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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Wein-schröter bis Wein-sticher (Bd. 6, Sp. 1201 bis 1202)
 
Wein-schröter, m.
Weinsel-blume, f.
wein-selig, Adj.
Wein-soße, f.
Wein-stecher
Wein-steige, f.
Wein-stein, m.
Weinstein-floz, f.,  n.
Wein-steuer, f.
Wein-stich, m.
Wein-sticher, m.
Weinsticher-amt, n.
Wein-stock, m.
Wein-straße, f.
Wein-stube, f.
Wein-stütze, f.
Wein-süffer, m.
Wein-süffler, m.
Wein-suppe, f.
Weins-weiler, ON
Wein-tor, n.
Wein-trauben, m.
Wein-tropfen, m.
Wein-trub, m.
Wein-versteigung, f.
Wein-waage, f.
Wein-wachs, m.
Wein-wagen, m.
Wein-wäldchen, n.
Wein-wirt, m.
Wein-wirtschaft, f.
Wein-zahn, m.
Wein-zapf, m.
Wein-zapfen, m.
Wein-zäpfler, m.
Wein-zieher, m.
Wein-zuber, m.
Wein-zucker, m.
Weinzucker-brot, n.
Wein-zunge, f.
Weis-axt, f.
Weise, f.
weise, Adj.,  Adv.
Weisel, f.
Weisel-becher, m.
Weisel-brut, f.
Weisel-häuschen, n.
Weisel-käfig, m.
Weisel-königin, f.
weisel-los, Adj.
Weisel-losigkeit, f.
weiseln
Weisel-napf, m.
weisel-richtig, Adj.
Weisel-richtigkeit, f.
Weisel-zelle, f.
Weisen
weisen, st.
Weisen-heim, ON
Weiser
Weis-heit, f.
Weisheits-zahn, m.
weis-machen, schw.
Weis-macher, m.
weis-nasig, Adj.
Weiß
Weißen
weiß, Adj.
Weiß-äcker, Pl.
Weiß-alben, Pl.
Weiß-apfel, m.
Weiß-arsch, m.
Weiß-bart, m.
Weiß-becher, m.
Weiß-becker, m.
Weiß-bier, n.
Weiß-binder, m.
Weiß-blume, f.
weiß-bluten, schw.
Weiß-brot, n.
Weiß-dorn, m.
Weiße, f.
weiße-blaß, Adj.
Weißel, f.
Weißeler, m.
weißeln, schw.
weißen, schw.
Weißen-berg, m.
Weißen-berger, m.
Weißen-burg, ON
Weißen-burger, Adj.
Weißen-furt, f.
Weißen-stein, m.
Weißersonntags-woche, f.
weiß-fett, Adj.
Weiß-fisch, m.
weiß-fleischig, Adj.
Weiß&#x-frucht, f.
Weiß-gewann, f.
Weiß-glut, f.
 -schröter m.:
1. 'wer beruflich Weinfässer verlädt; Küfer'. a. 1612: 3 fl. ... zalt ich den ... Wein Schröttern ... 6 fuder wein ... vff vnd abzuschrotten [DisibSchR Bl. 120]. a. 1728: »Die Weinschröter sollen sich mit ihren Wasserschöpfen bey der Bach einfinden« (bei Feueralarm) [PfMus. 1884 46: Feuerordnung (Spey)]. —
2. 'der Hirschkäfer (Lucanus cervus)', -schreder [Rockhs KB-Kirchhbol PS-Fehrb Lu'wink Ruhbk Winz Pirmas SP-Dudhf

[Bd. 6, Sp. 1202]
LA-Edk Gommh GH-Freisb Schwegh], -schre'er (-rēər) [ SP-W'see BZ-Hofstätt]; Syn. s. PfWB Hirschkäfer 1 und K. 203; zum Grundw. s. PfWB Schlierer 2, PfWB Schröter 1. — Mhd. wînschrôter 'der Weinfässer auf- und abladet' ( Lexer Lexer III 912). — DWB DWb. XIV, I,1 990/91; Alanne II 178.
 
 
Weinsel-blume f.: 'Flieder (Syringa vulgaris)', Woinselblumm [LU-Neuhf LA-Essing Göckling (Wilde 63)]; Syn. s. PfWB Nägelchen 2 a.
 
 
wein-selig Adj.: 'betrunken', weinselig [Wilde 263]; Syn. s. PfWB betrinken.
 
  
Wein-soße f.: 'Soße aus Eiern, Zucker, Mehl und Weißwein', zu Nudel oder Klößen gereicht, Wein-, Woinsoß, s. PfWB Wein (-sōs) [mancherorts]; Nuule un W. 'hausgemachte Bandnudeln mit W.' [ KB-Kerzh, vereinzelt], ein beliebtes (Kar-) Freitagsessen; W. un Backoweknebb [ NW-Gimmdg]. — -stecher 'Weinmakler' s. PfWB Weinsticher. — -steige f.: 'Holzkiste für Weinflaschen', -steich [ LA-Böching]. — -stein m.:
1. 'Kristalle der Weinsäure als Ablagerung in Faß und Flasche', -stään, -staan, -steen, s. PfWB Stein [mancherorts Schmitt Billh. 183 Beam Penns 107]; vgl. PfWB Floz 4; W. klobbe 'im Weinfaß W. losklopfen', Tätigkeit des Küfers [ FR-Albsh]. RA.: Bei dem setzt sich de Ehrgeiz an wie W. in me Faß [Hebel 17]. Er hot W. im Maa'e (Magen), scherzh. von einem Weintrinker [ KU-Schmittw/O]. —
2. 'Zahnstein', scherzh. wenn jemand viel Wein trinkt [ KU-Gangl KL-Siegb]. — Mhd. wînstein 'Weinstein' ( Lexer Lexer III 913). — RhWB Rhein. IX 385; Lothr. 543 Winstän; ElsWB Els. II 601 Winstein.
 
  
Weinstein-floz f., n.: 'Weinstein', nur Pl.: Weistääfleez [ LA-Godrst]; vgl. PfWB Floz1 4.
 
  
Wein-steuer f.: 'auf Wein lastendes Abgabegeld', Woinsteier [ LU-Opp]. — -stich m.: 'auf Wein lastendes Abgabegeld'. a. 1563: von jeder ome so verkaufft vnd vfgeladen württ, zu weinstich oder ladgelt ein pfennig [Lgb. Dirmstein d Bl. 329]. a. 1861: Der Weinstich dahier wird zum letzten Male von einem Bürgermeister verpachtet [Dochnahl 278]. — -sticher m.: 'Weinhändler, -makler'. a. 1549: Item alle jare soll man ein newen weinsticher ziehen, und so die schwoben oder andere ferleut komen in das dorf und begerten wein zuw kaufen, so sol man sie z dem weinsticher weysen. Wa aber der weinsticher im dorf oder gemarcken nit were, sol man sie zu dem dorfmeyster weysen [MHVPf. 83/1985 (LA-Maik)]. a. 1579: So ein frembder oder auch Inwohner wein kaufft gibt den weinstichern vom fuoder neben seinem Imbs zue lohn ... 3 alb. [DirmstAWeist. (NW-Dackh)]. a. 1599: Weinsticher belangent die haben vom fuder wein drey alb eicher lohn es werde geeicht oder nit [DirmstAWeist. (FR-Beindh)]. a. 1752: Weinstichere (Pl.) [PfMus. 1887 S. 95 (LA-Rhodt)]. a. 1789: Der erste Wirt, Valentin Schneider, führte lange Zeit das gemeindliche Amt eines Weinstichers, der für die Weinkäufer die Weinproben mit einem Stechheber aus den Fässern nahm [Franz 134]. — Mhd. wînstëcher 'Weinmakler'

[Bd. 6, Sp. 1203]
( Lexer Lexer III 912/13). — ElsWB Els. II 573 Winsticher; Alanne II 179.