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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Spiel bis Spiel-geld (Bd. 6, Sp. 272 bis 275)
 
Spiel, n.
Spiel-anzug, m.
Spiel-berg, FlN
Spiel-böhl, m.
Spiel-burg, f.
Spiel-dinges, n.
spielen, schw.
Spieler, m.
Spielerei, f.
Spiel-feld, n.
Spiel-geld, n.
Spiel-hannes, m.
Spiel-haus, n.
Spiel-hosen, Pl.
spielig, Adj.
Spiel-jockel, m.
Spiel-kamerad, m.
Spiel-karte, f.
Spiel-katze, f.
Spiel-kugel, f.
Spiel-leute, Pl.
Spiel-mann, m.
Spielmanns-rock, m.
Spiel-möpse, Pl.
Spiel-mutter, f.
Spiel-narr, m.
Spiel-platz, m.
Spiel-ratte, f. m.
Spiel-ratze, f. m.
Spiel-ratz, f. m.
Spiel-sach, n. f.
Spiel-sache, n. f.
Spiel-schule, f.
Spiel-stück, n.
Spiel-suse, f.
Spiel-tag, m.
Spiel-teufel, m.
Spiel-uhr, f.
Spiel-vater, m.
Spiel-verderber, m.
Spiel-waage, f.
Spiel-zettel, m.
Spiel-zeug, n.
Spiense, f.
Spiensel, f.
Spiens(e)ler, m.
spiens(e)lig, Adj.
spienseln, schw.
spiensen, schw.
spienserig, Adj.
Spiensersin, f.
Spienser(t), m.
spiensig, Adj.
Spienslersin, f.
Spienz
Spienzeler
spienzelig
Spiere, f.
Spieri, m.
Spieß, m.
Spieß-acker, m.
Spieß-berg, m.
Spieß-blech, n.
Spieß-bock, m.
Spieß-braten, m.
Spieß-brett, n.
Spieße, f.
Spieß-eck, n.
spieß-eckig, Adj.
Spießel, m.
Spieß(e)ler, m.
spießeln, schw.
spießen, schw.
Spießer, m.
Spießer-nest, n.
Spieß&#x-förster, m.
Spieß-frack, m.
Spieß-holz, n.
Spieß-kehre, f.
Spieß-kopf, m.
Spieß-nagel, m.
Spieß-recken, n.
Spieß-ring, m.
Spieß-tal, n.
Spieze, f.,  m.
Spiezel, f.,  m.
spiezen, schw.
spiezeln, schw.
spiezig, Adj.
spiezelig, Adj.
Spikes, m.
Spilling, Gen.?
Spinat, m.
Spinat-acker, m.
Spinat-beet, n.
Spinat-gemüse, n.
Spinat-kloß, m.
Spinat-land, n.
Spinat-pflanze, f.
Spinat-samen, m.
   Spiel n.:
1.
a. '(meist zweckfreie, in Regeln festgelegte) Tätigkeit, die vor allem der Unterhaltung dient (Kinder-, Gesellschafts-, Glücks-, Schauspiel usw.)', Spiel (bīl) [verbr. nördl. und mittl. VPf mittl. WPf SWPf vereinzelt übrige Pf, Lambert Penns 139 Krämer Gal 202], Speel (bēl) [verbr. NWPf NPf mancherorts SOPf O-PS, Christmann Kaulb 14, 60 Mang 99 Müller Dietschw 61 PfId. 134]; Dim. Sg. Speelche [NWPf], Spielche [übrige Pf]; vgl. PfWB Anschlagchens, PfWB Arschplätscherleins, PfWB Ballchens, PfWB Ballens, PfWB Barlauf, PfWB Pfänderleins, PfWB Pferdchens, PfWB Bockhuppsen, PfWB Bohnchens, PfWB Puppchens, Tenneeui, PfWB Treibelns, PfWB Eiergacksen, -rollen, PfWB Fangchens, PfWB Fangmännchens, PfWB Versteckelchens, PfWB Fußballen, PfWB Gäulchens, PfWB Haschchens, PfWB Hickelchens, PfWB Hurrsau, PfWB Indianerchens, PfWB Kartelns, PfWB Kauflädelns, PfWB Kegelns, PfWB Klickerchens, PfWB Knallens, PfWB Knöpfchens, PfWB Kreiselchens, PfWB Kriegens, PfWB Landabnehmen, PfWB Luppert, PfWB Mühlchens, PfWB Quälchens, PfWB Räuberchens, PfWB Ringelreihen, PfWB Sautreiben 2, PfWB Scheibelrädchen, PfWB Schlagball, PfWB Schnellerchens, PfWB Suchens; Zs.: PfWB ABC-, PfWB Alatt-, PfWB Atzelschwanz-, PfWB Bauern-, PfWB Pfänder-, PfWB Blumen-, PfWB Brett-, PfWB Bullen-, PfWB Puppen-, PfWB Büttel-, PfWB Dame-, Domino-, PfWB Tier- 2, PfWB Trauer-, PfWB Tropfs-, PfWB Turn-, PfWB Fastnachts-, PfWB Vor-, PfWB Freuden-, PfWB Füchsel-, PfWB Fußball-, PfWB Gabel-, PfWB Geißenhirten-, PfWB Ge-, PfWB Hüpferles-, PfWB Juden-, PfWB Kartätschen-, PfWB Karten-, PfWB Kautsig-, PfWB Kegel-, PfWB Kinder-, PfWB Klicker-, PfWB Kreis-, PfWB Kugel-, PfWB Lotterie-, PfWB Lukas-, PfWB Quäler-, PfWB Schmitzich-, PfWB Siebener-, PfWB Sommertags-, PfWB Spann-, PfWB Spatzertspiel; Darstellungen zu einzelnen Spielen und Spielbeschreibungen finden sich bei den jeweiligen Wortartikeln, weitere Darstellungen s. Becker Vk. 216-222; Th. Zink Pfälzische Kinderreime. Kaiserslautern 1911; F. Heeger in Feierowend 11/1959 Nr. 24; L. Michel in Donnersberg-Jahrbuch 1981 165-168, 1982 166-171, 1984 180 ff.; F. W. Weber in Westrich-Kalender 1984 132-137, Feierowend 9/1957 Nr. 15; e Speelche mache [ KB-Kriegsf]. Ich hab e Sp. 'Meine Karten sind so, daß ich ein Spiel (gegen die Mitspieler) machen kann' [ LU-Opp]. Kumm, mer fohre noch e Sp. Reitschul 'eine Runde Karussell' [ KU-Schmittw/O]. RA.: sei Finger (die Hand) im Sp. han 'eine Sache (heimlich, unerlaubt) beeinflussen, sich einmischen' [PS-Rodalb, verbr.]; e gefährlich Sp. treiwe [LU-Opp, verbr.]; alles ufs (uf ee) Sp. setze 'alles riskieren' [LU-Opp, verbr.]; 's Sp. verlore gewwe 'resignieren, aufgeben' [Kaislt, verbr.]; e gudi Mien zum beese Sp. mache [ LU-Opp, mancherorts]. Do macht (treibt) de Deiwel sei Sp. 'Es geht nicht so, wie man

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gedacht hat, die Sache nimmt eine ungünstige Wendung' [KU-Wolfst, verbr.]. Do hat de Deiwel sei Hänn im Sp. gehat, dass. [Krieger 22, mancherorts]. 's Sp. is met Schuh un Strimp verlor 'Das Spiel ist gänzlich verloren' [ KU-Schmittw/O]. Der hot's gewunne Sp. in de Hand 'Er hat schon gewonnen, bei ihm kann nichts mehr schiefgehen' [ KU-Schmittw/O]. Ich han Geld im Sp. 'Ich habe verloren' [ KU-Bedb]. Loß mich aus dem Sp. [ LU-Opp]. SprW.: Unglick im Sp. - Glick in de Lieb [ KU-Bedb, ZW-Battw PS-Erfw]. Zu wenich un zu viel verderbt e jedes Sp. [mancherorts Don Gal, Miller Penns]. Spart sich eener noch so viel, kummt der Deiwel un treibt sei Sp. [mancherorts Don Gal Buch]. Einen VR. s. PfWB Josef 1 a. —
b. 'die zum Spielen nötigen Utensilien', z. B. ein Satz Spielkarten, ein Brett mit Spielsteinen usw. [mancherorts]. Ich han zu Weihnachde e nei Sp. geschenkt kriet [Kaislt]. —
c. 'ein Satz Stricknadeln; die fünf zum Stricken eines Strumpfes notwendigen Stricknadeln'; e Spiel Stricknoodle [Kaislt]. —
2.
a. 'große Menge', Spiel [PfId. 135 Gal-Dornf]; häufiger in den Zs.: PfWB Brot-, PfWB Tier-, PfWB Vieh-, PfWB Frucht-, PfWB Grundbirnen-, PfWB Kinder- 2, PfWB Kleider-, PfWB Leute-, PfWB Menschen-, PfWB Obst-,
b. 'Gruppe der Militärpflichtigen, zur Musterung Ausgewählten'. Er is im Spiel [ PS-Trulb]. —
3.
a. 'Zwischenraum, Spielraum' [vereinzelt]. 's Rad hat viel Sp. (zwischen Radbuchse, Achse und Radscheibe) [ KL-Ottb]. —
b. 'Seil oder Eisenstange, die die Fähre mit dem über den Fluß gespannten Drahtseil verbindet' [ LU-Opp]. —
c. vom Geschmack des Weins. De Woin hot viel Sp. 'ist nuancenreich' [ NW-Dürkh]. —
4. 'Musikant', der Spiel [PfId. 134]; wohl elliptisch zu PfWB Spielmann, PfWB Spielleute. —
5. vgl. PfWB Bei-, Feder-, PfWB Kirchspiel. — RhWB Rhein. VIII 329 ff.; LothWB Lothr. 486; ElsWB Els. II 537/38.
 
  
Spiel-anzug m.: 'Kleidung zum Spielen für Kinder', nur Dim.: Spielanzichelche [ ZW-Bechhf]; vgl. PfWB Spielhosen. — -berg FlN s. PfWB Spiegelberg. — -böhl m.: Spielböhl [Bienwald (Gimmel in PfL 21. 6. 1930)]. — -burg f.: FlN, Spielburg [Eyselein 39]. — -dinges n.: 'Spielzeug', -dinges [IB-Ensh (Glass II 59)].
 
  
spielen schw.:
1.
a. 'sich zur Freude, Unterhaltung, Kurzweil beschäftigen; ein Spiel oder Glücksspiel spielen', spiele (bīlə) [verbr. mittl. und nördl. VPf mittl. WPf SWPf vereinzelt übrige Pf, Karch Gimmdg/Muttstdt 41 Schneckenburger 23 Lambert Penns 139], speele (bēlə) [verbr. NPf NWPf mancherorts SOPf O-PS vereinzelt mittl. WPf mittl. VPf, Heeger Südostpf. 9 Henn Mda.-Int. 44, 191 Schmitt Billh. 120 Müller Dietschw 61 PfId. 134 Krämer Gal 202], spääle (blə) [ GH-Bellh]; Part. Perf. g(e)spielt, g(e)speelt [Verbr. wie Inf.]; Zs.: PfWB an- 1, PfWB aus-, PfWB ver-, PfWB heraus-, PfWB mitspielen; Fickmihl 'Mühle' [Glass II 17], Dibbches (s. PfWB Tüpfchens) [ RO-Lettw], Handdatschel (s. PfWB Handtatscheln) [ PS-Schmalbg], Brore ('Versteckspiel' s. unter Bra-

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ten 2) [ KU-Rutsw/L], Kaart (Skat, Schoofkopp, Solo) sp. [ NW-Freinsh, mancherorts]. 's Kind speelt [ KU-Bedb]. 's Kind dut schunn sp. [ LA-Gommh]. Mer wolle Hickelches sp. [ KL-Reichb]. Ma dunn Mommesjes un Babbesjes sp. [IB-Ensh (Glass II 40)]. Kumm, mer gihn uf die Wisse sp. [ RO-Rehborn]. Die Kinn speele gere um Niß (Nüsse) [ KU-Schmittw/O]. Se sp. um Geld [ KU-Schmittw/O]. Er hat jetzt gar nix meh geschafft / Als Schach gespielt un alsfort Schach [Münch Werke 76]. Wann ich üwwerleh, was die Kinner frieher geschpielt hann: Raiwer un Schandarm, Landabnemme, Wo laaft die Scher?, Hickelhaisje, Trillerschers. Lauter schääne Sache. Un heit? Spielense an de Knepp. Vun de Kofferradios. Arme Kinner! [Damm Schoggelgaul 67]. De Gaul speelt mit de Kett, eine Unart [ KB-Kriegsf]. RA.: sp. wie e junger Hund 'sehr verspielt sein' [ FR-Bockh, vereinzelt]; mit uffene Karde sp. 'alles offenlegen' [ LU-Opp]. Das mach ich im Sp. 'Das ist eine Kleinigkeit' [Otterstetter 232/33]. Flach sp. un hoch gewinne, Fußballerweisheit [Thielen 111]. Ausdrücke beim Kartenspiel: Ich spiel 'Ich übernehme das Spiel' [ LU-Opp]. Der spielt wie e Nachtwächter 'schlecht' [Krieger 44]. Des spielt jo mei Großmudder besser! [Krieger 44]. Volksgl.: Zum Spielen, daß einer allezeit gewinnen muß: Binde mit einem rothseidenen Faden das Herz einer Fledermaus an den Arm, womit du auswirfst, so mußt du alles gewinnen [handschr. Aufzeichnungen Anf. 19. Jh. RO-Sippf]. a. 1485 (Kopie 16. Jh.): Item ob einer spillt mit wirffeln, kartten oder sunst, der hatt verbrochen zu bueß dreissig schillingk heller [PfWeist. 656 (KU-Glmünchw)]. 16. Jh.: Item ist alles spielen, so den heller gewinnen vnd verlieren mag, verbotten ohne mit dem armbrust, vnd ist die straff des spielens x ß δ [PfWeist. 665 (LA-Gleisw)]. —
b.
α. 'musizieren, ein Musikstück aufführen' [verbr.]; Zs.: PfWB auf- 1, PfWB vorspielen; Orchel sp. [ LA-Wollmh]. Se hunn vierhännich Klaveer gespeelt [ KU-Schmittw/O]. Flott dun die Mackebacher schbele, / vum Pälzer Land e scheene Gruß [Burgey Keschte 17]. Heerschtes, wie die Kinner schpeelen / Gitta, Geij, Drumbeed un Harf? [Kühn Schnitze 55]. Ihr spiele sell immer letz (falsch) [Buffington Penns Var. 239]. Wann der Karl uff seiner Geich gespeelt hott, do hott das in die Leit, die wo dem zugeheert hann, eninngewirkt bes ins Herz [Schneider Singersepp 58]. RA.: Immer die alt Leier sp. 'etwas zum Überdruß wiederholen' [ RO-Höring]. Volksgl.: Wann en ufgenakti (schwangere) Fraa viel spielt, gebt ihr Kind en guter Musigant [Fogel Beliefs Penns Nr. 1850]. —
β. 'ein Theaterstück aufführen' [verbr.]; Kumeedi sp. [Krämer Gal 202]; Theader sp. [ ZW-Battw]. Was spiele se dann heit owend im Theader? [Kaislt]. RA.: Das (Der, Die) speelt käin Roll 'hat keine Bedeutung' [ KU-Schmittw/O]. —
c. 'eine Sache nicht ernsthaft betreiben, es nicht ernst meinen' [mancherorts]. Der speelt nore [ KL-Katzw]. RA.: Sie spielt mit em wie die Katz mit de Maus, von

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einem Mädchen, das mit einem Mann tändelt [Bergz (Kamm 94)]. —
2.
a. 'sich in einer bestimmten Weise aufführen, etwas vorgeben' [verbr.]; Zs.: PfWB aufspielen 2. Er speelt de Geschwollne 'Er führt sich großspurig auf, macht sich wichtig' [ LU-Limbghf, mancherorts], de Groußmougel, dass. [ LA-Dammh, mancherorts], de Dicke, dass. [ IB-Bierb], de Große [ NW-Elmst]; vgl. PfWB prahlen; 's Chrischkinnche sp. 'sich als Christkind verkleiden', ein Brauch in der Weihnachtszeit [ KU-Bedb]. Die speelt die Madam 'führt sich als vornehme Dame, Herrin auf' [ KU-Schmittw]. Er speelt de Handlanger [ KU-Schmittw/O]. Er spielt e gedullig Schoof 'stellt sich fromm, scheinheilig, beleidigt' [ PS-Geisbg]. Der spielt die gekränkt Lewwerworscht [Krieger 36]. Er speelt's Dier 'Er benimmt sich wie ein Vieh' [ WD-Niedkch], de wilde Mann 'gebärdet sich ungebührlich, wild' [ KU-Lohnw], de dolle Ruppes, dass. [ KU-Eschau]. Er speelt de dumm Auchuscht 'Er führt sich als Hanswurst auf' [ KU-Schmittw/O]. Er spielt de Mittelsmann 'Er vermittelt, schlichtet' [ KU-Dunzw, mancherorts]. Der spielt de Bauer [ LU-Oggh, mancherorts]. Do häßt's zugegriff, do derf mer nit de Schenereese sp. 'nicht genierlich sein' [ ZW-Battw]. Doch hen mer immer besser g'fiehlt, / Wann mol die Maemm hot Dokter g'spielt [Birmelin Penns Gezw. 74]. —
b. 'etwas durchführen, tun' [verbr.]; Zs.: PfWB ab-, PfWB anspielen 3; bes. in den Wend. en Ducke (Duppe) sp. 'übel mitspielen' [ LA-Nd'hochstdt, mancherorts]; en Strääch (Streich) sp. [NW-Gimmdg, verbr.]; en Schabernack sp. [RO-Sippf, vereinzelt]; e Bosse sp. [ KU-Albb, vereinzelt]; Flatterie sp. 'gute Worte geben' [ KB-Albish, mancherorts]; Verreckels sp. 'sterben' [ GH-Westh]. Er hot em en Ducke g'speelt [ BZ-Dernb]. Ich spiel der ens 'Ich spiele dir einen Streich' [ KL-Olsbr, PS-Rodalb Vinn]. Er hat Ufhängerles gespielt 'hat Selbstmord begangen' [ GH-Hagb]. RA.: aam ebbes in die Hand sp. 'jemandem etwas zukommen lassen' [ KU-Kaulb]. — RhWB Rhein. VIII 336 ff.; LothWB Lothr. 486; ElsWB Els. II 539.
 
 
Spieler m.:
1.
a. 'wer spielt, ein Spiel bestreitet', Spieler, Speeler, Verbr. s. PfWB spielen [mancherorts, Lambert Penns 139]; Zs.: PfWB Tüpfchens-, PfWB Falschspieler. —
b. 'leidenschaftlicher Glücksspieler' [vereinzelt]. Dess is e Sp., der hat schun soin ganz Vermeje verspielt [Kaislt]. —
2. 'wer ein Instrument, eine Rolle spielt' [mancherorts]; Zs.: PfWB Geigen-, PfWB Orgel-, PfWB Schauspieler. — RhWB Rhein. VIII 341.
 
 
Spielerei f.: 'leicht zu erledigende, nicht ernstzunehmende Angelegenheit', Spielerei (bīləˈrai) [vereinzelt, Krämer Gal 202]. Das is nore e Sp. [Krämer Gal 202].
 
  
Spiel-feld n.:
1. 'Fläche, auf der ein Spiel stattfindet', neu, Spielfeld [Kaislt]. —
2. FlN, amtl. Spielfeld [NW-Hamb LA-Maik Mart Zink FlN 22], mda. Spelwel [ LA-Maik]. a. 1314: vffe dem spilvelde [Lam 1 71v (GH-Hagb)]; a. 1333: am(m)e spilvelde [Lam 1 74r]. — -geld n.: '(nur) zum Spielen dienendes Geld', Speelgeld [ KB-Kriegsf]. a. 1667: Spielgeld für das

[Bd. 6, Sp. 276]
Gansbrett zu Neustadt 1fl. 30 kr. [Dochnahl 152]. —