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Wams-tasche bis Wande (Bd. 6, Sp. 1044 bis 1047) | |||
Wams-tasche, f. wamstern, schw. Wams-wiese, f. Wams-zipfel, m. wan, Adj. wanig, Adj. Wand, f. Wand-arm, m. Wand-bank, f. Wand-bull, f. Wand-drücker, m. Wande, f. Wandel, m. Wändel, f. wandel-bar, Adj. wandeln, schw. Wändelns, n. Wandel-person, f. Wändel-spiel, n. Wandelung Wander, f. Wander-blut, n. Wander-buch, n. Wander-bursche, m. Wanderchens-tag Wanderer, m. Wander-geselle, m. Wander-jahr, n. Wander-kiste, f. Wander-lied, n. Wander-musikant, m. wandern, schw. Wander-niere, f. Wander-ratte, f. Wander-sack, m. Wanderschaft, f. Wander-schule, f. Wanders-geld, n. Wanders-leute, Pl. Wanders-mann, m. Wander-stab, m. Wanders-tag Wander-stiefel, m. Wanders-zeit Wander-tag, m. Wanderung, f. Wander-vogel, m. Wander-zeit, f. Wand-fach, n. wand-fest, Adj. Wand-gratteler, m. Wand-hannes, m. Wand-kalender, m. Wand-klickern, n. Wand-krabbeler, m. Wand-kreis, m. Wand-laus, f. Wandläuse-kraut, n. Wandler, m. Wandlung, f. Wand-schaft, m. Wand-schank, m. Wand-scheibelchens, n. Wand-schmeißelns, n. Wand-spiegel, m. Wand-tafel, f. Wand-tasche, f. Wand-uhr, f. Wand-verschmierer, m. Wand-vogel, m. Wand-werfchens, n. Wand-werfen, n. Wänerich, m. wane-weit Wange, f. m. Wangen, f. m. wängern wanig Wankel-mut, m. wankel-mütig, Adj. wankeln, schw. wanken, schw. wann1, Adv. wann2, Konj. Wanne1, f. Wanne2 wann-ehe, Adv. Wannen-korb, m. Wannen-pfuhl, m. Wannen-stein, m. Wanneweel Wann-wiesen, Pl. Wanst, m. Wanze, f. wanzen, schw. Wanzen-beere, f. Wanzen-bett, n. Wanzen-biß, m. Wanzen-bude, f. Wanzen-burg, f. | [Bd. 6, Sp. 1045] PfWB Schubersack, PfWB Schubsack, PfWB Spitzbubensack, PfWB Sprehesack 2, PfWB Wamssack, PfWB Westensack, -säckel, PfWB -tasche, PfWB Zwerchsack. Rhein. IX 233. 1. 'nicht voll, teilweise leer', von teilweise leeren Weinfässern, waan (wān) [ LA-Wey]. Der Wein liegt w. [ LA-Wey]. — 2. 'fade, kraftlos', vom Geschmack des Weines, der als Rest im Faß zurückgeblieben ist, waan (wān) [NW-Kallstdt, vereinzelt SOPf (Heeger Nachl.)], waanich (wāniχ) [SOPf (Heeger Nachl.)]. — Mhd. wan 'nicht voll oder das volle Maß nicht haltend' u. a. ( Lexer Lexer III 667). — RhWB Rhein. IX 234/35; DWB DWb. XIII 639 ff. 1. a. 'senkrecht aufgeführtes Bauteil als seitliche Abgrenzung von Räumen', im Ggs. zur PfWB Mauer, die stets aus Steinen aufgemauert ist, auch für Lehm-, Fachwerk-, Bretterwände, Wand (wand, wḁnd) [verbr., Bertram § 228 Christmann Kaulb 7 Lambert Penns 173 Krämer Gal 238]; Pl. Wänd [VPf mancherorts WPf], Wänn [WPf NPf vereinzelt VPf]; Zs.: Bretter, PfWB Dach-, PfWB Tenn-, PfWB Tuffstein-, PfWB Fach-, PfWB Fachwerk-, PfWB Vorder-, PfWB Giebel-, PfWB Gleif-, PfWB Haus-, PfWB Hinter-, PfWB Hof-, PfWB Leimen-, PfWB Mittel-, PfWB Riegel-, PfWB Rück-, PfWB Scheuer-, PfWB Schmieg-, PfWB Seiten-, PfWB Spiegel-, PfWB Stall-, PfWB Stubenwand; PfWB Krabbel-an-der-Wand, PfWB Krabbel-die-Wand-hinauf; PfWB Krabbel-die-Wand-hinaus; e W. streiche (mit Kalkfarbe) [ KL-Ottb]; an die W. fahre 'gegen eine Wand stoßen, mit einer Wand zusammenstoßen' [ KU-Bedb, vereinzelt]. Ich geb der ääni, daß d' an die W. fahrscht, Drohung [ LU-Alsh]. RA.: weiß wie die W. 'sehr blaß (vor Entsetzen, Schreck, Blutleere)' [KU-Schmittw/ O, verbr.]; an de Wänn in die Heh geh (krawwle), vor Schmerzen [PS-Rodalb (Bernhard 186), mancherorts]; die äächene (eigenen) vier Wänd 'das (geborgene) Zuhause' [ KL-Ottb, mancherorts]; mit em Kopp durch die W. (renne) wolle 'etwas (Unmögliches) unbedingt durchsetzen wollen, starrköpfig sein' [GH-Schwegh, verbr.]; de Deiwel an die W. mole 'schwarz sehen, durch Nennen eines Unheils dieses heraufbeschwören' [ KU-Bedb]; grad die W. erunnerritsche 'finanziell mühsam auskommen' [Thielen So rerre mer 122]. Do wackelt die W. 'Da ist was los' [ LU-Friesh]. Un wann de Beddelsack an de Wand verspringt 'trotz allem' [Kühn Palz 137]. Den ärjert (hindert) die Schnook (Mick) an de W., von einem verdrießlichen, mißgünstigen, sich über jede Kleinigkeit aufregenden Menschen' [RO-Dielkch, verbr.]. Der guckt e Loch in die W., wer starr, unverwandt vor sich hinstarrt [Krieger [Bd. 6, Sp. 1046] 19]. Die plickt Kalk an de Wand, von einem Mädchen, das nicht zum Tanz aufgefordert wird; vgl. PfWB Kalkpflückerin [Hebel 25]. Den hot de Esel aus de Wand g'schlaa, von einem Dummen [Hebel 21], in Penns Don Gal Buch von einem Kind, dessen Vater unbekannt ist [Fogel Beliefs Penns Nr. 132 Don-Tscherwk Gal-Josbg Buch-Illisch]. Ich kennt se an die W. bappe, vor Verärgerung [Damm Schoggelgaul 32, Thielen So rerre mer 122]. Wammer die werrer die W. schmeißt, dät se dran hänke bleiwe, von einer schmutzigen Person [ LA-Nd'hochstdt]. Des is grad, als wammer Arbse (Erbsen) an die W. schmeißt, d. h. nutzlos [ BZ-Billh]. Im Kopp han ichs, ich bring's nor net an die W., angeblicher Ausspruch eines Malergehilfen, der nicht wußte, wie er seine Idee umsetzen sollte [Krieger 50]. Schnellsprechvers: Hans, tanz langs die W. [ IB-Blickw]. SprW.: Die Wänd hän Ohre, d. h. auch bei Gesprächen im Haus soll man vor ungebetenen Mithörern auf der Hut sein [NW-Geinsh, mancherorts, Fogel Prov. Penns Nr. 1815]. Wer lauert an der W., heert sei eegni Schand [PennsDeitschEck 27. 2. 1954]. Wammer de Deiwel an d'W. moolt, kummt er [Wasgau-Bote 13/1934]. Volksgl.: Wann e Bild vun de W. fallt, bedeit des, daß ball ääns stirbt in sellem Haus [ LU-Dannstdt]. Rätsel: 's geht un hängt doch an de W. (die Uhr) [ NW-Kallstdt]. 's hängt an de W. un wann's erunnerkimmt, dann eðes (ist es) luschdich (die Geige) [KU-Kaulb, Hebel 115]. 's hängt ebbes an de W. un streckt die Bään auseinand (die Schere) [Hebel 115]. 's hängt an de W. wie e silwer Halsband (an der Nase hängender Schleimstrang) [ KU-Kaulb, Gal-Bagbg Dornf]. VR.: Es steht e Mädche an de W., / hot e Appel in de Hand. / Es dät en geren esse, / hot awwer kään Messer [ RO-Duchr/O'hs]. Daß ich e luschtig Mädel bin, / Des sieht ma an unserm Haus, / Die vorderscht W., die wackelt schun, / Die hinnerscht fallt ball raus [BZ-Wernbg (Feierowend 2/1950 1)]. Einen weiteren VR. s. PfWB hoch. Kinderspiele: Klicker werre die W. schucke [ ZW-Lambsbn], Klicker an der W. [ IB-Habkch Kaislt], beides Spiele, bei denen Spielkugeln (Knöpfe) entweder möglichst nahe an eine Wand geworfen werden oder in denen eine Wand als Bande dient; vgl. PfWB Wändelns. — b. 'Scheidewand zwischen verschiedenen Ständen im Stall' [ KU-Glmünchw HB-N'alth KL-Enkb Morlt Pörrb PS-Rodalb NW-Freinsh LA-Gleisw]; s. K. 375 Unterschied; Zs.: PfWB Mittel-, PfWB Stand-, PfWB Scheide-, PfWB Zwischenwand; Syn. s. PfWB Scheidewand. — c. 'Bretterzaun' [ KU-Etschbg NW-Erph]; Zs.: PfWB Borden-, PfWB Dielen-, PfWB Latten-, PfWB Schalwand. — d. 'was sich wie eine Wand auftürmt; Wandähnliches', z. B. Schnee, Nebel, Wolken, Felsen [vereinzelt]; Zs.: PfWB Schneewand. — e. in der Wend.: e Wand anschlage, ein (nicht näher bezeichneter) Arbeitsgang beim Roden eines Weinbergs (um 1930) [ NW-Herxh]. — 2. 'Gewebe, Textil', nur in den Zs.: PfWB Beider-, PfWB Ge-, PfWB Leinwand. — 3. vgl. die Zs.: [Bd. 6, Sp. 1047] PfWB Auf-, PfWB Einwand. — RhWB Rhein. IX 237 ff.; LothWB Lothr. 529; ElsWB Els. II 832.
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