein Sprachsch. 50]; Syn. s. PfWB Schwanz 2 a. — RhWB Rhein. IX 729.
 
  
Zebra n.:
1.
a. 'gestreiftes Steppenpferd Afrikas', Zebra [vereinzelt]. RA.: 's is 's reinscht Z., von einer Person mit einer gestreiften Jacke [ KU-Bedb]. —
b. 'ein altes, mageres, abgetriebenes Pferd' [ FR-Beindh]; Syn. s. PfWB Mähre 1 b. —
2. 'ein launischer, träger Mensch' [ FR-Albsh].
 
 
Zech-bruder m.: 'wer gerne im Gasthaus sitzt und trinkt, Saufkumpan', Zechbruder, -brurer s. PfWB Bruder [mancherorts]; Syn. s. PfWB Trinker, PfWB Säufer.
 
  
Zeche f.: 'was man im Wirtshaus verzehrt und die daraus entstehenden Kosten', Zech (dseχ) [mancherorts, Müller Dietschw 73 Lambert Penns 182], Zesch [ LU-Friesh]; die Z. samme mache 'Rechnung aufstellen' [ KU-Bedb]. Jesses, ich hann jo mein Z. noch se berabbe! [Kühn Kumödi 33]. RA.: e schäni Z. 'hohe Rechnung' [ PS-Schmalbg]; e Z. mache 'Kosten verursachen' [vereinzelt]; die Z. schullich bleiwe (placke) 'eine Verpflichtung nicht einlösen' [mancherorts]; die Z. ellään zahle misse 'alleine die Konsequenzen (Kosten) tragen müssen' [vereinzelt]. An demm isch die ganz Z. hängeblewwe, dass. [ PS-Erfw]. Er hot mer e Z. ans Bään (an de Aasch) gehängt 'jemandem große Kosten verursachen' [GH-Nd'lustdt, KU-Kaulb NW-Frankeck BZ-Dernb Bernhard 192]. Der hot em e scheni Z. hingetrete, dass. [ LU-Opp]. o. D.: der soll dem hübner die gantze zech zu bezahlen verfallen seyn [PfWeist. 373 (KB-Eisbg)]. RhWB Rhein. IX 729; ElsWB Els. II 891.
 
 
zechen schw.: '(im Gasthaus) etwas trinken, verzehren; Gelage abhalten', zeche (dseχə) [mancherorts, Müller Dietschw 73]; Zs.: PfWB be-, PfWB durch-, PfWB ver-, PfWB mitzechen; PfWB einzechtig, PfWB gezecht; Syn. s. PfWB trinken 1 a. Die hänn orndlich gezecht [vereinzelt]. Du geliebt un ich gezecht, / brav gedält, das isch gerecht! [Kraus Putscheblum 52]. Bischte beim Z., bleib ruhig debei. Die Fraa schellt um zehne, so gut wie um zwei! [Krieger 7].
 
 
Zecher m.: 'Trinker', Zecher [mancherorts].

[Bd. 6, Sp. 1551]

 
   Zecherei f.: 'ausgiebiges Trinken im Gasthaus', Zecherei [ KB-Kriegsf].
 
  
zech-frei Adj.: 'von Wirtshauskosten befreit', wenn einem etwas spendiert wird, zechfrei [ WD-Niedkch LA-Gommh]; vgl. PfWB zehrfrei. Du kannscht mich z. halde [ LA-Gommh]. Sonst nur scherzh. mit gegensätzlicher Bedeutung in RA.: Geh nor mit, ich halt dich aa z. un maulsauwer 'Ich denke nicht daran, dir etwas zu spendieren' [mancherorts]. DWB DWb. XV 432.