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Pfälzisches Wörterbuch 
 
um-eggen bis um-fangen (Bd. 6, Sp. 879 bis 880)
 
um-eggen, schw.
um-einand(er), Adv.
umeinand-rühren, schw.
Umenissel, f.
Umes
um-essen, st.
um-fahren, st.
Um-fahrt, f.
um-fallen, st.
Um-fang, m.
um-fangen, st.
um-fassen, schw.
Um-frage, f.
Um-führen, schw.
Um-füllen, schw.
Um-gang, m.
Um-gänger, m.
Um-gängerin, f.
Umgänger-pflug, m.
Um-gegend, f.
Um-gegung, f.
um-gehen, st.
Um-geld, n.
Um-gelter, m.
um-graben, st.
um-greifen, st.
um-grubbern, schw.
um-gucken, schw.
um-hacken, schw.
Um-hang, m.
um-hängen, st.,  schw.
um-henken, st.,  schw.
Umhänge-tuch, n.
Umhang-tasche, f.
um-hauen, st.,  schw.
um-henken
um-her, Adv.
umher-fegen, schw.
umher-flanieren, schw.
umher-gaukeln, schw.
umher-rasen, schw.
umher-rennen, schw.
umher-streunen, schw.
umher-stromern, schw.
umher-türmeln, schw.
Umherum-bart, m.
umher-walzen, schw.
Uminz
Um-kehr, f.  (m.)
um-kehren, schw.
um-kippen, schw.
um-kleiden, schw.
um-knacken, schw.
um-knacksen, schw.
um-knicken, schw.
um-kommen, st.
um-krächen, schw.
um-kränzen, schw.
Um-kreis, m.
um-krempeln, schw.
Um-lage, f.
Um-lauf, m.
um-laufen, st.
um-leeren, schw.
um-legen, schw.
Umleg-kragen, m.
Umleg-tuch, n.
um-leiten, schw.
um-lernen, schw.
um-liegen, st.
um-liegend, Adj.
um-logieren, schw.
um-lugen, schw.
um-machen, schw.
Um-macher, m.
um-mähen, schw.
umme, Adv.
um-messen, st.
um-metzeln, schw.
um-modeln, schw.
um-orgeln, schw.
um-pelzen, schw.
um-pflügen, schw.
Um-platz, m.
um-plumpsen, schw.
um-possen, schw.
um-purzeln, schw.
um-quartieren, schw.
um-recheln, schw.
um-rechnen, schw.
um-reden, schw.
um-reißen, st.
um-rennen, schw.
um-rigolen, schw.
um-rindern, schw.
Um-riß, m.
um-roden, schw.
um-rühren, schw.
um-rupfen, schw.
um-sacken, schw.
   um-eggen schw.: = PfWB herumeggen, umegge [ LU-Alsh]. — -einand(er) Adv.:
1. 'einer nach dem andern, nacheinander, abwechselnd', umenand (̩uməˈnand) [PS-Merzalb BZ-Dernb, Bayer Hackm. 71], umenanner (̩uməˈnanər) [IB-Ommh, Vogelgesang Bliesmg 162 Lambert Penns 155 Don-Lenauheim Lovrin Schowe Torscha], ummenonner [IB-Ensh (Glass II 65)]. Die Kinn gehn u. langsam ins Haus [ IB-Ommh]. Loß das Vieh u. aus dem Stall [Bayer Hackm. 71]. —
2. 'auf und ab, hin und her'. Ich muß nochtr nin zum Notar, geh eweil u. [Bayer Hackm. 71]. — ElsWB Els. I 50.
 
  
umeinand-rühren schw.: 'zusammenrühren, mischen', umenandrihre [ BZ-Dernb]. Sie hen Trauwemoscht un Quetsche umenandgerihrt zu Latwerg [ BZ-Dernb].
 
  
Umenissel f.: 'Hummel', Umenessel (umənesəl) [ BZ-Kapswey]; wohl zu PfWB Hornissel 1 c; Syn. s. PfWB Hummel1 1.
 
 
Umes s. PfWB Ameise.
 
  
um-essen st.: 'abwechselnd in verschiedenen Häusern reihum essen', früher (vor 1925) z. B. von Hirten, Lehrern, umesse [ KU-Schmittw/O]. — -fahren st.:
1.
a. 'um etwas herumfahren', umfahre (umˈfārə) [vereinzelt]; vgl. drumherumfahren. Das Dorf kammer u. [ BZ-Klingmst]. —
b. 'auf etwas herumfahren, im Kreis über etwas fahren'. De Knecht hot de Acker mit de Eech (Egge) umfahre (umˈfārə) [ BZ-Dernb]. —
c. 'einen Umweg machen, sich verfahren' (ˈumfārə) [vereinzelt, Lambert Penns 155]; vgl. PfWB Umfahrt. Er es umgefahr 'Er hat einen Umweg gemacht' [ KB-Albish]. Er is e Stunn umgefahr 'hat einen Umweg von einer Stunde gemacht' [ RO-Obd]. Ehr sinn uf dem Weech weit umg'fahre 'einen weiten Umweg gefahren' [ BZ-Dernb]. Er hot u. misse 'einen Umweg nehmen müssen' [ LA-Gommh]. For was sollener so u.? 'Wozu sollt ihr diesen Umweg machen?' [ KL-Reichb]. —
2.
a. 'durch Dagegenfahren umwerfen', (ˈumfahre) [verbr.]. Er hat en mit em Fahrrad umg'fahre [ LU-Altr]. E Audo horren umgefohr [ KU-Schmittw/O]. a. 1759: welcher Stein 'Grenzstein' umgefahren war, hat man wiederum aufgerichtet [HanLicht. 8]. —
b. 'in rascher Bewegung umfallen, zu Boden fahren' [ KU-Kaulb]. — RhWB Rhein. II 249.
 
  
Um-fahrt f.: 'Umweg', Umfahrt [ LU-Altr]; vgl. PfWB umfahren 1 c.
 
  
um-fallen st.:
1. 'aus der vertikalen in eine horizontale Lage fallen, umkippen', umfalle [verbr., Lambert Penns 155]. Die Leeder (Leiter) is umgefall [Krämer Gal 222]. Die Fraa hinne im Lade is umgefall vor Schreck [Kröher Lyoner 64]. Die Zeide sin so arig schlecht, die Rieme dun mer enger schnalle, bis mer vor Kohldamp umfalle [Krieger 43]. Ich

[Bd. 6, Sp. 880]
sein nägscht 'beinahe' vor Schlof umgefall [ KU-Schmittw/O]. De Peter un de Philp sin ball / Mitsamt em Wißbaam umgefall [Münch Werke I 114]. RA.: Wann e Schnook werrer dich fliet, fällschde um, zu einem Schwachen, schlecht Genährten [ KB-Kriegsf]. Du fallscht jo um, wammer dich anbloost, dass. [Krieger 52]. Sie falle um wie die Kordeblädder 'Spielkarten' [ KU-Schmittw/O]. Ich will dot u., wann des (net) wohr isch, Beteuerung [Bergz (Kamm 82), mancherorts]. Des is gar net weit, wann d' umfallscht, bischt dort [Lu'haf]. SprW.: E leerer Sack fallt um [mancherorts Don Gal Buch]. Vum Aagucke fallt niemand um [Fogel Prov. Penns Nr. 25]. —
2.
a. 'nicht standhaft seine Meinung vertreten, wankelmütig sein' [mancherorts]. —
b. 'Bankrott machen' [ PS-Gersb]; vgl. PfWB ummachen 3 a. — RhWB Rhein. II 270/71.
 
 
Um-fang m.: 'Maß um einen Kreis, Körper', Umfang [KU-Hundh Schmittw/O, Lambert Penns 155].
 
  
um-fangen st.: 'umfassen, umarmen', umfange [ KU-Schmittw/O GH-Nd'lustdt]. —