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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Schlinken-schlager bis Schlipper (Bd. 5, Sp. 1093 bis 1094)
 
Schlinken-schlager, m.
Schlinken-tür, f.
Schlinker, m.
schlinkern
Schlinzel, m.
Schlinzel-viertel, n.
schlipp
Schlippchen
Schlippe
Schlippen, m.
Schlipper, m.
Schlippschapp, m.
schlipp-schlapp, Interj.
Schlipp-schlapp-schlorum, Gen.?
Schlipp-wiesen, Pl.
Schlips, m.  (f.)
Schlirre
Schlisser
schlissig, Adj.
Schlittchens, n.
Schlittel1, m.
Schlittel2, f.
Schlittel-fahrt, f.
schlitteln, schw.
Schlitten, m.
Schlitten-bahn, f.
Schlitten-fahren, n.
Schlitten-fahrt, f.
Schlitten-kasten, m.
Schlitten-lauf, m.
Schlitten-partie, f.
Schlitter, m.
Schlitter-fahrt, f.
Schlitter-lauf, m.
Schlitter-läufer, Pl.
Schlitter-lehne, f.
schlittern, schw.
Schlitt-haken, m.
Schlittler, m.
Schlitt-schuh, m.
Schlittschuh-arm, m.
Schlittschuh-dreher, m.
Schlittschuh-fahrer, m.
Schlittschuh-lauf, m.
Schlittschuh-läufer, m.
Schlittschuh-schlüssel, m.
Schlitt-weg, m.
Schlitz, m.
Schlitz-auge, n.
schlitz-augig, Adj.
schlitzen, schw.
Schlitzer, m.
Schlitz-graben, m.
Schlitz-haar
schlitz-härig
schlitz-hörig
Schlitz-hose, f.
Schlitz-husar, m.
schlitzig
Schlitz-loch, n.
Schlitz-ohr, n.  (m.)
schlitz-ohrig, Adj.
schlitz-öhrig, Adj.
Schlitz-weck, m.
Schliwwer
schliwwerig
schliwwern
Schlocker, f.,  m.
Schlocker-apfel, m.
Schlockerer, m.
Schlocker-faß, n.
schlocker-fett, Adj.
schlockerig, Adj.
schlöckerig, Adj.
schlockern, schw.
Schlocker-spieß, m.
Schlodde
Schlodder
schlodderig
schloddern
schlodern, schw.
Schlof
schloh-weiß, Adj.
Schlome
Schlomel
Schlopp
schlöppeln
schlorben
schlorbsen
Schlori
Schlorberer, m.
Schloriampels-brühe, f.
Schlorum, m.
Schlorum-bier, n.
schlorzen
Schloß, n.
Schloß-äcker, Pl.
Schloß-berg, m.
Schloß-brücke, f.
Schloß-brunnen, m.
  -schlager m. : 'Taugenichts, windiger Kerl', -schlaacher [ LU-Maud]; vgl. PfWB Schlänken, PfWB Schlinke 2 a, PfWB Schlinker 2. — -tür f. : 'Tür mit einer speziellen Klinke', Schlenkedier [Beam Penns 93].
 
  
Schlinker m.:
1.
a. 'Seilschlinge, Schlaufe', Schlinker (liŋgər) [Müller Dietschw 65], Schlenker (lęŋgər) [ KU-Wahnwg]. —
b. 'angenähte Schlinge an Schuhen, Stiefeln zum Anziehen', Schlenker [ KU-Gumbsw Haschb/R ZW-Wintb RO-Duchr KL-Samb Siegb Wörsb BZ-Klingmst GH-Wörth]; Zs.: PfWB Schuhschlinker; Syn.: PfWB Anzieher, PfWB Aufhenker 2, PfWB Henkel 2 b,

[Bd. 5, Sp. 1094]
PfWB Lappen 1 bη, PfWB Ohr 4g, PfWB Ohrlappen 2, PfWB Schlaufe 2, PfWB Schlinke 1a, PfWB Schlinkel 1a, PfWB Schlupf 2b, PfWB Schlupfzieher, PfWB Schuhlappen 2, -schlinge, -schlinke, -schlinkel, -schlinker, PfWB Strupf, PfWB Strupfen, PfWB Strupfer, PfWB Zieher.
c. 'Schlinge an Kleidern zum Aufhängen', Schlinker [ PS-Hintwdth], Schlenker [KU-Hundh ZW-Gr'bundb Kl'bundb RO-Obd, Thielen 99]; vgl. PfWB Schlinke 1 b, PfWB Schlinkel 1 b. Die Reck werren am Sch. an die Zappelääscht (Zapfenleiste) gehänkt [ ZW-Gr'bundb]. —
d. 'Schlinge, in der der verletzte Arm getragen wird', Schlenker [ KU-Diedk Kaulb Kreimb]. Er hot de Arem im Sch. henke [ KU-Diedk]; vgl. PfWB Schlinke 1 c. Ou, Jochchonn, hascheda (hast du dir) de Arme vaschduchd, dasse ne inda Sch. haschd? [IB-Ensh (Glass II 56)]. —
e. 'die zu dem Haken gehörige Öse (zum Verschließen von Frauenkleidern)', Schlenker [vereinzelt NWPf]; vgl. PfWB Schlinke 1 d. —
2. in der Wend.: Schlinker schlaa (schlagen) 'müßiggehen' [Müller Dietschw 65]; vgl. PfWB Schlänken, PfWB Schlenker 4 c, PfWB Schlinke 3. — Südhess. V 445; RhWB Rhein. VII 1351.
 
 
schlinkern s. PfWB schlenkern.
 
 
Schlinzel m.: 'fauler Kerl', Schlinzel [Schandein Sprachsch. 60]; vgl. PfWB Schlenzer. Du fauler Sch.! [ebd.].
 
 
Schlinzel-viertel n.: FlN, ehem. Stadtteil von NW-Wachh. a. 1596: Die Stadt wurde in Schlinzel-, Kirch-, Holz- und Lauerviertel eingeteilt [Niedhammer 197].
 
 
schlipp Schallw. s. PfWB schlipp-schlapp; Schlippchen 'leichtsinnige, unsolide Person' s. PfWB Schlüpfchen; Schlippe 'klaffende Wunde, Narbe, Geschwür, Einschnitt' s. PfWB Schliebe.
 
  
Schlippen m.: 'Riß in einem Kleidungsstück', Schlippe (libə) [ PS-Th'eischw]; vgl. PfWB Schliebe 1. RhWB Rhein. VII 1353/54; Hess.-Nass. III 242.
 
 
Schlipper m.: 'Abfallstück im Steinbruch'. »Die zwischen den Bäumen aufgehäuften Wacken stammten aus Steinbrüchen ... meist waren es Schleppern (Abfälle)« [Feierowend 43/1966].