Weise, f.weise, Adj., Adv.Weisel, f.Weisel-becher, m.Weisel-brut, f.Weisel-häuschen, n.Weisel-käfig, m.Weisel-königin, f.weisel-los, Adj.Weisel-losigkeit, f.weiselnWeisel-napf, m.weisel-richtig, Adj.Weisel-richtigkeit, f.Weisel-zelle, f.Weisenweisen, st.Weisen-heim, ONWeiserWeis-heit, f.Weisheits-zahn, m.weis-machen, schw.Weis-macher, m.weis-nasig, Adj.WeißWeißenweiß, Adj.Weiß-äcker, Pl.Weiß-alben, Pl.Weiß-apfel, m.Weiß-arsch, m.Weiß-bart, m.Weiß-becher, m.Weiß-becker, m.Weiß-bier, n.Weiß-binder, m.Weiß-blume, f.weiß-bluten, schw.Weiß-brot, n.Weiß-dorn, m.Weiße, f.weiße-blaß, Adj.Weißel, f.Weißeler, m.weißeln, schw.weißen, schw.Weißen-berg, m.Weißen-berger, m.Weißen-burg, ONWeißen-burger, Adj.Weißen-furt, f.Weißen-stein, m.Weißersonntags-woche, f.weiß-fett, Adj.Weiß-fisch, m.weiß-fleischig, Adj.Weiß-frucht, f.Weiß-gewann, f.Weiß-glut, f.weiß-glütig, Adj.Weiß-haar, n.Weiß-hafer, m.Weiß-halmWeiß-herbst, m.Weiß-jörgen, m.Weiß-kappe, f.Weiß-kappes, m.Weiß-käseWeiß-kern, m.Weiß-klee, m.Weiß-kleien, Pl.Weiß-kopf, m.weiß-köpfig, Adj.Weiß-korb, m.Weiß-korn, n.Weiß-kraut, n.Weißkraut-haupt, n.Weißkraut-kopf, m.Weiß-kuchen, m.Weiß-laib, m.Weißlaibs-kopf, m.Weiß-land, n.Weiß-lauter, m.Weiß-leber, f.Weißling, m.Weißlings-garten, m.Weiß-mehl, n.Weißmehl-kloß, m.Weißmehl-knopf, m.Weißmehl-kuchen, m.Weißmehl-sieb, n.Weiß-most, m.Weiß-mühle, f.Weiß-pfennig, m.Weiß-pfraume, f.Weiß-rübe, f.Weißrüben-hengste, Pl.Weißrüben-samen, m.Weiß-schimmel, m.Weiß-tanne, f. | Weise f.: 1. 'Art, Beschaffenheit', Weis (wais) [vereinzelt, Lambert Penns 176]; Zs.: PfWB Lebensweise. RA.: uf die Art un W. [vereinzelt, Krämer Gal 240]; kein Weg noch W. 'auf keinerlei W.' [ LU-Assh]. 's is aus (außer) der W. 'Das ist außergewöhnlich' [Fogel Prov. Penns Nr. 1804 Steinmetz]. a. 1339: in gerichtes wis von vnsern wegen zu veriehene [OttbgUrkb. 409]. Ende 16. Jh.: wan es ihm der schultheisz bevihlt in kummers weisz [Grimm Weist. V 603 (NW-Erph)]. — 2. 'Liedmelodie', Weis [vereinzelt, Schandein Ged. 252 Lambert Penns 176], Wies [lothr. SWPf]. 's Lied hot e scheeni W. [Krämer Gal 240]. RA.: 's is aus der W. 'aus der Melodie gekommen' [Fogel Prov. Penns Nr. 1804]; in Hankarls (Johann-Karl) Kich die W. hole 'sich die richtige Melodie vorsingen lassen' [Krämer Gal 240]; Erklärung zu dieser Begebenheit s. PfWB Johann-Karl. Die alt Los 'Mutterschwein' hot die W. g'fresse 'Der Sänger ist aus der Melodie gekommen' [Fogel Prov. Penns Nr. 1811]. — 3. adverbial gebraucht in zahlreichen Zs.: PfWB armvoll-, PfWB ausnahms-, PfWB paar-, PfWB pfandschafts-, PfWB pfund-, PfWB bißchen-, PfWB platz-, PfWB puckert-, PfWB tausender-, PfWB tausend-, PfWB teil-, PfWB tröpfchens-, PfWB turen-, PfWB dutzend-, PfWB eimervoll-, PfWB einzel-, versuckelter-, PfWB gahnen-, PfWB garben-, PfWB gelege-, PfWB gewannen-, PfWB handvoll-, PfWB hängel-, PfWB haufen-, PfWB haufig-, PfWB hehlinger-, heimlicher-, PfWB herden-, PfWB hotten-, PfWB klafter-, PfWB kreuzer-, PfWB kreuz-, PfWB kübel-, PfWB land-, PfWB lediger-, PfWB legen-, PfWB löffelchens-, PfWB los-, PfWB lot-, PfWB malter-, PfWB möglicher-, PfWB mutwilliger-, PfWB raten-, PfWB rechtmäßiger-, PfWB ring-, PfWB sackvoll-, PfWB sack-, PfWB scharen-, scheinshalber-, PfWB schluck-, PfWB schock-, [Bd. 6, Sp. 1206] PfWB schritt-, PfWB sprung-, PfWB stoß-, PfWB strich-, PfWB stunden-, PfWB stutzen-, PfWB zeitweise. — RhWB Rhein. IX 389/90; LothWB Lothr. 541 Wies; ElsWB Els. II 867 Wis.
weise Adj., Adv.: 1. 'klug, wissend', Zs.: PfWB naseweis, PfWB weismachen; RA.: ebbes weis werre 'etwas gewahr werden' [vereinzelt NPf]. Doch weiß därf ers net werre [Müller Butterbärwel 15]. — 2. subst. in der Wend.: die drei Weise ausm Morgenland [RO-Münchw, Stoll 38, 107]. Volksbr.: Am Vorabend zum Dreikönigstag (6. Januar) kommen 3 weißgekleidete Burschen als die 3 Weisen mit einem goldbronzierten Stern an einem Stab und singen: Wir sinn die drei Weise ausm Morgenland, wir kommen daher von Gott gesandt [ RO-Münchw KB-Kriegsf PS-Fehrb Geisbg L'mühl W'fischb]. — RhWB Rhein. IX 386 ff.; LothWB Lothr. 535 weis; ElsWB Els. II 867 wis.
Weisel f.: 'Bienenkönigin', Weisel (waisəl) [ KU-Langb ZW-A'hornb L'wied FR-Lambsh], Weiksel (waigsəl) [ KU-A'glan Pirmas]; vgl. PfWB Bienenkönigin, PfWB Immenkönig, PfWB König 2 a, PfWB Königin 2 a, PfWB Stockmutter; Zs.: Afterweisel; RA.: blinne W., zu einem, der manches nicht bemerkt [SOPf]. — Mhd. wîsel 'Führer, Anführer, Oberhaupt; Bienenkönigin' ( Lexer Lexer III 940). — RhWB Rhein. IX 390; DWB DWb. XIV, I,1 1074 ff.; Hess.-Nass. IV 601.
Weisel-becher m.: 'besonders große Zelle in der Bienenwabe, die für eine Königin vorgesehen ist', Weiselbecherche Dim. [ ZW-Bubhs]. — -brut f.: 'Bieneneier in Königinzellen', -brut [ ZW-L'wied BZ-Klingmst GH-Wörth]. — -häuschen n.: = PfWB Weiselkäfig, -hais'che, -haisje [ ZW-A'hornb RO-Bistschd]. — -käfig m.: 'kleiner Kasten oder Käfig zum Übergeben einer neuen Bienenkönigin an ein Bienenvolk', -käwwich [ZW-L'wied KL-Matzb NW-Frankeck LA-Impfl Mörzh BZ-Klingmst GH-Wörth]. L. Herrmann: Die Fachsprache der südhessischen Imker. In: Hess. Bl. für Volkskunde 36/1937. Gießen 1938 145/46. — -königin f.: 'Bienenkönigin', -kenichin [ KU-Adb].
weisel-los Adj.: 'ohne Bienenkönigin', vom Bienenvolk, weisellos (waisəllōs) [ KU-Krottb HB-Bexb ZW-A'hornb L'wied RO-Bistschd Rehbn NW-Frankeck BZ-Klingmst GH-Wörth]. Der Stock (Das Volk) is w. [ ZW-L'wied KL-Matzb]. — Mhd. wîsellôs 'ohne Führer' ( Lexer Lexer III 940).
Weisel-losigkeit f.: 'ohne Bienenkönigin', vom Bienenvolk, Weisellosichkeit [ KU-Langb BZ-Klingmst].
weiseln in PfWB ent-, PfWB umweiseln. | |