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schruppchen bis Schruppsel (Bd. 5, Sp. 1460 bis 1461) | |||
schruppchen, schw. schruppen, schw. Schrupper, m. Schrupper-besem, m. Schrupperei, f. schruppern, schw. Schrupper-stiel, m. Schrupp-feile, f. Schrupp-hobel, m. Schrupp-kopf, m. Schruppsel, n. schruppsen, schw. Schruze, f. schruzen, schw. sch-sch scht, Interj. Schub, m. Schupf, m. Schub-besen, m. Schübe, f. Schübel, m. schübelecht, Adj. Schubeler, m. Schubel-klicker, m. schubeln, schw. Schubel-röllchen, n. schuben, st., schw. schupfen, st., schw. schüpfen, st., schw. Schuber1, m. Schuber2 Schuber+-geld, n. Schuber-sack, m. Schubiack, m. schübig, Adj. Schub-karch, m. Schub-karren; Schupf-, m. Schuck-, m. Schubkarch-arm, m. Schubkarchs-, m. Schubkarren-, m. Schubkarch-baum, m. Schubkarch-bock, m. Schubkarch-korb, m. Schubkarch-lande, f. Schubkarch-laufen, n. Schub-kärchler, m. Schubkarch-rad, n. Schubkarchs-, n. Schubkarch-rennen, n. Schubkarch-spange, f. Schubkarch-stand, m. Schubkarch-stollen, m. Schubkarch-trage, f. Schub-kasten, m. Schub-lade, f. Schublad(en)-kratzer, m. Schublad(en)-schieber, m. Schublad(en)-schmuser, m. Schublad(en)-tänzer, m. Schublad(en)-zieher, m. Schubler Schub-sack, m. schubsen, schw. Schubser, m. schucheln schüchter, Adj. schüchtern Schuck1, m. Schuck2 Schuck3, m. schuck, Interj. Schucke Schückelchen schucken1, schw. schucken2, schw. Schucker, m. schucker, Adj. schuckerig, Adj. schuckern, schw. schückern, schw. Schuckert, m. Schuck-freier, m. Schuck-karch Schuckser, m. Schudel-pudel, m. Schuf Schufer, m. Schufer-buckel, m. schuferig, Adj. Schufer-platz, m. Schuffe, f. Schüffel, f. Schüffel-haue, f. schüffeln, schw. Schüffel-streusel, n. schüffern, schw. Schuft, m. schuften1, schw. schuften2, schw. | 1. a. 'schaben, reiben, scheuern, scharren', schruppche (rubχə) [KU-Schmittw/O WD-Niedkch KL-Matzb, PfMHk. 1925 296]; vgl. PfWB Geschruppche. — b. 'hastig, gierig zusammenscharren, raffen' [ KU-Hundh WD-Niedkch]; vgl. PfWB schrappchen 2, PfWB schruppsen; Zs.: PfWB zusammenschruppchen. — c. 'flüchtig, oberflächlich arbeiten' [ KL-Weilb]; Syn. s. PfWB schnudeln 1. — 2. 'tüchtig, viel essen' [ PS-Geisbg], vgl. PfWB schrumpfen 2; Syn. s. PfWB essen, PfWB wamschen. — Südhess. V 776/ 77; RhWB Rhein. VII 1832. 1. a. 'durch Scheuern, Reiben, Schaben reinigen', schruppe (rubə) [verbr., Christmann Kaulb 64 Karch Gimmdg/Muttstdt 235 Klein Prov. 143 Müller Dietschw 68 Schandein Ged. 249], schroppe (robə) [Germh, PfId. 129]; Part. Perf. g(e)schruppt (gərubd, grubd) [verbr.]; vgl. PfWB schruppern; Zs.: PfWB abschruppen; de Anzuch sch. [ ZW-Bottb]. De Gang muscht ordentlich sch., sunscht werd er net sauwer! [ NW-Haßl]. — b. 'sich kratzen' [ Gal-Lindenfeld]; vgl. PfWB Schruppkopf. — c. in der Wend.: de Esel schrubbe 'mit den Fingern an einer Fensterscheibe herunterfahren und dadurch einen brummenden Ton erzeugen' [ KU-Diedk]. — 2. a. 'die Füße beim Gehen am Boden schleifen lassen' [ KL-Reuschb]; vgl. PfWB schlurpen 3. — b. 'tanzen' [ KU-Bedb RO-Lettw HB-Erb Reiskch]; ener sch. 'ein Tänzchen machen' [ KU-Bedb]. — 3. a. 'mit einer Feile, einem Hobel grobe Unebenheiten glätten' [mancherorts]; vgl. PfWB Schruppfeile, -hobel. — b. 'ein Streichinstrument streichen' [KU-Bedb, Müller Luscht un Lewe 76]. — c. 'koitieren' [Thielen 103]. — d. 'tüchtig arbeiten' [ RO-Obd Rockhs]. — e. α. '(kurzes Gras, den dritten Grasschnitt) mit der Sense mähen' [ KU-Kaulb Schönbg RO-Breunigw]; vgl. PfWB Schruppsel. a. 1537 (Abschr. 1604): vnd wan das gras geschrupt wird, so soll der oberherren schultis der gemeinden leuden vnd heißen das hauw machen [Schöffenweistum RO-Falkst 22]. — β. 'mit der Sichel mähen' [ KU-Hefw RO-Schiersf KL-Baalbn Fischb Schallodb Schneckhs Wörsb FR-Eppst Flomh Merth N'lein Saush NW-Dürkh Gönnh Kallstdt]. — 4. 'hauen, verhauen' [ IB-Ballw BZ-Schweighf]; Syn. s. PfWB verhauen. — 5. 'mit vollen Backen kauen; tüchtig, viel essen' [ZW-Wiesb PS-Burgalb, Höh 122 Bernhard 168 Juner 93]; Syn. s. PfWB essen, PfWB wamschen. Der hot Hunger gehatt, der hot geschruppt [ PS-Burgalb]. Der hat deß ganze Hähnsche geschrubbt [Bernhard 168]. — Südhess. V 777/78; Rhein. VII [Bd. 5, Sp. 1461] 1829 ff.; LothWB Lothr. 467; ElsWB Els. II 518. 1. a. 'Bürste mit langem Stiel zum Scheuern des Bodens', Schrupper (rubər) [mancherorts, Bernhard 168 Christmann Kaulb 64 Hussong Kirkel 153 Klein Prov. 143 Schandein Sprachsch. 249]. — b. vgl. PfWB Zahnschrupper. — 2. a. 'Gerät des Metzgers zum Abschaben der Borsten des geschlachteten Schweins' [ RO-Dielkch]; vgl. PfWB Schrappen 1, PfWB Schräpper u. Abb. 59. — b. vgl. PfWB Rummelnschrubber. — Südhess. V 778; RhWB Rhein. VII 1833.
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