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Wolfs-zagel bis Wolken-kratzer (Bd. 6, Sp. 1444 bis 1446) | |||
Wolfs-zagel, m. (f.) Wolfs-zahn, m. Wolke, f. m. Wolken, f. m. wölken Wolken-bruch, m. Wolken-butzen, m. wolken-dick, Adj. wolkens-, Adj. Wolken-gucker, m. Wolken-guß, m. Wolken-himmel, m. Wolken-kratzer, m. Wolken-krätzer, m. Wolken-krischer, m. wolken-los, Adj. Wolken-mutter, f. Wolken-ritter, m. Wolken-schäfchen, Pl. Wolken-schatten, m. Wolken-schicht, f. Wolken-schieber, m. Wolken-zug, m. wolkig, Adj. wolk-strämig Woll-atlas, m. Woll-bär, m. Woll-blatt, n. Woll-blüte, f. Woll-decke, f. Wolle, f. wollen1 wollen2, schw. wollen3, Adj. Wollen-blatt, n. Wollen-schläger, m. Wollen-weber, m. Wollenweber-turm, m. Wollewoks Woll-fadem, m. Woll-faden, m. Woll-fett, n. Woll-fiser, f. Woll-flocke, f. Woll-frau, f. Woll-hammel, m. wollig, Adj. Woll+-kammer, f. Woll-kappe, f. Woll-kittel, m. Woll-kleid, n. Woll-klümpchen, Pl. Woll-klüngel, n. Woll-kopf, m. Woll-korb, m. Woll-kraut, n. Woll-krempel, m. Woll-licht, n. Wollmes-heim, ON woll-musselinen, Adj. Woll-nest, n. Wolloks Woll-rad, n. Woll-rock, m. Woll-sack, m. Woll-schamas, m. Woll-schilee, n. Woll-schläger, m. Woll-schlumper, m. Woll-schuh, m. Woll-staub, m. Wollstaub-sack, m. Woll-stengel, m. Woll-strang, m. Woll-strumpf, m. Woll-tapen, m. Wol-lust, f. Wollux Woll-ware, f. Woll-wedel, m. Woll-wadel, m. Woll-wurm, m. wolsterig, Adj. Wolster-sack, m. Wonne1, f. Wonne2 Wonne-berg, m. Wonne-blut, f. Wonne-brunzer, m. Wonne-gans, f. Wonne-monat, m. Wonne-mond, m. wonnig, Adj. Woog, m. Woog-acker, m. Woog-bach, f. Woog-damm, m. Woog-knecht, m. Woog-pfad, m. Woog-wiese, f. | 1. 'hervorstehender, spitzer Zahn', -zahn [Kaislt KB-Kriegsf FR-Bockh], Pl. -zeh [Beam Penns 110]. — 2. a. nur Pl. 'ein Weihnachtsgebäck, Konfekt' (der länglichen, spitzen Form nach an Eckzähne eines Wolfes erinnernd), -zähn, -zähn [ KU-Herschw/Petth Wolfst KB-Gauh FR-Bockh Kindh LU-Opp NW-Haßl LA-Mörzh BZ-Albw GH-Vollmw], Dim. Pl. Wollefzänncher [IB-Ensh (Glass II 78)], Wolfzennsche [ IB-Blieskst]. Wann die Mutter Gutsel backt, / sieht mer ordntlich, wie des plackt: Wolfszäh(n), Waffle un Makrone [Kölsch 49]. — b. 'Eierteig, in wellenförmigem [Bd. 6, Sp. 1445] Blech gebacken' [Pirmas]. 1. 'am Himmel schwebendes Gebilde aus Wassertröpfchen oder Eiskristallen', Wolk (wolg, wǫlg) f., Wolke (wolgə, wǫlgə) m. [verbr., Henn Mda.-Int. 104 Schneckenburger 51 PfId. 153 Lambert Penns 180 Krämer Gal 244] (beide Formen sind um 1930 ohne erkennbare räumliche Gliederung nebeneinander bezeugt, zu diesem Zeitpunkt wird der Wolke häufig als altmundartlich oder als Form der älteren Leute genannt), Wollige m. [ GH-Leimh], Wulke m. [ KU-Körbn WD-Niedkch]; Pl. Wolke (wolgə) [verbr.]; Dim. Sg. Welkche [WPf nördl. VPf, Lambert Penns 177], Welkelche [ FR-Bockh LU-Alsh], Welk(e)l [mittl. und südl. VPf], Pl. Welkcher [mancherorts WPf], Welkelcher [ FR-Bockh LU-Alsh], Welklich [mancherorts SOPf], Welkle [vereinzelt SPf östl. VPf]; vgl. PfWB Gewölk; Zs.: Eis-, Feder-, PfWB Gewitter-, PfWB Hagel-, Haufen-, Nacht-, PfWB Nebel-, Regen-, PfWB Regenwetter-, Schaf(s)-, Schäfer-, Schafshammels-, PfWB Schnee-, Streif-, Strich-, Windwolk(en); -wölkchen. Es kummt e triewer Wolke [ KU-Kollw, ZW-Battw]. Do hängt e dicker Wolke [ IB-Wolfh]. Die Wolke gehn (ziehe) [KB-Albish, verbr.]. De Himmel es (hängt) voll Wolke [RO-Sippf]. Heit isch ke Welkel am Himmel [ GH-Schwegh]. Die Wolke gehn iwwersich 'Die Wolken steigen nach oben' [ZW-Stamb]. De Wind jaat (jagt) die Wolke [ FR-Bockh]. Die Wolke hänge so dief [ NW-Haßl]. RA.: aus de (aus alle) Wolke falle 'überrascht, verblüfft, ernüchtert, enttäuscht werden' [KU-Schmittw/O, verbr.]. In die Wolke kreische 'zwecklos etwas vorbringen' [Thielen So rerre mer 124]. Ich kennt in die Wolke kreische, vor Enttäuschung, Schmerz, Wut [ KU-Trahw, mancherorts]. BR.: Die Wolke sinn nirrer, 's gebt Rechewedder [ BZ-Dierb]. Wann die Wulke owends bloo senn, gebt's am annere Dag Räin [ WD-Niedkch]. SprW.: Die Sunn scheint aa hinnich de Wolke [Fogel Prov. Penns Nr. 1740]. — 2. 'Wolkenähnliches aus Staub, Rauch, Dampf u. ä.' [verbr.]; Zs.: PfWB Dampf-, PfWB Rauch-, Staubwolk(en). Beim Deppichkloppe sinn ganze Wolke vun Dreck rauskumm [Kaislt]. RA.: Er loßt Wolke fahre, als wie wann e aremer Mann backt, von einem starken Raucher [KU-Schmittw/O, Wilde 238]. — 3. a. 'Falten, Faltenschlag', von herabgerutschten Strümpfen, zu großen, weiten Hosen u. ä., nur Pl.: Wolke [ KU-Bedb Dittw KL-Nanzdzw]. Du hascht Wolke in de Strimp [ KU-Bedb]. BR. (scherzh.): Wann die Strimp (Hose) Wolke han (schlaan), gebt's Rään [ KL-Nanzdzw KU-Dittw]. — b. vgl. PfWB Hoppelwolken. — 4. a. 'dicke, korpulente Person'. Das is der e Wolke [ KL-Fischb]. — b. 'Person, die einer anderen im Licht steht', man sagt zu ihr: Verzieh dich, triewer Wolke! [ KU-Diedk]. — Gen. m. ist schon im Ahd. bei Otfrid von Weißenburg bezeugt: wolko schw. m., daneben wolkan st. n.; auch im Mhd. findet sich (neben n. und f.) der Wolke schw. m. und der Wolken [Bd. 6, Sp. 1446] st. m. ( Lexer Lexer III 969). — RhWB Rhein. IX 623; LothWB Lothr. 548; ElsWB Els. II 822, ALA II 276. 1. 'heftig herabstürzender Regenguß mit großen Niederschlagsmengen', Wolkebruch [verbr., Lambert Penns 180 Krämer Gal 244], Wulke- [ WD-Niedkch]; Syn. für kurze, starke Regengüsse s. PfWB Guß1 1. 's es en W. gefall [ KB-Albish]. Fluchformel: Himmel, Arsch un W.! [KU-Wolfst, mancherorts, Braun Lääsebuuch 238]. RA.: 's hellt sich uf zu me W., scherzh. [ KU-Diedk, vereinzelt]. Beim Trinken sagt der Trinkende oder ein Anwesender scherzh.: Proscht Gorchel, 's kummt en W. [Land, mancherorts]. — 2. a. 'überaus große männliche Person' [ SP-Schiffstdt]; Syn. s. PfWB Riese1 1. — b. negative Bezeichnung für Personen. Äner vunn dene Baurebuwe war schunn vor'm Kriech so än richtisch großprotzischer Wolkebruch [Schneider Dillje 82]. — RhWB Rhein. IX 624; LothWB Lothr. 548. — -butzen m. : 'schwere, dunkle Wolke', Wolkebutze [ FR-Tiefth]; vgl. PfWB Butzen 14 a. 1. 'sehr dick, dicht', von Rauch, wolkedick [ KU-Schmittw/O KL-Mackb], wolkes- [ NW-Haßl Spey]. De Raach kommt w. [ KL-Mackb]. — 2. 'drastisch, dick aufgetragen', von Gesagtem, wolkesdick [ KU-Schmittw/O]. Bei 'm kummt's w. eraus 'Er nimmt den Mund voll, ist mit seinen Worten nicht wählerisch' [ KU-Schmittw/O]. — RhWB Rhein. IX 624.
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